Abschlussarbeiten des Instituts für Informationswissenschaft der Technischen Hochschule Köln 2015
Stephanie Uhlenbrock: Vermittlung von Informationskompetenz in Kanzleibibliotheken. Ein Konzept für internationale Großkanzleien. Masterarbeit. Köln 2015.
Juristische Spezialbibliotheken internationaler Großkanzleien erbringen vielfältige Informationsdienstleistungen für ihr Unternehmen. Häufig zählt zu diesen die Vermittlung von Informationskompetenz in Form von Schulungsangeboten für neue juristische Mitarbeiter der Kanzlei. In welcher Form Informationskompetenzvermittlung in internationalen Kanzleibibliotheken stattfindet und wie sich ein generelles Konzept für Großkanzleien gestalten kann, sind die zentralen Fragestellungen dieser Arbeit, die anhand des Fallbeispiels – einer internationalen Wirtschaftskanzlei – untersucht werden.
Anna Brieke: „First- und Second-Level-Support in der Face-to-Face-Auskunft der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln“. Bachelorarbeit. Köln 2015.
Die Bachelorarbeit beantwortet die Frage, wie die Abgrenzung zwischen den beiden Diensten aussehen kann. Daraus wurden Handlungsempfehlungen für die Abgrenzung in einen First- und Second-Level-Support in der USB Köln entwickelt. Ausschlaggebend für diese Umstrukturierung war die geplante Anschaffung zweier Rückgabeautomaten. Aufgrund der Rücknahme vieler Medien durch die Rückgabeautomaten, wird die vorherige Rückgabetheke entlastet, sodass diese den First-Level-Support darstellt. Die Umstrukturierung bedeutete, dass sich auch das Aufgabengebiet für das Personal der betroffenen Abteilung maßgeblich veränderte. In Bezug auf die Umstrukturierung und die Trennung der Auskunftsstellen in einen First- und Second-Level-Support wurden folgende Fragen der Zuständigkeit und Kooperation der beiden Dienste ebenso erörtert wie der Qualifikationsbedarf.
Henning Mismahl: Mobile First: Cross Device Analyse von Internetseiten ausgewählter öffentlicher Bibliotheken mit Responsive Webdesign. Bachelorarbeit. Köln 2015.
Bibliotheken stehen mit der Zunahme der Diversität von Mobilfunkgeräten vor der Herausforderung, ihre Internetauftritte für diese Endgeräte benutzerfreundlich zu gestalten. Ziel dieser Arbeit ist das Prinzip „Mobile First“ zur Gestaltung von Bibliothekswebseiten zu beschreiben und die Umsetzung dieses Prinzips mit den Mitteln des Responsive Webdesign zu erläutern. Hierzu wurden ausgewählte Konventionen des Webdesigns beschrieben, die bei unterschiedlichen Endgeräten zu Herausforderungen führen können. Anhand der Internetauftritte der Stadtbibliotheken Köln und Meppen wurden in einer Cross Device Analyse die verschiedenen Umsetzungen des Responsive Webdesigns analysiert und die in der Arbeit festgelegten Konventionen des Webdesigns verglichen. Beide Bibliotheken nutzen wichtige Komponenten des Responsive Webdesign, die im Verhältnis zu ihren Ressourcen mit geringem Aufwand ermöglichen, die Bibliothekswebseiten benutzerfreundlich für die Anforderungen verschiedener Endgeräte auszugeben.
Gabriela Koller: Informationspraxis im Wandel – eine Analyse ausgewählter Dienstleistungen der Zentralen Fachbibliotheken. Bachelorarbeit. Köln 2015.
