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Szenarien für die Zukunft des Wintertourismus in Bayern 2050

  • Jürgen Schmude

    Jürgen Schmude ist wissenschaftlicher Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus e.V. (BZT) und war zudem von 1994 bis 1998 Professor für „Wirtschaftsgeographie“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München, von 1998 bis 2008 Lehrstuhlinhaber für „Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung“ an der Universität Regensburg sowie von 2008 bis 2021 Lehrstuhlinhaber für „Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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    und Alfred Bauer

    Alfred Bauer ist Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus e.V. (BZT). Von 1986 bis 1997 arbeitete er in leitenden Tätigkeiten in verschiedenen touristischen Destinationen. Von 1997 bis 2024 war er Professor für „Regionale Tourismuswirtschaft und umweltorientierter Tourismus“ an der Fakultät Tourismus-Management der Hochschule Kempten. Zudem war er von 2000 bis 2023 geschäftsführender Vorstand des Mittelstands-Instituts an der Hochschule Kempten e.V. und von 2022 bis 2024 Leiter des Instituts für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung der Hochschule Kempten.

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Veröffentlicht/Copyright: 12. Juni 2025

Zusammenfassung

Der Winter(sport)tourismus in Deutschland steht vor verschiedenen Herausforderungen wie Klimakrise oder demografischer Wandel. Trotz seiner hohen Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen und seiner Betroffenheit vom voranschreitenden Klimawandel wird für die Zukunft von einem weiteren Wachstum der Nachfrage ausgegangen. Insbesondere tiefer gelegene und oftmals weniger schneesichere Skigebiete stehen bereits heute unter enormen Anpassungsdruck an die klimatischen Veränderungen sowie die sich wandelnden gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen. Um diesen Anpassungsdruck zu bewältigen, können mögliche Zukunftsstrategien in Form von Szenarien hilfreiche Unterstützung bieten. In Bayern wurden vom Bayerischen Zentrum für Tourismus im Jahr 2024 Szenarien zur Zukunft des Wintertourismus in Bayern entwickelt, die im vorliegenden Projektbericht vorgestellt werden.

Abstract

Winter (sports) tourism in Germany is facing various challenges such as the climate crisis and demographic change. Despite its high dependency on climatic conditions and its exposure to advancing climate change, demand is expected to continue growing in the future. Lower-lying and often less snow-sure ski resorts are already under enormous pressure to adapt to climate change and changing social and technical conditions. To cope with this pressure to adapt, possible future strategies in the form of scenarios can provide helpful support. In Bavaria, the Bavarian Center for Tourism has developed scenarios for the future of winter tourism in Bavaria in 2024, which are presented in this project report.

1 Problemstellung

Trotz diverser Herausforderungen wie Klimakrise oder demografischer Wandel in den Quellmärkten ist die touristische Nachfrage nach Winter(sport)urlaub in Deutschland und Österreich nach der COVID-19-Pandemie wieder auf einem hohen Niveau. Für die Zukunft wird sogar von einem weiteren Wachstum der Nachfrage ausgegangen (z. B. Burton et al., 2024). Andererseits ist der Wintersporttourismus durch die hohe Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen aufgrund des voranschreitenden Klimawandels von diesen Veränderungen in besonderer Weise betroffen (z. B. Bednar-Friedl et al., 2023). Milde Winter mit weniger in Form von Schnee auftretenden Niederschlägen sowie die aufgrund höherer Temperaturen verkürzten Zeitfenster für die technische Beschneiung stellen besonders für tiefer gelegene und oftmals weniger schneesichere Skigebiete bereits heute häufig ein Problem dar. Vor allem für Wintersportgebiete in tiefen Lagen ist daher der Anpassungsdruck sehr groß (z. B. Bausch & Gartner, 2020). Zudem stehen die durch die Klimakrise veränderten Winter oft im Widerspruch zu den traditionellen Vorstellungen der (potentiellen) Wintertourist:innen von einer verschneiten Winterlandschaft in den Bergen und stellen auch das Destinationsmarketing vor neue Herausforderungen (z. B. Peters & Scholl-Grissemann, o. J.). Dies gilt insbesondere für viele niedrig gelegene Wintersportdestinationen in Bayern (z. B. BZT, 2024b). Eine zentrale Herausforderung, die auf diese Destinationen in den kommenden Jahren zukommt, ist die Anpassung an die klimatischen Veränderungen im Verbund mit den sich wandelnden gesellschaftlichen Bedürfnissen sowie den weiteren technologischen Innovationen.

