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Lieselotte E. Saurma-Jeltsch, Spätformen mittelalterlicher Buchherstellung. Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau. 2001

Veröffentlicht/Copyright: 12. Dezember 2007
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Arbitrium
Aus der Zeitschrift Band 21 Heft 1

Seit über zehn Jahren fristet die Abgabefassung der Habilitationsschrift Saurma-Jeltschs (Freie Universität Berlin 1991) ein Dasein in Anmerkungen jüngerer Untersuchungen zu elsässischen Bilderhandschriften des 15. Jahrhunderts. Hier und da vielleicht in Unkenntnis bloß erwähnt, hat die vorläufige Form von der Mehrheit ihrer Leser längst den Beifall erfahren, den sie verdient. Man muß nicht das stets unangebrachte Bild vom Schlußstein bemühen, darf aber doch konstatieren, daß hier die erste umfassende Untersuchung des Hagenauer Unternehmens, seiner Konstituenten und Vorläufer, seiner Mechanismen und seiner Produkte vorliegt: ein Standardwerk zu einer Werkstatt, die sich auf kostengünstige Herstellung von Bilderhandschriften verlegt hatte und die der Aufmerksamkeit der Germanistik insofern sicher sein durfte, als sie ein breites Angebot höfischer Literatur des 13. Jahrhunderts im Programm führte. Daß die hier gebotene Summe in erster Linie aus kunstgeschichtlichen Publikationen – und hier überwiegend aus Arbeiten der Verfasserin – gezogen werden mußte, wird niemanden, der sich die seinerzeit disparate Forschungslage vor Augen führt, wundern. Daß in den neunziger Jahren textwissenschaftliche Untersuchungen zu Lauberhandschriften angestellt wurden, machte die Monographie auch für Germanisten zu einem aktuellen Gesprächsbeitrag. Sicher wäre manches anders formuliert oder anders gedeutet worden, wenn die Verfasserin die Entwicklung hätte voraussehen können. So blieb ihr, in der Druckfassung auf wichtigere Studien nach Vermögen zu reagieren. Es wurde eine Auseinandersetzung mit Textwissenschaftlern, und unter diesem Gesichtspunkt soll die Arbeit im folgenden diskutiert werden.