Die Informationspraxis hat sich durch die digitale Revolution enorm gewandelt – in Bibliotheken und in der Forschung. Die Wissenschaftspolitik fordert vor diesem Hintergrund wissenschaftliche Bibliotheken dazu auf, insbesondere die Handlungsfelder Open Access, Forschungsdaten, Virtuelle Forschungsumgebungen, Digitale Langzeitarchivierung, Lizenzierung und Vermittlung von Informationskompetenz weiter voranzutreiben. In der bibliothekswissenschaftlichen Fachwelt werden diese Handlungsfelder ebenfalls als wichtig erachtet, des Weiteren auch die Sozialen Medien. Es wird dafür plädiert, dass Bibliotheken den Forschern verstärkt Vermittlungsangebote zur neuen Informationspraxis in der Wissenschaft anbieten sollten. Am Beispiel der Zentralen Fachbibliotheken wird in der vorliegenden Arbeit untersucht, welche Dienstleistungen sie in den Handlungsfeldern Social Media, Open Access, Forschungsdaten, Virtuelle Forschungsumgebungen, Digitale Langzeitarchivierung und Lizenzierung anbieten und ihren Nutzern über ihre Websites vermitteln.
Susanne Göttker: Die Förderung der überregionalen Literaturversorgung in Deutschland: von den Sondersammelgebieten zum Konzept der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft – eine Analyse. Masterarbeit. Köln 2015.
Die überregionale Literaturversorgung in Deutschland hat ihre Wurzeln im beginnenden 20. Jahrhundert und hat sich seitdem dank der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und ihrer Vorgängerinstitution beständig weiterentwickelt. Die vorliegende Arbeit beschreibt diese Entwicklung von den ersten Überlegungen zum kooperativen Bestandsaufbau über den Ausbau der überregionalen Literaturversorgung anhand der Sondersammelgebiete zur verteilten nationalen Forschungsbibliothek bis zur Umgestaltung in die Fachinformationsdienste für die Wissenschaft. Anschließend werden einzelne, sowohl inhaltliche als auch strukturelle Aspekte dieses neuen Förderprogramms einer kritischen Analyse unterzogen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die praktische Umsetzbarkeit und die möglichen Folgen für die deutsche Informationsinfrastruktur gerichtet wird.
Nathalie Hild: „Differenzierte Sprachförderung durch Öffentliche Bibliotheken: Konzeption einer Veranstaltungsreihe zur Förderung der phonologischen Bewusstheit“. Bachelorarbeit. Köln 2015.
Die phonologische Bewusstheit ist eine Komponente der phonologischen Informationsverarbeitung und gilt als eine bedeutende Vorläuferfertigkeit in Bezug auf den Schriftspracherwerb. Mit der vorliegenden Arbeit sollen Möglichkeiten einer differenzierten vorschulischen Sprachförderung im Bereich der phonologischen Bewusstheit für Kinder ab drei Jahren durch Öffentliche Bibliotheken unter Einbindung der Eltern aufgezeigt werden. Eine Veranstaltungsreihe zur Förderung dieser Kompetenz wird mittels Transfer der theoretischen Grundlagen zur phonologischen Informationsverarbeitung und unter besonderer Berücksichtigung der Erkenntnisse zur phonologischen Bewusstheit, sowie von zwei exemplarischen Trainingsprogrammen in Kindertagesstätten, erstellt. Zudem wurden vier bibliothekarische Programme zur frühkindlichen Lese- und Sprachförderung in Bezug auf eine Förderung der phonologischen Bewusstheit bewertet.
Volltext: https://publiscologne.th-koeln.de/frontdoor/index/index/docId/728 [Zugriff: 26.2.2016].
Annika Denise Schmitt: Kriegsgefangenenlager und ihre Bibliotheken im Zweiten Weltkrieg am Beispiel des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Bachelorarbeit. Köln 2015.
Ziel dieser Arbeit ist es, über die Umstände in Kriegsgefangenenlagern am Beispiel des Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlagers X B Sandbostel, bezüglich der Freizeitgestaltung der Kriegsgefangenen zu informieren und dabei besonders die Bibliotheken in den Fokus zu nehmen. Bibliotheken in Kriegsgefangenenlagern übernahmen nicht nur die Aufgabe der Literaturvermittlung, sondern boten auch eine Möglichkeit zur Unterhaltung. Auch das Angebot von Information und Bildung spielten eine wichtige Rolle, ebenso die Verbesserung der Lebensstandards der Kriegsgefangenen. Die Bachelorarbeit gibt Aufschluss darüber, welche verschiedenen Bibliotheken es in den Kriegsgefangenenlagern gegeben hat, die in Größe und Organisationsstruktur stark variierten.
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