Diese Problematik wird durch die (Tourismus-)Wissenschaft bereits seit einigen Jahren adressiert, wobei dies insbesondere für Aspekte wie die Verfügbarkeit von Naturschnee und die Schneesicherheit in Skigebieten (z. B. François et al., 2023), die Kapazitäten für technische Beschneiung (z. B. Scott et al., 2019) oder die Entwicklung der Zahl optimaler Skitage in Skigebieten (z. B. Berghammer & Schmude, 2014) gilt. Die veränderten klimatischen Bedingungen betreffen jedoch nicht nur das touristische Angebot und die touristischen Leistungsträger:innen, sondern auch die touristische Nachfrageseite, d. h. die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen führen zu Reaktionen der Tourist:innen, die sich unter Umständen in einem veränderten Nachfrageverhalten niederschlagen (z. B. Witting et al., 2021), denn der wichtigste Faktor für Gäste bei der Wahl ihres Urlaubsorts ist die Schneesicherheit (z. B. Steiger et al., 2020). Schneemangel dagegen ist ein Grund für Unzufriedenheit mit dem gewählten Winterurlaub (Bausch et al., 2019).

Dabei konzentriert sich die Forschung über mögliche Maßnahmen an die geänderten Rahmenbedingungen vor allem auf die Anbieterseite und hier wiederum auf schneesichernde Maßnahmen wie die technische Beschneiung, die mittlerweile vielerorts Standard sind (z. B. Berard-Chenu et al., 2023), um die Anfälligkeit gegenüber Schneemangel zu reduzieren (z. B. Abegg et al., 2021). Insbesondere für tiefer gelegene Skigebiete ist diese Maßnahme jedoch keine langfristige Lösung (z. B. Scott & Gössling, 2022), sondern ist eher als Übergangstechnologie einzuschätzen. Alternative Anpassungsmaßnahmen wie beispielsweise die Angebotsdiversifizierung oder die Entwicklung eines Ganzjahrestourismus können hingegen die Abhängigkeit vom Schnee verringern und bieten die Möglichkeit, durch schneeunabhängige Aktivitäten Wertschöpfung zu generieren (z. B. Adler et al., 2022). Obwohl solche Maßnahmen als wichtige Anpassungsmaßnahmen gefordert werden, fehlen bislang umfassende wissenschaftliche Erkenntnisse dazu (z. B. Scott & Gössling, 2022), insbesondere zur zukünftigen strategischen Ausrichtung von Winter(sport)regionen.

Eine Möglichkeit, mögliche Zukunftsstrategien für diese Destinationen zu entwickeln, bietet die Entwicklung von Szenarien (vgl. 2.). Bisher kommt die Szenario-Technik in der tourismuswissenschaftlichen Forschung im Gegensatz zur Demographie-Forschung (z. B. Newsham & Rowe, 2017) oder der Klimatologie (z. B. Herrera-Lormendez et. al, 2021) (noch) eher selten zum Einsatz, am ehesten noch zur strategischen Planung im Tourismus (z. B. Mayer-Bonde & Zimmer, 2023). In Bayern wurden vom Bayerischen Zentrum für Tourismus bereits Zukunftsszenarien für den Tourismus in Bayern im Jahr 2040 (BZT, 2019), für die Zukunft des Städtetourismus (BZT, 2021) und des Gesundheitstourismus (BZT, 2022) entwickelt, bevor im Jahr 2024 diese Methode eingesetzt wurde, um Vorstellungen über die Zukunft des Wintertourismus in Bayern zu entwickeln (BZT, 2024). Der vorliegende Projektbericht will einen Überblick über das Projekt geben, ohne Fragen der Methodik oder die einzelnen erarbeiteten Szenarien im Detail zu diskutieren. Vielmehr geht der Bericht zunächst ganz kurz auf Szenarien als Methode und ihre Zielsetzungen ein (vgl. 2.), skizziert nachfolgend den Entstehungsprozess der Szenarien durch Darstellung des Projektedesigns (vgl. 3.) und gibt einen Überblick über die grundsätzliche Ausrichtung der erarbeiteten Szenarien (vgl. 4.), wobei für die detaillierte Darstellung der Szenarien auf BZT (2024a) verwiesen wird.

