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Reihe

Kantstudien-Ergänzungshefte

  • Herausgegeben von: Manfred Baum , Bernd Dörflinger , Heiner F. Klemme und Konstantin Pollok
  • Im Auftrag von: der Kant-Gesellschaft
ISSN: 0340-6059
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In der Reihe werden herausragende monographische Untersuchungen und Sammelbände zu allen Aspekten der Philosophie Kants veröffentlicht, ebenso zum systematischen Verhältnis seiner Philosophie zu anderen philosophischen Ansätzen in Geschichte und Gegenwart. Veröffentlicht werden Studien, die einen innovativen Charakter haben und ausdrückliche Desiderate der Forschung erfüllen. Die Publikationen repräsentieren damit den aktuellsten Stand der Forschung.

Buch Open Access 2026
Band 232 in dieser Reihe

Das Verhältnis von Kants Philosophie zum Denken der Antike ist Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse. Einerseits wurde im Sinne der querelle des anciens et des modernes behauptet, dass sich Kants Denken aus spezifisch neuzeitlichen Prämissen und Problemstellungen heraus entwickelt habe, sodass von einem Einfluss der antiken Philosophie auf das Denken Kants sensu stricto nicht gesprochen werden könne. Andererseits wurde immer wieder die besondere Bedeutung der antiken Philosophen und Philosophenschulen für die Genese des kantischen Systems herausgestellt. Vor allem Platon wurde dabei wiederholt als wichtige Inspirationsquelle genannt. Das Ziel des vorliegenden Bandes ist es, ein wenig Licht in dieses philosophiehistorische Dickicht zu bringen, indem Kant-Expert*innen und Antike-Forscher*innen miteinander in einen Austausch gebracht werden, um das Verhältnis von Kants Praktischer Philosophie zur antiken philosophischen Tradition anhand von einigen ausgewählten Themenkomplexen zu beleuchten. Im Mittelpunkt der Analysen der Autor*innen stehen zentrale Begrifflichkeiten der Individualethik Kants (Tugend, Glück, Pflicht), seiner Politischen Philosophie (Staatsbürgerschaft, Kosmopolitismus) sowie die Frage nach Kants philosophischer Methode.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025
Band 231 in dieser Reihe

Der Band enthält kommentierende Aufsätze zum gesamten Text von Kants Schrift „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ (1793) sowie zu deren Rezeption. In dieser kleinen Schrift verteidigt Kant nicht nur seine Moralphilosophie gegen Einwände seiner Zeitgenossen, sondern publiziert auch seinen ersten Text zur Rechtstheorie. Ihr kommt damit eine besondere Stellung für ein angemessenes Verständnis sowohl des Gehalts als auch der Entwicklung von Kants Überlegungen zu Moral und Recht zu. Die Beiträge kommentieren Kants Überlegungen vor dem Hintergrund zeitgenössischer Diskussionen und präsentieren ihren sachlichen Gehalt unter Berücksichtigung der anderen kritischen Schriften Kants. Da der Gemeinspruch-Aufsatz nach seinem Erscheinen zudem der Ausgangspunkt für weitere kritische Diskussionen um das Verhältnis ‚Theorie und Praxis‘, besonders von Rechtstheorie und politischem Handeln, war, thematisieren zwei weitere Aufsätze die Reaktionen von Friedrich Gentz und August Wilhelm Rehberg. Damit schließt der Band eine Lücke in der Kant-Interpretation und rückt einen Text in den Fokus, der in einzigartiger Weise wesentliche Hinweise für eine angemessene Einschätzung von Kants Moral-, Rechts- und Geschichtsphilosophie bereithält.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025
Band 230 in dieser Reihe

Im vorliegenden Text wird die Frage untersucht, ob Pflichten gegen sich selbst moralische Relevanz haben oder, so Habermas, nur als pragmatische Pflichten gelten, da sie lediglich das Interesse der Subjekte betreffen. Die Analyse von Kants Pflichten gegen sich selbst verläuft anhand seiner Moralphilosophie sowie einer Rekonstruktion des naturrechtlichen Ursprungs dieser Pflichten und ihrer Verbindung mit den subjektiven Rechten. Zuletzt wird die Aktualität dieser Pflichten für die zeitgenössische Ethik behandelt. Dafür ist die Interpretation von Adorno, der diese Pflichten und Kants Moral als Ausdruck des Widerstandes des Subjektes gegenüber der Gesellschaft liest, wesentlich. Durch Adornos Interpretation erfasst die Autorin die Pflichten gegen sich selbst als Teil der persönlichen Integrität und des Widerstandes gegenüber der von der Gesellschaft erzwungenen Heteronomie. Dadurch erhalten diese Pflichten nicht nur für die Moral, sondern auch für die Politik Relevanz. Einerseits bezeichnen diese Pflichten in Kants Philosophie die grundlegende Tätigkeit des autonomen Subjektes bei der Entstehung von Moral. Andererseits schützen diese Pflichten die Interessen der Subjekte, die nicht immer mit denen der Kollektivität identisch sind.

Buch Open Access 2025
Band 229 in dieser Reihe

Das Eherecht gehört zu den berüchtigtsten Theoriestücken der Metaphysik der Sitten. Nach Kant gefährdet Sexualität aufgrund einer ihr eigenen Verdinglichungsproblematik die Würde des Menschen. Kants paradox anmutende Lösung ist die vernunftrechtliche Ehe, in der die Partner einander ‚auf dingliche Art‘ rechtlich besitzen. Brechers Untersuchung erarbeitet den genauen Gehalt von Kants Thesen und rekonstruiert deren Begründung und Zusammenhang.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025
Band 228 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025
Band 227 in dieser Reihe

Kant’s Transcendental Semantics is a translation of the most influential monograph on Kant published in Brazil, one that launched the “Semantic School” in a country with a thriving tradition of Kant scholarship. Zeljko Loparic differs from most interpreters of the Critique of Pure Reason in claiming that Kant’s main aim is neither metaphysical nor epistemological nor methodological but semantic in asking for the conditions for meaning and reference of terms in order to justify the possibility of meaningful discourse of different types. Loparic asks how our claims can have any meaning at all, how they relate to actual and possible objects, how our terms can ground scientific problem-solving, and what the truth-conditions are for various kinds of statements that differ according to the grounds of their meaning and the targets of their reference. Loparic argues for distinct uses for concepts of perception, concepts of experience, mathematical concepts, pure concepts of the understanding (the categories), and the heuristic ideas of reason. Because Kant’s main worry in the Critique of Pure Reason is with the possibility of synthetic a priori judgments, Loparic labels Kant’s defense of those judgments a transcendental semantics.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 226 in dieser Reihe

This volume aims to make a significant contribution to the debate surrounding the renaissance of Kant studies in the last few decades, with a particular emphasis upon some ‘problems of reason’. Like no other, Kant covered the entire breadth of the modern debate concerning the concept of reason and its forms. Accordingly, despite the range of topics this volume inevitably deals with, Immanuel Kant remains the common point of reference for all contributions.

The volume is divided into two sections. The first section is dedicated to Kant’s philosophy in particular and its relationship with the philosophies of Kant’s predecessors. From the perspective of the history of philosophy, interpretations of the significance of different philosophical traditions concerning Kant’s thought will be given, and of the relationship of Kant’s thought to the problems of reason with which Kant and his predecessors dealt. The second section is dedicated to the legacy of Kant’s philosophy. The relevance of the concept of rationality for the genesis and systematics of post-Kantian ideas of rationality will be discussed, and the potential of Kant’s critical philosophy – for contemporary thought as well – will be examined.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 225 in dieser Reihe

Nach einem weit verbreiteten Urteil gibt Kant der Ökonomie in seinem Werk keinen nennenswerten Raum. Die vorliegende Studie widerlegt dies, indem sie Kants Äußerungen zu ökonomischen Themen systematisiert: zur Selbstständigkeit, zum Kaufmann, zum Handel, zum Geld, zur „Staatswirthschaft" sowie zum technischen Fortschritt. Sie erschließt Kants Ökonomie aus der Ergänzung rechtlicher und ethischer Pflichten durch deren anthropologische Ausführungsbedingungen. Dabei geht sie aus von einem zeitgenössischen Verständnis der Ökonomie als Wissenschaft vom Wohlstand. Im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts konkurrieren hier drei Paradigmen miteinander: das aristotelische, das smithianische und das kameralistische. Sie identifizieren jeweils das Haus, den Markt oder den Staat als zentrale Handlungssphäre der Ökonomie. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Kants praktische Philosophie für Ergänzungen aus jeder dieser ökonomischen Handlungssphären offen ist, solange diese freiheitliche Prinzipien erfüllen; sie ist damit nicht, wie gelegentlich behauptet, auf eine einzige Wirtschaftsordnung festgelegt, etwa auf eine rein marktliberale. Relevant ist dies für die Kant-Forschung, für die Wirtschaftsphilosophie sowie für die Ideengeschichte.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 224 in dieser Reihe

Die Studie unterscheidet sich durch die Konzentration auf die spezifisch natur- bzw. vernunftrechtlichen Lehrstücke des Strafrechts von entsprechenden Forschungen in den benachbarten Disziplinen wie der Strafrechtsgeschichte oder den Kulturwissenschaften.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Strafrechtsphilosophie der neuzeitlichen Naturrechtslehre ein Ergebnis einer Anwendung säkularer Prinzipien auf das Problemfeld staatlicher Strafe ist. Behandelt werden die strafrechtstheoretischen Überlegungen von Grotius, Hobbes, Pufendorf, Wolff, Beccaria und Kant im Hinblick auf die Frage nach dem Ursprung bzw. Geltungsgrund der Strafkompetenz und dem Strafzweck (Abschreckung, Besserung oder Vergeltung). Darüber hinaus werden die Gründe der Affinität der Strafrechtstheorie zu deterministischen psychologischen Modellen sowie die Kritik der kriminalpolitischen Aufklärung an der Strafpraxis des Ancien Régime untersucht.

Weil die Naturrechtslehrer im 17. und 18. Jahrhundert in erster Linie an der philosophischen Rechtfertigung der Strafe bzw. der Legitimation der staatlichen Strafgewalt interessiert sind, spielen die soziologischen oder gesellschaftstheoretischen Aspekte der Kriminalität bei ihnen kaum eine Rolle. Die Naturrechtstheoretiker interessieren sich m. a. W. nur für die Geltungsbedingungen des Strafrechts, während die Fragen der Genesis kriminellen Verhaltens weitgehend ignoriert werden. Aber gerade die Konzentration des Blicks auf die spezifisch rechtsphilosophischen Argumetationen eröffnet einen neuen Blick auf die Strafrechtsphilosophie der Aufklärungsepoche.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 223 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 222 in dieser Reihe

Sex, love, and friendship play an integral role in Immanuel Kant’s conception of human life. Against common prejudices, Kant provides substantial contributions to the philosophical discussion of these topics. This unique collection of essays sheds light on how the notions function in Kant’s philosophy, both individually and in conjunction with each other. The essays examine intertwined issues such as theory of sexuality, marriage (including same-sex marriage), morality and sexual objectification, love and autonomy, love of human beings, the conceptual structure of love, friendship, misanthropy, and the highest good. The contributors include internationally well-known experts in the field. They approach the topics diversely from historical, philosophical, critical, and interpretative perspectives. The collection will be an invaluable resource for Kant scholars and for anyone interested in affective social relations in the history of philosophy and beyond.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 221 in dieser Reihe

Während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte die Geschichtsphilosophie in Deutschland ihre Blütezeit. Knapp zwanzig Jahre, nachdem Isaak Iselin als Erster mit seinem Werk Philosophische Mutmaßungen über die Geschichte der Menschheit (1764) die Fragen und Methoden aufgegriffen hatte, die Voltaire später in einem Begriff bündeln sollte, entwickelte Kant in Königsberg seinen epochemachenden Neuentwurf der Philosophie. Der Autor der drei Kritiken schreibt aber nicht nur zur Erkenntnistheorie und Moralphilosophie, sondern auch zur Diskussion um die philosophische Betrachtung des Phänomens Geschichte, am prononciertesten in seinem 1784 erschienenen Aufsatz Idee zu einer Geschichte in Weltbürgerlicher Absicht. Vorliegende Arbeit verortet die Geschichtsphilosophie Kants anhand der vier systematischen Fragen „Was kann ich wissen?", „Was soll ich tun?", „Was darf ich hoffen?" und „Was ist der Mensch?" und zeigt, wie sie sich stimmig als Teil des kritischen Projekts lesen lässt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 220 in dieser Reihe

Diese Arbeit zeigt, dass die Dualität des mathematischen und dynamischen Erhabenen bei Kant auch dem Zweck der dritten Kritik dient, die Kluft zwischen den Gebieten der Natur und der Freiheit zu schließen. In der Sekundärliteratur zu Kant wird das Erhabene oft als Anhang des Schönen oder aufgrund seiner mehrfachen Dualitäten als Bruch in Kants Ansatz angesehen. Dies geschieht, weil solche Interpretationen die Elemente der Theorie des Erhabenen atomisch und nicht systematisch rekonstruieren. Im Gegensatz dazu wird in dieser Arbeit mittels der Resonanz der teleologischen Behandlung der Vernunft nicht nur die innere Systematik der dritten Kritik gezeigt, sondern auch die von der gesamten kritischen Philosophie. Die Vernunft als Vermögen der Zwecksetzung zu verstehen in ihrem praktischen und theoretischen Gebrauch, ist keine neue Idee oder neuer systematischer Rekonstruktionsversuch der kritischen Philosophie in der Kantforschung. Das eigentlich Neue in dieser Monografie ist, einen Beweis von ihrer teleologischen Einheit aus der ästhetischen Perspektive des paradoxen Gefühls des Erhabenen geleistet zu haben.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band 219 in dieser Reihe

In explicit form, Kant does not speak that much about values or goods. The reason for this is obvious: the concepts of ‘values’ and ‘goods’ are part of the eudaimonistic tradition, and he famously criticizes eudaimonism for its flawed ‘material’ approach to ethics. But he uses, on several occasions, the traditional teleological language of goods and values. Especially in the Groundwork and the Critique of Practical Reason, Kant develops crucial points on this conceptual basis. Furthermore, he implicitly discusses issues of conditional and unconditional values, subjective and objective values, aesthetic or economic values etc. In recent Kant scholarship, there has been a controversy on the question how moral and nonmoral values are related in Kant’s account of human dignity. This leads to the more fundamental problem if Kant should be seen as a prescriptvist (antirealist) or as subscribing to a more objective rational agency account of goods. This issue and several further questions are addressed in this volume.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band 218 in dieser Reihe

Der Band enthält zweiundzwanzig Texte von anerkannten Experten der Kritik der reinen Vernunft, die sich mit der Theorie der Apperzeption, mit der transzendentalen Deduktion der Kategorien und mit den Paralogismen der reinen Vernunft aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen. Untersucht werden vor allem (1) die philosophischen Quellen der Kantischen Begriffe „Apperzeption" und „Selbstbewusstsein", (2) die historische Entwicklung der Lehre der Apperzeption und der Deduktion der Kategorien in der sogenannten vor-kritischen Phase, (3) Struktur und Inhalte sowohl der A- als auch der B-Deduktion der Kategorien, und schließlich (4) den (Kantischen, aber auch nicht Kantischen) Sinn der Begriffe der „Apperzeption" und des „Selbstbewusstseins".

