Startseite Wirtschaftswissenschaften Die ,50+1‘-Regelung im deutschen Profifußball -Ein Reform Vorschlag auf Basis eines Vergleichs der europäischen Top 5 Fußballligen/ ‘50+1-rule in German football - a reform proposal based a comparison of the European Big 5 football leagues
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Die ,50+1‘-Regelung im deutschen Profifußball -Ein Reform Vorschlag auf Basis eines Vergleichs der europäischen Top 5 Fußballligen/ ‘50+1-rule in German football - a reform proposal based a comparison of the European Big 5 football leagues

  • Kerstin Lopatta EMAIL logo , Frerich Buchholz und Benjamin Storz
Veröffentlicht/Copyright: 11. Februar 2016
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Zusammenfassung

Aus juristischer Perspektive wird die in der Satzung des Deutschen Fußball-Bundes e. V. (DFB) verankerte ‚50+1‘-Regelung kritisiert, weil sie zu Unterschieden in der Kapitalbeschaffung und zu begrenzter Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem europäischen Ausland führt. Laut europäischem Recht sind jedoch wettbewerbsbeschränkende Maßnahmen verboten und eine Kapital- und Niederlassungsfreiheit vorgeschrieben. In dieser Studie wird ein umfassender Lösungsansatz für eine neuartige Regelung aufgezeigt, die auf die Rechtskonformität abzielt und gleichermaßen ökonomische und gesellschaftliche Aspekte kombiniert, sodass die Integrität des Fußballsports gewahrt und die Verbindung zwischen Breiten- und Spitzensport erhalten bleiben. Basierend auf derzeitig geltenden Regularien der Top 5 Fußballligen in Europa wird herausgestellt, dass die Gesellschaftsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien Kapitalinvestitionen in Einklang mit geltendem Europarecht bringt. Um nicht gegen den allgemeinen vereinsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz zu verstoßen, sollten allerdings keine weiteren Gesellschaftsformen zugelassen werden. Des Weiteren werden die Notwendigkeit und Umsetzungsmöglichkeit des Verbots von Mehrfachbeteiligungen, einem dezentralen Vermarktungssystem der Fernsehrechte mit anschließender Umverteilung, einer Orientierung an internationalen Rechnungslegungsvorschriften und der Einführung von Gehaltsbegrenzungen erörtert

Abstract

According to European law the ‘50+1’-rule of the German Football-League gets criticized due to its potential violation of competition regulations, the principles of free movement of capital and freedom of establishment. It is argued that it acts as a deterrent for potential investors. In this study we argue for a comprehensive approach, with due consideration given to economic and social aspects, towards ensuring football's integrity as well as a link between grassroots and elite level football in Europe. Using existing legislation and association guidelines of the European Big 5 leagues as a backdrop, we identify a legal form that complies with the principle of free movement of capital as required by European law. We also discuss a list of corresponding measures that includes a ban on multiownership, decentralized marketing of television rights with a subsequent redistribution, an orientation towards international accounting principles, and the introduction of a salary cap which goes in line with the motives of the ‘50+1’-rule.

Online erschienen: 2016-2-11
Erschienen im Druck: 2014-4-1

© 2014 by Lucius & Lucius, Stuttgart

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