2 Szenarien als Methode und ihre Zielsetzungen

Zentrale Methode im hier vorgestellten Projekt (vgl. 3.) ist ein Szenario-Ansatz (z. B. Mietzner, 2009). Grundsätzlich sind Szenarien Denk-Werkzeuge, um mögliche zukünftige Entwicklungen frühzeitig vorauszudenken. Dabei helfen sie, ‚Überraschungen‘ zu vermeiden. Durch das strategische Vorausdenken möglicher Entwicklungen werden Aktionismus und ad-hoc-Entscheidungen verhindert und die aktive Gestaltung der Zukunft ermöglicht.

Allerdings sind Szenarien keine einfachen Lösungen. Vielmehr setzen sie zukunftsoffenes, strategisches und vernetztes Denken voraus. Dabei beschreiben Szenarien mögliche Rahmenbedingungen zur Gestaltung der Zukunft. Szenarien zeigen also mögliche zukünftige Entwicklungen auf und haben nicht den Anspruch, die Zukunft vorherzusagen. Vielmehr bilden Szenarien im Ergebnis mögliche, d. h. denkbare Zukünfte ab, sie sind nie ‚falsch‘ oder ‚richtig‘, sondern eben möglich. Szenarien können zur Sensibilisierung der betroffenen Akteure und zur Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses genutzt werden, insbesondere in Hinsicht auf strategische Entscheidungen, für die verschiedene mögliche Entwicklungen berücksichtigt werden können.

Im Mittelpunkt des hier vorgestellten Projektes stand dabei die (mögliche) Entwicklung des Wintertourismus in ganz Bayern bis 2050. Räumlich fand keine Eingrenzung allein auf den alpinen Raum statt, da auch die übrigen bayerischen Wintersportregionen eine Transformation durchlaufen müssen bzw. diesen Transformationsprozess bereits eingeleitet haben.

Der derzeitige wissenschaftliche Kenntnisstand geht davon aus, dass die Schneesicherheit in vielen traditionellen bayerischen Skiregionen zunehmend mit großen Unwägbarkeiten behaftet sein wird, wie z. B. Steiger und Abegg bereits 2015 konstatieren. In der Konsequenz stellen sich u. a. folgende Fragen:

  • Wie wirken sich die Veränderungen der Schneeverhältnisse zukünftig auf den Winter(sport)tourismus in den bayerischen Skiregionen aus?

  • Wie könnte sich der Wintertourismus in Bayern in der Zukunft entwickeln?

  • Welche Konsequenzen könnte dies für Regionen und Akteure der Branche haben?

  • Welche Entwicklungen sind auf der Nachfrageseite zu erwarten?

3 Projektdesign

Um sich auf künftige Entwicklungen im Wintertourismus besser einstellen zu können und dieses Segment in Bayern zukunftsweisend aufzustellen, hat das Bayerische Zentrum für Tourismus 2024 in Zusammenarbeit mit der Scenario Management International AG (ScMI) die Entwicklung von Szenarien für die Zukunft des Wintertourismus in Bayern vorgenommen.

In einem interdisziplinären Szenario-Team, bestehend aus 31 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen des bayerischen Wintertourismus (z. B. Vertreter:innen von Destinationen, Beherbergungsbetrieben, Skischulen, Bergbahnen, Naturschutzverbänden sowie aus der Wissenschaft), wurden – begleitet und moderiert von ScMI – im Rahmen eines elf Monate währenden Prozesses in mehreren Workshops sieben Szenarien für die Zukunft des Wintertourismus in Bayern erarbeitet. Bei den Expertinnen und Experten handelte es sich sowohl um eher ‚konservativ‘ ausgerichtete Akteure, die eher zu einen ‚business as usual‘ tendieren, als auch um Akteure, die stärker innovativ einzuschätzen sind und einem möglichen Wandel in ihren Destinationen aufgeschlossen gegenüberstehen. Durch die Berücksichtigung von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen des Wintertourismus konnte zudem sichergestellt werden, dass die Perspektiven unterschiedlicher touristischer Leistungsträger berücksichtigt wurden.

