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Regionale Gesundheitskonferenzen und Gesundheitsregionenplus in Deutschland: Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualitäten

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Veröffentlicht/Copyright: 10. März 2016

Zusammenfassung:

Regionale Public Health-Probleme erfordern im Lösungsansatz häufig die Vernetzung, Kooperation und Koordination der relevanten Akteure im Gesundheitswesen vor Ort. Kommunale Gesundheitskonferenzen und Gesundheitsregionenplus zielen dabei auf die Optimierung der regionalen Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung. Die Bundesländer setzen wesentliche politische, finanzielle, fachlich-konzeptionelle und gesetzgeberische Rahmenbedingungen für ihr Funktionieren. Die bisherigen Evaluationsstudien zeigen Erfolge in der Kooperations- und Netzwerkbildung auf. Die Wirksamkeit ist von der Strukturqualität und „weichen Faktoren“ abhängig. Auf Grundlage von Bestandsanalysen, Evaluationsstudien und Praxiserfahrungen werden 20 Empfehlungen für die Sicherung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität bei Implementierung und Weiterentwicklung abgeleitet.

Abstract:

Tackling regional public health problems requires networking, cooperation and coordination between the relevant local representatives of the health care system. Health conferences and Health Regionsplus aim to optimise the regional health care and health promotion. The federal states determine the general political, financial, conceptual and regulatory framework for their working. The evaluation studies show positive results of cooperation building and networking. Their effectiveness depends on the quality of structure and soft factors. Based on analyses, evaluation studies and practical experiences, 20 recommendations are given for quality of structure, process, and results regarding to implementation and development.


Korrespondenz: PD Dr. Alfons Hollederer, Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Schweinauer Hauptstr. 80, 90441 Nürnberg, E-mail:

  1. Interessenkonflikt: Der korrespondierende Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt vorliegt.

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Online erschienen: 2016-3-10
Erschienen im Druck: 2016-3-1

©2016 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Frontmatter
  2. Editorial
  3. Regionale Versorgungsunterschiede
  4. Bedarfsgerechte Versorgung – Ein Überblick gängiger Definitionen
  5. Zusammenhang zwischen sozioregionaler Lage und ambulant-ärztlichem Versorgungsbedarf
  6. Regionale Versorgungsunterschiede
  7. Plädoyer für eine regional differenzierte, sektorenübergreifende Versorgung
  8. Evaluation einer regionalen integrierten Vollversorgung mit GKV-Routinedaten – Probleme und Herausforderungen
  9. Regionale Gesundheitskonferenzen und Gesundheitsregionenplus in Deutschland: Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualitäten
  10. Regionale MRSA-Prävalenzen
  11. Ausrichtung innovativer Versorgungskonzepte für multimorbide Patienten
  12. Schulunfälle im regionalen Vergleich
  13. Place of residence and cancer survival in Germany – regional disparities and possible causes
  14. Die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung auf dem Land
  15. Identifikation von schwer zu versorgenden Regionen in der hausärztlichen Versorgung – welche Faktoren müssen wir berücksichtigen?
  16. Kleinräumige und kommunal organisierte Bedarfsplanung als Zukunftskonzept
  17. Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum: Ziele, Chancen, Hindernisse
  18. Lösungsansätze für eine bedarfsgerechte Versorgungsplanung
  19. Strategien zur Überwindung regionaler Versorgungsunterschiede am Beispiel Brustkrebs
  20. (Stipendien-) Programme für Medizinstudierende zur Förderung der Niederlassung im ländlichen Raum
  21. Gesundheit verbessern und fördern – Ein Schwerpunkt in der medizin-geografischen Forschung
  22. Public Health Infos
Heruntergeladen am 23.4.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/pubhef-2016-0008/html?lang=de
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