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Der Bankenstresstest 2014 im Vorfeld des Single Supervisory Mechanism: Theorie und Empirie zu einem Lackmustest der neuen europäischen Bankenregulierung

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Published/Copyright: February 16, 2015
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Zusammenfassung

Zu den Konsequenzen der Krisenprozesse auf den Finanzmärkten zählt unter anderem eine massive Regulierung bestimmter Finanzintermediäre. Insbesondere sind Anzahl und Befugnisse bankaufsichtlicher Organisationen seit 2007 ausgebaut worden. Im Zuge dessen wird zu selten aus ökonomischer Sicht analysiert, inwieweit die einzelnen Regulierungen zu rechtfertigen sind. Der Beitrag fokussiert eines der neuen Regulierungsinstrumente und prüft, inwieweit es im Sinne einer Marktdisziplinierung tatsächlich wirksam wird: Hierzu wird erstmals der jüngste Stresstest der europäischen Bankenregulierer per Ende 2014 analysiert. Dabei geht der Beitrag mit Hilfe der Ereignisstudienmethodik der Forschungsfrage nach, ob und inwieweit dieser reformierte Stresstest einen Informationsgehalt für diejenigen Kapitalmarktteilnehmer besessen hat, die (potenzielle) Aktionäre der bewerteten Banken waren. Aus der Event Study resultieren abnormale Renditen von hoher Signifikanz, die klare Aussagen hinsichtlich der Hypothesen über einen Zusammenhang von Testergebnis und Kursentwicklung und damit letztlich über den Informationsgehalt des Stresstests zulassen. Die Veröffentlichung der Stresstest-Resultate hat demnach grundsätzlich Einfluss auf den Wert der getesteten Banken. Zudem unterscheiden sich die Resultate für durchgefallene Banken von denen der anderen Institute.

Online erschienen: 2015-2-16
Erschienen im Druck: 2015-2-15

© 2015 RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Aachener Str. 222, 50931 Köln.

Downloaded on 13.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.15375/zbb-2015-0101/html
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