Dienstleistungsstrategien in Investitionsgüterunternehmen
-
Heiko Gebauer
, Philipp Benke and Elgar Fleisch
Kurzfassung
Investitionsgüterunternehmen nutzen zunehmend Dienstleistungsstrategien zur strategischen Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Dabei haben sich Dienstleistungsstrategien von der Eingliederung in die Marketingstrategie für Produkte befreit. Natürlich existieren immer noch Dienstleistungen, welche den Produktvertrieb unterstützen. Zusätzlich eröffnen eigenständige Dienstleistungsprodukte attraktive Wachstumspotenziale. Diese Dienstleistungsprodukte lassen sich nicht mehr als Teil der Marketingstrategie für die Produkte abbilden, sondern erfordern eigenständige Dienstleistungsstrategien. Die folgenden Ausführungen richten sich an Entscheidungsträger, die mit der Aufgabe betraut sind, mögliche Dienstleistungsstrategien durch eine zielgerichtete Gestaltung organisatorischer Rahmenbedingung umzusetzen. Die Empfehlungen zu den organisatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigen insbesondere Aspekte der Unternehmenskultur, des Personalmanagements sowie der Organisationsstruktur.
Abstract
Services are becoming increasingly smart services for capital goods manufacturers in achieving profitable growth and competitive advantages. Following four service strategies could be identified: After-Sales Service Provider, Customer Support Service Provider, Development Partner, and Outsourcing Partner. Each service strategy corresponds with a specific type of service offering. After-Sales Service Providers concentrate, for example, on basic services for the installed base. The implementation of each service strategy requires a specific configuration of organisational elements. The organisational elements include the value of services, role understanding of service employees, personnel recruitment, personnel development, and personnel assessment. The implementation of an After-Sales Service Provider strategy requires, for example, concentrating on financial service values, living out the role of reliable trouble-shooters, recruiting employees with a strong technical background, using on-the-job training to further develop these technical skills, integrating cost goals into the employee compensation, and attaching the service department as a cost-centre to the product-centric strategic business unit. A similar guidance is formulated for the other three strategies.
References
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