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Methode zur Unterstützung der Anforderungsklärung in fremd-disziplinär bestimmten Projekten

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Published/Copyright: March 16, 2017

Kurzfassung

In interdisziplinären Projekten bestehen große Schwierigkeiten bei der Klärung von Anforderungen. Unterschiedliche Wissensstände, Denkweisen und Begriffswelten zwischen den technischen und nichttechnischen Disziplinen machen es oftmals schwierig, Anforderungen richtig zu definieren bzw. sie überhaupt erst zu erkennen. Hierzu ist eine intensive Kundeneinbindung notwendig. Wie in diesem Beitrag dargestellt wird, sind aber die zur Verfügung stehenden Methoden nicht in dem Maße aufeinander abgestimmt, wie es diese Form der interdisziplinären Zusammenarbeit erfordert, und bringen deshalb häufig nicht den erhofften Erfolg. Ziel des hier vorgestellten methodischen Ansatzes ist es, den Ingenieur speziell in interdisziplinären Projekten zu unterstützen sowie Anforderungen iterativ, systematisch und prozessbegleitend unter kontinuierlicher Kundeneinbindung zu klären. Dieses Vorgehen wird grundsätzlich und im Rahmen eines praktischen Beispiels näher erläutert.

Abstract

In many interdisciplinary projects occur difficulties in clarifying requirements. Mostly the involved disciplines both the technical and non-technical have different knowledge, way of thinking and vocabulary of concepts so that it is difficult to identify and define requirements. Therefore an intensive integration of the customer into the development team is necessary. But the existing methods for this are not co-ordinated as required by the interdisciplinary cooperation. Thus the results are not as expected often. Objective of the presented method here is to assist the design engineer particular in interdisciplinary developments. This support will help to clarify requirements in a customer-integrating, iterative, systematically and process-accompanying way. The method itself and its exemplary execution are explained below.


Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann, geb. 1948, war nach seiner Promotion 1979 an der TU München in verschiedenen verantwortlichen Positionen der Industrie im Bereich der Produktentwicklung tätig. Seit 1995 ist er Ordinarius am Lehrstuhl für Produktentwicklung der TU München. Die Forschungstätigkeiten konzentrieren sich unter anderem auf die Entwicklung von Strategien für die frühen Entwicklungsphasen, das Kostenmanagement in der Entwicklung, Methoden und Vorgehensweisen zur Produktinnovation sowie die Betrachtung psychologischer Einflüsse auf das Denken und Handeln des Produktentwicklers.

Dipl.-Ing. Christoph Jung, geb. 1973, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität München. Derzeit beschäftigt er sich am Lehrstuhl für Produktentwicklung der TU München im Rahmen der Promotion mit der Entwicklung von Methoden zur Unterstützung von interdisziplinären Produktentwicklungen sowie mit der Entwicklung medizintechnischer Produkte.

Dipl.-Ing. Andreas Feyrer, geb. 1974, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität München. Derzeit beschäftigt er sich bei dem Münchner System- und Beratungshaus Actano GmbH mit der Implementierung eines Produktdatenmanagementsystems für das Versions-, Änderungs- und Konfigurationsmanagement von flashprogrammierbaren Steuergeräten in der Automobilindustrie.


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Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2005-02-24

© 2005, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 14.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.100866/html
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