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Remotivierung und Wortbildung

Strukturell-morphologische, semantische und angewandt-linguistische Analysen am Beispiel der sogenannten „Konfixremotivierung“
  • Sascha Michel
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Remotivierung
Ein Kapitel aus dem Buch Remotivierung

Zusammenfassung

In dem Beitrag geht es um die sogenannte ‚Konfixremotivierung‘, also Elemente wie -tastisch, -tainment, -minator, -holiker, -licious, -robics, -schland oder -gate, die sich zunehmend aus Kontaminationen herauslösen und als konfixähnliche Einheiten fungieren. Im Zentrum stehen neben strukturell- morphologischen und semantischen vor allem soziopragmatische und diskurslinguistische Analysen, die zeigen, dass solche Einheiten in hohem Maße durch den Gebrauchskontext restringiert sind. Es wird dafür plädiert, sie aus konstruktionsgrammatischer Perspektive als partiell instantiierte Konstruktionen zu betrachten, die auf der Inhaltsseite eine entsprechende soziopragmatische und/oder diskursbezogene Markierung erfahren. Da diese Markierungen strukturell an die jeweiligen Konstruktionen gebunden sind, d. h. meist nur dann relevant werden, wenn sich ein Erstglied an die fraglichen Zweitglieder heftet, kann die Konstruktionsgrammatik als geeigneter Beschreibungsansatz für solche remotivierten Wortbildungseinheiten betrachtet werden.

Zusammenfassung

In dem Beitrag geht es um die sogenannte ‚Konfixremotivierung‘, also Elemente wie -tastisch, -tainment, -minator, -holiker, -licious, -robics, -schland oder -gate, die sich zunehmend aus Kontaminationen herauslösen und als konfixähnliche Einheiten fungieren. Im Zentrum stehen neben strukturell- morphologischen und semantischen vor allem soziopragmatische und diskurslinguistische Analysen, die zeigen, dass solche Einheiten in hohem Maße durch den Gebrauchskontext restringiert sind. Es wird dafür plädiert, sie aus konstruktionsgrammatischer Perspektive als partiell instantiierte Konstruktionen zu betrachten, die auf der Inhaltsseite eine entsprechende soziopragmatische und/oder diskursbezogene Markierung erfahren. Da diese Markierungen strukturell an die jeweiligen Konstruktionen gebunden sind, d. h. meist nur dann relevant werden, wenn sich ein Erstglied an die fraglichen Zweitglieder heftet, kann die Konstruktionsgrammatik als geeigneter Beschreibungsansatz für solche remotivierten Wortbildungseinheiten betrachtet werden.

Heruntergeladen am 3.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783111031170-004/html
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