Islamkundliche Untersuchungen
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Die Reihe Islamkundliche Untersuchungen (IU) wurde 1969 vom Klaus Schwarz Verlag gegründet. Seitdem hat sie sich zu einem der wichtigsten Publikationsorte für Islam- und Nahoststudien entwickelt. Mit mehr als 350 Bänden deckt sie eine große Bandbreite von frühislamischen bis zu zeitgenössischen Themen ab und behandelt ein breites Spektrum an Themen aus den Bereichen Geschichte, Kultur und Sozialwissenschaften. Mit einem regionalen Fokus, der muslimisch geprägte Gesellschaften in Westasien und Nordafrika sowie benachbarte Regionen und Migrationskontexte umfasst, fördert die IU-Reihe Forschung, die sich auf Primärquellen aus diesen Regionen stützt und sich kritisch mit der Wissensproduktion in diesem Bereich auseinandersetzt.
IU veröffentlicht Monografien, Sammelbände, wissenschaftliche Editionen und Übersetzungen aus den Originalsprachen, Sammlungskataloge und weitere Formate. Wir begrüßen Beiträge aus verschiedenen Disziplinen (islamische Theologie, Geschichte und Philologie, Politik- und Sozialwissenschaften, Anthropologie, Religionswissenschaft usw.), darunter auch Erstveröffentlichungen, z. B. überarbeitete Dissertationen oder Habilitationen. Wir akzeptieren Manuskripte in Englisch, Deutsch, Französisch und gelegentlich auch in anderen Sprachen.
Für Einsendungen wenden Sie sich bitte an den Acquisitions Editor Torsten Wollina (torsten.wollina@degruyterbrill.com).
Information zu Autoren / Herausgebern
Dr. Björn Bentlage, University of Bern
Prof. Dr. Lisa Maria Franke, Ghent University
Prof. Dr. Barbara Henning, Hamburg University
Dr. Dženita Karić, University of Amsterdam
PD Dr. Georg Leube, University of Bayreuth
Hedwig Klein was a brilliant scholar of Islam whose life and career were tragically cut short by the Holocaust. Born in Antwerp in 1911 and raised in Hamburg, Klein studied at the University of Hamburg under Rudolf Strothmann, Walter Windfuhr, Arthur Schaade, and others from 1931 until 1935. In 1937, she earned the highest possible grades for her oral exams and her doctoral dissertation, an edition of a historical Ibāḍī text. But her dream of an academic career was shattered in 1938 when she was barred from receiving her doctoral degree on account of being Jewish. As the grip of Nazism tightened, Klein’s life took a tragic turn. She secured a visa for India in 1939 and left Hamburg, but her hope of escape was cruelly dashed when her ship was ordered to return to Germany because of the imminent outbreak of World War II. Trapped in Hamburg, Klein found herself without prospects for survival or escape. For a few months in 1941–42, she worked on the Harrassowitz project to compile a dictionary of modern Arabic, but her fate was sealed. On July 11, 1942, Klein was deported to Auschwitz, where she was likely murdered upon arrival. In 1947, five years after her death, she was awarded the doctoral degree she had been denied. On August 10, 1951, she was officially declared dead.
Klein’s story has sparked renewed interest since the early 2000s. This interest has focused on her involvement in the Harrassowitz dictionary project, eventually published as Hans Wehr’s Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart, and on the dictionary’s alleged connection to efforts to produce an authorized Arabic translation of Hitler’s Mein Kampf.
Drawing on archival material from Germany, Israel, Belgium, the Netherlands, the United Kingdom, the United States, Switzerland, and elsewhere, this study uncovers Klein’s biography, including her family background, her upbringing, and her contribution to scholarship, in order to honor her legacy and address misconceptions about her work. It also reconstructs the early history of Wehr’s dictionary and Klein’s contribution to it in great detail to demonstrate that the dictionary project was unrelated to earlier endeavors to translate Mein Kampf into Arabic.
Der vorliegende dritte Band der Gesamtbibliographie Dreihunderdreißig Jahre Wissenschaft zu Qur’an und Islam umfasst Einträge aus den Jahren 2005 bis 2024.
Die Gesamtbibliographie besteht aus vier Bänden und verzeichnet knapp zwanzigtausend Einträge aus den Jahren 1694 bis 2024 (plus Nachträge).
Die Einträge sind konsequent chronologisch angeordnet und wurden sämtlich im Autopsie-Verfahren überprüft. Sie enthalten neben vollständigen Autornamen und Titeleinträgen detaillierte Informationen zum Gegenstand und zum Publikationsort. Sämtliche Einträge sind ins Deutsche übersetzt und kommentiert. Komplimentiert werden sie durch ein Register, das im vierten Band geliefert wird.