Zu Beginn des Prozesses wurde zunächst ein gemeinsames Verständnis erarbeitet, wie sich der Wintertourismus entwickeln könnte und welche Chancen und Herausforderungen dies für Regionen und Akteure der Branche mit sich bringen könnte. Hierzu wurde zunächst eine Szenario-Umfeldanalyse durchgeführt, um die für die Entwicklung des Umfeldes entscheidenden Kräfte zu identifizieren. Hierzu fand zum einen das allgemeine Umfeld (Politik und Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, Technologie sowie Umwelt), zum anderen das tourismusspezifische Umfeld (Einwohner:innen, Wintertourist:innen, Winteraktivitäten, Natur und Klima sowie regionale Wirtschaft) Berücksichtigung, für die insgesamt 84 Einflussfaktoren identifiziert wurden, die aus Sicht des Szenario-Teams für die Entwicklung des Tourismus in Bayern eine Rolle spielen. Beispielhaft wird dies für drei Themen-Cluster (Standorte, Aktivitäten und Branche) in Tabelle 1 dargestellt, wobei die Cluster in unterschiedlich viele Variablen heruntergebrochen wurden.

Tabelle 1:

Variablen der Schlüsselfaktoren Standorte (4), Aktivitäten (3) und Branche (6)

Standorte

Aktivitäten

Branche

Attraktivität/Bedeutung des Wintertourismus

Anzahl, Diversität und Grad der Kommerzialisierung der Aktivitäten

Rolle der Wintertourismusbranche

Flexibilität der Wintertourismusstandorte

Innovationsfähigkeit der Aktivitäten

Geschäftsmodelle in der Wintertourismusbranche

Attraktivität der Standorte

Winterspezifische Aktivitäten

Digitalisierung in der Wintertourismusbranche

Erreichbarkeit der Standorte und Erreichbarkeiten in den Standorten

Kollaboration/Partnerschaft in der Wintertourismusbranche

Image der Branche

Kommunikation des Wintertourismus

Quelle: eigene Zusammenstellung nach BZT 2024.

In einer Vernetzungsanalyse wurden die 84 Einflussfaktoren auf die wesentlichen Hebelkräfte des Szenariofeldes, die sog. Schlüsselfaktoren, eingedampft. Diese 21 Schlüsselfaktoren sind die für die Entwicklung des Umfeldes entscheidenden Kräfte, die in einem nächsten Schritt von den Mitgliedern des Szenario-Teams anhand von jeweils vier bis fünf alternativen Zukunftsprojektionen bzgl. ihrer Gegenwartsnähe sowie hinsichtlich der erwartbaren und gewünschten Zukunft bewertet wurden (vgl. 5.). Beispielsweise waren dies für den Schlüsselfaktor ‚Vielfalt und Spezialisierung des Angebots‘ die folgenden Zukunftsprojektionen:

  • Vielfältiges Angebot in der Tourismusregion Bayern ohne große Differenzierung/Spezialisierung

  • Vielfältig differenziertes/spezialisiertes Angebot in der Tourismusregion Bayern

  • Begrenztes Angebot mit geringer Differenzierung/Spezialisierung in der Tourismusregion Bayern

  • Wenige, hochgradig spezialisierte Angebote in der Tourismusregion Bayern.

Im Anschluss daran wurden die Zukunftsprojektionen unter Einsatz einer ScMI-eigenen Software zu sieben Szenarien geclustert und in eine sog. Zukunftslandkarte eingebettet, die sich durch die drei Dimensionen ‚Winterfokus versus Ganzjahresfokus‘, ‚traditionelle versus dynamische Tourismusbranche‘ und ‚konventionelle versus nachhaltige Wintertourismus-Branche‘ gebildet wurde (vgl. Abb. 1). Zu jedem der sieben Szenarien wurden Aussagen in Form einer Kernbotschaft formuliert (vgl. 4.) sowie zur Bedeutung des jeweiligen Szenarios für das Umfeld, für die Tourist:innen, für die Branche und für die Destinationen. Ebenso wurden Aussagen über mögliche positive und negative Effekte des jeweiligen Szenarios formuliert.

Abbildung 1: Zukunftslandkarte zur Einordnung der Szenarien zur Zukunft des Wintertourismus in 1Bayern 2050
Quelle: BZT 2024.
Abbildung 1:

Zukunftslandkarte zur Einordnung der Szenarien zur Zukunft des Wintertourismus in 1Bayern 2050

Quelle: BZT 2024.

4 Ergebnisse

Im Folgenden werden die sieben Szenarien in die Zukunftslandkarte eingeordnet (vgl. Abb. 2) und es wird jeweils die Kernbotschaft der einzelnen Szenarien zur deren Charakterisierung angegeben (für die detaillierte Darstellung der einzelnen Szenarien vgl. BZT 2024).

