Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
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Hademar Bankhofer
und Marianne Koch
Zusammenfassung
Eingangs der Diskussion wurde Unterhaltung definiert als das, was Betroffenheit herstellt und Interesse weckt, was ans Medium fesselt und ein Wohlgefühl sowohl in der Spannung als auch im Amüsement erzeugt. Da es sich hierbei um sehr individuelle Empfindungen handele, solle im Bereich der Gesundheit eher die Verständlichkeit als das „Unterhaltsame“ als Maßstab dienen. Hierzu gehöre vor allem eine verständliche Sprache anstelle von medizinischem Fachchinesisch und die Annahme lediglich rudimentären medizinischen Basiswissens des Konsumenten.
Im Bereich Gesundheit wird in verschiedenartigster Form unterhalten, wobei zwischen Formen, die Gesundheitsinformationen transportieren und aufklären wollen, und Formen, bei denen die Gesundheit lediglich den Rahmen einer Spielhandlung bildet, wie z.B. bei Arztserien oder Arztromanen, differenziert werden muß. Aus Letztgenannten resultiert eher eine Desinformation, die letztlich ihre Ursache in der weitverbreiteten Sprachlosigkeit zwischen Arzt und Patient hat. Fragen der gesundheitlichen Vorsorge eignen sich hervorragend für einen Transport via Fernsehunterhaltung, wobei hier neben der Sprache die Art der Präsentation (z.B. als Quiz) sehr wichtig erscheint, um die ganze Aufmerksamkeit des Zuschauers über einen Zeitraum zu binden. Es wurde positiv angemerkt, daß Publikationen über Gesundheit grundsätzlich dazu anregen, daß die Konsumenten dieser Publikationen in den Dialog mit dem Arzt treten und ein Vertrauensverhältnis begründen/verstärken.
© 2016 by Walter de Gruyter Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential