Antikriegsaktivismus in Russland – eine Übersicht
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Dr. Jan Matti Dollbaum ist Politikwissenschaftler und Assistenzprofessor am Departement für Europastudien und Slavistik der Universität Fribourg, Kontakt: jan.dollbaum@unifr.ch
Der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 versetzte die große Mehrheit der russischen Gesellschaft und die Mehrheit der russischen Eliten in einen tiefen Schock. Für einige Wochen bestand verbreitete Unsicherheit darüber, wie diese Eskalation sich auf die innergesellschaftlichen Machtverhältnisse auswirken würde, ob „die Oligarchen“ Putin die Treue verweigern würden, oder ob dies der (von einigen Beobachter*innen lang ersehnte) Moment war, in dem die russische Gesellschaft „endlich“ gegen das autoritäre Regime und seinen imperial inspirierten personalistischen Anführer aufbegehren würde. Und es kam tatsächlich zu Fällen von öffentlichem Treuebruch einiger Eliten, wie dem Präsidentenberater Anatoli Tschubais oder Igor Wolobujew, Vizepräsident der Gazprombank, doch dies blieben Ausnahmen aus der zweiten oder dritten Reihe. Es kam auch zu einigen größeren Protestaktionen, teils spontan, teils von der liberalen Kleinpartei Jabloko organisiert. Doch so unvorbereitet das Regime auf den Krieg selbst war, wie die anfänglichen militärischen Fehlplanungen offenbarten, so schnell sandte es Signale an die repressiven Behörden, dass mit Protest schonungslos umzugehen sei. Der aufkeimende öffentliche Widerstand erstarb damit so schnell wie er gekommen war. Seitdem ist der Massenprotest von den russischen Straßen verschwunden. Dieser Beitrag fragt zunächst nach den tiefer liegenden Ursachen und beleuchtet in einem zweiten Schritt die Formen des Anti-Kriegs-Aktivismus, die sich trotz der Schwäche des Massenprotests im heutigen Russland halten.
1 Warum so wenig Protest?
Wie ist es zu erklären, dass sich gegen den Krieg kein massenhafter Protest entwickelte? Dies verwundert vielleicht insbesondere, da der Angriff auf die Ukraine die Gesellschaft so plötzlich traf und versprach, das Leben von Millionen Menschen auch in Russland so nachhaltig zum Schlechteren zu verändern, dass von einem klassischen Fall von „suddenly imposed grievances“ zu sprechen wäre, was eine Eruption von Protest begünstigen kann (Walsh 1981; Kern et al. 2015). Zur Erklärung gehören mehrere langfristige Entwicklungen.
Erstens hat das Regime seit Putins Amtsantritt zur Jahrtausendwende die strukturellen Voraussetzungen für organisierten politischen Widerstand geschwächt oder ganz abgebaut. Wie an anderer Stelle ausführlicher beschrieben (Dollbaum 2025) begann dies mit dem systematischen Angriff auf alternative ökonomische Machtzentren in Form der Besitzstände und der rechtlichen Stellung der so genannten Oligarchen der 1990er Jahre. Konnten ökonomische Schwergewichte beispielsweise in der Ukraine ihre wirtschaftliche Macht behalten, so ihren politischen Einfluss schützen und auch in Protestzeiten den politisch aussichtsreicheren Lagern zur Verfügung stellen (Pleines 2016), so sorgte Putins zwar beliebtes, aber wenig rechtsstaatliches Vorgehen gegen Personen wie Michail Chodorkowski (Energie), Boris Beresowski oder Wladimir Gussinski (beide Medien) und die Zerschlagung und Verstaatlichung ihrer Assets dafür, dass verbleibende wirtschaftliche Eliten in totale Abhängigkeit vom Staat gerieten und sich in der Folge politisch loyal zu verhalten wussten (siehe etwa Radnitz 2010; Hale 2010).
Zu diesen Maßnahmen zählt auch der frühe Umbau der politischen Landschaft zu einem dominanten Parteiensystem. Die Partei Einiges Russland wurde zum zentralen Vehikel der Kontrolle regionaler Eliten. Die anderen – teils von der Präsidialadministration selbst geschaffenen – Parteien fügten sich in die de-facto-Loyalität im Austausch für Parlamentspräsenz, für Posten, auf denen es lukrative Staatsaufträge oder andere Zugänge zu Korruption zu verteilen gab (Reuter/Robertson 2015; Dollbaum 2017), und für ein gewisses Prestige, das ihren Parteichefs durch regelmäßige Treffen mit dem sich überparteilich und überpolitisch gebenden Präsidenten Putin erwuchs.
