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Software-Ergonomie in der Arbeitsplanung

Optimierung der Produktivität in der Arbeitsplanung durch ergonomisch gestaltete Software-Produkte
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Published/Copyright: March 1, 2017

Kurzfassung

Vor dem Hintergrund, dass Arbeitsplaner zu einem großen Anteil ihrer Arbeitszeit Software anwenden und einem erhöhten Zeitdruck ausgesetzt sind, liefern ergonomisch gestaltete Software-Produkte einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Verminderung der psychischen Belastung der Planer, zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität in der Planung und damit zur Einhaltung von engen Terminvorgaben. Der Beitrag beschreibt anhand eines Projekts, bei dem eine spezielle Software zur Montagelinientaktung neugestaltet wurde, wie softwareergonomische Aspekte im Entwicklungsprozess dieses Produkts berücksichtigt wurden und welche Ergebnisse durch eine benutzerzentrierte Produktentwicklung erzielt werden konnten.

Abstract

Work planners are under a great deal of pressure and spend much of their work time using software. Therefore, ergonomically designed software products contribute to the reduction of the mental stress of the planner, the increase of work productivity in planning, and thereby the adherence to tight schedules. This contribution is not to be underestimated. The article describes how aspects of software ergonomics in the development process of a software product are taken into account and which results can be achieved through a user-centered product development. This description is made through use of a project in which a specific assembly line cycle timing software was redesigned.


Dipl.-Wirt.-Ing. Sven Hinrichsen, geb. 1972, studierte nach einer Tätigkeit als Werkzeugmechaniker in einem Unternehmen der Konsumgüterindustrie Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Siegen. Seit 2001 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Arbeitsorganisation am Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Optimierung von Arbeitsprozessen und in der Arbeitssystemgestaltung.

Dipl.-Ing. Univ. Bernhard Kausch, geb. 1975, studierte an der Technischen Universität München Maschinenbau mit den Vertiefungsrichtungen Ergonomie und systematische Produktentwicklung. Nach Abschluss seines Studiums wechselte er an das Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen. Seit 2002 arbeitet er dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe für Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der User Interface Gestaltung, der simulationsbasierten Optimierung von Entwicklungsprozessen und der Mensch-Maschine-Interaktion.

Dipl.-Inf. Kai Ebert, geb. 1971, studierte Informatik an der TU Dresden. Nach seiner Tätigkeit als Projektleiter bei der Firma Sparkassen-Informatik ist er seit Mitte 2001 Leiter der Softwareentwicklung im MTM-Softwarehaus Dresden. Derzeit ist er für die Weiterentwicklung des MTM-eigenen Softwareprodukts TiCon 3 verantwortlich.

Dipl.-Ing. Rainer Schosnig, geb. 1945, studierte nach einer Ausbildung zum Werkzeugmacher Maschinenbau in der Fachrichtung Maschinen-, Apparate- und Gerätebau. Nach dem Studium war er in der Arbeitsvorbereitung bei einem Büromaschinenhersteller tätig. Später übernahm er Verantwortung als technischer Leiter in der Glasfaserverarbeitung. Seit 1986 arbeitet Rainer Schosnig als Projektingenieur in der Deutschen MTM-Gesellschaft. 1999 wurde er zum Geschäftsführer der ads in Wien berufen. Nach Verlagerung des Softwarehauses nach Dresden übernahm er die Leitung des Geschäftsfelds Software der Deutschen MTM-Gesellschaft.


References

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Online erschienen: 2017-03-01
Erschienen im Druck: 2006-03-27

© 2006, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 14.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.101009/html
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