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Verbetriebswirtschaftlichung und Verstaatlichung

Die Entwicklung der Sozialen Dienste und der Freien Wohlfahrtspflege
  • Matthias Möhring-Hesse EMAIL logo
Published/Copyright: May 17, 2016

Zusammenfassung

In der einschlägigen Literatur wird, in großer Übereinstimmung bei der Diagnose und im Dissens bei deren Bewertung eine Ökonomisierung und 'Vermarktung der Sozialen Dienste und der Freien Wohlfahrtspflege diagnostiziert. Die als Ökonomisierung angesprochenen Veränderungen lassen sich jedoch zutreffender mit dem Begriff ‚Verbetriebswirtschaftlichung’ fassen, sofern die die Sozialen Dienste erbringenden Hinrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege genötigt werden, sich wie Betriebe aufzustellen, obwohl sie keine Gewinninteressen verfolgen, und sich und die von ihnen angebotenen Dienste einer betriebswirtschaftlichen Logik zu unterwerfen. Angetrieben werden diese Veränderungen durch den bundesdeutschen Sozialstaat, der auf diesem Weg seine Kontrolle über die Sozialen Dienste und die erbringenden Einrichtungen deutlich steigern kann. Die „Außenseite“ der Verbetriebswirtschaftlichung der Sozialen Dienste ist mithin nicht deren Vermarktung, sondern deren weitere Verstaatlichung.

Online erschienen: 2016-5-17
Erschienen im Druck: 2008-6-1

© 2008 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 13.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zsr-2008-0203/html
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