Home Technology Konzept zum Nachweis der Eignung von Härteprüfmaschinen*
Article
Licensed
Unlicensed Requires Authentication

Konzept zum Nachweis der Eignung von Härteprüfmaschinen*

  • Eduard Schenuit , Jürgen Altmann , Jürgen Baumann , Peter Beisel , Jürgen Berthold , Holger Frenz , Edmund Frost , Arnold Horsch , Dirk-Michael Rupp and Dieter Schwenk
Published/Copyright: May 26, 2013
Become an author with De Gruyter Brill

Kurzfassung

Der Fachausschuss 3.23 “Härteprüfung” in der VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) hat Möglichkeiten zur Bestimmung einer Eignung von Härteprüfmaschinen auf Basis der üblichen Methoden bei der dimensionalen Messtechnik geprüft und auch die im Anhang G der ISO 6508-1 vorgeschlagenen Berechnungen zur Messunsicherheit betrachtet. Es wurden Ringversuche an Rockwell- Härteprüfmaschinen durchgeführt und ausgewertet. Auf der Basis der Ergebnisse werden Vorschläge für ein Konzept zum Nachweis der Eignung von Härteprüfmaschinen diskutiert. Unter Eignung einer Härteprüfmaschine wird die Eigenschaft der Härteprüfmaschine verstanden, bei Wiederholungsmessungen unter Laborbedingungen (idealen Bedingungen) Messergebnisse zu erzielen, die einer bestimmten, vorgegebenen Prüfaufgabe (vorgegebene Toleranz) unter Berücksichtigung der Messunsicherheiten genügen.

Abstract

The Technical Committee 3.23 “Hardness Testing” within the Association of German Engineers (VDI) checked possibilities determining a suitability of hardness testing machines based on commonly accepted methods used in dimensional metrology. The evaluation of the uncertainty of measurement proposed in Annex G of the ISO 6508-1 (Rockwell method) was considered as well. Round robin tests with Rockwell hardness testing machines were performed and analysed. Based on these results, a proposal for a concept is being discussed demonstrating evidence of suitability of hardness testing machines. The suitability of hardness testing machines refers to the characteristic of the hardness testing machine performing repetition measurements under laboratory conditions (ideal conditions) with test results, which satisfy defined, given testing tasks (i.e. given tolerances) taking into account the uncertainty of measurements.


*

Dieser Beitrag erschien bereits im Tagungsband Werkstoffprüfung

Dr. rer. nat. Eduard Schenuit, geb. 1956, ist Branchenmanager für den Bereich Metall bei der Zwick GmbH & Co. KG in Ulm und stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses Härteprüfung im Fachbereich Fertigungsmesstechnik der VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) in Düsseldorf. Nach dem Studium der Physik in Bonn und Hamburg war er für Hersteller von Prüfgeräten und -maschinen zur mechanisch-technologischen Werkstoffprüfung in verschiedenen Funktionen im Bereich Marketing und Vertrieb tätig.

Dipl.-Ing. Peter Beisel, Jahrgang 1956, studierte Maschinenbau an der Universität Karlsruhe und war danach Entwicklungsingenieur bei Amsler Otto Wolpert Werke in Ludwigshafen. Seit 1997 ist er Gesellschafter/Geschäftsführer bei KB Prüftechnik GmbH in Hochdorf-Assenheim.

Dipl.-Ing. Jürgen Berthold, Jahrgang 1965, studierte Automatisierungstechnik an der Fachhochschule Bochum und war als Bereichsleitung Service beschäftigt bei der Leymann GmbH in Langenhagen, beschäftigt im Projekt-/Produktmanagement Schraubtechnik der Schatz AG in Remscheid und beschäftigt als Bereichsleitung Schraubmontage bei der Stark Industrietechnik GmbH in Unna. Heute ist er als Projektleitung/wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt beim Verein Deutscher Ingenieure e.V. VDI in Düsseldorf.

Prof. Dr.-Ing. Holger Frenz, Jahrgang 1961, studierte an der TU Braunschweig Maschinenbau und Werkstoffkunde. Von 1987 bis 1997 war er in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tätig, zuletzt als Laborleiter. Seit 1997 ist er Professor für Prüftechnik an der Westfälischen Hochschule am Standort Recklinghausen. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind das Qualitätsmanagement in Prüflaboratorien und zugehörige Akkreditierungsverfahren. Zurzeit ist er Vorsitzender des Sektorkomitees Werkstofftechnik der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Dipl.-Ing. Edmund Frost, Jahrgang 1958, studierte von 1980 bis 1985 Werkstofftechnik und war von 1985 bis 1989 wissenschaftlicher Assistent bei WB Werkstofftechnik. Danach war er als QS-Leiter und Qualitätsmanagementbeauftragter beschäftigt in einer Alu-Druckgießerei, sowie zwei Eisengießereien. Heute ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Metallurgie und Werkstofftechnik für das IfG, Institut für Gießereitechnik GmbH in Düsseldorf tätig.

