Zusammenfassung Die beiden Askariden-Spezies Toxocara canis (Hundespulwurm) und T. cati (Katzenspulwurm) leben als Adulte im Dünndarm von Hund und Fuchs bzw. der Katze. Durch orale Aufnahme infektionstüchtiger Toxocara -Eier aus den Fäzes von Hund, Fuchs und Katze kann auch der Mensch die Infektion erwerben. Die im Dünndarm des Menschen schlüpfenden Wurmlarven können über den Pfortaderkreislauf, über Herz, Lunge und den großen Blutkreislauf in alle Organe des Menschen gelangen. In den meisten Fällen verläuft die Infestation klinisch inapparent oder subklinisch, in anderen Fällen kann es zu klinischen Manifestationen sehr unterschiedlicher Art kommen: Larva migrans visceralis-Syndrom (VLM), okuläres Larva migrans-Syndrom (OLM), inapparente Toxokarose, gemeine Toxokarose, zerebrale Toxokarose. Die Laboratoriumsdiagnostik der Toxocara -Infestationen basiert auf dem Nachweis spezifischer Antikörper mittels ELISA und Western Blot, doch stehen zudem auch Verfahren zum Nachweis von zirkulierendem Antigen oder Antigen in situ zur Verfügung. Die PCR hat in der Routinediagnostik (noch?) keine Bedeutung. Die Vielfalt der durch Toxocara -Larven ausgelösten Symptome ist Anlass, diese Helminthose bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern unklarer Genese differentialdiagnostisch einzubeziehen. Der ausführlichen Darstellung der laboratoriums-diagnostischen Methoden wird ein kurzer Überblick über Biologie, Vorkommen und Häufigkeit der Erreger, Pathogenese und Klinik sowie über die Möglichkeiten der Therapie vorangestellt. Hinweise auf andere Askariden-Arten, die beim Menschen ähnliche Erkrankungen auslösen können, ergänzen diese Übersicht.
Contents
-
March 13, 2006
-
March 13, 2006