Diese Bibliographie stellt für die Forschung ein unverzichtbares Standardwerk dar.
Der vorliegende zweite Band der Gesamtbibliographie Dreihundertdreißig Jahre Wissenschaft zu Qur'ân und Islam umfasst Einträge aus den Jahren 1975 bis 2004.
Die Gesamtbibliographie besteht aus vier Bänden und verzeichnet knapp 20.000 Einträge aus den Jahren 1694 bis 2024 (plus Nachträge). Es folgen im dritten Band Einträge aus den Jahren 2005 bis 2024. Die Einträge sind konsequent chronologisch angeordnet und wurden sämtlich im Autopsie-Verfahren überprüft. Sie enthalten neben vollständigen Autornamen und Titeleinträgen detaillierte Informationen zum Gegenstand und zum Publikationsort. Sämtliche Einträge sind ins Deutsche übersetzt und kommentiert. Komplimentiert werden Sie durch ein Register, das im vierten Band geliefert wird.
Diese Bibliographie stellt für die Forschung ein unverzichtbares Standardwerk dar.
Der vorliegende erste Band der Gesamtbibliographie Dreihundertdreißig Jahre Wissenschaft zu Qur’ān und Islam umfasst Einträge aus den Jahren 1694 bis 1974.
Die Gesamtbibliographie besteht aus vier Bänden und verzeichnet knapp zwanzigtausend Einträge aus den Jahren 1694 bis 2024 (plus Nachträge). Es folgen als zweiter Band Einträge aus den Jahren 1975 bis 2004 und als dritte Band Einträge aus den Jahren 2005 bis 2024.
Die Einträge sind konsequent chronologisch angeordnet und wurden sämtlich im Autopsie-Verfahren überprüft. Sie enthalten neben vollständigen Autornamen und Titeleinträgen detaillierte Informationen zum Gegenstand und zum Publikationsort. Sämtliche Einträge sind ins Deutsche übersetzt und kommentiert. Komplettiert werden Sie durch ein Register, das im vierten Band geliefert wird.
Diese Bibliographie stellt für die Forschung ein unverzichtbares Standardwerk dar.
The banishment and murder of Sheikh Said Barzanji who was the family head of Sadaat al-Barzanjiyya as the most influential religious organization of region, created a critical threshold in the history of Mosul. As the urban shootout on January 5 turned into a provincial bloodshed, Kurdish Sayyids, tribes and religious orders consolidated and revolted against the Ottoman authorities. Governors who were polarized as Anti Sâdât and Pro Sâdât allegedly misconducted their offices and misguided the authorities of law enforcement and judiciary.
By overcoming the historical rupture between Ottoman Mosul and Modern Iraq, the book introduces an analytical framework to associate the origins of collective violence and ethnic fragmentation experienced in today’s Iraq with the past.
Im Kosmos, der nach islamischer Glaubenslehre ununterbrochen durch Allah geschaffen wird, verhält man sich am besten, wenn man auf alle ichbezogenen Regungen verzichtet und zum Gottesfreund wird. Was das für den Einzelnen und die Gesellschaft bedeutet, wird anhand der Schriften ʿAbd al-Wahhāb aš-Šaʿrānīs analysiert. So entsteht ein einzigartiges Bild muslimischer Weltdeutung und Daseinsbewältigung, dessen Grundzüge bis heute gültig sind.
Die Vorstellung, dass die Welt aus sich selber erklärbar sei, ist für das europäische Denken eine Selbstverständlichkeit, die die Deutung des Menschseins einschließt. Anders im Islam: Der Koran verkündet Allah als den einen niemals ruhenden Gestalter des Kosmos und des Schicksals des Menschen. Anhand von zahlreichen Quellen legt der Autor dar, wie diese Glaubenswahrheit in der Geschichte des islamischen Menschenverständnisses interpretiert wurde.
Recentering the Sufi Shrine is a study of ritual, Sufi eschatology, and vernacular theopoetics of pilgrimage to Sufi shrines in the Indus region of Pakistan. The book examines the distinction between two different ritual contestations over pilgrimage to Sufi tombs: (1) an exposition of Ṭariqa-i Muhammadiyya’s millenarian Scripturalist reform of Sufism, and (2) Bulleh Shah’s (d. 1767) vernacular Sufism, a hard-hitting Sufi-poet of textual ("bookish") knowledge of religious scholars. This is the first work examining the legal theology of ritual intervention in using scripture to regulate the resurrected bodies of saints, on the one hand, and the ritual metaphysics of presence in understanding the significance and meaning of Sufi shrines, on the other.
