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Cattle husbandry in the Iron Age and Roman Netherlands: chronological developments and regional differences in cattle frequencies, management, size and shape

  • Maaike Groot EMAIL logo and Umberto Albarella
Published/Copyright: September 7, 2022
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Abstract

Cattle are the dominant species in most archaeological sites in the Netherlands during the Iron Age and Roman period. However, there are differences in the relative importance of cattle and in how cattle were managed. The aim of this paper is to find out which changes in cattle husbandry occurred between the Iron Age and Roman period, and whether these changes are related to introduced Roman practices. For this study, the Netherlands was divided into four regions, of which the northern region lies outside the Roman Empire. This allows a comparison of regions within and outside the Roman Empire and the potential identification of differential economic developments.

First, we looked at diachronic changes and regional differences in the relative proportion of cattle compared to the other main domestic species. Second, data on slaughter ages were used to draw conclusions about the main product cattle were kept for: milk, meat or traction. Next, biometric data were used to investigate sex ratios of cattle, which – combined with mortality profiles – inform about management practices. Finally, biometric data were analysed using the log size index method to trace diachronic changes and regional differences in cattle size.

A size increase and the growing role of cattle for traction and as meat providers in towns is also seen in other parts of the northwestern provinces. These changes can directly be related to the Roman occupation and the demand for meat and other animal products.

Zusammenfassung

Rinder sind die dominierende Art in den meisten archäologischen Stätten in den Niederlanden während der Eisen- und der Römerzeit. Es gibt jedoch Unterschiede in der relativen Bedeutung von Rindern und in der Art und Weise, wie sie gehalten werden. Das Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, welche Veränderungen in der Viehzucht zwischen der Eisen- und der Römerzeit auftraten und ob diese Veränderungen mit neu eingeführten römischen Praktiken zusammenhängen. Für diese Studie wurden die Niederlande in vier Regionen unterteilt, von denen die nördliche Region außerhalb des Römischen Reiches liegt. Dies ermöglicht einen Vergleich von Regionen innerhalb und außerhalb des Römischen Reiches und die mögliche Identifizierung unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen. Zunächst untersuchten wir diachrone Veränderungen und regionale Unterschiede im relativen Anteil der Rinder im Vergleich zu den anderen Wirtschaftstieren. Zweitens wurden Daten zum Schlachtalter verwendet, um Schlussfolgerungen über das Hauptprodukt zu ziehen, für das Rinder gehalten wurden: Milch, Fleisch oder tierische Zugkraft. Als nächstes wurden biometrische Daten verwendet, um die Geschlechterverhältnisse von Rindern zu untersuchen, die – kombiniert mit Mortalitätsprofilen – über Managementpraktiken informieren. Schließlich wurden biometrische Daten unter Verwendung der Log-Größenindexmethode analysiert, um diachrone Veränderungen und regionale Unterschiede in der Rindergröße zu verfolgen. Die Ergebnisse unserer Analyse zeigen höhere Rinderanteile in den westlichen und nördlichen Regionen und die niedrigsten Anteile in der südlichen Region. Dies hängt möglicherweise mit dem stärkeren Fokus auf den Ackerbau in der südlichen Region zusammen (im Vergleich zur Viehzucht). Eine Zunahme des Schlachtalters der Rinder in der mittelrömischen Zeit in Verbindung mit einer Zunahme des Anteils männlicher Rinder wird als verstärkter Fokus auf die Nutzung der Zugkraft der Rinder interpretiert. Rinder bildeten auch den Hauptfleischlieferanten für römische Städte. Die Rindergröße nimmt bis zur Römerzeit nicht signifikant zu und danach nur in den Regionen, die Teil des Römischen Reiches waren. Der römische Einfluss auf die Viehzucht scheint die nördliche Region nicht erreicht zu haben. Eine Zunahme der Größe und die wachsende Rolle von Rindern für die Traktion und als Fleischlieferanten in Städten sind auch in anderen Teilen der nordwestlichen Provinzen zu beobachten. Diese Veränderungen können direkt mit der römischen Besatzung und der Nachfrage nach Fleisch und anderen tierischen Produkten zusammenhängen.

Online erschienen: 2022-09-07
Erschienen im Druck: 2024-05-31

© 2022 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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