Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
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Jörg Peitzker
Zusammenfassung der Diskussion
Zu Beginn der Diskussion wurde einhellig die Präsentation des Konzeptes als positiv eingestuft. Was den Einsatz eines derartigen Gesundheitsfernsehens im Wartebereich einer Arztpraxis angeht, wiesen mehrere Teilnehmer darauf hin, daß „Warten“ in diesem Kontext eine besondere Bedeutung habe, nämlich das sich in Ruhe Vorbereiten auf ein individuelles Arzt-Patientengespräch. Insofern sei es eher kontraproduktiv, den Patienten in dieser Vorbereitungsphase mit neuen Informationen zu versorgen und so eine Atmosphäre ständiger Unruhe zu schaffen. Dies sei die Ursache dafür, daß ähnliche Projekte im Feldversuch gescheitert seien. Auch der Einwand Peitzgers, wonach dieses Konzept geeignet sei, Gesundheitsinformationen gerade im Sinne des Kongeßthemas ohne Sickerverluste zu transportieren, konnte diesen grundsätzlichen Einwand nur wenig relativieren. Für den Zeitpunkt nach dem Arzt-Patientengespräch wurde der Einsatz neuer Medien als positiv eingeschätzt, so z.B. in Form einer Videokassette, anhand der sich der Patient Zuhause zum „Experten“ der eigenen Krankheit machen könne. Ähnliches gelte für Krankenhäuser. Es sei nicht einzusehen, daß dort lediglich das allgemeine Programm konsumiert werde und nicht ein hauseigenes Programm, über das Krankheitsbilder oder auch Inhalte über die Organisation des Hauses, Operationstechniken u.ä. transportiert werden könnte.
© 2016 by Walter de Gruyter Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential