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Gekommen um zu bleiben?

Onboarding an der Universitätsbibliothek Magdeburg: Ein autoethnographischer Fallbericht
  • Carina Kröber ORCID logo EMAIL logo and Linda Thomas ORCID logo
Published/Copyright: September 3, 2025
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Abstract

Während die Fachkräftegewinnung und -sicherung ein zentrales und hochaktuelles Thema für Bibliotheken ist (Berghaus-Sprengel & Söllner 2022), bietet der Onboardingprozess neuer Mitarbeitender einen elementaren Grundstein für Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit (Bauer & Erdogan 2011). In der vorliegenden Studie wird das Onboarding einer neuen Mitarbeiterin an der Universitätsbibliothek Magdeburg autoethnographisch analysiert und reflektiert. Die Ergebnisse sollen dabei unterstützen, schwer greifbare soziale und kulturelle Prozesse darzustellen (Ellis et al. 2010; Hofstede et al. 2017) und Schlüsselfaktoren für zukünftige Neuanstellungen in Bibliotheken zu skizzieren.

Abstract

With recruitment and retention of skilled staff being a central, highly topical issue for libraries (Berghaus-Sprengel & Söllner, 2022), the onboarding process of new employees is a fundamental building block for successful staff retention and job satisfaction (Bauer & Erdogan, 2011). Using an autoethnographic approach here, the onboarding process of a new staff member at the university library in Magdeburg is reflected and analysed. The results are aimed at outlining the rather elusive social and cultural processes during onboarding (Ellis et al., 2010; Hofstede et al., 2017) and describing key factors for successful library staff recruitments in the future.

1 Anlass und Ziel der Studie

36 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhält Kündigungen vor dem ersten Arbeitstag (Haufe 2023). Im öffentlichen Dienst können sich 80 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitgeberwechsel vorstellen, aus den Gründen einer besseren Bezahlung, höheren Flexibilität, moderneren Ausstattung sowie Anerkennung und Wertschätzung (Next:public 2022). Jährlich wird der Anteil an nicht besetzten Stellen im öffentlichen Dienst größer, wodurch die Funktionsfähigkeit in Zukunft gefährdet sein kann. Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung sind essentielle Faktoren, um die Arbeitgeberattraktivität im öffentlichen Dienst zu erhöhen. Pre- und Onboarding können hierbei als geeignete Maßnahmen einer Fluktuation entgegenwirken (Immich 2025). Ein erfolgreicher Onboardingprozess ist für alle Beteiligten bedeutsam, da er langfristig zur Erhöhung von Arbeitsleistung, Arbeitszufriedenheit, organisationalem Commitment und dem Verbleib im Unternehmen führen kann (Bauer & Erdogan 2011). Ziel dieser Studie ist es, den (eigenen) Onboardingprozess in der Universitätsbibliothek Magdeburg autoethnographisch zu berichten und Schlussfolgerungen über den Onboardingerfolg zu treffen, sowie Schlüsselfaktoren für zukünftige Einstellungsprozesse in wissenschaftlichen Bibliotheken aufzuzeigen.

