BGH, Urteil vom 14. 12. 2006 – IX ZR 194/05, Gesellschaftsrechtliche Verrechnung in der Insolvenz
Abstract
Urteil vom 14. 12. 2006 – IX ZR 194/05
1. Die Vorschrift des § 95 Abs. 1 InsO gilt nur für die Aufrechnung selbständiger Forderungen und nicht für die gesellschaftsrechtlich gebotene Verrechnung im Wege der Kontenangleichung.
2. Ist nach dem Gesellschaftsvertrag einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts für den Fall des Ausscheidens eines der Gesellschafter bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen eine Auseinandersetzungsbilanz zum Stichtag zu erstellen, kann der Insolvenzverwalter bei vertragsgerechtem Verhalten der Gesellschafter in der Krise nur ein etwaiges Auseinandersetzungsguthaben des Schuldners zur Masse ziehen.
(Vorgehend: LG Bonn, 4. 2. 2005 – 18 O 248/04; OLG Köln, 19. 10. 2005 – 2 U 28/05)
© Walter de Gruyter
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