Szenario 1: Eingefroren zwischen Gestern und Heute – Wintertourismus in der kurzfristigen Erfolgsfalle

Einordnung: stark traditionell und wenig innovativ – Winterfokus – konventionelle Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: In einer wenig veränderungsbereiten Welt verharrt die Wintertourismus-Branche bei ihren alten Erfolgsrezepten, ohne tragfähige Antworten auf die unsichere Schneesituation zu suchen. Auch die Gäste möchten liebgewonnene Wintererlebnisse beständig wiederholen und reagieren mit Destinationswechseln auf den immer häufiger auftretenden Schneemangel. Obwohl die Anbieter die Weisheit ‚No snow – no show‘ kennen, klammern sie sich an alte Denkmuster und kurzfristige Erfolge, vertun die Chancen für eine Neuausrichtung.

Szenario 2: Kommerzialisierte Winterwelt – Technologie und Ökonomisierung treiben Wintertourismus voran

Einordnung: hoch dynamisch und sehr innovativ – Winterfokus – konventionelle Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: In einem prosperierenden Umfeld steht Wintertourismus hoch im Kurs und es kommt zu einer immer stärkeren Kommerzialisierung. Dabei werden die immer deutlicheren Veränderungen durch den Temperaturanstieg lediglich als Störfaktor für die eigene Profitoptimierung empfunden. Politik und Tourismuswirtschaft reagieren vor allem mit Aufrüstungen zur Klimaanpassung sowie einer technologisch erzeugten Winterumgebung. So kann die notwendige Schneesicherheit gewährleistet werden und ermöglicht beständige Winter(sport)aktivitäten, was den Urlaubsregionen und damit den Menschen vor Ort wirtschaftlich zugutekommt.

Szenario 3: Schneegebundener Wintertourismus adé – Desinteresse und mangelnde Anpassung führen in die Krise

Einordnung: stark traditionell und wenig innovativ – Ganzjahresfokus – konventionelle Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: In einem wirtschaftlich angespannten Umfeld verliert der Wintertourismus an Beliebtheit, was an der Preissensitivität und an schwindender Begeisterung der Menschen für Winteraktivitäten liegt. Viele Reisende zieht es auch im Winter eher in andere Destinationen wie Warmwasserregionen. Auch die verbleibenden Gäste geben vor Ort weniger Geld aus, was sich in den Destinationen und für die Menschen vor Ort deutlich negativ bemerkbar macht. Als Reaktion versucht die Tourismusbranche vor allem zu sparen, was die Qualität der Angebote zusätzlich senkt und den Abwärtstrend nochmals verstärkt.

Szenario 4: Ganzjährige Eventisierung – Vielfältige Inszenierungen ersetzen den schneegebundenen Wintertourismus

Einordnung: hoch dynamisch und sehr innovativ – Ganzjahresfokus – konventionelle Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: In einem wirtschaftlich prosperierenden Umfeld setzt sich der Individualisierungstrend fort und die Menschen wollen in ihrer Freizeit – und vor allem im Urlaub – möglichst viel erleben. Der klassische Winter und die damit verbundenen Schneeerlebnisse sind für sie weniger relevant. Die Anbieter in den Destinationen reagieren clever mit der Aufladung ihrer Ganzjahresangebote mit Event-Charakter. Die Auswirkungen des Klimawandels sind somit weniger dramatisch, und wirtschaftlich profitieren die Menschen vor Ort sowie die gesamte Branche.

Szenario 5: Klimaneutrale Schnee-Erlebnisse – High-Tech sichert den nachhaltigen Wintertourismus

Einordnung: hoch dynamisch und sehr innovativ – Winterfokus – nachhaltige Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: Die Priorität für nachhaltige Klimapolitik ist breiter Konsens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ebenso wie die damit verbundenen Kosten. Dennoch wünschen sich viele Menschen einen Traum-Winterurlaub mit vielfältigen Schneeerlebnissen, was durch innovative und klimaneutrale High-Tech sichergestellt werden kann. Die Wintertourismus-Branche stellt sich auch in den Destinationen auf die veränderten Gästeanforderungen ein und bietet entsprechende Angebote mit sichtbarer Zertifizierung. Insgesamt steigt auch die Lebensqualität der Menschen vor Ort.