2 Onboarding

Onboarding bezeichnet die Integration neuer Mitarbeitenden in eine Organisation und löst, unter anderem durch den stärkeren Fokus auf soziale Aspekte, den früheren Begriff der Einarbeitung ab (Moser et al. 2018). Konkrete Maßnahmen der Unternehmen enden häufig mit dem Ende der Probezeit, welches einen wichtigen Zeitpunkt im Arbeitsverhältnis markiert (Lohaus & Habermann 2016), obwohl aus Forschungssicht Neuangestellte der letzten zwei Jahre als Newcomer angesehen werden (Klein et al. 2015). Während Onboarding durch gezielte Maßnahmen des Unternehmens bestimmt wird, handelt es sich bei dem nahestehenden Konstrukt der betrieblichen Sozialisation eher um einen inneren Prozess (ebd.), der durch das Individuum und das Unternehmen bestimmt wird, damit eine erfolgreiche Arbeitsbeziehung entstehen kann (Van Maanen & Schein 1979). Auf Seiten des Individuums beeinflussen vor allem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale (proaktiv, extrovertiert, offen) und Verhaltensweisen (informations- und feedbacksuchend, beziehungsaufbauend) eine erfolgreiche Sozialisation, sowie vorangegangene Erfahrungen. Unternehmen können hierbei durch strukturierte Onboardingmethoden sowie durch die gezielte Förderung des sozialen Austauschs und einer realistischen Tätigkeitsvorschau während der Rekrutierung unterstützen. Eine erfolgreiche Arbeitsbeziehung spiegelt sich auf kurze Sicht durch Rollenklarheit, Selbstwirksamkeit, soziale Integration und dem Verstehen der Unternehmenskultur wider, auf lange Sicht durch Mitarbeiterbindung (Bauer & Erdogan 2011). Diese kurzfristigen Ziele des Onboardingerfolgs können äquivalent durch die Faktoren Rolle, Beziehung und Unternehmen erfasst werden, während der unternehmensspezifische Faktor engmaschiger in Kultur und Struktur unterteilt werden kann (Cooper-Thomas et al. 2020). Was den Beziehungsfaktor betrifft, so ist anzunehmen, dass Vorgesetzte hierbei eine besondere Rolle spielen, da sie gerade zu Beginn des Arbeitsverhältnisses für den Onboardee von besonderer Bedeutung sind (Moser et al. 2018), sowie fortwährend im Arbeitsprozess eine wichtige Größe für die Arbeitszufriedenheit darstellen (Kröber & Dick 2025), sodass sich ihr Einfluss von dem der Kolleg*innen unterscheidet (Adams et al. 2018).

2.1 Onboarding in (wissenschaftlichen) Bibliotheken

Für ein erfolgreiches Onboarding sollten Spezifika der Organisation berücksichtigt werden, in diesem Fall einer wissenschaftlichen Bibliothek als forschungsnaher Dienstleister, der durch die digitale Transformation schnell auf Änderungen reagieren muss. Dadurch treffen Charakteristika der öffentlichen Verwaltung und der agilen Organisation aufeinander (Düren 2015). Bibliotheksarbeit kann grob in folgende Handlungsfelder unterteilt werden: Erwerbung, Erschließung, Kuratieren, Digitalisieren, Langzeitarchivieren, Informations- und Medienvermittlung, IT-Dienste und Nutzerberatung (Sühl-Stromenger et al. 2024). Während Kernkompetenzen dem Berufsfeld erhalten bleiben, bringt der Wandel zu einer Schlüsselrolle im Informations- und Wissensmanagement zahlreiche Herausforderungen mit sich, sodass immer mehr disziplinübergreifende Kompetenzen wie psychologisches Geschick, Ideenreichtum und analytisches Denken in den Fokus der Bibliotheksarbeit rücken (Vecera 2020). Ein Mangel an geeigneten Bewerber*innen bei gleichzeitiger Reduktion von Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten erschwert es, vor allem diejenigen Positionen zu besetzen, die einen Studienabschluss benötigen (Berghaus-Sprengel & Söllner 2022), was dazu führt, dass es zu fachfremden Rekrutierungen kommt, die eine Nachqualifizierung benötigen, sodass Aspekte wie strategische Personalentwicklung, Arbeitgeberattraktivität und Schaffung von Wettbewerbsvorteilen zunehmend an Bedeutung gewinnen (Söllner 2024). Beim Onboardingprozess in Bibliotheken können bibliotheksbezogene, funktionsbezogene und mitarbeiterbezogene Faktoren unterschieden werden. So sollte nicht nur das Onboarding, sondern auch die Stelle möglichst auf die einzutretende Person mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen abzielen, um gleich zu Beginn eine starke berufliche Bindung zu initiieren. Funktionsbezogen spielen vor allem die Netzwerke eine Rolle, in welchen die Bibliothek verankert ist, sowie die Erwartungen an den Onboardee in Bezug auf die Tätigkeitsausübung (benötigt es eher Grundkenntnisse oder Spezialwissen?), gefolgt von der Planung geeigneter Qualifizierungsmaßnahmen. Übergeordnetes Ziel ist es, die Interessen des neuen Mitarbeitenden mit denen der Bibliothek in Einklang zu bringen, um eine langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen (Becker 2006). Diese oftmals impliziten Erwartungen spielen bereits im Bewerbungsgespräch eine Rolle (psychologischer Vertrag), was die Bedeutung einer bewussten und rechtzeitigen Onboardinggestaltung zur Mitarbeiterbindung verdeutlicht (Raeder 2007).