Indem es also die großen ökonomischen und politischen Organisationen früh einhegte, entzog das Regime dem massenhaften Protest wichtige Grundlagen. Hinzu kam der Einsatz verschiedener Behörden zur Obstruktion politischer Opposition, insbesondere der Wahlbehörden, die regelmäßig einzelnen Kandidat*innen oder Parteilisten die Registrierung versagten. Hinzu kam außerdem gezielte Repression gegen Einzelpersonen, wenn sie trotz aller strukturellen Nachteile zu gefährlich wurden. Als der wichtigste Akteur ist hier Aleksei Nawalny zu nennen. Seine Gefahr erklärt sich erstens durch seine unterhaltsame und zugängliche Sprache, mit der er politische Themen kommunizierte, zweitens durch sein Lebensthema der Korruption, das geeignet war, viele unterschiedliche Lager zusammenzubringen, und drittens durch die taktische Geschicklichkeit, mit der er und sein Team die Lücken im System für sich nutzten, Protest für öffentliche Aufmerksamkeit einsetzten und die stumpfe bürokratische Brutalität des Regimes zur Unterhaltung der Online-Fangemeinde vorführten. Es ist wohl kein Zufall, dass Nawalnys Organisation „Stiftung für Korruptionsbekämpfung“ im Jahr 2021 – das heißt vor Kriegsbeginn – als erste der gesteigerten Repression zum Opfer fiel (Pleines 2022).
Zweitens ist diese Repression, die ab 2021 ein neues Niveau erreichte, womöglich der wichtigste Teil der Erklärung. Wer lange Haftstrafen bereits für Posts und Likes auf Social Media riskiert, wird sich die Teilnahme an öffentlichem Protest gut überlegen (für Zusammenfassungen der Repressionen siehe McCarthy et al. 2023; OVD Info 2024). Und auch die systematische Repression gegen verbleibende regime-unabhängige Medien trug zum Bedeutungsverlust von Protest bei: Meyer Olympieva etwa (2025) dokumentiert die verbreitete Position von Aktivist*innen, die – anders als die große Mehrheit der Bevölkerung – grundsätzlich bereit wären, ein Risiko einzugehen, die aber keinen Nutzen darin sehen, wenn es keine Medien mehr gibt, die über Protest berichten und ihm so zu Sichtbarkeit verhelfen können.
Drittens schließlich setzte mit dem Krieg eine Gewöhnung ein. Dieser kognitive und emotionale Prozess des „Abfindens“ mit einer neuen Realität ist in den Arbeiten des Public Sociology Laboratory eindrücklich beschrieben (2022; 2024). Angesichts der politischen Hilflosigkeit, die das Regime in der Gesellschaft mit den oben beschriebenen Maßnahmen über Jahrzehnte genährt hatte, erschien die Entscheidung zum Angriff auf die Ukraine vielen als etwas vollkommen Externes, auf das sie keinen Einfluss haben und das sie daher nur hinnehmen konnten. Die einzige beeinflussbare Größe war die eigene Wahrnehmung des Geschehens. So entschieden sich viele dazu, den Krieg innerlich zu rechtfertigen oder zumindest zu erklären, um der Frustration durch kognitive Dissonanz oder schlicht der Depression zu entgehen. Das Regime konnte mithin von einem Prozess profitieren, in dem die „suddenly imposed grievances“ individuell verarbeitet und abgebaut wurden, anstatt sich kollektiv und politisch zu entladen. Die Emigration von über einer Million Menschen, viele von ihnen vormals politisch aktiv, tat schließlich ihr übriges.
