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CO2-Potenzial durch Leichtbau beim PKW*

  • Klaus Rohde-Brandenburger and Jens Obernolte
Published/Copyright: May 28, 2013
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Kurzfassung

Die Frage nach dem Differenzverbrauch für eine Differenzmasse von 100 kg im europäischen Typprüfzyklus NEFZ wird für Fahrzeuge mit Otto- und Dieselmotor beantwortet. Dazu wird die vom Gewicht verursachte mechanische Arbeit im Fahrzyklus berechnet und mithilfe des relativ konstanten Differenzverbrauchs-Wirkungsgrades von Verbrennungsmotoren im unteren Lastbereich in Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission umgerechnet. Der maximale Differenzverbrauch von 0,15 l/100 km pro 100 kg im NEFZ kann bei einer Anpassung von Motor- oder Getriebe auf 0,4 l/100 km ansteigen. Angaben in den Medien mit bis zu 1 l/100 km Mehrverbrauch für eine Differenzmasse von 100 kg werden eindeutig widerlegt.

Abstract

CO2-Potential by Usage of Light Materials in Passenger Cars. The question ‟what is the effect of a weight change of 100 kg on fuel consumption in the european driving cycle NEDC?‟ will be answered for vehicles with gasoline and diesel engines. Therefore the mechanical energy for moving 100 kg through the NEDC is calculated. Considering the fact, that combustion engines have an almost constant efficiency for delivering difference loads in the lower speed/load-range that are used for the NEDC, the mechanical energy is converted into fuel consumption and CO2-emission. The maximum fuel consumption difference of 0,15 l/100 km per 100 kg can increase up to 0,4 l/100 km per 100 kg, if the transmission ratio or the engine size is adapted to constant acceleration performance. Values of about 1 l/100 km per 100 kg, that you can find in magazines or brochures of NGO's, are exposed as unrealistic.


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Dieser Beitrag erschien bereits im DVM-Bericht 675 — Leichtbaustrategien.

Dr. Klaus Rohde-Brandenburger studierte bis 1980 Maschinenbau an der TU Braunschweig und promovierte dort 1986 am Institut für Verbrennungskraftmaschinen zum Dr.-Ing. mit dem Thema Einfluss des Zündwinkels auf den Wirkungsgrad eines Mehrzylinder-Ottomotors im instationären Betrieb. Von 1987 bis 1989 war er als Sachbearbeiter in der Dieselmotoren-Entwicklung und von 1989 bis 1996 als Sachbearbeiter in der Ottomotoren-Entwicklung in der Volkswagen AG beschäftigt. Von 1996 bis 2001 war er Abteilungsleiter Pkw-Fahrzeug-Planung und -Begleitung in der Gesamtfahrzeug-Entwicklung der Volkswagen AG. Seit 2001 ist er bei der Volkswagen AG Abteilungsleiter Fahrzeugtechnik mit den Schwerpunktthemen Fahrleistung/Verbrauch und Gewichte sowie dem besonderen Schwerpunktthema der CO2-Reduktion der Fahrzeugflotte.

Dipl.-Ing. Jens Obernolte studierte bis 1996 Maschinenbau an der Universität Hannover. Von 1996 bis 2002 war er als Sachbearbeiter in der Ottomotoren-Entwicklung in der Volkswagen AG tätig. Von 2002 bis 2003 übernahm er die Fachliche Leitung des Referats Fahrleistung, Verbrauch/Wettbewerber und Fahrzeugkennwerte-Theorie in der Gesamtfahrzeug-Entwicklung und von 2003 bis 2006 war er als Assistent der Bereichsleitung Pkw-Gesamtfahrzeug-Entwicklung in der Volkswagen AG beschäftigt. Seit 2006 ist er dort Unterabteilungsleiter in der Gesamtfahrzeug-Entwicklung für Fahrleistung, Verbrauch und Getriebeauslegung der VW-Fahrzeuge mit dem besonderen Schwerpunktthema CO2-Reduktion der Fahrzeugflotte.


Literatur

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[4] K.Rohde-Brandenburger: Verfahren zur einfachen und sicheren Abschätzung von Kraftstoffverbrauchspotenzialen, Einfluß von Gesamtfahrzeug-Parametern auf Fahrverhalten/Fahrleistung und Kraftstoffverbrauch, Haus der Technik, Essen (1996)Search in Google Scholar

Online erschienen: 2013-05-28
Erschienen im Druck: 2009-02-01

© 2009, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 3.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/120.110005/html
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