2.2 Operationalisierung von Onboarding

Onboarding lässt sich in drei aufeinanderfolgende Phasen gliedern: die Vor-Eintritts-Phase, die Eintrittsphase und die Metamorphose. Zu der Vor-Eintritts-Phase, auch Preboarding genannt, zählen alle Erfahrungen, die die zukünftigen Mitarbeitenden im Bewerbungsprozess und nach Vertragsabschluss sammeln (Brenner 2020). Durch ein aktives Preboarding wird den zukünftigen Mitarbeitenden nicht nur Wertschätzung entgegengebracht, sondern auch das Risiko des Nichtantritts der Stelle reduziert (Hamm et al. 2021). Die darauffolgende Eintrittsphase beginnt ab dem ersten Arbeitstag, während die Metamorphose die Zeit der weitestgehend erfolgten Anpassung beschreibt, in der die Newcomer nicht mehr direkt als solche erkennbar sind (Lohaus & Habermann 2016). Allgegenwärtig einflussnehmend ist der psychologische Vertrag, der die Arbeitsbeziehung interpretiert, der über den eigentlichen Vertrag hinausgeht und unausgesprochene Erwartungen, Versprechen und Verpflichtungen von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite mit sich bringt (Raeder 2007). Onboarding verläuft nicht linear, sondern in Phasen, die sich zum einen nach der Chronologie und zum anderen nach Ereignissen richten (Ashforth 2012). Um eine möglichst ganzheitliche Betrachtung des Onboardingprozesses vorzunehmen, lohnt sich die gleichzeitige Berücksichtigung des Phasenverlaufes in zeitlicher und inhaltlicher Perspektive. Inhaltlich kann hierbei zwischen fachlicher, administrativer, sozialer und kultureller Dimension unterschieden werden (Abbildung; Gerhardt et al. 2022 zit. nach Sander et al. 2023).

Abb.: Onboarding als dynamischer, mehrdimensionaler Prozess (Gerhardt et al. 2022, S. 108, zit. nach Sander et al. 2023).
Abb.:

Onboarding als dynamischer, mehrdimensionaler Prozess (Gerhardt et al. 2022, S. 108, zit. nach Sander et al. 2023).

3 Ausgangssituation und Untersuchungsgegenstand

Eine neue Mitarbeiterin greift ihre Tätigkeit als Referentin der Bibliotheksdirektorin ab Januar 2025 in der Universitätsbibliothek (UB) der Otto-von-Guericke Universität (OVGU) Magdeburg auf, die 1993 nach einem Zusammenschluss von drei Bibliotheken entstanden ist. Die UB Magdeburg beschäftigt 55 Mitarbeitende in vier Abteilungen (IT-Anwendungen, Medienbearbeitung, Informationsdienste und Digitale Services, Direktion) und ist die zweitgrößte Bibliothek in Sachsen-Anhalt. Das aktuelle Gebäude der UB wurde 2003 eröffnet, während im Oktober 2024 eine feierliche Wiedereröffnung nach zweijähriger umfangreicher Renovierung stattfand (Universitätsbibliothek der Otto- von- Guericke Universität 2025). Diversität und Vielseitigkeit charakterisieren das Team der UB, sodass verschiedene Altersgruppen, fachliche Disziplinen und kulturelle Hintergründe den Alltag bereichern. Bibliotheksdirektorin Linda Thomas hat im Jahr 2021 ihr Amt angetreten und begleitet die UB seither auf ihrem Weg in einen zukunftsweisenden, bedarfsorientierten Lern- und Austauschort, an dem Wachstum, Gemeinschaft und Visionen zusammentreffen. Ein wichtiger strategischer Fokus der UB Magdeburg ist dementsprechend die fortwährende Anpassung und Weiterentwicklung ihrer Services zugunsten der Nutzerbedürfnisse und -erfordernisse (Thomas 2019). Die neue Referentin der Bibliotheksdirektorin ist fachfremde Quereinsteigerin und seit 2012 Teil der OVGU. Nach ihrem Bachelor- und Master-Studium in Psychologie war sie zuletzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Lehrstuhl für Betriebspädagogik tätig. Dementsprechend war ihr vorheriger Arbeitsalltag durch die klassischen Merkmale der Wissenschaft geprägt (Flexibilität, Eigenverantwortlichkeit, Ergebnis- statt Zeitorientierung, Befristung, unregelmäßige Arbeitszeiten, sich verändernde Strukturen und Abläufe, Unvorhersehbarkeit; Herrmann & Frey Cordes 2020; Lozo et al. 2015). Dadurch, dass sie zuvor bereits Teil der Gesamtorganisation gewesen ist, waren ihr die UB Magdeburg sowie verschiedene Charakteristika der OVGU (als Studentin und Mitarbeiterin) bereits bekannt. Die Stelle zur Referentin der Bibliotheksdirektorin war zuvor bereits zwei Mal ausgeschrieben, bevor sich das jetzige „Match“ finden durfte. Dabei wurde die Stellenausschreibung bewusst so verfasst, dass sich auch fachfremde Personen angesprochen fühlen.

