Zusammenfassung Aus den beiden Aufgaben der Schule - Sozialisation und Selektion - ergeben sich zwei zentrale Bezugspunkte für die pädagogische Tätigkeit des Lehrers. In diesem Aufsatz wird auf breiter empirischer Grundlage dargelegt, wie sich die Lehrer mit diesen beiden Aufgaben auseinander setzen. Dabei wird aufgezeigt, daß die Lehrer sehr unterschiedliche Aufgabenbestimmungen ihrer pädagogischen Tätigkeit vornehmen. Diese Unterschiede werden vor allem auf die Fachrichtung und die Schulart zurückgeführt. - Über die Prozesse der Sozialisation und Selektion sind die Schule und die pädagogische Tätigkeit des Lehrers mit der Gesellschaft verbunden. Deshalb werden neben pädagogischen Arbeitsorientierungen übergeordnete gesellschaftliche Deutungsmuster der Lehrer untersucht. In diesen gesellschaftlichen Deutungsmustern kommt zum Ausdruck, in welcher Weise die Lehrer die gesellschaftliche Wirklichkeit wahrnehmen und interpretieren, auf die sie die heranwachsende Generation vorbereiten. Durch die Verknüpfung der gesellschaftlichen Deutungsmuster mit der pädagogischen Aufgabenbestimmung kann die Art und Richtung des inneren Zusammenhangs zwischen den pädagogischen Arbeitsorientierungen und dem gesellschaftlichen Bewußtsein der Lehrer aufgezeigt werden.
Contents
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Publicly AvailableZur Strukturanalyse von primären UmweltenMay 20, 2016
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Publicly AvailableZur gesellschaftlichen Konstruktion abweichenden Verhaltens: Möglichkeiten und Grenzen der Labeling-PerspektiveMay 20, 2016
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May 20, 2016
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May 20, 2016
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