2 Antikriegsaktivismus trotz allem
Das Ausbleiben eines starken politischen Widerstandes auf der Straße erscheint mit diesen Erklärungen plausibel. Und doch ist Protest nicht die einzige Form, in der sich Widerstand zeigen kann. Die erste Alternative ist Street Art – anonyme visuelle Kunst im öffentlichen Raum, von schnellen Graffiti bis hin zu elaborierten kleinen Kunstwerken, die auf hoch kreative und sehr unterschiedliche Art eine ablehnende Haltung zum Regime und seinem Krieg oder Solidarität mit der Ukraine und ihrer Bevölkerung ausdrücken. Dieses Phänomen war seit Kriegsbeginn so sichtbar, dass die Anthropologin Aleksandra Arkhipova zusammen mit Kolleg*innen eine Online-Sammlung ausgewählter Exemplare anfertigte, die unter nowobble.net[1] erreichbar ist. Der Name der Ausstellung „No wobble“, bzw. auf Russisch „Net voble“ rekurriert auf einen wichtigen Aspekt dieser Street Art im repressiven russischen Kontext – die coded language. Die unmittelbar nach dem russischen Angriff erlassenen Gesetze reglementieren den öffentlichen Sprachgebrauch. So dürfen keine „Fakes“ über die russische Armee verbreitet werden, wozu in zahlreichen Präzedenzfällen bereits die Verwendung des Wortes „Krieg“ zählt. Die sibirische Aktivistin Alissa Klimentowa hatte, im Versuch diese Zensurmaßnahme zu umgehen, die Botschaft „Net v***e“ auf den Asphalt geschrieben, die im Kontext einfach als „net voine“ („Nein zum Krieg“) zu erkennen war. Im nachfolgenden Gerichtsprozess argumentierte sie, sie habe „Net voble“ gemeint – „Nein zur Wobla“, einem im kaspischen Meer endemischen Speisefisch. Sie war mit dieser absurden Argumentation im ersten Prozess erfolgreich, wurde aber nach Bekanntwerden des Falls in einem zweiten Verfahren zu einer Strafzahlung verurteilt (Arkhipova/Lapshin 2023).
Die Straßenkunst umfasst neben Botschaften dieser Art auch zahlreiche Versuche, den Menschen in der Ukraine Gefühle und Urteile mitzuteilen, die im Kontrast zu den offiziellen Verlautbarungen der Regimepropagandist*innen stehen und die auch die Umfragen konterkartieren, nach denen stabile Mehrheiten in Russland den Krieg unterstützen.[2] Das Ziel solcher Kunst ist es also weniger, auf die Entscheidungen des Regimes einzuwirken als vielmehr Schock, Mitleid, Wut, Trauer, Bestürzung und Scham zu kommunizieren.
Eine weitere Form des Aktivismus, die zumindest zu Beginn des Krieges weit verbreitet war, ist die Petition. Über Russlands Grenzen hinaus die größte Bekanntheit hat die Petition des Menschenrechtsaktivisten Lev Ponomarjow erzielt, die mehr als eine Million Unterschriften erreichte. Doch es gibt zahlreiche weitere Beispiele. Sauvé und Duchâteau (2022) zählen in ihrem Datensatz insgesamt 121 Petitionen mit Kriegsbezug, von denen sich die große Mehrheit explizit dagegen wenden. Dabei fällt unter anderem die große Zahl an Petitionen auf (89 bzw. 73,5 %), deren Autor*innen für professionelle Kollektive (z. B. Ärzt*innen, Ökonom*innen) sprechen. Politische Identitäten und ideologisch bestimmte Gruppierungen sind stattdessen rar. Dies mag zum einen an der in den Texten weit verbreiteten Absicht liegen, die Ablehnung des Krieges aus rein vernünftigen Gründen des gesunden Menschenverstandes herzuleiten anstatt aus politischen Überzeugungen. Es weist zum anderen aber zurück auf die oben beschriebene Abwesenheit politischer Strukturen und die – vom Regime gezielt geförderte – Distanz zu Politik als solcher, die als sinnlos, unnütz oder gefährlich wahrgenommen wird.
Die Motivation, die sich teils aus den Petitionen selbst und teils aus Interviews mit einigen Unterzeichner*innen ergibt, ist abermals vor allem kommunikativer Natur (siehe auch Fokin 2024). Viele wollen mit ihrem Namen zeigen, dass es in der russischen Gesellschaft Menschen mit Anstand und Haltung gibt, selbst wenn auch eine öffentliche Unterschrift Folgen haben kann, etwa in Form einer Entlassung. Handlungsleitend ist hier wiederum teils Scham und Verachtung gegenüber ihren politischen Anführer*innen und der angepassten Mehrheit, teils das Ziel, die internationale Isolation durch performative Handlung zu verringern. So nennen die Autor*innen als konkretes Beispiel den Versuch russischer Wissenschaftler*innen, sich durch eine eigene Petition von einem offenen Brief zu distanzieren, in dem russische Universitätsrektoren sich unter hohem Anpassungsdruck hinter den Angriffskrieg gestellt hatten.