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band 217 in dieser Reihe
Die Untersuchung gliedert sich in drei durch eine Einführung und eine Schlussbetrachtung eingerahmte Hauptkapitel. Im ersten Hauptkapitel geht es um Kants Raum- und Zeitkonzeption in seiner vorkritischen Phase unter Berücksichtigung seiner Reaktion auf die zeitgenössische Kritik an seiner Konzeption von 1770 (De mundi). Dabei wird Kants komplexer Denkweg hin zu seiner Wende zum Verständnis von Raum und Zeit als reinen Anschauungen thematisiert. Hieran schließt sich im zweiten Hauptkapitel die Behandlung der prominenteren, systematisch ausgereiften Raum- und Zeitkonzeption in der Kritik der reinen Vernunft an, wobei zunächst die unterschiedlichen Argumente aus der transzendentalen Ästhetik sukzessive und unter Einschluss der Forschungsliteratur diskutiert werden und Raum und Zeit als formale Anschauungen in der transzendentalen Analytik sowie als Ideen der Vernunft in der transzendentalen Dialektik zur Sprache kommen. Ein dritter Hauptteil widmet sich Kants Verständnis von Raum und Zeit in der Kritik der Urteilskraft, wo Kants Lehre neue Impulse erfährt und im Kontext der philosophischen Ästhetik, der Kultur sowie des Erhabenen relevant wird. Abschließend wird auf Kants schwieriges Nachlasswerk (Opus postumum) hinsichtlich der Themen Raum und Zeit eingegangen, das auf die Werke Fichtes und Schellings vorausweist.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 216 in dieser Reihe

In fünf Kapiteln thematisiert das Buch Kants Ethik im Ganzen, dabei werden die zentralen moralphilosophischen Schriften Kants als Einheit bzw. als eine sukzessive Fortentwicklung hin zu einer ›vollständigeren‹ Ethik aufgefasst, bei der der formale Kern schrittweise durch materiale Momente angereichert und erweitert wird. Erst dadurch ergibt sich ein adäquates Bild der kantischen Ethik. Der Ausdruck »im Ganzen« bezieht sich also zum einen auf die Gesamtheit der in den Blick genommenen Werke und zum anderen auf die ›Komplementarität‹ von formaler und materialer Seite.
Die schrittweise Erweiterung bzw. Anreicherung wird als Anwendung rekonstruiert, nämlich als eine Anwendung des kategorischen Imperativs auf den Menschen in ganz konkreten Zuständen und Umständen, sodass am Ende auch kasuistischen Überlegungen ein angemessener Raum gegeben wird. Dies ist ein Aspekt, der im ›überkommenen‹ Kant-Bild bislang zu wenig Beachtung gefunden hat.
Durch diesen umfassenderen Blick auf Kants Ethik als Ganzes können immer wieder erhobene Einwände bzw. Vorwürfe (wie z. B. Unanwendbarkeit, Formalismus, Gesinnungsethik sowie Rigorismus) entschärft oder auch zurückgewiesen werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 215 in dieser Reihe
Dieses Buch dient einem umfassenden Verständnis von Kants Lehre der Struktur des Bewusstseins und des Selbstbewusstseins. Eine facettenreiche Theorie zu diesem Thema lässt sich mit Hilfe des zeitgenössischen begrifflichen Instrumentariums aus den über das Kantische Opus verstreuten Textressourcen herausarbeiten. Mit dieser Rekonstruktion lassen sich viele scheinbar unüberwindbare exegetische Unklarheiten aufhellen.
Buch Noch nicht erschienen 2026
Band 214 in dieser Reihe

Kants akademische Vorlesungen dokumentieren seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Baumgarten hinsichtlich der Bestimmung der Grundstrukturen des Handelns sowie der Bedeutung der Freiheit, die sich in Entscheidungsprozessen äußert. Durch den systematischen Vergleich des Vorlesungsmaterials mit der Entwicklung des Kantischen Denkens in den publizierten Schriften wirft diese Arbeit neues Licht auf die historischen Wurzeln und auf die theoretischen Ziele von Kants ethischem Projekt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 213 in dieser Reihe

Lessing und Kant gelten als herausragende Gestalten der deutschen Aufklärung, die zweifellos viele gemeinsame Anliegen verbinden. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass wichtige Differenzen zwischen beiden Denkern – nicht zuletzt in religionsphilosophischen Fragen – jedoch vielfach übersehen werden. Diesen in der Forschung weithin vernachlässigten Themen ist das vorliegende Buch hauptsächlich gewidmet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 212 in dieser Reihe

Die Kantforschung hat die Reaktion der Zeitgenossen auf Kants „Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre" bisher kaum untersucht. Vorliegende Edition macht die insgesamt 27 Rezensionen zum ersten Mal zugänglich. Der Band enthält zudem eine Bibliographie der Kantkommentare und weiterer zeitgenössischer Quellen, ferner drei Beiträge zur Rezeption der Rechtslehre Kants um 1800 und den Hintergründen der seither vernachlässigten Forschung.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 211 in dieser Reihe

Die Leitfragen dieser wahrheitstheoretischen Interpretation lauten: Welche Rolle spielt die Wahrheitsfrage in der ‚Kritik der reinen Vernunft‘ generell und in den einzelnen Abteilungen der Untersuchung? Welche Wahrheitskonzeption vertritt Kant, mit welchen Argumenten und welche Kritik konkurrierender philosophischer Positionen ist damit verbunden? Alle Hauptabteilungen der Kritik der reinen Vernunft werden in diesem Lichte erklärt, geprüft und kommentiert. Entgegen der verbreitenden Tendenz, den Wahrheitsbegriff bei der Interpretation der Kritik der reinen Vernunft in den Hintergrund treten zu lassen, wird demonstriert, dass sich deren zentrale Philosopheme in wahrheitstheoretischer Perspektive erschließen. Indem sie die Wahrheitsfrage als Schlüssel zum adäquaten Verständnis der Kritik der reinen Vernunft erweist, eröffnet die Arbeit ein neues Verständnis der Kritik der reinen Vernunft und der kantischen Transzendentalphilosophie. Das zentrale Ergebnis der Arbeit integriert exegetischen und die systematischen Fragestellungen: Es besteht in dem Nachweis, dass Kant in der ‚Kritik der reinen Vernunft‘ durch die immanente Kritik des Erkenntnisvermögens das Widerspruchsprinzip, das transzendentale Prinzip analytischer Urteile, um ein transzendentales Prinzip synthetischer Urteile ergänzt. Dadurch wird die Wahrheitsskepsis sowohl in der rationalistischen als auch in der empiristischen Variante ausgeräumt und die Erkenntnisansprüche reiner Vernunft in ihre Grenzen gesetzt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 210 in dieser Reihe

This book presents a comprehensive analysis of Kant’s justification of the categorical imperative. The book contests the standard interpretation of Kant’s views by arguing that he never abandoned his view about this as expressed in his Groundwork. It is distinctive in the way in which it places Kant’s argument in the context of his transcendental philosophy as a whole, which is essential to understand it as an argument from within human agential self-understanding. The book reviews that existing literature, then presents a logical construction of Kant’s argument, which it defends by examining what Kant has to say about synthetic a priori practical propositions in the context of his transcendental philosophy as a whole, and by a detailed examination of how he presents his argument in the Second Critique and the Groundwork. Particular attention is given to the views of two scholars who share many of the views expressed in this book: Klaus Steigleder and Michael Wolff. Special attention is also given to the views of Owen Ware, who, while sharing many of our arguments has a very different overall view. The concluding chapter provides a statement about the validity of Kant’s argument.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 209 in dieser Reihe
Nearly all philosophers refer to Kant when debating the concept of dignity, and many approve of Kant’s conception, unaware of the tensions between Kant’s conception and the modern idea of dignity intimately connected to the idea of human rights. What exactly is Kant's conception of dignity? Is there a connecting tie between dignity and the legal sphere of human rights at all? Does Kant’s concept refer to a superior status human beings seem to own in comparison to non-rational beings? Or does it refer to an absolute value? The contributions of this volume are organised in five broader topics. In the first section tensions within the Kantian conception of dignity are discussed (C. Horn, D. Birnbacher, G. Schönrich). The second group of articles illuminates the intimate connections between dignity and human rights (R. Mosayebi, M. Kettner). The third group discusses the prevailing moral conception of dignity (S. Yamatsuta, S. Shell, O. Sensen). The fourth group focuses on the relation of dignity and end in itself (T. Hill, D. Sturma, A. Wood). The central theme of the fifth group of contributions are the social, political, and cultural dimensions of dignity (Y. Kato, K. Ameriks, K. Flikschuh, T. Saito).
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 208 in dieser Reihe
In der vorliegenden Studie wird argumentiert, dass Achtung in Kants Ethik nicht die Funktion einer motivierenden Triebfeder hat. Dennoch erfüllt sie eine systematisch notwendige Funktion: Als Gefühl garantiert sie, dass Menschen ein partikulares Moralbewusstsein bilden können. Insofern ist das Gefühl der Achtung epistemisch notwendig, obgleich es sich nur um ein Nebenprodukt der vernünftigen Willensbestimmung handelt.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 207 in dieser Reihe
In der Arbeit wird eine textimmanente Problemstellung der Transzendentalen Dialektik der Kritik der reinen Vernunft aufgegriffen, indem ausgehend vom Grundsatz der Vernunft nach der Möglichkeit eines regulativen Apriori im Rahmen der methodischen Vorgaben der Kritik der reinen Vernunft gefragt wird. Kants regulativer Vernunftgebrauch wird in drei Teilen untersucht: Der erste Teil – Problemfeld – entwickelt ausgehend von der Antinomie der reinen Vernunft immanente Kriterien, durch die das Lehrstück des Anhangs zur Transzendentalen Dialektik dargestellt und geprüft werden kann. Der zweite Teil – Analysen – entwickelt textimmanent die Herleitung der Vernunftbegriffe, das dadurch geleistete Systematische der Erkenntnis und ihre transzendentale Rechtfertigung. Der dritte Teil – Dimension und Reichweite – untersucht auf der Basis der textimmanenten Analyse die konkreten Beispiele, die Kant im Anhang zur Transzendentalen Dialektik anführt, um damit die begrifflich-abstrakten Gedankengänge an Fallbeispielen zu konkretisieren. Der Grundsatz der Vernunft wird dabei in seiner konstitutiven Form zurückgewiesen und in einer regulativen Interpretation als transzendentaler Grundsatz der Vernunft neu begründet.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 206 in dieser Reihe

Die vorliegende Studie erforscht den Zusammenhang zwischen den Konzepten des höchsten Gutes und des kategorischen Imperativs in Kants praktischer Philosophie. Nach einer originiellen Lesart des Autors gebietet der kategorische Imperativ, das eigene Glück stets nur als Bestandteil allgemeinen Glücks zu verfolgen.

Das höchste Gut ist nun derjenige Zustand der Welt, der erreicht würde, wenn alle Menschen diesem Prinzip gemäß handeln würden und ihrem gemeinsamen Streben nach allgemeiner Glückseligkeit auch Erfolg beschieden wäre. Dieser Zustand ist ein notwendiges Ziel vernünftigen Handelns, das sich aus dem kategorischen Imperativ ergibt, dessen Verfolgung aber trotzdem über das bloße Handeln nach verallgemeinerbaren Maximen hinausgeht.