Szenario 6: Der neue Winter – Winter als Teil des nachhaltigen Ganzjahrestourismus Einordnung: hoch dynamisch und sehr innovativ – Ganzjahresfokus – nachhaltige Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: In einem positiven wirtschaftlichen Umfeld haben alle Akteure verstanden, dass Umwelt- und Klimaschutz unverzichtbar sind. Der Fokus der Angebote hat sich weg von einer reinen Winterorientierung und Schneegebundenheit hin zu Ganzjahresangeboten entwickelt, was von den Gästen sehr gut angenommen wird. Der Einsatz von Technologie ist möglich, steht aber nicht im Mittelpunkt des ‚neuen Winters‘. Den zahlungsbereiten und weltoffenen Besucher:innen sowie den Menschen vor Ort geht es vor allem um eine gesunde Umwelt.

Zu diesem Szenario wurden mit den Szenarien 6a und 6b zwei Subszenarien entwickelt. Bei Szenario 6a spielen Inszenierungen eine wichtige Rolle und Erholungs- und Erlebnisangebote zu fairen Konditionen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Hingegen liegt bei Szenario 6b der Fokus auf einer professionellen Ökologisierung, d. h. der Einsatz von Technologie ist möglich, steht aber nicht im Mittelpunkt. Den zahlungsbereiten und weltoffenen Gästen sowie den Menschen vor Ort geht es vor allem um eine gesunde Umwelt.

Szenario 7: Winter jenseits der Kommerzialisierung – Ganzjahrestourismus im Einklang mit Natur und Mensch

Einordnung: stark traditionell und wenig innovativ – Ganzjahresfokus – nachhaltige Wintertourismusbranche

Kernbotschaft: Die offensichtliche Klimakrise hat Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen zum Umdenken und sichtbaren Handeln gebracht. Konsum und Reisen werden von den Menschen bewusst reduziert und verändert, um die Umwelt bei ihrer Freizeitgestaltung möglichst schonend zu behandeln. Die Wintertourismusbranche konzentriert sich auf nachhaltige, ressourcenschonende Ganzjahresangebote und entspricht mit individuellen und naturnahen Angeboten den geänderten Anforderungen der Tourist:innen sowie der Menschen vor Ort.

Abbildung 2: Zukunftslandkarte mit Einordnung der Szenarien zur Zukunft des Wintertourismus in Bayern 2050
Quelle: BZT 2024.
Abbildung 2:

Zukunftslandkarte mit Einordnung der Szenarien zur Zukunft des Wintertourismus in Bayern 2050

Quelle: BZT 2024.

5 Diskussion

Die Ergebnisse zeigen die Charakteristika der einzelnen Szenarien. Diese dienen als Grundlage für strategische Überlegungen auf verschiedenen Ebenen des bayerischen Wintertourismus und kann Entscheider:innen und Stakeholder:innen aus Politik und Wirtschaft auf lokaler, regionaler und ggf. einzelbetrieblicher Ebene helfen, aus den möglichen Zukünften Konsequenzen für eigene Tätigkeiten abzuleiten. So können Chancen und Herausforderungen besser bewertet und Entscheidungen für die Zukunft fundierter getroffen werden, um den bayerischen Wintertourismus proaktiv mit starken Impulsen und Ideen möglichst resilient in die Zukunft zu führen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es nicht das eine Szenario gibt, das für alle Akteure und Destinationen im Wintertourismus Bayerns angestrebt werden sollte. Vielmehr ist die Wahl des passenden Szenarios abhängig von den jeweiligen regionalen, lokalen und ggf. auch betrieblichen Rahmenbedingungen. In diesem Sinne können die Szenarien als Grundlage für strategische Überlegungen dienen und Entscheider:innen aus Politik und Wirtschaft auf regionaler Ebene helfen, sich zukunftsfähig auszurichten. Sie sind als Denkanstöße zu verstehen und sensibilisieren à priori für mögliche Veränderungen und Handlungsbedarfe in der Zukunft.