Eine dritte weit verbreitete Form des Aktivismus ist die Freiwilligenarbeit (Meyer Olimpieva 2025). So hat sich die Zahl derjenigen, die sich für die Unterstützung Geflüchteter insbesondere aus der Ukraine einsetzen, nach Beginn des Krieges dramatisch erhöht. Die Freiwilligen helfen Menschen, die infolge des Krieges aus östlichen Gebieten vor den unmittelbaren Kampfhandlungen nach Russland fliehen mussten, bei der Durchreise in die EU, bei bürokratischen Schwierigkeiten oder bei der Versorgung von Kindern und Alten in Russland. Als Motivation geben sie häufig an, dass allein das Tätigsein ihnen im Kontext der allgemeinen Hilflosigkeit und sozialer Atomisierung psychologische Erleichterung verschaffe (Meyer Olimpieva 2025, 374–75). Auf diese Weise ermöglicht die Freiwilligenarbeit noch direkter als die Street Art und die Petitionen die Identifikation mit einer Gruppe, reduziert so das verzweifelte Gefühl der weltanschaulichen Einsamkeit und hilft dabei, die Abweichung von der gesellschaftlich eingeforderten Loyalität leichter aufrechtzuerhalten.
3 Schluss
Wie diese Beispiele zeigen, gibt es zahlreiche andere, kreative, teils weniger gefährliche, und sogar unmittelbar wirksamere Formen als Straßenprotest, denen sich viele Menschen in Russland zugewandt haben. Diese sind möglicherweise zu besonderer Bedeutung gelangt, weil die etablierte Form des Protests, derer sich in der jüngeren Vergangenheit auch in Russland hunderttausende Menschen bedient hatten (Lankina 2015), nicht mehr möglich war. Doch zugleich bringt diese Perspektive auch Fragen mit sich: Sind die oben aufgeführten Aktivitäten – Unterstützung für Geflüchtete, Botschaften auf Hauswänden, Petitionen, die gegenseitige Versicherung auf der richtigen Seite zu stehen – nur Ersatzhandlungen? Oder können sie die Basis eines breiteren und vor allem effektiveren Widerstands sein?
Es gibt historische Beispiele, in denen solche „weapons of the weak“ (Scott 1985) Teil von Boykottkampagnen wurden, die Regimen ernsthaft zusetzen. Noch scheinen sie im konkreten Fall der russischen Kriegsmaschinerie nicht gefährlich zu werden oder sie auch nur verlangsamen zu können. Verstärkend könnte hier die Strategie der „Normalisierung“ oder „Pazifizierung“ (Vlasova 2024) wirken: Bei aller brutalen Rhetorik des allumfassenden Zivilisationskrieges versucht das autoritäre Regime, den Alltag der Menschen möglichst wenig mit dem Krieg in Berührung zu bringen und stattdessen die Überzeugung zu nähren, es handle sich um eine „militärische Spezialoperation“ in den Händen von Profis, um die sich die Bevölkerung nicht zu kümmern brauche. Es wird so von der Bevölkerung keine zusätzliche Tätigkeit erwartet, die potenziell unterlaufen und boykottiert werden könnte, im Gegenteil: die Demobiliserung und der Rückzug ins Private ist genauso erwünschter Teil der Kriegsführung wie sie zuvor schon Teil der Aufrechterhaltung von Putins Strategie zur Machterhaltung war. Sofern sie aber den Widerstandsgeist aufrecht zu erhalten vermögen, also die Menschen wach und bereit halten, für einen Moment, in dem disruptiver oder massenhaft symbolischer Protest wieder möglich wird, haben sie auch ohne direkte Wirksamkeit einiges erreicht.
Über den Autor / die Autorin
Dr. Jan Matti Dollbaum ist Politikwissenschaftler und Assistenzprofessor am Departement für Europastudien und Slavistik der Universität Fribourg, Kontakt: jan.dollbaum@unifr.ch
Literatur
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