Durch eine Neuinterpretation von Kants These, im höchsten Gut sei das Glück stets proportional zur Tugend, gelingt es dem Autor, nicht nur diese These, sondern auch Kants Aussagen über Gerechtigkeit, Glückswürdigkeit und Hoffnung argumentativ an den kategorischen Imperativ zu binden und damit im Kontext des höchsten Guts zu rechtfertigen. Dem Autor zufolge hat das höchste Gut somit eine wichtige eigenständige Funktion in der kantischen Ethik, ohne ihren deontologischen Charakter in Frage zu stellen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 205 in dieser Reihe

Ana‐Carolina Gutiérrez‐Xivillé präsentiert eine neue Lesart zu Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Während ältere Studien die kantische Ethik als bloße Ausarbeitung von bereits in den 1760er Jahren vorliegenden Begriffen lesen, zeigt diese Studie eine Neubestimmung des Freiheitsbegriffs und bietet eine gewandelte Sicht auf das Verhältnis zwischen „Moralvermögen“, „moralischem Gefühl“ und „Moralprinzip“.

Gutiérrez‐Xivillé betrachtet die Texte weder isoliert noch monolithisch. Ihre aus einem analytischen und einem exegetischen Moment bestehende Methode erfasst Kants bekannte Schriften ebenso wie in jüngerer Zeit neu edierte, wenig erforschte Materialien. Dabei offenbaren sich strukturelle Brüche, die wegweisend von einer frühen Moralkonzeption in eine spätere überleiten. Die Ethik Kants erweist sich als Ergebnis eines allmählichen Heranreifens über mehrere Stationen hinweg.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 204 in dieser Reihe

Vernunft wird weithin als Auszeichnung des Menschen verstanden. Es hat daher schon früh irritiert, dass Immanuel Kant oft „von anderen vernünftigen Wesen“ neben dem Menschen spricht. Die Eigentümlichkeit dieser Formulierung ist bereits Schopenhauer aufgefallen, bisher aber noch nicht ausführlich untersucht worden.

Die vorliegende Arbeit lotet den Kosmos der vernünftigen (und speziell der moralischen) Wesen bei Kant genauer aus. Nach einleitenden Überlegungen zur Terminologie und Epistemologie wendet sie sich denjenigen Wesen zu, die für Kant in ausgezeichneter Weise moralische Wesen neben dem Menschen darstellen: Gott, Engel und Teufel. Dabei wird deutlich, dass Kant diese „anderen Wesen“ vor allem thematisiert, um die moralische Stufe des Menschen genauer zu bestimmen. Der abschließende Teil der Arbeit bündelt daher die bisherigen Ergebnisse in Hinblick auf die Bestimmung des Menschen.

Indem sie die berühmte, aber kryptische Rede von „anderen vernünftigen Wesen“ einer genauen Analyse unterzieht, wirft die Arbeit einen neuen Blick auf zentrale Themen der kantischen Moral- und Religionsphilosophie (u.a. Rechtfertigungs- und Trinitätslehre).

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 203 in dieser Reihe

In focusing on the systematic deduction of the categories from a principle, Schulting takes up anew the controversial project of the eminent German Kant scholar Klaus Reich, whose monograph “The Completeness of Kant's Table of Judgments” made the case that the logical functions of judgement can all be derived from the objective unity of apperception and can be shown to link up with one another systematically.

Common opinion among Kantians today has it that Kant did not mean to derive the functions of judgement, and accordingly the categories, from the principle of apperception. Schulting challenges this standard view and aims to resuscitate the main motivation behind Reich’s project. He argues, in agreement with Reich’s main thesis about the derivability of the functions of judgement, that Kant indeed does mean to derive, in full a priori fashion, the categories from the principle of apperception.

Schulting also shows that, given the general assumptions of the Critical philosophy, Kant's derivation is successful and that absent an account of the derivation of the categories from apperception, the B-Deduction cannot really be understood.

New edition. First published 2012 as „Kant’s Deduction and Apperception. Explaining the Categories" (Palgrave Macmillan)

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 202 in dieser Reihe

In the third Critique Kant details an aesthetic operation of judgment that is surprising considering how judgment functioned in the first Critique. In this book, I defend an understanding of Kant’s theory of Geschmacksurteil as detailing an operation of the faculties that does not violate the cognitive structure laid out in the first Critique. My orientation is primarily epistemological, elaborating the determinations that govern the activity of pure aesthetic judging that specify it as a "bestimmte" type of judgment without transforming it into "ein bestimmendes Urteil". I focus on identifying how the logical functions from the table of judgments operate in the pure aesthetic judgment of taste to reveal "the moments to which this power of judgment attends in its reflection" (CPJ, 5:203). In the course of doing so, a picture emerges of how the world is not just cognizable in a Kantian framework but also charged with human feeling, acquiring the inexhaustible, inchoate meaningfulness that incites "much thinking" (CPJ, 5:315). The universal communicability of aesthetic pleasure serves as the foundation that grounds robust intersubjective relations, enabling genuine connection to others through a shared a priori feeling.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 201 in dieser Reihe
Zentrale Begriffe in der Menschenrechtsdebatte, wie Würde, Autonomie, Menschheit und Freiheit, sind zugleich charakteristisch für die praktische Philosophie Kants. Kant nimmt bei fast allen, zum Teil kontroversen philosophischen Menschenrechtstheorien auf die eine oder andere Weise die Rolle eines bedeutenden Bezugspunkts ein. Dies gilt nicht nur für die moralischen Begründungstheorien, sondern auch für die Vertreter der heute einflussreichen „Politischen Konzeption“ der Menschenrechte, die auf eine unmittelbare moralische Rechtfertigung der Menschenrechte verzichten. Es fragt sich jedoch sowohl in systematischer wie ideengeschichtlicher Hinsicht, ob und wenn ja, inwieweit das heutige Verständnis von Menschenrechten Kant zu verdanken ist. Lässt sich die verbreitete Meinung, dass Kants Gedanken die systematisch angemessensten für eine Begründung der Menschenrechte sind, bestätigen? Und worin bestehen die Schwierigkeiten oder auch die vernachlässigten Potenziale der Philosophie Kants für die aktuelle Menschenrechtsdebatte?
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 200 in dieser Reihe

Diese systematische Interpretation zur Problematik der Interesselosigkeit in der Kritik der ästhetischen Urteilskraft untersucht Kants These, dass das Geschmacksurteil frei ist von Moral sowie von Überlegungen der Nützlichkeit. Dahan Fan vollzieht Kants Unterscheidung zwischen angenehm, gut und schön konsequent nach, dabei erscheint das Verhältnis von Vernunftinteresse und ästhetischer Interesselosigkeit in einem neuen Licht.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 199 in dieser Reihe

The debate between moral realism and antirealism plays an important role in contemporary metaethics as well as in the interpretation of Kant’s moral philosophy. This volume aims to clarify whether, and in what sense, Kant is a moral realist, an antirealist, or something in-between.

Based on an explication of the key metaethical terms, internationally recognized Kant scholars discuss the question of how Kant’s moral philosophy should be understood in this regard. All camps in the metaethical field have their inhabitants: Some contributors read Kant’s philosophy in terms of a more or less robust moral realism, objectivism, or idealism, and some of them take it to be a version of constructivism, constitutionism, or brute antirealism.

In any case, all authors introduce and defend their terminology in a clear manner and argue thoughtfully and refreshingly for their positions.

With contributions of Stefano Bacin, Jochen Bojanowski, Christoph Horn, Patrick Kain, Lara Ostaric, Fred Rauscher, Oliver Sensen, Elke Schmidt, Dieter Schönecker, and Melissa Zinkin.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 198 in dieser Reihe

This book examines the surprising ramifications of Kant’s late account of practical reason’s obligatory ends as well as a revolutionary implication of his theory of property. It thereby sheds new light on Kant’s place in the history of modern moral philosophy.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band 197 in dieser Reihe

Es wurde in der Vergangenheit viel darüber debattiert, ob das Zentrum der Kritik der reinen Vernunft in der Erkenntnistheorie der „Transzendentalen Analytik“ oder in der Metaphysikkritik der „Transzendentalen Dialektik“ liegt.

Stellt man den Begriff der Einheit des Bewusstseins in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung, dann verliert diese Debatte an Bedeutung. Die „Einheit des Bewusstseins“ ist einerseits von zentraler Wichtigkeit für Kants Theorie der Objektivität, wie er sie in der „Deduktion der Kategorien“ entwickelt (denn die Kategorien selbst erhalten erst durch die Einheit des Bewusstseins ihre präzise Bestimmung). Sie gehört andererseits in die Seelenlehre und wird daher von Kant in den der Rationalen Psychologie gewidmeten Teilen der „Transzendentalen Dialektik“ thematisiert.

Die vorliegenden Analysen von Henny Blomme, Bernd Dörflinger, Corey W. Dyck, Dietmar H. Heidemann, Thomas Höwing, Toni Kannisto, Heiner F. Klemme, Rudolf Mösenbacher, Giuseppe Motta, Dennis Schulting, Camilla Serck-Hanssen, Thomas Sturm, Udo Thiel, Violetta Waibel und Falk Wunderlich vertiefen das Verständnis dieses zentralen Begriffes der Kantischen Philosophie.

Buch Open Access 2018
Band 196 in dieser Reihe

“This is an immensely useful resource for other scholars and philosophers wishing to understand Kant’s views on love.”
– Rae Langton, University of Cambridge

What did Immanuel Kant really think about love? In Kant on Love, Pärttyli Rinne provides the first systematic study of ‘love’ in the philosophy of Kant. Rinne argues that love is much more important to Kant than previously realised, and that understanding love is actually essential for Kantian ethical life.The study involves two interpretative main propositions. First, that love in Kant includes an underlying general division of love into love of benevolence and love of delight. Further, the study divides Kant’s concept of love into several aspects of love, such as self-love, sexual love (and love of beauty), love of God, love of neighbor and love in friendship. A chapter of the book is devoted to each of these aspects, beginning with the lowest forms of self-love as crude animality, and moving gradually upwards towards idealised ethical notions of love. One way or another, the major aspects relate to the general division of love.This analytical trajectory yields the second main proposition of the study: Together, the aspects of love reveal an ascent of love in Kant’s thought. Perhaps surprisingly, for Kant, love permeates human existence from the strongest impulses of nature to the highest ideals of morally deserved happiness. 

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band 195 in dieser Reihe

Dieses Buch behandelt das Problem eines adäquaten Verständnisses der von Kant im Schematismuskapitel der Kritik der reinen Vernunft angesprochenen Ungleichartigkeit von sinnlichem und intellektuellem Vorstellen, welches trotz der zentralen Bedeutung, welche die Unterscheidung der Erkenntnisquellen (Sinnlichkeit und Verstand) und der Vorstellungsarten (Anschauung und Begriff) in der Kantischen Philosophie einnimmt, bisher noch wenig ausführliche Beachtung fand und falls behandelt, dann häufig zugunsten des intellektuellen und begrifflichen Vorstellens entschieden wurde. Es stellt sich auf den non-konzeptualistischen Standpunkt, dass es für Kant eine sinnliche Vorstellungsweise gibt, welche nicht auf Verstandeskonstitution angewiesen ist, und zeigt, wie das Argument im 2. Schritt der B-Deduktion, die Lehre des doppelten Ichs, sowie die Unterscheidung von Form der Anschauung und formaler Anschauung sich von diesem Standpunkt her konsistent interpretieren lassen. Schließlich bietet es eine einheitliche Interpretation der bezüglich des Erkenntnisdualismus relevanten Textstücke (der Transzendentalen Ästhetik, der Deduktion und des Schematismus), ohne die Bedeutung und Eigenständigkeit des sinnlichen Vorstellens zu marginalisieren.

Buch Open Access 2017
Band 194 in dieser Reihe

Wie verhalten sich Freiheit und Staatlichkeit in Kants Rechtslehre? Und welche Bedeutung kommt hierbei seiner kritischen Moralphilosophie zu?

Hirschs Untersuchung zeigt, dass bei Kant Recht und Staat notwendige Realisationsbedingungen individueller Autonomie sind. Erst als autonome und selbstzweckhafte Personen haben wir Freiheitsrechte, welche wir aber nur im Staat legitim behaupten können. Denn nur unter der Idee von Staatlichkeit als Vereinigung des gesetzgebenden Willens aller kann rechtliche Fremdverpflichtung als Selbstverpflichtung begriffen werden. Staatlichkeit dient damit der Verwirklichung individueller Autonomie und Freiheit. Hierin liegt das Reformideal politischer Herrschaft. Doch Rechtsdurchsetzung gegen den Staat ist unmöglich, sodass aktiver Widerstand nie rechtens, aber mitunter entschuldbar ist.

Damit gelingt es Hirsch erstmals, Kants Rechts- und politische Philosophie ausgehend vom kategorischen Imperativ als integralen Bestandteil seiner kritischen Moralphilosophie auszuweisen. Gleichzeitig lässt sich so erklären, wie Anerkennung individueller Freiheitsrechte, staatlicher Rechtszwang und unbedingte staatsbürgerliche Gehorsamspflicht als Ausdruck des politischen Liberalismus Kants miteinander vereinbar sind.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 193 in dieser Reihe

Der vorliegende Sammelband möchte dazu beitragen, eine schon zu lang bestehende Lücke der Kant-Forschung weiter auszufüllen und die seit einigen Jahren zunehmend intensiver geführte Debatte über Kants Lehre von den „Kategorien der Freiheit“ weiter voranzutreiben. Dazu versammelt er Stimmen von ausgewiesenen Kennern des Themas und der Kant’schen Moralphilosophie, die sich dem Problemfeld mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen sowohl historisch als auch systematisch widmen. Das einende Ziel der insgesamt zwölf Beiträge ist es, die „Kategorien der Freiheit“ und vor allem ihre architektonische Anordnung in einer Vollständigkeit beanspruchenden Tafel von dem leise schwelenden Verdacht zu befreien, es könnte sich dabei lediglich um das Zeugnis eines sturen Systemdenkens handeln. Die hier zusammengestellten Texte nehmen Kant demgegenüber ernst und beim Wort.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 192 in dieser Reihe

Kants Anliegen, Erfahrung zu begründen als eine Verbindung von Anschauung und Begriff, erweist sich als ein komplexes Unterfangen, insofern hierzu viele Synthesisleistungen des Verstandes und der Einbildungskraft strukturell notwendig sind. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, diese isoliert und in ihrer Bezogenheit aufeinander zu untersuchen. Ausgehend von einer Betrachtung der Anschauungsformen Raum und Zeit und einer Analyse der ursprünglich-synthetischen Einheit der Apperzeption, wird der Bogen geschlagen zu den einzelnen Synthesen der Einbildungskraft und der synthetischen Reflexion durch den Verstand. Dabei hat insbesondere das Kapitel zum Schematismus der reinen Verstandesbegriffe eine tragende Bedeutung; hier soll ein neues Licht auf die Schemata als Schnittstelle zwischen Begriff und Anschauung geworfen werden. Trotz der mittlerweile schwer zu überschauenden Zahl an Forschungsliteratur finden sich nur wenige Untersuchungen speziell zur Synthesis, weshalb die Arbeit als ein Desiderat der Kant-Forschung gelten kann. Ein Desiderat ist sie auch deshalb, weil Kants Theorie seit Strawson immer wieder Angriffen speziell sprachanalytischer Interpretationen ausgesetzt ist, die „Synthesis“ für obsolet erklären wollen.

