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Fremdinduzierte Verschwendung vermeiden

Erste repräsentative EDI-Studie in der deutschen Automobilindustrie deckt Kostensenkungspotenziale auf
  • and
Published/Copyright: March 1, 2017

Kurzfassung

Der Preisdruck in der Automobilindustrie ist stärker denn je. Vor allem kleine und mittelständische Zuliefererbetriebe stehen häufig mit dem Rücken zur Wand. Gestiegene Rohstoffpreise und die von den Herstellern verlangten Kostenreduktionen sind kaum noch über Produktivitätssteigerung aufzufangen. Sinkende Stückzahlen erschweren die geforderten Einsparungen zusätzlich. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits an vielen Stellschrauben gedreht wurde, sieht sich die gesamte Branche mit der Frage nach den noch verbleibenden Rationalisierungsmaßnahmen konfrontiert. Vielfach wird die Substitution papierbasierter Vorgänge, wie z.B. Auftragserfassung und Rechnungsstellung, durch elektronische Prozesse als noch nicht ausgeschöpfter Optimierungsfaktor genannt. Doch wie sieht es in der Realität bei Herstellern, Zulieferern und Logistikunternehmen damit aus? Wo gibt es Defizite und wie groß können die Einsparungen tatsächlich sein? Da in der deutschen Automotive-Industrie bisher keine flächendeckende empirische Erhebung zum Thema Electronic Data Interchange (EDI) vorlag, hat das Marktforschungsunternehmen Agamus Research aus Starnberg zwischen Juni und Oktober 2005 eine umfassend angelegte Befragung durchgeführt.

Abstract

The ongoing price pressure in the automotive industry is becoming a serious problem especially for small and medium size suppliers. Increased cost for raw material and the push from OEMs for further cost reductions can not be compensated by productivity gains. After all efforts in the past years the whole industry is confronted with the question to find other means of rationalization. Substitution of paper based processes like invoicing or orders with electronic solutions are perceived to be a possible areas for improvement. However, what does the real situation look like at manufacturers, suppliers and logistic companies? Where are shortcomings and how big is the potential for actual savings? Till now there was no thorough analysis on the penetration of Electronic Data Interchange (EDI) in the German automotive industry. Between June and October 2005 the market research firm Agamus Research from Starnberg has done a comprehensive survey on this topic.


Stefan Tittel, geb. 1974, ist seit Juli 2001 Geschäftsführender Gesellschafter der indatex SCI GmbH, einem Dienstleister für Datenaustausch und Integration. Hier initiierte und begründete er das gemeinsam mit der T-Systems entwickelte Geschäftsmodell der Business Integration Platform“ (B.I.P.). Sie ist mit mittlerweile über 30 000 angeschlossenen Geschäftspartnern die führende Integrationsplattform Europas. Vor seiner Tätigkeit bei indatex war Stefan Tittel Geschäftsbereichsleiter bei der Unternehmensberatung Agamus Consult. Darüber hinaus war Herr Tittel als Supply Chain Manager für den Aufbau und die Optimierung verschiedener komplexer Wertschöpfungsketten bei der Münchner Siemens AG verantwortlich und beteiligte sich unter anderem an der Geschäftsentwicklung einer Siemens Tochter im Silicon Valley, USA.

Dr. Norbert Kutschera, geb. 1965, ist Diplom-Pädagoge. Nach Abschluss der Offizierslaufbahn (SaZ 12) bei der Bundeswehr und beendigung des Aufbaustudiums promovierte er im Bereich Kommunikationswissenschaften und Medienpädagogik. Von 1998 bis 2000 war er Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und von 1999 bis 2001 freier Mitarbeiter beim Bayerischen Fernsehen. Seit 2001 ist Dr. Kutschera als Bereichsleiter Marktforschung und Unternehmensberater bei der Agamus Consult Unternehmensberatung GmbH tätig.


Online erschienen: 2017-03-01
Erschienen im Druck: 2006-03-27

© 2006, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 20.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.101005/html
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