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Rüdiger Campe, Spiel der Wahrscheinlichkeit. Literatur und Berechnung zwischen Pascal und Kleist. 2002

Published/Copyright: December 12, 2007
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Arbitrium
From the journal Volume 21 Issue 1

Lange wurde der Erkenntnisbereich der strengen scientia strikt von den weiten, unüberschaubaren Feldern der bloßen opinio abgegrenzt. Im 17. Jahrhundert aber wurde auch das Reich der unzuverlässigen Fortuna wissenschaftsfähig. Die Geschichte dieser revolutionären Aufwertung des Wahrscheinlichen ist in den letzten 20 bis 30 Jahren intensiv diskutiert worden. Dabei wurde die Phänomenologie der „probabilistischen Revolution“ in so unterschiedlichen Bereichen wie der Mathematik, der Theologie, der Rechtswissenschaft, der Naturerforschung, der Ökonomie und der Literatur herausgearbeitet. So entstand ein facettenreiches Bild, doch wurde nicht immer deutlich, ob und wie die verschiedenen Aspekte untereinander verbunden sind. Zumal die Frage, inwiefern die Entwicklung der mathematischen Wahrscheinlichkeit und eine neue Konzeption der Wahrscheinlichkeit in der Literatur zusammenhängen, blieb dabei weitgehend im Dunkeln.

Online erschienen: 2007-12-12
Erschienen im Druck: 2003-October-10

© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2003

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