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Band 191 in dieser Reihe

This monograph is a new interpretation of Kant’s àtemporal conception of the causality of the freedom of the will. The interpretation is based on an analysis of Kant’s primary conception of an action, viz., as a causal consequence of the will. The analysis in turn is based on H. P. Grice’s causal theory of perception and on P. F. Strawson’s modification of the theory.

The monograph rejects the customary assumption that Kant’s maxim of an action is a causal determination of the action. It assumes instead that the maxim is definitive of the action, and since its main thesis is that an action for Kant is to be primarily understood as an effect of the will, it concludes that the maxim of an action can only be its logical determination. 

Kant’s àtemporal conception of the causality of free will is confronted not only by contemporary philosophical conceptions of causality, but by Kant’s own complementary theory of causality, in the Second Analogy of Experience. According to this latter conception, causality is a natural relation among physical and psychological objects, and is therefore a temporal relation among them. Faced with this conflict, Kant scholars like Allen W. Wood either reject Kant’s àtemporal conception of causality or like Henry E. Allison accept it, but only in an anodyne form.  Both camps, however, make the aforementioned assumption that Kant’s maxim of an action is a causal determination of the action. The monograph, rejecting the assumption, belongs to neither camp.

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Band 190 in dieser Reihe

Ein textnaher, fortlaufender Kommentar zu Kants Lehre von organisierten Wesen in der „Kritik der Urteilskraft“ ist ein Desiderat sowohl der Kantforschung als auch der Philosophie und Geschichte der Lebenswissenschaften. Auch gibt es bisher nur wenige Lesarten, die Kants Philosophie der Biologie im Ganzen erschließen und versuchen, sie in die vielschichtigen historischen Kontexte der frühneuzeitlichen Naturforschung einzuordnen. Das vorliegende Buch schließt diese Lücken. Es verteidigt die Thesen, dass Kant organisierte Wesen durch drei Arten von Kräften und Gesetzen charakterisiert – durch mechanische, physisch teleologische und moralteleologische Krätfe und Gesetze – deren Vereinbarkeit im Bewusstsein des Menschen, und in der Erfahrungswelt, so, wie sie dem Menschen erscheint, auf der regulativen Idee ihrer Einheit im schöpferischen, theoretisch praktischen Bewusstsein Gottes beruht. Kants Lehre von organisierten Wesen kann als Verbindung einer gemäßigten, weder animalkulistisch noch ovistisch vereinseitigten, Präformationslehre mit einer vitalistischen Spielart der Epigenesislehre verstanden werden. – Weiterführende und provokative Einsichten für eine der bewegtesten Debatten der gegenwärtigen Kantforschung.

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Band 189 in dieser Reihe

Die Frage, ob die kantische Tafel der Urteile vollständig und wenn ja, ob diese Vollständigkeit deduktiv beweisbar ist, bildet eine der zentralen Problemstellungen der Kantforschung. Alle Ansätze kommen jedoch darin überein, dass sie das Problem nicht vollumfänglich als systemisches, sondern vielmehr als beigeordnetes begriffen haben. Im Gegensatz zu den früheren Versuchen, diese Grundfrage des kantischen Systems zu beantworten, ist der vorliegende Band von der Grundüberzeugung getragen, dass eine Antwort nur im Rahmen einer grundständigen Interpretation der Kritik der reinen Vernunft gegeben werden kann, indem sie den transzendentalen Sinn der logischen Tafel aufdeckt. Damit umfasst sie weit mehr als die kantische Genesis der logischen Funktionen, sondern umgreift gleichzeitig alle wesentlichen Kernfragen der transzendentalen Philosophie Kants: Die metaphysische und transzendentale Deduktion der Kategorien und Ideen, das Verhältnis der Erkenntnisvermögen, die transzendentale Apperzeption wie auch den Grenzbegriff der Reflexion, das Ding an sich, und die mit ihm verbundene Affektionslehre Kants.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 188 in dieser Reihe

In a short chapter of the Critique of Practical Reason entitled “On the Typic of the Pure Practical Power of Judgment,” Kant addresses a crucial problem facing his theory of moral judgment: How can we represent the supersensible moral law so as to apply it to actions in the sensible world? Despite its importance to Kant's project, previous studies of the Typic have been fragmentary, disparate, and contradictory.
This book provides a detailed commentary on the Typic, elucidating how it enables moral judgment by means of the law of nature, which serves as the 'type', or analogue, of the moral law. In addition, the book situates the Typic, both historically and conceptually, within Kant's theory of symbolic representation. While many commentators have assimilated the Typic to the aesthetic notion of 'symbolic hypotyposis' in the third Critique, the author contends that it has greater continuities with the theoretical notion of 'symbolic anthropomorphism' in the Prolegomena.
As the first comprehensive, book-length study of the Typic that critically engages with the secondary literature, this monograph fills an important gap in the research on Kant's ethics and aesthetics and provides a starting point for further inquiry and debate.

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Band 187 in dieser Reihe

Sinnlichkeit und Intersubjektivität, in jüngerer Zeit immer mehr im Mittelpunkt des philosophischen Interesses, werden in dieser Studie in Bezug auf den sensus communis bei Kant analysiert und erfahren hier eine Aufwertung im Kontext seiner gesamten Philosophie. Theoretischer, praktischer und ästhetischer Gemeinsinn werden erstmals spezifisch identifiziert und neuartig im Sinne Kants systematisiert. Im gemeinen Verstand findet sich die Tendenz vom Aposteriori zum Apriori – hier vermittelt Intersubjektivität –, umgekehrt findet sich mit dem moralischen Gefühl ein Niederschlag der Intellektualität in der Sinnlichkeit – hier vermittelt Intrasubjektivität. Nur durch beide Richtungen kann das sinnlich-vernünftige Wesen seine Intellektualität verwirklichen. Die Linien treffen sich im ästhetischen sensus communis, der die intrasubjektive Harmonisierung von Sinnlichkeit und Intellektualität mit der intersubjektiven Mitteilbarkeit kondensiert. Die systematische und architektonische Funktion der „Kritik der Urteilskraft“ besteht somit nicht nur in der Überbrückung von Natur und Freiheit, sondern auch in der vom sensus communis erreichten Vereinbarkeit von Sinnlichkeit und Intellektualität sowie von Inter- und Intrasubjektivität.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 186 in dieser Reihe

Obwohl die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten zu den am häufigsten interpretierten philosophischen Werken überhaupt zählt, sind ihre zentralen Theoreme nach wie vor dunkel geblieben. Neben der Deduktion des kategorischen Imperativs gilt dies besonders für das Theoriestück zum Zweck an sich selbst. Die Arbeit geht der Frage nach dem Gehalt, der systematischen Funktion sowie den weit verzweigten Bezügen dieses Theoriestücks nach und tut dies oft in Form einer mikroskopischen Analyse. Gerade dieser mikroskopische Blick führt zu dem überraschenden Befund, dass einige zum Teil seit Jahrzehnten vertretene Interpretationsthesen und Lehrmeinungen einer grundsätzlichen Revision bedürfen. Dies gilt sowohl für die Form als auch den Gehalt des Zwecks an sich selbst – aber auch für das Verhältnis zur Deduktion des kategorischen Imperativs. Die Untersuchung zum Zusammenhang mit der Deduktion führt auch zu in der Forschung vielleicht bisweilen gesehenen, aber bisher nicht hinreichend explizit gemachten Einsichten in die Deduktion selbst. So vertritt Kant dort die transzendentalen Freiheit des Willens überhaupt, was prima facie in direktem Widerspruch zur These der Analytizität von Freiheit und Sittlichkeit steht.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 185 in dieser Reihe

Einer oft geteilten Einschätzung zufolge reduziert Kant mit seiner auf reine Vernunft ausgerichteten praktischen Philosophie Klugheit auf eine Form der Geschicklichkeit. Zwischen technisch-praktischer Rationalität und reiner praktischer Vernunft scheint es unmöglich, ihr einen systematischen Ort innerhalb seiner Philosophie zuzuweisen. Kommt jedoch reiner Vernunft allein die Fähigkeit zu, Zwecke zu bestimmen und nicht nur, sie zu verfolgen, so bleibt kein Platz für empirische Zweckbestimmung durch eine empirisch bedingte Vernunft – und damit auch nicht für Klugheit. Dem entgegen wird hier Klugheit bei Kant rekonstruiert als ein sowohl auf die eigene Glückseligkeit als auch auf die möglichen Zwecke anderer reflektierendes Vermögen, das sich im Rückgriff u.a. auf die Kategorien der Freiheit als empirische Form der praktischen Vernunft erweist. Es werden alle wesentlichen Aspekte und Funktionen der Klugheit im Rahmen von Kants praktischer Philosophie, der Anthropologie sowie der Rechtslehre behandelt. Mit der Untersuchung der Klugheit als ausübende Tugendlehre schließt sich der Kreis.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 184 in dieser Reihe

Was versteht Kant unter Glückseligkeit, und welchen Platz räumt er ihr in seiner Moralphilosophie ein? Bei ihm ist das Verhältnis von Glück und Moral zwiespältig und spannungsreich: Zwar sei das Streben nach Glück kein Prinzip moralischen Handelns, Glückseligkeit bleibt aber fortwährend der Bezugspunkt der normativen Ausgestaltung menschlichen Handelns.
Das Ziel der Arbeit ist es, die inhaltliche Vermittlung von Moral und Glückseligkeit im Gesamtsystem der praktischen Philosophie Kants strukturell zu beschreiben. Unter Berücksichtigung von Kants umfassender Theorie vernünftigen Handelns wird die Einheit praktischer Subjektivität herausgearbeitet. Statt in je eine sinnlich-hedonische und eine rational-ethische Dimension auseinanderzufallen, tritt in Kants Auffasung vom praktischen Selbst eine integrierte Sicht auf die komplexe Verfasstheit endlicher Vernunftwesen zutage.
Im Rückgriff auf Kants Lehre vom höchsten Gut wird die integrierende Funktion für das intrasubjektiv wie intersubjektiv orientierte praktische Selbst hervorgehoben. Die Grenze einer endlich-vernünftigen Subjektivität wird dabei aufgezeigt, die das Ziel einer durchgängig gelungenden Lebensführung („allgemeine Glückseligkeit“) nicht zu erreichen vermag.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 183 in dieser Reihe

Kant’s omnipresence in contemporary cosmopolitan discourses contrasts with the fact that little is known about the historical origins and the systematic status of his cosmopolitan theory. This study argues that Kant’s cosmopolitanism should be understood as embedded and dynamic. Inspired by Rousseau, Kant developed a form of cosmopolitanism rooted in a modified form of republican patriotism. In contrast to static forms of cosmopolitanism, Kant conceived the tensions between embedded, local attachments and cosmopolitan obligations in dynamic terms. He posited duties to develop a cosmopolitan disposition (Gesinnung), to establish common laws or cosmopolitan institutions, and to found and promote legal, moral, and religious communities which reform themselves in a way that they can pass the test of cosmopolitan universality. This is the cornerstone of Kant’s cosmopolitanism, and the key concept is the vocation (Bestimmung) of the individual as well as of the human species. Since realizing or at least approaching this vocation is a long-term, arduous, and slow process, Kant turns to the pedagogical implications of this cosmopolitan project and spells them out in his later writings. This book uncovers Kant’s hidden theory of cosmopolitan education within the framework of his overall practical philosophy.

