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Unternehmensübergreifende Informationslogistik in der Automobilindustrie

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Published/Copyright: March 16, 2017

Kurzfassung

Die Koordination unternehmensübergreifender Logistiknetzwerke stellt ein wesentliches Kriterium dar, um sich von anderen Wettbewerbern zu differenzieren. Die Fokussierung der Unternehmen auf ihre individuellen Kernkompetenzen hat zu einer verstärkten Untergliederung des Wertschöpfungsprozesses geführt. Damit stehen weniger einzelne Unternehmen, sondern vermehrt ganze Wertschöpfungsketten im Wettbewerb zueinander. Eine untergliederte Wertschöpfungskette als Verbund von rechtlich und organisatorisch selbstständigen Unternehmen erschwert die informatorische Integration sowie die unternehmensübergreifende Transparenz an planungs- und steuerungsrelevanten Logistikinformationen. Durch den Wettbewerb ganzer Wertschöpfungsketten besteht die Herausforderung, ein unternehmensübergreifendes Gesamtoptimum hinsichtlich Kosten, Liefermengen und -zeiten sowie Beständen zu realisieren.

Abstract

The coordination of inter-corporate logistics networks represents an important criterion for differentiation from other competitors. Focusing companies on their individual core competencies has led to an intensified subdivision of the value added process. This has resulted in fewer individual companies but more value-added chains being in competition with one another. A sub-divided value added chain as a joint venture of legally and organisationally independent companies makes informational integration difficult, as it does the inter-corporate transparency of planning and control logistics information. The competition of whole value added chains produces a challenge to achieve an overall inter-corporate optimum in terms of cost, supply volumes, delivery periods and stock.


Dipl.-Wirtsch.-Ing. Axel Röder, geb. 1970, studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Wirtschaftsingenieurwesen der Fachrichtung Unternehmensplanung. Von 1997 bis 2000 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Rationalisierung der RWTH Aachen (FIR) im Forschungsbereich Logistik tätig. Seit Februar 2000 ist er Mitarbeiter in der Abteilung Prozesskette Produktion im Lab „IT for Engineering“, Ressort Forschung und Technologie der DaimlerChrysler AG. Zu seinen Tätigkeitsfeldern zählen die Bearbeitung unternehmensübergreifender Logistikfragestellungen sowie die Integration von Produktentwicklungs- und Auftragsabwicklungsprozessen unter Berücksichtigung logistischer Aspekte.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Bernd Sailer, geb. 1975, studierte an den Fachhochschulen Ulm und Neu-Ulm Wirtschaftsingenieurwesen der Fachrichtung Produktionswirtschaft. Seine Diplomarbeit bearbeitete Herr Sailer in Zusammenarbeit mit der Abteilung Prozesskette Produktion im Lab „IT for Engineering“, Ressort Forschung und Technologie der DaimlerChrysler AG. Seit April 2001 ist Herr Sailer Mitarbeiter in der genannten Abteilung, wobei sein Tätigkeitsschwerpunkt auf der Bearbeitung logistischer Aspekte unternehmensübergreifender Problemstellungen liegt.

Dr.-Ing. Siegmar Haasis, geb. 1964, studierte an der Fachhochschule Esslingen Maschinenbau und Informatik sowie Informationswissenschaften an der Universität Konstanz. Herr Haasis promovierte im Anschluss daran auf dem Gebiet CAD/CAM, Expertensysteme und Feature-Technologie. 1995 wechselte er in die internationale Nachwuchsgruppe der Daimler-Benz AG und war von 1996 bis 1999 Projektleiter in der Verfahrensentwicklung des Werks Untertürkheim der Daimler-Benz AG. Seit 1999 leitet Herr Haasis die Abteilung Prozesskette Produktion im Lab „IT for Engineering“ der DaimlerChrysler AG, Ressort Forschung und Technologie.


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Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2001-06-28

© 2001, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 9.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.100430/html
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