Hereditäre Nierentumoren
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H.J. Decker
Zusammenfassung
Etwa 1–4% aller Nierentumoren sind mit spezifischen Keimbahndefekten assoziiert. Nierentumoren sind sehr heterogen. Eine neue histogenetische Klassifikation beruht auf pathomorphologischen wie auch auf genetischen Kriterien. Für jede der 4 häufigsten Tumortypen besteht ein Bezug zu einer hereditären Form bzw. den jeweils betroffenen Genen. Bis heute sind mindestens 10 hereditäre Konditionen bekannt, bei denen Nierentumoren auftreten. Dieser Review stellt die heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einer individuellen Betreuung von Patienten mit diesen seltenen syndromalen und nichtsyndromalen hereditären Formen dar.
Abstract
About 1–4% of all kidney tumors are assigned to specific germ-line alterations. Kidney tumors are very heterozygous. A new classification system has been established based on pathomorphological and genetic criteria. Each of the four most common tumor types is related to a hereditary form with some specific genes being involved. Today, at least ten different hereditary conditions are known to be associated with kidney tumors. This review focuses on currently available measures for the individual management of these rare syndromic and nonsyndromic hereditary conditions.
© Springer Medizin Verlag 2007
Artikel in diesem Heft
- Mitteilungen der österreichischen Gesellschaft für Humangenetik
- Genetik des Prostatakarzinoms
- Humangenetische Beratung
- Risikokalkulationen bei erblichen Krebserkrankungen
- DNA-Reparaturdefekte und Krebs
- Familiäre Leukämien
- Familiärer Darmkrebs
- Erbliche Disposition zu Tumoren des Auges
- Department für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien
- Hereditäre Nierentumoren
- Erblicher Brust- und Eierstockkrebs
- Erbliches Pankreaskarzinom
- Genetische Prädisposition für Wilms-Tumor
- Mitteilungen der GfH, Heft 2/2007
- Einleitung zum Schwerpunkt ¿Familiäre Krebserkrankungen¿
- Kursprogramm der Akademie Humangenetik, Heft 2/2007
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