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Band 182 in dieser Reihe

This essay argues that we can only develop a proper grasp of Kant's practical philosophy if we appreciate the central role played in his thought by the notion of the interests of reason. While it is generally acknowledged that Kant does not regard reason as a purely instrumental faculty, but sees it as endowed with its own essential interests, this book is the first to explain how the notion of the interests of reason lies at the heart of his philosophical project - and how it allows us to make sense of some of the most puzzling aspects of his practical philosophy.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 181 in dieser Reihe

Der Entwurf „Übergang 1-14“ steht systematisch im Mittelpunkt des Opus postumum. Kants Gedanken zur neuen philosophischen Grundlegung der gesamten Naturlehre als einer wirklichen Wissenschaft der Natur werden hier in einen transzendentalphilosophischen Rahmen eingebettet und erhalten, im Unterschied zu vorangegangenen Entwürfen, eine systematische Form. Mit Apperzeption und dynamisches Naturgesetz in Kants Opus postumum liegt erstmals ein Kommentar zu „Übergang 1-14“ vor. Die Ergebnisse der kommentierenden Darstellung werden im Rückbezug auf Kants Publikationen – vor allem die Kritik der reinen Vernunft – interpretiert und die Kontinuität kantischen Denkens, aber auch die Brüche aufgezeigt. Gefragt wird u.a. nach dem Verhältnis der transzendentalen Beweise der Existenz einer raumerfüllenden Materie als Garant einer Einheit der Erfahrung in Zeit und Raum in „Übergang 1-14“ zu Kants Theorie der Substanz in der Ersten Analogie der Erfahrung der KrV. Kants Auseinandersetzung mit dem Problem der organisierten Materie und einem neuen Ansatz, die belebte Natur in eine Systemform a priori aufzunehmen, spielen ebenfalls eine zentrale Rolle in der Interpretation.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 180 in dieser Reihe

Mit seiner Kritik der reinen Vernunft (1781) beansprucht Kant, die bisherige Metaphysik auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Im Zuge dessen ersetzt er den „stolzen Namen der Ontologie“ durch die Analytik des reinen Verstandes. Trotz dieser negativen Bewertung der Ontologie als Grundlage der Metaphysik finden sich im Werk Kants Passagen, an denen er seine Transzendentalphilosophie mit der Ontologie gleichsetzt.

Rivero untersucht diese erstaunliche Gleichsetzung in entwicklungsgeschichtlicher Perspektive: In einem ersten Teil werden die Architektonik der reinen Vernunft und die Disziplinen des metaphysischen Systems diskutiert. Der zweite Teil erörtert Kants Metaphysik-Konzeptionen vor der Kritik der reinen Vernunft. Der dritte Teil beantwortet die Frage, welche Relevanz die verschiedenen Begriffe eines Gegenstandes in der kantischen Entwicklung für die Kritik an der herkömmlichen Ontologie haben.

Diese Verhältnisbestimmung zwischen Ontologie und Transzendentalphilosophie kommt zu dem Ergebnis, dass Kant den Begriff der Ontologie widerspruchsfrei in zwei Bedeutungen verwendet – einer kritischen und einer, die mit der Analytik des Verstandes zu vereinbaren ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 179 in dieser Reihe

In seiner Rechtslehre formuliert Kant das allgemeine Rechtsgesetz als obersten Grundsatz des Rechts. Es dient als ein überpositives Kriterium dafür, ob eine Handlung rechtmäßig oder unrechtmäßig ist. Nach dem allgemeinen Rechtsgesetz ist eine Handlung nur dann rechtmäßig, wenn sie die allgemeine Handlungsfreiheit des Einzelnen in größtmöglichem Maße achtet. Auch vermeintlich banale Handlungen stehen zumindest prima facie unter rechtlichem Schutz. Die kantische Rechtskonzeption entspricht damit der umstrittenen verfassungsgerichtlichen Interpretation des Art.
2 Abs. 1 GG. Das "Reiten im Walde" oder das "Taubenfüttern" - zwei Fälle aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts - sind mit anderen Worten auch bei Kant in rechtlicher Hinsicht geschützt. Eine Handlung, bzw. eine Maßnahme, die derart vermeintlich banale Handlungen verbietet, ist grundsätzlich rechtswidrig.
Die Frage lautet: Warum ist das so?
Das Bundesverfassungsgericht beantwortet diese Frage vorwiegend mit einem Verweis auf den historischen Willen des Parlamentarischen Rates.
Das Werk gibt eine philosophisch fundierte Antwort auf die Frage, weshalb auch vermeintlich banale Handlungen rechtlich schützenswert sind. Kalscheuer behandelt damit eines der Hauptprobleme des Verhältnisses von Recht und Moral bei Kant.

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Band 178 in dieser Reihe

This work argues that teleological motives lie at the heart of Kant’s critical philosophy and that a precise analysis of teleological structures can both illuminate the basic strategy of its fundamental arguments and provide a key to understanding its unity. It thus aims, through an examination of each of Kant’s major writings, to provide a detailed interpretation of his claim that philosophy in the true sense must consist of a teleologia rationis humanae.
The author argues that Kant’s critical philosophy forged a new link between traditional teleological concepts and the basic structure of rationality, one that would later inform the dynamic conception of reason at the heart of German Idealism. The process by which this was accomplished began with Kant’s development of a uniquely teleological conception of systematic unity already in the precritical period. The individual chapters of this work attempt to show how Kant adapted and refined this conception of systematic unity so that it came to form the structural basis for the critical philosophy.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 177 in dieser Reihe

In the past few decades a remarkable change occurred in Kant scholarship: the "other" Kant has been discovered, i.e. the one of the doctrine of virtue and the anthropology. Through the rediscovery of Kant's investigations into the empirical and sensuous aspects of knowledge, our understanding of Kant's philosophy has been enriched by an important element that has allowed researchers to correct supposed deficiencies in Kant's work. In addition, further questions concerning the nature of Kant's philosophy itself have been formulated: the more the "other" Kant comes to the fore, the stronger the question concerning the connection between pure philosophy and empirical investigation becomes.
The aim of this study is to show that the psychological and anthropological interpretations of Kant's pure philosophy are not convincing and at the same time to illustrate some connections between his critical and anthropological investigations by means of an analysis of the theory of the faculties.
Against both a "transcendental psychological" and an "anthropological" reading, the book presents Kant's theory of the faculties as a constitutive part of his critical philosophy and shows that there is a close connection between Kant's pure philosophy and his moral aesthetic.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 176 in dieser Reihe

Die vorliegende Studie entwickelt ein neues Bild der kantischen Ethik durch die Herausarbeitung der unterschiedlichen Perspektiven der wichtigsten Textstücke. Ausgehend von Kants Konzeptionen der transzendentalen Freiheit in der Kritik der reinen Vernunft wird Kants fundamentale Unterscheidung von Moral und Glück im ersten Hauptstück in der Kritik der praktischen Vernunft nachgezeichnet. Doch bereits im darauf folgenden zweiten Hauptstück der Kritik der praktischen Vernunft entwirft Kant mit den Kategorien der Freiheit die systematische Vermittlungsstelle von Moral und Glück im Menschen. Dadurch kann auch entgegen einer überwiegend kritischen Rezeption die folgende Lehre vom höchsten Gut in der Dialektik plausibel in den Argumentationsgang eingebunden werden. Aber erst durch die eigentümliche Perspektivenverschiebung in den Metaphysischen Anfangsgründen der Tugendlehre hin zum Menschen als vernünftigem Naturwesen gelingt schließlich die inhaltliche Vermittlung von Moral und Glück im System der Tugenden. Die Vermittlung von Moral und Glück lässt sich im kantischen Theorierahmen strukturell beschreiben, bleibt aber letztlich die nicht endende Aufgabe eines bewussten Lebens, das um seine Neigungen weiß, klug mit diesen umgeht und die Moral als letzten Orientierungspunkt versteht.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 175 in dieser Reihe

Diese Arbeit bietet eine Darstellung und kritische Diskussion der Wirkungsgeschichte von Kants Opus postumum. Kants anfängliche Auseinandersetzung mit der Problematik des Übergangs von den Metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft zur Physik entwickelt sich derart, dass er es für erforderlich erachtet, zunehmend auf die entscheidenden Fragen der kritischen Philosophie zurückzugreifen. Die Untersuchungen im Opus postumum liefern keine definitiven Ergebnisse, und Kants spätes Denken lässt sich umso mehr nur rekonstruierend begreifen, als es in den hinterlassenen Entwürfen bloß unvollständig angedeutet wird. Das Opus postumum zu interpretieren, heißt deshalb aufzuklären, ob Kant, wenn auch nur implizit und indirekt, den früheren Transzendentalismus aufgibt, um sich an einem subjektiven Idealismus à la Fichte bzw. einem objektiven Idealismus à la Schelling auszurichten, oder ob, vielmehr das Opus postumum eine kohärente Entwicklung der kritischen Grundlegung der Philosophie bietet. Der rote Faden der hier vorgelegten Studie ist die Rekonstruktion der Dialektik zwischen den Vertretern der beiden hermeneutischen Standpunkte, getragen von der Überzeugung, dass Kant bis zuletzt die Begrenztheit des menschlichen Geistes vertritt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 174 in dieser Reihe

In jüngerer Zeit findet wieder eine vermehrte Auseinandersetzung mit den Kategorien der Freiheit in der Kritik der praktischen Vernunft statt. Die vorliegende Arbeit bereichert diese neu erwachte Diskussion, indem sie anhand einer entwicklungsgeschichtlich orientierten Betrachtung die vernunftarchitektonische Stellung praktischer Kategorien bei Kant umfassend analysiert: Die Untersuchung nimmt ihren Ausgang bei einer frühen Reflexion, in der Kant die "Categorien der Moralität" als Funktionen der Freiheit bestimmt, und verfolgt das Thema einer praktischen Kategorienlehre über dessen eigentliche Entfaltung in der zweiten Kritik hinaus bis in die Metaphysik der Sitten, in der sich in Kant bei der Entfaltung von Rechts- und Tugendlehre eines kategorialen Leitfadens bedient.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 173 in dieser Reihe

Die normative Geltungsabhängigkeit des allgemeinen Rechtsprinzips aus der Rechtslehre vom kategorischen Imperativ aus den zwei ethischen Grundlagenschriften Kants kann zweifach angezweifelt werden: Zum einen bleibt das allgemeine Rechtsprinzip dem Motiv der Adressaten gegenüber indifferent; dieses ist aber in der grundlegenden Theorie der Moralität der Grundlagenschriften gerade ausschlaggebend. Zum anderen ist für Kant das allgemeine Rechtsprinzip analytisch mit einer äußerlichen Zwangsbefugnis verbunden; dies scheint sogar im Gegensatz zu dem auf Selbstverpflichtung gegründeten kategorischen Imperativ zu stehen. Wie ist nun das Verhältnis zwischen dem kategorischen Imperativ und dem allgemeinen Rechtsprinzip zu verstehen? Worin genau bestehen die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede beider Prinzipien?
Die Untersuchung macht deutlich, dass die Beantwortung dieser Fragen ohne das Heranziehen einiger Grundmomente des kritischen Idealismus unterbestimmt bleibt. Sie zeigt, dass das allgemeine Rechtsprinzip in aller Konsequenz aus der Moraltheorie der Grundlagenschriften heraus entwickelt wird, und legt auf der Grundlage transzendentalkritischer Momente dar, warum und worin sich dieses Prinzip vom kategorischen Imperativ abhebt.

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Band 172 in dieser Reihe

Dass Kants Philosophie für die philosophische Reflexion der kulturellen Welt des Menschen unzureichend sei, ist ein bis heute gängiges Vorurteil. Ihm entgegen liegt der vorliegenenden Arbeit die These zugrunde, dass eine Kulturphilosophie auf Basis des kantischen Kulturbegriffs und des kantischen Philosophiebegriffs als Theorie technischer Vernunft möglich ist. Diese philosophische Doktrin hat die Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis von technischem Entwerfen und Handeln sowie deren Produkten zum Gegenstand. Indem der Autor zuerst werkimmanente Probleme zum Kulturbegriff Kants erörtert und anschließend eine ausführliche Analyse des Zweckbegriffs vorlegt, erbringt die Arbeit den Nachweis, dass eine kantische Kulturphilosophie in ihren Grundzügen rekonstruierbar und in ihrem Gehalt auch heute noch diskussionswürdig ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 171 in dieser Reihe

Die Frage, wie das, was die Vernunft einsieht, dazu motivieren kann, dies auch zu tun, gehört zu den Grundfragen von Kants praktischer Philosophie. Die vorliegende Untersuchung erschließt Kants Antwort auf das Problem der moralischen Motivation innerhalb seiner Handlungstheorie und Moralphilosophie. Neben einer philosophiehistorischen und systematischen Einordnung liefert sie eine umfassende textnahe Analyse der kantischen Argumente, die auch werkgeschichtliche Aspekte berücksichtigt. Auf diese Weise entsteht ein reichhaltiges Bild der kantischen Theorie moralischer Motivation, die in Kants Konzept der Moralbegründung nicht nur verwurzelt ist, sondern dieses auch unterstützt. So ist die Achtung vor dem Gesetz als Modus zu verstehen, in dem sich der Mensch die praktische Norm zu eigen macht. Moralische Gründe erweisen sich nach der hier vorgeschlagenen Interpretation als unbedingte, universal gültige Regeln, deren praktische Bedeutung als subjektive Handlungsgrundsätze und Motive erst durch Kants Theorie der moralisch-rationalen Sensibilität verständlich wird. Kants Ansatz ist damit nicht nur werkintern von Interesse, sondern liefert darüber hinaus einen inspirierenden Beitrag zu einer modernen Theorie praktischer Normativität.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band 170 in dieser Reihe

Das Buch enthält die Einführung in die Lektüre sowie den Textkommentar zu den der Analyse der Grundsätze der Modalität gewidmeten "Postulaten des empirischen Denkens überhaupt". Untersucht wird Kants gesamte Theorie der Modalbegriffe (Möglichkeit - Unmöglichkeit, Dasein - Nichtsein, Notwendigkeit - Zufälligkeit) seit Mitte der 1750er Jahre bis zur Kritik der reinen Vernunft. Die Postulate sind nach Kant nicht objektiv, sondern subjektiv-synthetisch: Der Gegenstand der Erfahrung, welcher zunächst anhand der objektiv-synthetischen Funktionen der Quantität, Qualität und Relation bestimmt wird, lässt sich nun in seinem Verhältnis zum setzenden Subjekt betrachten. Die Postulate thematisieren jedoch nicht - hier liegt die konstitutive Charakteristik dieser synthetischen Urteile a priori - das Subjekt selbst, sondern das Objekt als solches und die Objektivität überhaupt. Wie diese Untersuchung zeigt, antwortet Kant erst hier - nicht in den viel diskutierten Deduktionskapiteln oder in den anderen Grundsatzkapiteln - auf die Frage "Was ist ein Objekt?" und bezieht zugleich Stellung gegenüber anderen philosophischen Theorien der Objektivität des 18. Jahrhunderts: Rationalismus, Empirismus, Idealismus, Skeptizismus.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band 169 in dieser Reihe