Online erschienen: 2007-12-12
Erschienen im Druck: 2003-October-10

© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2003

Artikel in diesem Heft

  1. Dorothea Ruprecht / Karl Stackmann, Regesten zum Briefwechsel zwischen Gustav Roethe und Edward Schröder. 2000
  2. Marcus Gärtner, Kontinuität und Wandel in der neueren deutschen Literaturwissenschaft nach 1945. 1997 – Petra Boden / Rainer Rosenberg (Hgg.), Deutsche Literaturwissenschaft 1945–1965. Fallstudien zu Institutionen, Diskursen, Personen. 1997
  3. Markus Krajewski, Zettelwirtschaft. Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek. 2002
  4. Frank Zipfel, Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität. Analysen zur Fiktion in der Literatur und zum Fiktionsbegriff in der Literaturwissenschaft. 2001
  5. Rüdiger Schnell, Sexualität und Emotionalität in der vormodernen Ehe. 2002
  6. Dennis H. Green, The Beginnings of Medieval Romance. Fact and Fiction, 1150–1220. 2002
  7. Elisabeth Lienert, Deutsche Antikenromane des Mittelalters. 2001
  8. Corinna Dörrich, Poetik des Rituals. Konstruktion und Funktion politischen Handelns in mittelalterlicher Literatur. 2002
  9. Will Hasty, Art of Arms. Studies of Aggression and Dominance in Medieval German Court Poetry. 2002
  10. Markus Stock, Kombinationssinn. Narrative Strukturexperimente im ‚Straßburger Alexander‘, im ‚Herzog Ernst B‘ und im ‚König Rother‘. 2002
  11. Albrecht Hausmann, Reinmar der Alte als Autor. Untersuchungen zur Überlieferung und zur programmatischen Identität. 1999
  12. Lieselotte E. Saurma-Jeltsch, Spätformen mittelalterlicher Buchherstellung. Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau. 2001
  13. Daniel Guggisberg, Das Bild der „Alten Eidgenossen“ in Flugschriften des 16. bis Anfang 18. Jahrhunderts (1531–1712). Tendenzen und Funktionen eines Geschichtsbildes. 2000
  14. Friedrich Vollhardt, Selbstliebe und Geselligkeit. Untersuchungen zum Verhältnis von naturrechtlichem Denken und moraldidaktischer Literatur im 17. und 18. Jahrhundert. 2001
  15. Ansgar M. Cordie, Raum und Zeit des Vaganten. Formen der Weltaneignung im deutschen Schelmenroman des 17. Jahrhunderts. 2001
  16. Christian Belin, La Conversation intérieure. La Méditation en France au XVIIe siècle. 2002
  17. Rüdiger Campe, Spiel der Wahrscheinlichkeit. Literatur und Berechnung zwischen Pascal und Kleist. 2002
  18. Reinhart Meyer, Bibliographia Dramatica et Dramaticorum. Kommentierte Bibliographie der im ehemaligen Reichsgebiet gedruckten und gespielten Dramen des 18. Jahrhunderts nebst deren Bearbeitungen und Übersetzungen und ihrer Rezeption bis in die Gegenwart. 2. Abteilung: Einzeltitel. Bde. 7–16. 1997–2002
  19. Ulrich Kronauer / Jörn Garber (Hgg.), Recht und Sprache in der deutschen Aufklärung. 2001
  20. Gabriele Ball, Moralische Küsse. Gottsched als Zeitschriftenherausgeber und literarischer Vermittler. 2000
  21. Katrin Kohl, Friedrich Gottlieb Klopstock. 2000
  22. Frank Baudach / Jürgen Behrens / Ute Pott (Hgg.), Friedrich Leopold Graf zu Stolberg (1750–1819). Beiträge zum Eutiner Symposium im September 1997. 2002
  23. Jürgen Fohrmann, Schiffbruch mit Strandrecht. Der ästhetische Imperativ in der ‚Kunstperiode‘. 1998
  24. Ulrike Morgner, „Das Wort aber ist Fleisch geworden“. Allegorie und Allegoriekritik im 18. Jahrhundert am Beispiel von K. Ph. Moritz' „Andreas Hartknopf. Eine Allegorie.“. 2002
  25. Walter Steiner / Uta Kühn-Stillmark, Friedrich Justin Bertuch. Ein Leben im klassischen Weimar zwischen Kultur und Kommerz. 2001
  26. Peter Hofmann, Goethes Theologie. 2001
  27. Silke Schlichtmann, Geschlechterdifferenz in der Literaturrezeption um 1800? Zu zeitgenössischen Goethe-Lektüren. 2001
  28. Michel Chaouli, The Laboratory of Poetry. Chemistry and Poetics in the Work of Friedrich Schlegel. 2002
  29. Claudia Stockinger, Das dramatische Werk Friedrich de la Motte Fouqués. Ein Beitrag zur Geschichte des romantischen Dramas. 2000
  30. Sabine Doering, Die Schwestern des Doktor Faust. Eine Geschichte der weiblichen Faustgestalten. 2001
  31. Daniel Müller Nielaba, Die Nerven lesen. Zur Leit-Funktion von Georg Büchners Schreiben. 2001
  32. Robert E. Norton, Secret Germany. Stefan George and his Circle. 2002
  33. Rainer Maria Rilke, Briefwechsel mit Magda von Hattingberg ‚Benvenuta‘. Hg. von Ingeborg Schnack und Renate Scharffenberg. 2000 – „Ich sehne mich sehr nach Deinen blauen Briefen“. Rainer Maria Rilke / Claire Goll, Briefwechsel. Hg. von Barbara Glauert-Hesse. 2000
  34. Friedhelm Marx, „Ich aber sage Ihnen…“. Christusfigurationen im Werk Thomas Manns. 2002
  35. Astrid Poppenhusen, Durchkreuzung der Tropen. Paul Celans „Die Niemandsrose“ im Lichte der traditionellen Metaphorologie und ihrer Dekonstruktion. 2001
  36. Thomas Brasch, Wer durch mein Leben will, muß durch mein Zimmer. Gedichte aus dem Nachlaß. Hg. von Katharina Thalbach und Fritz J. Raddatz. 2002
  37. Monica Fröhlich, Literarische Strategien der Entsubjektivierung. Das Verschwinden des Subjekts als Provokation des Lesers in Christoph Ransmayrs Erzählwerk. 2001
  38. Nachrichten aus dem Fach
  39. Arbiter criticorum
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