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Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000

  • Jörg Peitzker
Veröffentlicht/Copyright: 11. Oktober 2016

Zusammenfassung der Diskussion

Zu Beginn der Diskussion wurde einhellig die Präsentation des Konzeptes als positiv eingestuft. Was den Einsatz eines derartigen Gesundheitsfernsehens im Wartebereich einer Arztpraxis angeht, wiesen mehrere Teilnehmer darauf hin, daß „Warten“ in diesem Kontext eine besondere Bedeutung habe, nämlich das sich in Ruhe Vorbereiten auf ein individuelles Arzt-Patientengespräch. Insofern sei es eher kontraproduktiv, den Patienten in dieser Vorbereitungsphase mit neuen Informationen zu versorgen und so eine Atmosphäre ständiger Unruhe zu schaffen. Dies sei die Ursache dafür, daß ähnliche Projekte im Feldversuch gescheitert seien. Auch der Einwand Peitzgers, wonach dieses Konzept geeignet sei, Gesundheitsinformationen gerade im Sinne des Kongeßthemas ohne Sickerverluste zu transportieren, konnte diesen grundsätzlichen Einwand nur wenig relativieren. Für den Zeitpunkt nach dem Arzt-Patientengespräch wurde der Einsatz neuer Medien als positiv eingeschätzt, so z.B. in Form einer Videokassette, anhand der sich der Patient Zuhause zum „Experten“ der eigenen Krankheit machen könne. Ähnliches gelte für Krankenhäuser. Es sei nicht einzusehen, daß dort lediglich das allgemeine Programm konsumiert werde und nicht ein hauseigenes Programm, über das Krankheitsbilder oder auch Inhalte über die Organisation des Hauses, Operationstechniken u.ä. transportiert werden könnte.

Published Online: 2016-10-11
Published in Print: 1994-1-1

© 2016 by Walter de Gruyter Berlin/Boston

Heruntergeladen am 29.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/comm-1994-2-313/pdf
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