Kants Kritik der transzendenten Metaphysik in der transzendentalen Dialektik der Kritik der reinen Vernunft war durchschlagend und findet auch in der Philosophie der Gegenwart breite Zustimmung. Weniger Zustimmung und Verständnis findet die systematische Konzeption der transzendentalen Dialektik, die Lehre vom Bezug der Vernunft auf das Unbedingte als notwendigem, unvermeidlichem Schein. Die vorliegende Studie untersucht diese Konzeption. Sie stellt die in der Forschung weitgehend ungeklärten Fragen (a) nach der Notwendigkeit des Scheins und dem logischen Status der Schlüsse der Vernunft auf das Unbedingte, insbesondere nach der logischen Struktur der Antinomien, (b) nach dem Zusammenhang zwischen den Lehrstücken der Dialektik (von den Ideen der Vernunft als Begriffen vom Unbedingten, von den dialektischen Schlüssen, vom angemessenen Gebrauch der Ideen), (c) nach dem systematischen Verhältnis von Analytik und Dialektik als den beiden Teilen der transzendentalen Logik und nach der Funktion der Dialektik im architektonischen Zusammenhang der Kritik. Es ist die These der Studie, dass die Dialektik die Grundlage der kritischen Philosophie darstellt und dass ihre negative und ihre positive Lehre von der Vernunft unzertrennlich zusammenhängen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band 168 in dieser Reihe

Diese Abhandlung verteidigt gegen die heute vorherrschenden realistischen Interpretationen des kantischen transzendentalen Idealismus eine anti-realistische Zwei-Welten-Interpretation. Durch konkrete Textanalysen wird gezeigt, dass die realistische Interpretation an der Antinomienlehre und dem vierten Paralogismus (A) scheitern muss, während die anti-realistische Interpretation erlaubt, die Kritik der reinen Vernunft im Ganzen zu einer kohärenten Sinneinheit zu strukturieren. Anschließend wird der konkrete Gehalt von Kants anti-realistischer Ontologie der raumzeitlichen Wirklichkeit erhellt. Dafür entwickelt der Verfasser eine intuitionistische Wahrheitskonzeption (ein empirisches Gegenstück der Wahrheitskonzeption des mathematischen Intuitionismus), kombiniert mit der Superassertibilität à la Crispin Wright. Die von Michael Dummett bereit gestellte Begrifflichkeit „Realismus/Anti-Realismus‟ erweist sich als fruchtbar nicht nur für die Analyse der kantischen Position selbst, sondern auch für ein klares Verständnis der mannigfaltigen Interpretationsansätze des transzendentalen Idealismus.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band 167 in dieser Reihe

Lange Zeit hat die Forschung den Kategorien der Freiheit, die Kant in seiner Kritik der praktischen Vernunft entwickelt und in Form einer Tafel darstellt, keine Aufmerksamkeit geschenkt. Kant selbst ist daran nicht ganz unschuldig, hat er doch seine Ausführungen und Erläuterungen bewusst äußerst knapp gehalten. Bis heute steht eine monographische Studie zu dem Thema aus. Die vorliegende Studie stellt sich dieser Aufgabe. In umfassender und systematischer Perspektive geht sie der Frage nach, warum es überhaupt derartiger Kategorien bedarf, worin ihre Funktion besteht und was der begriffliche Gehalt jeder einzelnen Kategorie ist. Weit davon entfernt, das Ergebnis sturen Systemdenkens zu sein, entdeckt sich so die Lehre praktischer Kategorien bei näherem Hinsehen als der heimliche Kristallisationspunkt von Kants praktischer Philosophie.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band 166 in dieser Reihe

Immanuel Kant is often considered to be the source of the contemporary idea of human dignity, but his conception of human dignity and its relation to human value and to the requirement to respect others have not been widely understood. Kant on Human Dignity offers the first in-depth study in English of this subject. Based on a comprehensive analysis of all the passages in which Kant uses the term ‘dignity’, as well as an analysis of the most prominent arguments for a value of human beings in the Kant literature, the book carefully examines different ways of construing the relationship between dignity, value and respect for others. It takes seriously Kant’s Copernican Revolution in moral philosophy: Kant argues that moral imperatives cannot be based on any values without yielding heteronomy. Instead it is imperatives of reason that determine what is valuable. The requirement to respect all human beings is one such imperative. Respect for human beings does not follow from human dignity—for this would violate autonomy—but is an unconditional command of reason. Following this train of thought yields a unified account of Kant’s moral philosophy.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band 165 in dieser Reihe

In § 59 von Kants Kritik der Urteilskraft steht relativ unvermittelt und oft überlesen der Halbsatz: „so ist all unsere Erkenntnis von Gott bloß symbolisch.“ Die philosophiegeschichtlich ausgerichtete Studie versucht die Bedeutung dieser Aussage mittels einer kommentarischen Interpretation des ersten Teils von § 59 und weiterer für diese Aussage relevanter Texte zu verstehen. Sie erschließt auf diese Weise zunächst Kants Symbolbegriff, dessen prinzipielle Bedeutung für Kants Erkenntnistheorie und den Zusammenhang von Symbol und Analogie im Denken Kants. Die Studie legt ihren Schwerpunkt dann auf die Untersuchung der Bedeutung des Symbol- und Analogiebegriffs für die Rede von einer Erkenntnis Gottes und für Kants Interpretation bestimmter christlicher Glaubensüberzeugungen. Durch diese Begriffe markiert Kant nicht nur seine Verhältnisbestimmung von menschlicher Erkenntnis zur Transzendenz Gottes. Beide Begriffe spielen eine zentrale Rolle für ein Verständnis seiner philosophischen Theologie als praktisch-hermeneutisch. Das Buch leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Kants Religionsphilosophie und philosophischer Theologie.

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Band 164 in dieser Reihe

Kants kritischer Philosophie wird bis heute von prominenter Seite der Vorwurf gemacht, sie unterstelle ein im Kern subjektivistisch-monologisches Individuum. Tatsächlich aber liegt ihr nichts ferner als ein solcher Subjektivismus. Kants Vernunft ist eine durch und durch öffentliche Vernunft, sie ist, wie er selbst sagt, existenziell angewiesen auf öffentliches Räsonnement. Kant verwendet den Begriff „Öffentlichkeit“, anders als das Adjektiv „öffentlich“, in seinem schriftlichen Werk zwar kein einziges Mal, die Funktion der Öffentlichkeit aber sieht er als für sein Denken elementar an. Entscheidend dabei: Öffentlichkeit ist nicht nur eine Bedingung allen kritischen Vernunftgebrauchs, sondern gerade auch dessen Folge. Träger der Vernunft sind freie, empirische Individuen. Machen diese Individuen Gebrauch von ihrer öffentlichen Vernunft, konstituieren sie bestimmte Öffentlichkeiten des Vernunftgebrauchs - nämlich neben der politischen, die theoretische, die praktische und die ästhetische Öffentlichkeit. Die vorliegende Arbeit geht dieser Öffentlichkeit der Vernunft unter anderem in den drei Kritiken nach - und zeigt dabei, wie eng insbesondere Kants theoretische Philosophie mit seinen politischen Schriften verbunden ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band 163 in dieser Reihe

Die Untersuchung setzt sich zum Ziel, die kantische Konzeption des „Ich“ bzw. des Selbstbewusstseins in ihrer spezifisch erkenntnistheoretischen Bedeutung aufzuschließen. Diese umfassende Thematik, die zweifellos zum Fundament des kritischen Idealismus führt, entfaltet der Verfasser dadurch, dass er auf der Basis präziser Textanalysen die immanenten Entwicklungslinien der kantischen Subjekttheorie von deren Ursprung im ‚stillen Jahrzehnt‘ der 1770er Jahre über die Paralogismus-Kritik bis hin zu den experimentellen Entwürfen der späten Reflexionen rekonstruiert. Im Fokus stehen dabei vor allem drei Grundprobleme: 1. die Frage nach dem besonderen Selbst-Wissen des transzendentalen Subjektes, sofern dieses nicht mehr als eine Form von Selbstwahrnehmung aufgefasst werden kann, 2. die Frage nach der eigentümlichen Art der Existenz (des „Daseins“) des transzendentalen Subjektes, wobei hier die Rede vom „Dasein“ eine wesentlich veränderte und zugleich problematischere Bedeutung annimmt als im Kontext der Bestimmung des Daseins der empirischen Gegenstände in der Zeit, und schließlich 3. die Frage nach dem Weltbezug bzw. dem „In-der-Welt-Sein“ des Subjektes, sofern sich dieses - nunmehr als empirisches Ich - selbst in der Welt verortet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band 162 in dieser Reihe

Bekanntlich hat Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft das System der Grundsätze des reinen Verstandes nicht vollständig ausgeführt. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die fehlende erste Klasse dieser Grundsätze, die Axiome der Anschauung, in einer eingehenden Textanalyse und unter besonderer Berücksichtigung des kantischen Systemgedankens. Im Zuge dieser Untersuchung wird im Anschluss an eine Stelle der Prolegomena die allgemeine Form eines Verstandesgrundsatzes als die Subsumtion von Erscheinungen unter Kategorien gemäß dem jeweils korrespondierenden transzendentalen Schema bestimmt. Ausführlich erläutert wird dabei der Begriff der Subsumtion, das Zusammenwirken der Größenkategorien mit den ihnen korrespondierenden Schemata, der Begriff der Erscheinung sowie Kants Begriff der Objektivität. Ebenso wird erklärt, dass und weshalb entgegen einer verbreiteten Meinung die Axiome der Anschauung nicht mit den Axiomen der Mathematik gleichzusetzen sind und gleichwohl grundlegend für Mathematik und Erfahrung.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 161 in dieser Reihe

Der Autor bietet eine Darstellung spannungsreicher Formen der transzendentalen Einheit, die Kants Auffassung der Synthesis erhellt. Die Abhandlung beginnt mit Reflexionen zur Synthesis, die den historischen und systematischen Rahmen der Untersuchung bestimmen, und erläutert dann Unterscheidungen und Übergänge zwischen Kritik, Transzendentalphilosophie und Metaphysik als Teilen des Systems der reinen Philosophie. Damit wird die verkannte Funktion dieser Systematik in der Aufstellung des apriorischen Leitfadens für den Erkenntnisgebrauch der Vernunft umrissen. Ein Leitfadenproblem, mit dem sich die „metaphysische Deduktion“ der Kategorien beschäftigt, liegt aber zuallererst im Kern der Kritik. Das zweite Kapitel legt diesen verschlüsselten Textabschnitt aus, insbesondere seinen grundlegenden, oft von der Frage nach der Vollständigkeit der Kategorientafel überschatteten Anspruch, die Begriffe a priori der Einheit aller Verstandesfunktionen ‑ der Synthesis der Anschauung und des Urteils ‑ systematisch darzustellen. Die Überlegung zur Verstandesfunktion gibt schließlich Anlass, die bislang nicht hinterfragte Annahme, die Ausdrücke „reiner Verstandesbegriff“ und „Kategorie“ seien bloß Synonyme, in Frage zu stellen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 160 in dieser Reihe

Gegenstand dieser Untersuchung ist der kantische Substanzbegriff. Er wird erstmals vor dem Hintergrund der Schulphilosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff begriffen und kritisch beleuchtet. Die Ergebnisse werfen neues Licht auf das Verhältnis zwischen Kant und Leibniz, zugleich aber auch auf die kritische Philosophie insgesamt. Die Analyse weist die Abhängigkeit der kritischen von der sogenannten vorkritischen bzw. dogmatischen Philosophie nach, die so weit geht, dass schließlich sogar die Frage berechtigt erscheint, ob sich in der kantischen Substanzkonzeption ein kritisch revidierter Leibnizianismus findet. In dieser provokanten Frage drückt sich jedoch nicht die Absicht aus, die Position Kants vorschnell mit der von Leibniz zu identifizieren. Stattdessen kann der tatsächlich bestehende Widerspruch zwischen beiden Denkern nur dann zutreffend beschrieben werden, wenn das Gemeinsame erfasst wird.
Mit diesem Buch wird eine seit langem beklagte Lücke geschlossen: Es handelt sich um die erste ausschließlich der Substanztheorie gewidmete Monografie, in der die Kritische Metaphysik der Substanz vor dem Hintergrund der Kontroversen des 18. Jahrhunderts und Kants philosophischer Entwicklung begriffen und systematisch ausgewertet wird.

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Band 159 in dieser Reihe

Angesichts der zunehmenden Zerstörung der Natur durch den Menschen und der technischen Fortschritte in den Biowissenschaften hat die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt höchste Aktualität. Ausgehend von der Naturphilosophie Kants entwickelt Angela Breitenbach einen Ansatz zu einer modernen Umweltphilosophie, die einen Beitrag zu aktuellen Debatten in der Umweltethik und der Philosophie der Biologie liefert. Die Autorin zeigt, dass Kants Ansatz sich nicht auf die mechanistische Perspektive beschränkt, sondern auch eine teleologische entwickelt. Beide bestehen notwendig nebeneinander und sind aufeinander angewiesen. Das Buch stellt heraus, dass die teleologische Naturbetrachtung, die sich in einer Analogie mit dem zwecktätigen Vernunftvermögen des Menschen gründet, zentrale Bedeutung nicht nur für ein umfassendes Naturverständnis, sondern auch für die wissenschaftliche Erforschung von Lebendigem und für unseren praktischen Umgang mit der Natur hat.

