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Das Risikomanagement ist nicht nur Gegenstand des Gesellschaftsrechts, sondern auch zahlreicher sondergesetzlicher Regelungen. Veranlasst durch die umfangreichen Berichtspflichten nach der CSRD sowie durch die materiell-rechtlichen Organisationspflichten nach der CSDDD und dem LkSG stellt sich die in der Literatur bislang nicht ausführlich erörterte Frage, auf welche Risiken die zu ergreifenden Maßnahmen gerichtet sein müssen. Ein unternehmenszentriertes Risikomanagement erfasst Risiken, die ein Unternehmen selbst betreffen. In dem Fall eines wirkungszentrierten Risikomanagements sind die Folgen der Geschäftstätigkeit für außerhalb des Unternehmens stehende Dritte oder sonstige Betroffene maßgeblich. Praktisch relevant kann die Unterscheidung z. B. bei der Anwendung betriebswirtschaftlicher Modelle und Standards sein. Allem dem geht der Aufsatz nach.
Risk management is governed not only by corporate law, but also by numerous special legal provisions. Due to the extensive reporting obligations under the CSRD, as well as the substantive organizational duties under the CSDDD and the LkSG, the question arises that has not yet been thoroughly addressed in the literature, namely, which types of risks the required measures should 761target. A company-centred risk management approach focuses on risks that directly affect the company itself. In contrast, an impact-centred risk management approach addresses the consequences of business activities for third parties or other external stakeholders. This distinction may be of practical relevance, for example, in the application of business-related models and standards. The following article analyses this issue in detail.
© 2025 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Frontmatter
- Frontmatter
- Das Widerspruchsmodell bei der Verschmelzung unter Beteiligung einer eGbR
- Insiderhandel oder die Grenzen ökonomischer Anreize im Recht
- Aktienrechtliches Risikomanagement zwischen Unternehmens- und Wirkungszentrierung
- Die Lieferkettenverantwortung des Finanzsektors – eine funktionale Analyse des Aufsichtsrechts und der CSDDD
- Die organschaftliche Mehrfachzurechnung von Handlungen bei Doppelmandaten
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- Das Widerspruchsmodell bei der Verschmelzung unter Beteiligung einer eGbR
- Insiderhandel oder die Grenzen ökonomischer Anreize im Recht
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- Die organschaftliche Mehrfachzurechnung von Handlungen bei Doppelmandaten