Auch wenn es nicht das eine ‚richtige‘ Szenario für alle Wintertourismusregionen in Bayern gibt, haben die Mitglieder des Szenario-Teams bereits während des Erarbeitungsprozess basierend auf den Zukunftsprojektionen der Schlüsselfaktoren die Gegenwartsnähe, die Erwartbarkeit und die Erwünschtheit der Szenarien eingeschätzt. Insgesamt wurden dem Szenario 2 (kommerzialisierte Winterwelt) und dem Szenario 7 (Winter jenseits der Kommerzialisierung) die größte Gegenwartsnähe zugesprochen. Diese auf den ersten Blick widersprüchliche Einschätzung unterstreicht nochmals, dass aufgrund der unterschiedlichen regionalen, lokalen und betrieblichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Szenarien in Bayern aktuell und in Zukunft in Bayern identifiziert werden können. Als am ehesten erwartbare Zukunft wurden Szenario 6 (Der neue Winter) und Szenario 7 (Winter jenseits der Kommerzialisierung) eingeschätzt. Hingegen wurden Szenario 5 (Klimaneutrale Schnee-Erlebnisse) und Szenario 6 (Der neue Winter) als Wunschszenarien für die Zukunft benannt, d. h. die Mehrzahl der Mitglieder des Szenario-Teams sehen für ihre Region als besonders wünschenswert an. Beide Szenarien haben eine Ausrichtung in Richtung Nachhaltigkeit. Schnee kann, muss aber nicht die Basis des zukünftigen Wintertourismus sein. Als am wenigsten gewünschtes, sehr negatives Szenario wurde von den Mitgliedern des Szenario-Teams das Szenario 1 (Eingefroren zwischen gestern und heute) bewertet. Demnach bestand zumindest im Szenario-Team weitgehend Konsens, dass ein ‚weiter so‘ unter Festhalten am Status-quo kein zukunftsfähiger Weg für den bayerischen Wintertourismus ist.

Das hier vorgestellte Projekt hat gezeigt, dass von einer nach dem bottom-up-Prinzip angelegten Szenario-Analyse wichtige Impulse für die Weitentwicklung des Wintertourismus in Bayern ausgehen können. Wie bereits für den Städte- oder Gesundheitstourismus (BZT 2021 bzw. 2022) hat sich in diesem Projekt gezeigt, dass die Szenario-Analyse ein geeignetes Instrument ist, um mit den beteiligten Akteuren konstruktiv und kreativ mögliche Zukünfte für den Wintertourismus zu entwickeln.

Die in den generierten Szenarien aufgezeigten, grundsätzlich denkbaren und inhaltlich konsistenten Entwicklungspfade sollen nun in einem weiteren Schritt von den Wintertourismusregionen bzw. -destinationen diskutiert werden. Dabei geht es um Fragestellungen wie:

  • Welche Entwicklungen können sich die Beteiligten für ihre jeweilige Destination vorstellen?

  • Welche Entwicklungen sollen unbedingt vermieden werden?

  • Welches Szenario ist denkbar – vielleicht eine Mischung aus verschiedenen Szenarien?

Als Hilfestellung wird das BZT den Interessierten mit einem Zukunfts-Navigator, der online zur Verfügung gestellt wird, einen Einstieg in die Problematik erleichtern. In dieser Online-Befragung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönlichen Einschätzungen in Bezug zu den Wintertourismus-Szenarien ihrer Destination eingeben und erhalten am Schluss eine persönliche Auswertung, die ihnen Hinweise darauf gibt, welches der Szenarien für sie am ehesten geeignet erscheint.

Über die Autoren

Prof. Dr. Jürgen Schmude

Jürgen Schmude ist wissenschaftlicher Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus e.V. (BZT) und war zudem von 1994 bis 1998 Professor für „Wirtschaftsgeographie“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München, von 1998 bis 2008 Lehrstuhlinhaber für „Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung“ an der Universität Regensburg sowie von 2008 bis 2021 Lehrstuhlinhaber für „Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Alfred Bauer

Alfred Bauer ist Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus e.V. (BZT). Von 1986 bis 1997 arbeitete er in leitenden Tätigkeiten in verschiedenen touristischen Destinationen. Von 1997 bis 2024 war er Professor für „Regionale Tourismuswirtschaft und umweltorientierter Tourismus“ an der Fakultät Tourismus-Management der Hochschule Kempten. Zudem war er von 2000 bis 2023 geschäftsführender Vorstand des Mittelstands-Instituts an der Hochschule Kempten e.V. und von 2022 bis 2024 Leiter des Instituts für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung der Hochschule Kempten.

Literatur

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Online erschienen: 2025-06-12
Erschienen im Druck: 2025-09-10

© 2025 bei den Autoren, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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Heruntergeladen am 19.12.2025 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/tw-2025-0001/html
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