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Band 158 in dieser Reihe

Ziel dieser Untersuchung ist es, den Zusammenhang der kantischen Kritiken unter Wahrung einer transzendental-kritischen Perspektive nachzuweisen. Dazu wird zunächst eine Paraphrasierung der einzelnen Kritiken entwickelt und aus einem gemeinsamen erkenntnistheoretischen Horizont heraus interpretiert, der anschließend jeweils mit einschlägigen Positionen der Forschungsliteratur diskutiert wird. Der inhaltliche Schwerpunkt der Arbeit zielt auf eine besondere Einordnung der Leistung Kants: Eine Differenzierung der Bereiche „Metaphysik“, „Transzendentalphilosophie“ und „transzendentale Kritik“ lässt Kants Standpunkt einheitlich bestimmen und zeigt unter der Berücksichtigung der Notwendigkeit für das menschliche Denken die grundlegenden allgemeingültigen Strukturen des menschlichen Erkenntnisvermögens. Diese Akzentuierung der Betrachtung hat einige Verschiebungen des heute gelehrten Kant-Bildes zur Folge, die bes. den Kategorischen Imperativ und die sogenannte „Ästhetik“ der Kritik der Urteilskraft betreffen.

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Band 157 in dieser Reihe

Analytic philosophy has leveled many challenges to Kant’s ascription of necessary properties and relations to objects in his Critique of Pure Reason. Some of these challenges can be answered, it is argued here, largely in terms of techniques belonging to analytic philosophy itself, in particular, to its philosophy of language. This Kantian response is the primary objective of this book. It takes the form of a compromise between the real existence of the objects that we can intuit and that get our knowledge started – dubbed initiators – and the ideality of the necessary properties and relations that Kant ascribes to our sensible representations of initiators, which he entitles appearances. Whereas the real existence of initiators is independent of us and our senses, the necessity of these properties and relations of appearances is due to their origins in the mind.
The Kantian compromise between real existence and ideal necessity is formulated in terms of David Kaplan’s interpretation of de re necessity in his article, “Quantifying In” – his response to Quine’s concern that a commitment to such a necessity leads to an acceptance of an unwanted traditional Aristotelian essentialism.
In addition, the book first abstracts and then departs from its interpretation of Kant to provide a realistic account of the relation between existence and de re necessity.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008
Band 156 in dieser Reihe

Die Frage nach den gedanklichen Verbindungslinien zwischen Kant und Bacon als dem Wegbereiter des englischen Empirismus hat in der Kant-Forschung bisher nur wenig Beachtung gefunden. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Gemeinsamkeiten von Kants und Bacons Denken und kann verständlich machen, warum Kant in der ersten Kritik ausgerechnet mit einem Verweis auf Bacons Instauratio Magna die neue Epoche der Philosophie verkündet. Sowohl Kant als auch Bacons Anliegen war die Erneuerung der Philosophie in Gestalt einer fundamentalen Vernunftkritik. Beide erkannten zudem, dass die Selbstkritik der Vernunft weitreichende Folgen für die Konzeptionen des denkenden und wahrnehmenden Subjekts, für die Methode der Philosophie sowie für die Bestimmung des Endzwecks der Wissenschaften und des menschlichen Lebens haben würde. Die vorliegende Studie widmet sich schließlich auch der Frage, warum Bacon und Kant trotz derartiger Gemeinsamkeiten so unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Hierbei wird gezeigt, warum die Fragestellung Bacons erst in Kants Philosophie zur vollen Entfaltung gelangt.

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Band 155 in dieser Reihe

Ein zentrales Anliegen von Kants Kritik der reinen Vernunft ist die philosophische Begründung der Möglichkeit gegenstandsbezogener Erfahrung. Einbildungskraft und Erfahrung bei Kant zeigt, dass die Einbildungskraft eine sowohl systematische als auch methodische Schlüsselrolle in dieser Begründung spielt, und rekonstruiert Kants Theorie der Einbildungskraft als ein Zentrum seiner Erkenntnistheorie.

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Band 154 in dieser Reihe

The Critique of the Quantum Power of Judgement analyzes the a priori principles which underlie the empirical knowledge provided by quantum theory. In contrast to other transcendental approaches to quantum physics, none of the transcendental principles established by Kant is modified in order to cope with the new epistemological situation that arises with the asumption of the quantum postulate. Rather, by considering Bohr’s views, it is argued that classical concepts provide the mathematical formalism of quantum theory with physical reference through symbolic analogies in the strict Kantian sense.

The main result of the investigation is the determination of the highest principle under which quantum objects are subsumed. This principle states that the conditions of the possibility of the systematic unity of contextual experience are at the same time the conditions of the possibility of quantum objects. Upon this principle rests the possibility of any a priori synthetic knowledge of quantum objects. Therefore, the Critique of the Quantum Power of Judgement yields the prolegomena to any future quantum metaphysics.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2006
Band 153 in dieser Reihe

Diese erste Gesamtbearbeitung zum Thema untersucht historisch-philologisch die Voraussetzungen von Kants Wissen über die Antike und, über bloße Rezeptionsgeschichte hinaus, die Bedingungen, unter denen antike Theorien Eingang in sein Denken finden können. Gegen ein Verständnis Kants als eines Platonikers wird der hellenistischen Philosophie die entscheidende Rolle für sein Denken zugesprochen. Konstanzen und Umbrüche seines Antikeverständnisses werden im Durchgang durch sein Werk herausgearbeitet und ihre Bedeutung für die Forschung beurteilt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2006
Band 152 in dieser Reihe

Die Frage nach der Eigenständigkeit des Ästhetischen ist ein Schlüsselproblem in der aktuellen Debatte. Ein wichtiger Referenzpunkt bleibt dabei die „Kritik der Urteilskraft“, gilt doch Kant bis heute als einer der entschiedensten Gegner einer Vereinnahmung des Ästhetischen durch Theorie. Mit dem Bild eines freien Spiels der Erkenntnisvermögen macht er einen Vorschlag, der durch seine intuitive Plausibilität besticht. Dieses Buch fragt nach der argumentativen Berechtigung für den Spielbegriff und unternimmt eine Auseinandersetzung mit Kant, die über die Brüche seines Texts nicht hinweggeht. Was das Spiel in der Ästhetik soll, so die These der Interpretation, kann sich erst in einem größeren systematischen Rahmen, unter voller Berücksichtigung der praktizistischen Tendenz in Kants Ansatz klären.

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Band 151 in dieser Reihe

In der gegenwärtigen Debatte um die Willensfreiheit ist Kants Freiheitstheorie zu den Akten schlechter Metaphysik gelegt worden. Dabei sind entscheidende Fragen nach wie vor nicht zureichend geklärt: 1. Welchen Freiheitsbegriff nimmt Kant in Anspruch? 2. Welche Funktion kommt diesem Begriff zu? 3. Welchen Beweis erbringt Kant zu seiner Rechtfertigung? Der Autor weist nach, dass Kants Theorie in allen drei Punkten unangemessen repräsentiert worden ist und nimmt die Verhandlungen über ihre systematische Gültigkeit wieder auf.
Bojanowski zeigt, warum eine bestimmte Form moralischer Praxis nicht ohne Kants Begriff der Autonomie als absoluter Freiheit auskommt; er verteidigt diesen Begriff auf der Grundlage von Kants Erkenntniskritik gegen deterministische Moralskepsis. Abschließend erklärt er, warum dieser Begriff nicht an der Möglichkeit moralisch böser Handlungen scheitert, sondern die Rede von moralisch bösen Handlungen erst ermöglicht.

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Band 150 in dieser Reihe

Der Autor legt mit diesem Buch eine Interpretation sowohl der formal- als auch der transzendentallogischen Aussagen Kants zu Begriffen vor. Durch eine textnahe Interpretation unter Berücksichtigung des handschriftlichen Nachlasses weist die Studie nach, dass die Handlungen der Komparation, Reflektion und Abstraktion darin bestehen, eine Vorstellung als Erkenntnisgrund zu verwenden. Diese Interpretation wird mit Kants These verknüpft, dass die synthetische Einheit der Apperzeption der höchste Punkt sei, an den man selbst die formale Logik heften müsse. In Hinblick auf die transzendentale Logik diskutiert der Autor die Entsprechung der Kategorien und Urteilsfunktionen und weist nach, dass die Gültigkeit der Kategorien sich auf das Mannigfaltige einer Anschauung überhaupt erstreckt und nicht auf sinnliche Anschauung eingeschränkt ist.

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Band 149 in dieser Reihe

Kant schreibt an einer Stelle der "Kritik der reinen Vernunft", praktische Freiheit sei "durch Erfahrung, als eine von den Natursachen" erkennbar (B 831). Das scheint im Widerspruch zu allen ,kritischen' Thesen Kants zu stehen. Um die darin steckende Spannung genauer zu erkennen, werden alle Schriften Kants (Werke, Vorlesungsmitschriften etc.) auf das Verhältnis von transzendentaler und praktischer Freiheit hin untersucht. Es zeigt sich, dass Kant den Begriff "praktische Freiheit" auf dreifache Weise verwendet und Teile der ersten Kritik auf vorkritischen Thesen beruhen. Obwohl die besagte Stelle in ihrer Widersprüchlichkeit seit langem bekannt ist, gab es bisher keine gründliche Untersuchung ihrer Bedeutung.

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Band 148 in dieser Reihe

Besteht die Materie aus dem Einfachen oder ist sie ins Unendliche teilbar? Dies ist die Fragestellung der zweiten Antinomie der Kritik der reinen Vernunft. In dieser ersten umfassenden systematischen Untersuchung zur Teilungsantinomie werden ihre Herleitung, die Beweise für Thesis und Antithesis sowie die Auflösung analysiert. Erörtert werden dabei auch die entwicklungsgeschichtlichen und historischen Dimensionen des Themas unter Berücksichtigung gegenwärtiger naturphilosophischer Probleme. Die Studie zeigt, dass die Teilungsantinomie zwar einerseits Metaphysikkritik ist, aber gleichwohl ein für Kants Transzendentalphilosophie positives Resultat erzielt: Die Auflösung der Antinomie stellt zum einen eine konzeptionelle Schärfung von Realismus und Idealismus sowie des transzendentalen Erscheinungsbegriffes dar. Zum anderen zeigt sie, dass die Struktur der Materie durch apriorische Bestimmungsleistungen von Vernunft und Verstand bedingt ist. Diese Erkenntnisse haben nicht nur für das Kant'sche Unternehmen einer apriorischen Begründung der Naturwissenschaften, sondern auch für das Problem der Seele höchste Relevanz.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2005
Band 147 in dieser Reihe

Der Autor verteidigt Kant gegen den in der Forschung etablierten Vorwurf, bei seinem "System der transzendentalen Ideen" handele es sich um einen allzu künstlichen und vor allem missglückten Versuch, tradierte Probleme der metaphysica specialis in seine eigene Theorie der Erkenntnisvermögen einzubetten. Kant gelingt aber im Rahmen seiner Annahmen die subjektive Deduktion dieser Begriffe vom Unbedingten. Zudem bilden die transzendentalen Ideen ein rekonstruktionsfähiges "System", welches sich harmonisch auf das der Kategorien beziehen lässt.

Mit seiner Studie korrigiert Klimmek die bisher in der Kant-Forschung gezeichneten Bilder vom systematischen Aufbau und der Tiefenstruktur der "transzendentalen Dialektik" der "Kritik der reinen Vernunft" in wichtigen Aspekten.

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Band 146 in dieser Reihe

Im Gegensatz zu gängigen Interpretationen der Kant'schen Rechtslehre zeigt Rainer Friedrich, dass Kant die Notwendigkeit eines öffentlich-rechtlichen Zustandes nicht aus dem natürlichen Eigentumsrecht ableitet. Stattdessen bildet allein das angeborene Menschenrecht der Freiheit die subjektiv-rechtliche Grundlage des Staates.

Die textnahe Analyse zieht neben den Vorarbeiten zur Rechts- und Tugendlehre sowie Kants einschlägigen Vorlesungen auch zeitgenössische Kommentare heran. Schwerpunkte der Untersuchung bilden die der Rechtslehre zugrunde liegende Pflichtensystematik, Kants Lehre der subjektiven Rechte, die Lehre der ursprünglichen Erwerbung und die Bedeutung des allgemeinen Willens für das Privatrecht sowie der Übergang vom Privatrecht zum öffentlichen Recht.

Rainer Friedrich legt eine kohärente, historisch und systematisch angelegte, Rekonstruktion von Kants Vernunftrecht vor.

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Band 145 in dieser Reihe

Karin Michels Werk hebt sich von der bisherigen Literatur zum Thema deutlich ab, indem sie zeigt, dass Kants Zeittheorie nicht ohne seine Theorie des Raumes und seine Idealismuskritik verständlich zu machen ist. Die Autorin legt eine Rekonstruktion von Kants Beweis der genuinen Subjektivität der Zeit vor. Sie berücksichtigt dabei Beweisform sowie Beweisinhalt und setzt sich außerdem durchgehend mit Kant-Kommentatoren und -kritikern auseinander. Verständlich wird dadurch nicht nur Kants radikaler Neuansatz in der Zeitphilosophie, sondern auch die Bedeutung des Beweises für sein Gesamtprojekt der Vernunftkritik.

