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Vortrag: „Gesundheit und Kommunikation“

  • Ellis Huber und Alphons Silbermann
Veröffentlicht/Copyright: 11. Oktober 2016

Zusammenfassung

Psychosoziale Befindlichkeitsstörungen und Angst des Patienten vor dem Arzt - verstanden als eine „Kommunikationskrankheit“ - nehmen zu. Der gesunkene Stellenwert des Kommunikativen im Arzt-Patientenverhältnis liegt einerseits an den aufgrund des fortschreitenden Säkularisierungsprozesses gestiegenen Aufgaben des Arztes. Wurden Fragen des Seelenheils früher durch Religion(en) abgedeckt, ist heute der Arzt auch bei seelischen Nöten des Patienten gefordert. Andererseits hat sich in der Vergangenheit die Ausbildung des Arztes von einem eher ganzheitlichen Ansatz, der bei Krankheiten eine Interdependenz von Körper und Seele annimmt, zum Bioingenieur verschoben. Eine entsprechende Wiederbelegung kommunikativer Fähigkeiten in der Ausbildung zum Arzt kann durch kollektive Kommunikation zwischen Gruppen - Ärztekammern, Kassen, Gesetzgeber etc. - beeinflußt werden.

Published Online: 2016-10-11
Published in Print: 1994-1-1

© 2016 by Walter de Gruyter Berlin/Boston

Heruntergeladen am 29.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/comm-1994-2-305/pdf
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