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Glokalisierte Produktionsverlagerung

Der Schlüssel zur resilienten Supply Chain?
  • Eduardo Colangelo

    Dr.-Ing. Eduardo Colangelo, geb.1986, hat im Bereich Digitalisierung der Auftragsabwicklung an der Universität Stuttgart promoviert. Vor seinem Einstieg in die Forschung war er tätig als SAP-Berater bei verschiedenen Firmen. Er ist aktuell Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart.

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    und Celine Letzgus

    Celine Letzgus, M. Sc., geb. 1998, ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Fabrik- und Prozessgestaltung am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) tätig. Im Rahmen von Forschungs- und Industrieprojekten befasst sie sich mit den Bereichen Produktionsplanung und -steuerung, Supply-Chain-Management und Produktionsmanagement.

Veröffentlicht/Copyright: 26. Dezember 2025
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Abstract

Die Verbindung globaler Wettbewerbsfähigkeit und lokaler Anpassungsfähigkeit erlangt für Unternehmen zunehmend an Relevanz, insbesondere für die Ausrichtung der Produktion und für das Supply-Chain-Management. Der Fokus liegt auf der Glokalisierung, um auf geopolitische Unsicherheiten, technologische Entwicklungen und unterschiedliche Marktbedingungen flexibel reagieren zu können. Eine strategische Herangehensweise umfasst die Wahl des Produktionsstandortes, die Art der Verlagerung, die Lieferkettenstruktur und die Versorgung kritischer Ressourcen sowie die Ausrichtung auf lokale oder globale Absatzmärkte. Durch eine strukturierte Analyse dieser Faktoren können Unternehmen maßgeschneiderte Strategien entwickeln, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen globalen und lokalen Anforderungen zu meistern. Das Resultat ist eine gesteigerte Resilienz gegenüber externen Einflüssen sowie eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz.

Abstract

The combination of global competitiveness and local adaptability is becoming increasingly relevant for companies, especially for production orientation and supply chain management. The focus is on glocalisation in order to be able to respond flexibly to geopolitical uncertainties, technological developments and varying market conditions. A strategic approach includes the choice of production location, the type of relocation, the supply chain structure and the supply of critical resources, as well as the focus on local or global sales markets. Through a structured analysis of these factors, companies can develop tailor-made strategies to master the complex interactions between global and local requirements. The result is increased resilience to external influences as well as enhanced competitiveness and efficiency.


Hinweis

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen von den Mitgliedern des ZWF-Advisory-Board wissenschaftlich begutachteten Fachaufsatz (Peer Review).



Tel.: +49 (0) 711 970-1912


Über die Autoren

Dr.-Ing. Eduardo Colangelo

Dr.-Ing. Eduardo Colangelo, geb.1986, hat im Bereich Digitalisierung der Auftragsabwicklung an der Universität Stuttgart promoviert. Vor seinem Einstieg in die Forschung war er tätig als SAP-Berater bei verschiedenen Firmen. Er ist aktuell Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart.

Celine Letzgus

Celine Letzgus, M. Sc., geb. 1998, ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Fabrik- und Prozessgestaltung am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) tätig. Im Rahmen von Forschungs- und Industrieprojekten befasst sie sich mit den Bereichen Produktionsplanung und -steuerung, Supply-Chain-Management und Produktionsmanagement.

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Online erschienen: 2025-12-26
Erschienen im Druck: 2025-12-20

© 2025 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, Germany

Heruntergeladen am 28.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zwf-2025-1154/html
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