„Die Universität ist nicht nur Studienstätte, sondern auch Arbeitgeberin“
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Renata Szczepaniak
Zusammenfassung
Die funktionale Weiterentwicklung des in-Suffixes, das vermehrt bei der Prädikation über Institutionen (Universitäten, Parteien, Stadtverwaltungen) auftritt, ist unterschiedlich analysiert worden: Scott (2009) betrachtet den Wandel als fortschreitende Grammatikalisierung, die jedoch wohl eher in eine Sackgasse führt (Szczepaniak 2013). Korpusanalysen zeigen, dass das Suffix nur in sehr seltenen Fällen als rein grammatischer Kongruenzmarker fungiert. Meistens ist seine Verwendung auch oder sogar nur semantisch begründet. In diesem Beitrag geht es um die Frage, inwieweit die soziosymbolische Indexikalisierung dieses Suffixes in personenbezogenen Kontexten (d. h. als Movierungssuffix) auf die Kontexte mit dem nicht-personenbezogenen Suffix übertragen worden ist, so dass das Suffix auch in nicht-personenbezogenen Verwendungen als Index für den geschlechtergerechten Sprachhabitus interpretiert wird. Dafür werden Pilotstudien durchgeführt, die mit Hilfe von verschiedenen empirischen Verfahren (Akzeptabilitäts-, Korrektur- und Assoziationstests) zur Aufdeckung der Rekontextualisierung beitragen sollen.
Zusammenfassung
Die funktionale Weiterentwicklung des in-Suffixes, das vermehrt bei der Prädikation über Institutionen (Universitäten, Parteien, Stadtverwaltungen) auftritt, ist unterschiedlich analysiert worden: Scott (2009) betrachtet den Wandel als fortschreitende Grammatikalisierung, die jedoch wohl eher in eine Sackgasse führt (Szczepaniak 2013). Korpusanalysen zeigen, dass das Suffix nur in sehr seltenen Fällen als rein grammatischer Kongruenzmarker fungiert. Meistens ist seine Verwendung auch oder sogar nur semantisch begründet. In diesem Beitrag geht es um die Frage, inwieweit die soziosymbolische Indexikalisierung dieses Suffixes in personenbezogenen Kontexten (d. h. als Movierungssuffix) auf die Kontexte mit dem nicht-personenbezogenen Suffix übertragen worden ist, so dass das Suffix auch in nicht-personenbezogenen Verwendungen als Index für den geschlechtergerechten Sprachhabitus interpretiert wird. Dafür werden Pilotstudien durchgeführt, die mit Hilfe von verschiedenen empirischen Verfahren (Akzeptabilitäts-, Korrektur- und Assoziationstests) zur Aufdeckung der Rekontextualisierung beitragen sollen.
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Einleitung 1
-
Teil 1: Theorie der Remotivierung
- Zur Ontologie und Genealogie von Remotivierungsprozessen 7
- Der Status und die interne Motiviertheit grammatischer Paradigmen 35
-
Teil 2: Remotivierung – morphologisch
- Remotivierung und Wortbildung 63
- Mailand, Seeland, Hiddensee und Küssnacht 99
- Explikativkomposition Explikativkomposition 123
-
Teil 3: Remotivierung – phraseologisch
- De-Unikalisierung phraseologisch gebundener Komponenten 141
-
Teil 4: Remotivierung – von der Grammatik zur Pragmatik
- „Die Universität ist nicht nur Studienstätte, sondern auch Arbeitgeberin“ 167
-
Teil 5: Remotivierung – pragmatisch
- Remotivieren als Perspektivwechsel bei Bedeutungszuschreibungen 197
- Memefication 215
- „This one-man midfield blitzkrieg“ 245
- Index 269
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Einleitung 1
-
Teil 1: Theorie der Remotivierung
- Zur Ontologie und Genealogie von Remotivierungsprozessen 7
- Der Status und die interne Motiviertheit grammatischer Paradigmen 35
-
Teil 2: Remotivierung – morphologisch
- Remotivierung und Wortbildung 63
- Mailand, Seeland, Hiddensee und Küssnacht 99
- Explikativkomposition Explikativkomposition 123
-
Teil 3: Remotivierung – phraseologisch
- De-Unikalisierung phraseologisch gebundener Komponenten 141
-
Teil 4: Remotivierung – von der Grammatik zur Pragmatik
- „Die Universität ist nicht nur Studienstätte, sondern auch Arbeitgeberin“ 167
-
Teil 5: Remotivierung – pragmatisch
- Remotivieren als Perspektivwechsel bei Bedeutungszuschreibungen 197
- Memefication 215
- „This one-man midfield blitzkrieg“ 245
- Index 269