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Optimierung von Produktionsabläufen in einem Niedriglohnland – eine Fallstudie

Unter Einsatz von Ganzheitlichen Produktionssystemen und der Theory of Constraints (TOC)
  • Jürgen Fleischer , Thomas Ender , Michael F. Zäh and Martin Ostgathe
Published/Copyright: March 23, 2017

Kurzfassung

Global agierende Unternehmen sind heute in Form von Wertschöpfungsnetzwerken organisiert. Diese Netzwerke bieten Unternehmen die Möglichkeit, die Wertschöpfungsinhalte optimal zwischen Hochund Niedriglohnländern zu verteilen. In diesem Artikel wird anhand von Beispielen gezeigt, wie eine Produktionsoptimierung durch die Kombination der Theory of Constraints mit den Prinzipien des Lean Manufacturing in einem Niedriglohnland durchgeführt wurde. Es wird unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen auf die allgemeine Situation von Niedriglohnländern eingegangen. Im Speziellen wird in einer Fallstudie ein Unternehmen aus der Gießereiindustrie betrachtet.

Abstract

Globally acting enterprises are organized in Value Added Networks. Hence, companies are able to split value added capacities between high-wage and low-wage countries. This article identifies with the help of several examples how a production optimization in a low-wage country was accomplished using a combination of the Theory of Constraints and Lean Manufacturing. The situation in low-wage countries is illustrated and considers their specific limiting factors. The examples in the referred case study are derived from a specific company of the foundry industry.


Professor Dr.-Ing. Jürgen Fleischer, geb. 1961, ist Leiter des Instituts für Produktionstechnik (wbk) der Universität Karlsruhe (TH). Zuvor war er in verschiedenen leitenden Funktionen in Forschung, Entwicklung, Planung und Produktion bei DaimlerChrysler und Bombardier tätig.

Dipl.-Wi.-Ing. Thomas Ender, geb. 1978, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Produktionssysteme am Institut für Produktionstechnik (wbk). Sein Tätigkeitsfeld umfasst virtuelle Produktion, Qualitätsmanagement und Anlaufmanagement.

Professor Dr.-Ing. Michael F. Zäh, geb. 1963, ist Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und leitet das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München seit Anfang 2002. Er studierte Maschinenbau an der TU München und promovierte anschließend am iwb. Im Anschluss an seine Promotion arbeitete Michael Zäh zunächst als Versuchsingenieur bei einem Werkzeugmaschinenhersteller. Später war er dort leitender Angestellter sowie als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung tätig und trug dabei für die technische und kaufmännische Auftragsabwicklung Verantwortung.

Dipl.-Ing. Martin Ostgathe, geb. 1980, studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Maschinenbau. Seit 2006 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iwb der TU München. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Anwendungsszenarien und Einführungsstrategien von RFID (Radio Frequency Identification) in Produktionsumgebungen sowie dem Einsatz von Sensornetzwerken für die Optimierung von Prozessabläufen.


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Online erschienen: 2017-03-23
Erschienen im Druck: 2007-06-28

© 2007, Carl Hanser Verlag, München

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