Der Band ist das Ergebnis des Projekts „Islamische Lernkulturen", einer Kooperation zwischen den Universitäten Erlangen und Bayreuth. Die Forschung der Arbeitsgruppe ist von der Grundannahme geleitet, dass Formen und Funktionen der Unterrichtung islamischer Theologie nicht bereits in ihr selbst angelegt sind, sondern vor dem Hintergrund der breiteren geistigen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ausdifferenziert werden. Die Beiträge beleuchten die Lehr- und Lernformen islamischer Theologie in Geschichte und Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen sollen dadurch die unterschiedlichen Kontexte, Ressourcen und Praktiken der theologischen Unterweisung und des Lernens herausgearbeitet werden, zum anderen wird ein Beitrag zur Herausbildung eines reflektierten Selbstverständnisses der Islamischen Theologie in Deutschland geleistet. Dabei kommen muslimische Theologinnen und Theologen unterschiedlichster Ausrichtung ebenso zu Wort wie Islam- und Sozialwissenschaftler/innen. In unterschiedlichen Fallstudien werden Grundlagen von Bildung und Wissen, die Übertragbarkeit islamischer Lehr- und Lernkulturen in das deutsche Wissenschaftssystem, Formen und Funktionen des neuen Faches sowie (politische) Erwartungen daran thematisiert.
Thema der Monographie sind Genese, Aufbau und Methode des schiitischen Korankommentars al-Mīzān fī tafsīr al-Qurʾān des iranischen Gelehrten ʻAllāma Saiyid Muḥammad Ḥusain Ṭabāṭabāʼī (gest. 1981). Obwohl sich al-Mīzān im Rahmen etablierter Traditionen der Koranexegese bewegt, vertritt er bei der Definition von tafsīr und taʼwīl eine spezifische, den herrschenden Lehrmeinungen diametral widersprechenden Auffassung.
Mit Hilfe der Untersuchung eines historischen Kadiamtsregisters soll die mikropolitische und -soziale Situation der nordmesopotamischen Stadt Mardin im 18. Jahrhundert genauer beleuchtet werden.
Die vollständige Transliteration und Übersetzung des Kadiamtsregisters von Mardin 247 und der Versuch, anhand der thematisch weitgefächerten Texte die multiethnisch geprägte Region genauer zu untersuchen, liefert nicht durchweg Lösungen und Erklärungen, aber durchaus Einsichten, Anregungen und Bausteine für weitere Untersuchungen. Diese Arbeit stellt im nicht-türkischsprachigen Raum einen Meilenstein in der Untersuchung von osmanischen Quellen dar, die in jüngster Zeit vor allem im türkischen Raum stark vorangetrieben wird. Besonders im Bereich der mikrohistorischen Einordnung und systematischen Analyse der Quelle sind hier allerdings noch viele Lücken zu schließen. Als bemerkenswerte Neuerung in der Quellenforschung ist in dieser Arbeit die Prosopographie hervorzuheben, die einen wertvollen Beitrag zu weitergehenden biographischen Erkenntnissen liefert.
Das Kadiamtsregister von Mardin 247 ist bislang einer umfassenden systematischen Untersuchung noch nicht unterzogen worden, womit die vorgelegte Untersuchung Originalität beansprucht.
Qāsim b. Ṣalāḥaddīn al-Ḫānīs mystischer Text As-Sayr wa-s-sulūk ilā malik al-mulūk zur Seelenlehre und Seelenerziehung gilt als ein Schlüsselwerk zur sufischen Bildung. Er erreichte im osmanischen Herrschafts- und Einflussgebiet schnell überregionale Verbreitung, erlebte seinen literarischen Durchbruch als Lehrbuch im 18. Jahrhundert und nahm als Standardwerk der islamischen Mystik einen festen Platz in der Ordensliteratur der Sufis ein.
Die Autorin zeigt an diesem Text exemplarisch auf, welche Vorstellungen, Lehren und Prinzipien im 17. Jahrhundert in Aleppiner Sufi-Kreisen vertreten wurden, hinterfragt die Gründe für die Popularität sowie den starken Einfluss dieses sufischen Lehrwerks und erschließt seine Verbreitungsgebiete und Leserschaft. Ihre umfassende Analyse veranschaulicht, auf welche Weise und aus welchen Gründen dieses Werk seine Wirkung bis in die Moderne hinein bewahren konnte.
Interwoven with this analysis are childhood memories and life stories recounted by the Pashto speakers interviewed by the author. All interviewees were ordinary people leading ordinary lives – traders, cobblers, tea boys, farmers and porters. Their stories provide a voice to the Pashto speaking migrants themselves and give the reader a fascinating insight into their lives.