Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
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Elisabeth Pott
und Monika Härle
Zusammenfassung
Aufklärung beinhaltet Informationen auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis zum Thema Gesundheit. Sie soll das Bewußtsein für gesund- und krankmachende Zusammenhänge schärfen. Um den Adressaten für die persönlichen Vorteile einer gesunden Lebensweise zu sensibilisieren, muß Aufklärung über die seriöse Informationsvermittlung auch zeigen, wie gesundheitsförderndes Verhalten in den Alltag integriert werden kann und wie Ohnmachtsgefühle und Ängste überwunden werden können. Hierzu bieten sich einzeln ausdifferenzierte Kampagnen zu speziellen Gesundheitsproblemen an, die ihre volle Wirkung im Sinne einer Verhaltensänderung dann erzielen, wenn eine entsprechende Infrastruktur vor Ort (z.B. eine Beratungsstelle) vorhanden ist.
Werbung mit Gesundheit und Vermarktung von Gesundheit ist von Aufklärung klar zu unterscheiden. Bei derartigen Strategiezielen liegt es durchaus im Interesse, zunächst Ängste auszulösen bzw. bereits vorhandene Ängste zu verstärken, um ein Produkt besser verkaufen zu können. Da Angst aber keine konkrete Verhaltensorientierung bietet, sind die auf diese Weise ausgelösten Reaktionen oft nicht im Sinne einer bewußten, gesundheitsgerechten Entscheidung zu werten.
Auch Produkte, die selbst mit Gesundheit gar nichts zu tun haben, werden mit gesundheitsbezogenen Werbestrategien angeboten. Hier wird eine Verantwortungsethik von Werbetreibenden und Medienmachern gefordert.
© 2016 by Walter de Gruyter Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential
Artikel in diesem Heft
- Titelei
- Inhalt
- Editorial
- Begrüßung
- Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“
- Teil I. Gesundheit und Lebensstil
- Vortrag: Gesundheitskultur im Alltag: Sprachloses Leid. Zur existentiellen Dimension von Kommunikation
- Vortrag: „Public Health and Media“
- Artikel: Health Information Dissemination in the Information Age: Media, Messages and Roles
- Teil II. Gesundheit und Werbung
- Vortrag: Wochenmarkt Gesundheit: Aufklärung oder Vermarktung
- Vortrag: Keine Medikation ohne Kommunikation
- Teil III. Gesundheit: Information und Desinformation
- Vortrag: Gesundheit durch Unterhaltung - Ist das möglich?
- Präsentationen. Moderation: Prof. Hademar Bankhofer
- Pharmaindustrie im politischen Kreuzfeuer: Tierversuche - Gentechnik - klinische Prüfungen - Risikokommunikation als unternehmerische Notwendigkeit
- Gesundheitsfernsehen: Wartezimmer 2000
- „Leichter leben“
- Das Thema Tierversuche im Fernsehen - Meinungs-(Angst)mache durch Manipulation
- Neue Konzepte zur Gesundheitsentwicklung am Beispiel der Filmreihe „Kunst des Heilens, Kunst des Lebens“
- Publikumsveranstaltung. Thema: Ab morgen soll ich gesünder leben Fernsehen und Zeitschriften als Gesundheitspotential