Arnold Horsch, Jahrgang 1959, absolvierte von 1973–1976 eine Ausbildung zum Werkstoffprüfer. Von 1986 bis 1992 war er als Produktmanager bei Leco Instruments in Mönchengladbach beschäftigt und von 1992 bis 2003 in Entwicklung und Vertrieb Härteprüfsysteme. Seit 2003 ist er Geschäftsführer und Inhaber der Ahotec E.K. Werkstoffprüftechnik in Remscheid.

Regierungsdirektor i.R. Dipl.-Ing. Dirk-Michael Rupp, Jahrgang 1949, studierte von 1971–1977 Metallkunde und Metallphysik an der TU Clausthal. Von 1977–1992 war er als stellvertretender Leiter bei der Amtlichen Materialprüfanstalt für Werkzeuge, Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik in Hannover beschäftigt. Von 1992–1997 war er als Geschäftsstellenleiter bei der Zentrale für amtliches Materialprüfwesen in Hannover beschäftigt. Von 1998–2005 war er als Referent beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, technologie und Verkehr in Hannover beschäftigt. Seit Juli 2005 ist er Beamter im einstweiligen Ruhestand. Seit 1992 ist er Obmann des VDI/VDE-Arbeitskreises Härteprüfung der VDI/VDE-Gesellschaft Mess-. und Automatisierungstechnik und gehört dem Arbeitskreis bereits seit 1983 an.

Dipl.-Masch.-Ing. Dieter Schwenk, Jahrgang 1955, studierte von 1976 bis 1980 Maschinenbau an der Gesamthochschule in Siegen. Von April 1980 bis Dezember 1980 war er bei der Firma Nickel beschäftigt. Seit 1981 ist er beim MPA NRW im Bereich Kalibrierung von Härtevergleichsplatten als Leiter des Sachgebietes 13.40 (Kalibrierung von Härtevergleichsplatten und Eindringkörpern) tägig und ist Obmann des AWT Fachschuss 12 Härteprüfung.


Literatur

1 E.Schenuit, J.Baumann, P.Beisel, J.Berthold, H.Frenz, E.Frost, M.Griepentrog, K.Herrmann, D.-M.Rupp, D.Schwenk: Härteprüfmaschinen - genau, aber nicht fähig?, H. Frenz, W. Grellmann (Eds.): Tagung Werkstoffprüfung 2008 - Herausforderungen neuer Werkstoffe an die Forschung und Werkstoffprüfung, DVM, Berlin (2008), S. 91–96Search in Google Scholar

2 E.Schenuit, J.Altmann, J.Baumann, P.Beisel, J.Berthold, H.Frenz, E.Frost, A.Horsch, D.-M.Rupp, D.Schwenk: Konzept zum Nachweis der Fähigkeit von Härteprüfmaschinen, W. Grellmann (Ed.): Tagung Werkstoffprüfung 2011 - Neue Entwicklungen in der Werkstoffprüfung - Herausforderungen an die Kennwertermittlung, DVM, Berlin, 1. Auflage (2011), S. 327–334Search in Google Scholar

3 H.Frenz, C.Weißmüller: Neues Konzept der Prüfmittelfähigkeitsanalyse im Zugversuch nach DIN EN ISO 6892-1:2009–12 mittels Referenzproben, M.Pohl (Ed.): Tagung Werkstoffprüfung 2010 - Konstruktion, Werkstoffentwicklung und Schadensanalyse, DGM, Frankfurt, 1. Auflage (2010), S. 173–178Search in Google Scholar

4 DIN V ENV 13005:1999–06: Leitfaden zur Angabe der Unsicherheit beim Messen. Beuth Verlag, Berlin (1999)Search in Google Scholar

5 DIN EN ISO 14253-1:1999-03: Geometrische Produktspezifikationen (GPS) - Prüfung von Werkstücken und Messgeräten durch Messen - Teil1: Entscheidungsregeln für die Feststellung von Übereinstimmung oder Nicht-übereinstimmung mit Spezifikationen (ISO14253-1:1998), Beuth Verlag, Berlin (1999)Search in Google Scholar

6 VDA Band 5: Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie, Prüfprozesseignung. Verband der Automobilindustrie, Qualitätsmanagement Center, Berlin, 1. Auflage (2003), 2. Auflage (2010), aktualisiert (2011)Search in Google Scholar

7 E.Dietrich, A.Schulze: Prüfprozesseignung, Carl Hanser Verlag, München, 3. Auflage (2007)Search in Google Scholar

Online erschienen: 2013-05-26
Erschienen im Druck: 2012-09-01

© 2012, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 4.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/120.110370/html
Scroll to top button