Memefication
-
Simon Meier-Vieracker
Zusammenfassung
Digitale Medien zeichnen sich durch ihre besonderen Möglichkeiten der Rekontextualisierung aus. Dies prägt auch digitale Anschlussdiskurse an politische Kommunikationsakte. Diese werden in Sozialen Medien auf spezifische Weisen thematisiert sowie de- und rekontextualisiert, die als Memefizierungen beschrieben werden können. Der Beitrag führt zunächst einen diskursorientierten Rekontextualisierungsbegriff ein, der solche dynamischen Prozesse zu erfassen erlaubt. Anhand von zwei empirischen Fallstudien zu Rekontextualisierungen politischer Rede auf Twitter, wo die Diskursdynamik empirisch dicht und mit korpuslinguistischen Methoden erfasst werden kann, werden dann die Erklärungspotenziale dieses Rekontextualisierungsbegriffs demonstriert. Abschließend wird dafür argumentiert, dass die diskursorientierte Perspektive auf Rekontextualisierungen die eher lexikonorientierte Perspektive der Remotivierungsforschung sinnvoll ergänzen kann.
Zusammenfassung
Digitale Medien zeichnen sich durch ihre besonderen Möglichkeiten der Rekontextualisierung aus. Dies prägt auch digitale Anschlussdiskurse an politische Kommunikationsakte. Diese werden in Sozialen Medien auf spezifische Weisen thematisiert sowie de- und rekontextualisiert, die als Memefizierungen beschrieben werden können. Der Beitrag führt zunächst einen diskursorientierten Rekontextualisierungsbegriff ein, der solche dynamischen Prozesse zu erfassen erlaubt. Anhand von zwei empirischen Fallstudien zu Rekontextualisierungen politischer Rede auf Twitter, wo die Diskursdynamik empirisch dicht und mit korpuslinguistischen Methoden erfasst werden kann, werden dann die Erklärungspotenziale dieses Rekontextualisierungsbegriffs demonstriert. Abschließend wird dafür argumentiert, dass die diskursorientierte Perspektive auf Rekontextualisierungen die eher lexikonorientierte Perspektive der Remotivierungsforschung sinnvoll ergänzen kann.
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Einleitung 1
-
Teil 1: Theorie der Remotivierung
- Zur Ontologie und Genealogie von Remotivierungsprozessen 7
- Der Status und die interne Motiviertheit grammatischer Paradigmen 35
-
Teil 2: Remotivierung – morphologisch
- Remotivierung und Wortbildung 63
- Mailand, Seeland, Hiddensee und Küssnacht 99
- Explikativkomposition Explikativkomposition 123
-
Teil 3: Remotivierung – phraseologisch
- De-Unikalisierung phraseologisch gebundener Komponenten 141
-
Teil 4: Remotivierung – von der Grammatik zur Pragmatik
- „Die Universität ist nicht nur Studienstätte, sondern auch Arbeitgeberin“ 167
-
Teil 5: Remotivierung – pragmatisch
- Remotivieren als Perspektivwechsel bei Bedeutungszuschreibungen 197
- Memefication 215
- „This one-man midfield blitzkrieg“ 245
- Index 269
Kapitel in diesem Buch
- Frontmatter I
- Inhalt V
- Einleitung 1
-
Teil 1: Theorie der Remotivierung
- Zur Ontologie und Genealogie von Remotivierungsprozessen 7
- Der Status und die interne Motiviertheit grammatischer Paradigmen 35
-
Teil 2: Remotivierung – morphologisch
- Remotivierung und Wortbildung 63
- Mailand, Seeland, Hiddensee und Küssnacht 99
- Explikativkomposition Explikativkomposition 123
-
Teil 3: Remotivierung – phraseologisch
- De-Unikalisierung phraseologisch gebundener Komponenten 141
-
Teil 4: Remotivierung – von der Grammatik zur Pragmatik
- „Die Universität ist nicht nur Studienstätte, sondern auch Arbeitgeberin“ 167
-
Teil 5: Remotivierung – pragmatisch
- Remotivieren als Perspektivwechsel bei Bedeutungszuschreibungen 197
- Memefication 215
- „This one-man midfield blitzkrieg“ 245
- Index 269