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Band 144 in dieser Reihe

Ziel dieser Studie ist es, die Bedingungen der Möglichkeit einer objektiven und zugleich kritischen Theorie der Gesellschaft darzustellen. Als Grundlagen dienen dem Autor Kants theoretische und praktische Philosophie, insbesondere das Verhältnis der Natur- und Freiheitsbegriffe in dessen drei Kritiken.

Die Diskussion der theoretischen Konzeption von Horkheimers und Adornos Kritischer Theorie vor dem Hintergrund der Philosophie Kants führt in Richtung einer Theorie der Gesellschaft, die beiden Forderungen gerecht wird: der nach Objektivität sowie der nach der Möglichkeit einer moralischen Beurteilung des Gegenstandes der Theorie.

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Band 143 in dieser Reihe

Entgegen der üblichen Kantauslegung, die Frage nach Gott stelle sich für Kant erst innerhalb der Moralphilosophie, zeigt die Rekonstruktion der Grundstrukturen von Kants Theoretischer Philosophie, dass diese Frage sich bereits aus der Erkenntnistheorie und Ontologie ergibt.

Man habe nämlich - so Kant - die Grenzen des Wissens zu bedenken, um dem Glauben Platz zu schaffen. Durch die Reflexion auf diese Grenzen, und das heißt letztlich: durch Reflexion auf sich selbst als erkennendes Subjekt, entspringt das religiöse Gefühl, so dass Menschwerdung und Gottwerdung miteinander korrelieren.

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Band 142 in dieser Reihe

Entwürfe einer Ethik des guten Lebens haben zur Zeit Konjunktur. Sie verstehen sich in der Regel als Gegenentwürfe zur so genannten Pflichtethik Kants, in der die Frage nach dem Lebensglück keinen Platz zu finden scheint. Beatrix Himmelmann zeigt, wie viel Kant zu dem angeblich verbannten Thema des Glücks zu sagen hat. Sie gibt eine historische und systematische Gesamtdarstellung der Ethik Kants, ortet darin den Glücksbegriff, der zentraler ist als üblicherweise angenommen, und zeigt schlüssig, warum jüngere Diskussionen zur Frage nach dem guten Leben nicht bis auf die antike Philosophie zurückgehen müssen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2003
Band 141 in dieser Reihe

Paul Natterers systematischer Kommentar zur Kritik der reinen Vernunft schließt eine in der Kant-Forschung seit langem bestehende Lücke. Er beruht auf der Auswertung der gesamten deutschen und angelsächsischen Literatur zur Kritik seit 1945.

Der Einfluß des Kantischen Denkens auf die Gegenwartsphilosophie ist ungebrochen. Der Autor macht es sich zur Aufgabe, dessen Leistungsfähigkeit im einzelnen zu überprüfen. Er tut dies insbesondere mit Blick auf die Kognitionswissenschaft und die Philosophie des Geistes: Entstanden ist somit eine systematische Evaluation der Kritik der reinen Vernunft als Metatheorie der interdisziplinären Kognitionsforschung der Gegenwart.

In diesem Zusammenhang legt Natterer erstmals eine detaillierte Aufarbeitung der Systemstellen von empirischer Psychologie, formaler Logik und allgemeiner Metaphysik in der Kantischen Theorie der Kognition vor. In wissenschaftshistorischer Perspektive leistet er darüber hinaus einen Abgleich der Kritik der reinen Vernunft mit den antiken, scholastischen und neuzeitlichen Traditionen, in denen das Kantische Denken sich verorten läßt.

Übersichten, Register und die Strukturierung in 36 kompakte Kapitel bieten einen schnellen methodischen Zugriff auf die umfangreiche und vielschichtige Materie.

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Band 140 in dieser Reihe

Ausgangspunkt für die vorliegende Untersuchung ist Becketts Roman Molloy und die Frage, wie durch dieses Werk ein besonderes mit seiner Darstellung der Bedeutungslosigkeit verbundenes Empfinden, nämlich das des Erhabenen, evoziert wird.

Kants Theorie des Erhabenen wird im Rahmen seiner ästhetischen und moralischen Theorien interpretiert, um einen Weg aufzuzeigen, wie der Allgemeingültigkeitsanspruch ästhetischer Urteile verstanden werden kann. Nach Kant soll die Beurteilung des Erhabenen der Moral dienen, aber er selbst stellt die Verbindung nicht her; deswegen wird eine Theorie des Beitrags des ästhetischen Urteils zur Bildung eines moralischen Charakters entwickelt. Es wird argumentiert, daß für Kant die Kunst, einschließlich der Erzählkunst wie zum Beispiel der Roman, erhaben sein kann.

Die Relevanz der Kantschen Theorie des Erhabenen für moderne Kunstwerke wird aufgezeigt, und die Anwendung dieses Kantschen Rahmens wirft ein neues Licht auf die Diskussion über die moralischen Aspekte von Becketts literarischem Schaffen. Nach dieser Darstellung ist Molloy ein erhabenes Kunstwerk, das trotz seines amoralischen Inhalts der moralischen Erbauung der Leser dienen kann.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2002
Band 139 in dieser Reihe

Der Widerspruch, den Kant in der Kritik der praktischen Vernunft unter den Titeln "Dialektik" und "Antinomie der praktischen Vernunft" beschreibt, wurde bisher sehr unterschiedlich verstanden. Das Buch dokumentiert zum ersten Mal die enorme Vielfalt der divergierenden Deutungen und bietet eine textorientierte Analyse der Antinomie und ihrer Auflösung, die in vielen Aspekten heute weithin akzeptierten Auslegungen und Bewertungen widerspricht. Die Arbeit zeigt, daß die Antinomie erst möglich wurde, nachdem Kant noch nach 1781 wichtige Korrekturen an den Prinzipien der sittlichen Verpflichtung und Triebfeder vorgenommen hatte. Sie macht deutlich, daß die Antinomie der praktischen Vernunft sich in ihrer Struktur und Funktion charakteristisch von den Antinomien in der Kritik der reinen Vernunft unterscheidet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2000
Band 138 in dieser Reihe

Philosophie fragt nach dem Verhältnis von Sein und Denken, von Dasein und Bestimmung. Der frühe Kant begegnet diesem Grundproblem der Philosophie in der Form, wie sie durch die rationalistische Schulmetaphysik geprägt wurde. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Dasein keine Bestimmung, kein Prädikat ist, sondern die absolute Position einer Sache, greift er in die onto-theologische Diskussion seiner Zeit ein und entwickelt aus der Differenzierung zwischen Real- und Erkenntnisgründen seinen eigenen philosophischen Ansatz.

Der Autor zeichnet Kants Ringen um diese philosophische Grundproblematik von den vorkritischen Schriften bis zu den Kritiken auf. In einem Exkurs beschäftigt er sich mit dem Opus postumum sowie mit der Wiederkehr des Ansatzes in Schellings Spätphilosophie und ihrer Wendung zum unvordenklichen Sein.

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Band 137 in dieser Reihe
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Band 136 in dieser Reihe

Der Systembegriff in Kants Konzeption der apriorischen Erkenntnisformen ist ein organologischer. Einem so gedachten System wesentlich ist die Einheit des Zwecks. Erkenntnistätigkeit transzendentaler Subjektivität ist mithin zielgerichtetes selbstorganisiertes Tun mit dem Erfahrungsurteil als seinem Telos. Die vorliegende Untersuchung unternimmt es, diese Grundeinsicht zur Deutung der wesentlichen Glieder transzendentaler Erkenntniskonstitution, d.h. der reinen Anschauungsformen und der Kategorien, fruchtbar zu machen.

Erfahrung in diesem forcierten Verständnis ist lebendiger Selbstvollzug eines selbst in seinen theoretischen empirischen Urteilen verantwortlichen Subjekts. Letztlich ist diese Tätigkeit sogar als Praxis im moralischpraktischen Sinn zu deuten.

Diese Ergebnisse extrapolieren Thesen, die bei Kant selbst zuweilen verdeckt und manchmal sogar konterkariert sind, weshalb gelegentlich mit Kant gegen Kant argumentiert werden muß. Sie bringen auch Aspekte hervor, die von der gängigen Kant-Rezeption nicht thematisiert oder von dieser in den Schriften Kants bisher vermißt wurden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2000
Band 135 in dieser Reihe

Obwohl Kant die Quelle der Grundbegriffe unserer Erkenntnis im Verstande sieht, ist bis heute umstritten, ob er auf das Denkvermögen oder auf die Einheit aller Erkenntniskräfte abzielte. Mit seiner Analyse der vorkritischen Schriften und der Kritik der reinen Vernunft sucht der Autor diese Fragen zu klären. Zudem erläutert er das System dieser Begriffe.

Im Unterschied zu anderen Interpreten, die den Ursprung der Kategorien in der Einheit der Apperzeption (wie die nachkantischen Idealisten, Cohen, Henrich usw.) oder in der Einbildungskraft als Wurzel aller Vermögen (Heidegger) setzen und diese Lehren Kant selber zuschreiben, entfaltet der Verfasser das System dieser Begriffe aus der Beziehung der Apperzeption auf die Einbildungskraft und sondert seinen Versuch als eigenständige Entfaltung einer Kantischen Möglichkeit von dem Werk des Denkers methodisch ab.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1999
Band 134 in dieser Reihe

Erstmalig werden in diesem Buch alle vier von Kant formulierten Antinomien der reinen Vernunft zusammenhängend mit formallogischen Mitteln untersucht und ihre Gültigkeit aus der Perspektive der modernen Naturwissenschaft und Naturphilosophie kritisch beurteilt.

Zunächst rekonstruiert der Verfasser ausführlich die "metaphysische Deduktion" der transzendentalen und der kosmologischen Vernunftideen. Sodann wird Kants Lehre von den Antinomien der reinen Vernunft in den Kontext seiner theoretischen Philosophie eingeordnet; die philologische und formallogische Analyse der vier Antinomien schließt sich an. Unter Einbeziehung moderner naturwissenschaftlicher und naturphilosophischer Ergebnisse präsentiert der Autor abschließend eine systematische Beurteilung der Kantischen Argumentation.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band 133 in dieser Reihe

Die Arbeit untersucht das Noumenon, das geistige Wesen der Religion. Ausgehend von der praktischen Philosophie Kants wird gezeigt, dass dieses Noumenon, verstanden als symbolisch-indirekte Weise, die Welt zu verstehen, jedem - auch dem atheistisch orientierten - Menschen vertraut ist, der sich bemüht, ein gutes und integres Leben zu führen.

Den normativ-kritischen Begriff der Religion erarbeitet der Autor in drei Schritten: Zunächst werden zentrale Aporien der praktischen Philosophie Kants (Postulatenlehre, Theorie des höchsten Gutes) anhand des synthetisch-praktischen Satzes a priori rekonstruiert und aufgehoben. Im zweiten Teil werden diese Aporien zu weiteren Theoremen der praktischen Philosophie Kants ins Verhältnis gesetzt, um die Bedeutung der Religion für das praktische Bewusstsein auszuschöpfen. Im dritten Teil wird der systematisch gewonnene Begriff der Religion fortbestimmt zu einem kritisch-normativen Konzept phänomenaler Religion. Diese Konkretisierung macht das Noumenon Religion gegenüber bloßer Vernunftreligion zum konkret-allgemeinen Begriff.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band 132 in dieser Reihe
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Band 131 in dieser Reihe
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Band 130 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1997
Band 129 in dieser Reihe
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Band 128 in dieser Reihe
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Band 127 in dieser Reihe
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Band 126 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1991
Band 125 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1990
Band 124 in dieser Reihe
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Band 123 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1990
Band 122 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1987
Band 121 in dieser Reihe
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Band 120 in dieser Reihe
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Band 119 in dieser Reihe
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Band 118 in dieser Reihe
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Band 117 in dieser Reihe
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Band 116 in dieser Reihe
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Band 115 in dieser Reihe
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Band 114 in dieser Reihe
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Band 113 in dieser Reihe
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Band 112 in dieser Reihe
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Band 111 in dieser Reihe
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Band 110 in dieser Reihe
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Band 109 in dieser Reihe
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Band 108 in dieser Reihe
Buch Noch nicht erschienen 2025
Band 233 in dieser Reihe

Nachdem Kant seine Moralphilosophie in den beiden Grundlegungsschriften der 1780er Jahre – der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten von 1785 und der Kritik der praktischen Vernunft von 1788 – zunächst nur begründet hat, arbeitet er diese in der Metaphysik der Sitten (1797) zum System aus. Im Zentrum der drei Einleitungen des Werkes steht dabei die Opposition von Rechtspflichten und Tugendpflichten. Daneben differenziert Kant nunmehr aber auch die Gesetzgebung der reinen praktischen Vernunft in eine juridische und eine ethische; dieser Differenzierung verdankt die Spätschrift ihre Zweiteilung in Recht und Ethik. 

Die beiden Unterscheidung sind keineswegs identisch. Entspringen doch Kant zufolge Rechtspflichten sowohl der juridischen als auch der ethischen Gesetzgebung, während Tugendpflichten allein in der ethischen Gesetzgebung wurzeln. Allerdings sind die Kriterien, welche Kant bemüht, um Rechts- und Tugendpflichten voneinander abzugrenzen, teilweise dieselben wie die, anhand derer er die juridische und ethische Gesetzgebung voneinander abhebt. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie diese für Kants System der Moralphilosophie zentralen Unterscheidungen zu verstehen sind, wie Kant sie begründet und wie sie zusammenhängen.

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