4 Methode

Bei der autoethnographischen Analyse, die sich zwischen Autobiographie, Ethnographie und kultureller Analyse bewegt, werden persönliche Erfahrungen in einer qualitativen, subjektiven und narrativen Vorgehensweise reflektiert, um kulturelle, soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge darzustellen, wodurch vor allem schwer messbare und nicht sichtbare Faktoren erschlossen werden können (Ellis et al. 2010). Durch wissenschaftliche Reflexion können subjektive Eindrücke mit theoretischen Hintergründen reflektiert und methodisch ausgewertet werden. Reflexivität nimmt innerhalb der Autoethnographie eine besondere Bedeutung ein, sodass sich die forschende Person ihrer Doppelrolle bewusst bleiben muss, bei der sie stetig auch ein Subjekt in der Forschung bleibt (Adams et al. 2017). In der vorliegenden Studie wurde sich bei der Datenerhebung für die analytische Autoethnographie (Anderson 2006) entschieden, die soziale Phänomene anhand eigener Erfahrungen analysiert und erklärt, während die forschende Person eine reflexive und erkenntnisleitende Rolle einnimmt. Dieses Vorgehen bietet den Vorteil einer systematischen Herangehensweise bei bereits zugrundeliegender Theorie- und Methodenverankerung (ebd.). Nach der subjektiven, reflexiven und theoriebezogenen Erhebung wurden die Daten anschließend qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet (Mayring 2022). Diese Kombination der Verfahren verbindet Erfahrung und Subjektivität mit einer systematischen, nachvollziehbaren Auswertung. Die qualitative Inhaltsanalyse bietet den Vorteil einer induktiven Ergänzung (bei deduktivem Vorgehen), während die autoethnographischen Texte auf relevante Stellen hin untersucht werden können (Weber & Wernitz 2021).

4.1 Durchführung und Auswertung

Ab der ersten Arbeitswoche (Januar 2025) wurden Tagebucheinträge, Gedächtnisprotokolle und Memos angefertigt, da bereits zu diesem Zeitpunkt eigenes Interesse an einer Auto-Reflektion des Onboardingprozesses bestand. Für die Vorbereitung des Forschungstagebuches wurden Orientierungsfragen anstelle von Leitfragen gewählt. Das Preboarding (ab Oktober 2024) wurde retrospektiv beleuchtet. Die Häufigkeit der Dokumentation gestaltete sich variierend, je nach theoriegeleiteter Bedeutsamkeit der zeitlichen Phasen (Brenner 2020; Ashforth 2012). So erfolgten ausführliche Verschriftlichungen zum Zeitpunkt des ersten Arbeitstages, nach der ersten und zweiten Arbeitswoche, nach dem ersten Arbeitsmonat und fortlaufend einmal pro Monat bis zum Ablauf der Probezeit (Januar bis Juni 2025). Die Dokumentation orientierte sich zum einen an Besonderheiten, die nahe an der jeweiligen Situation direkt festgehalten worden sind (Stichpunkte, Sprachnotizen) und zum anderen an der zeitlichen Planung entsprechend eines objektiven Onboardingverlaufes in detaillierter Form. So konnten jegliche prägende Einflüsse mit aufgegriffen werden, sei es Alltagsgeschäft, Gespräche, Meetings, Pausenzeiten, räumliche Gegebenheiten oder externe Termine. Zur Analyse standen vornehmlich eigene Notizen zur Verfügung, die durch Dokumente (wie Organigramm, Vertragsunterlagen) und organisationsbezogene Artefakte (Gegenstände, Dekorationen, Fotographien) ergänzt wurden. Zur Datenauswertung wurden zunächst Kategorien gebildet, bevor eine Codierung entlang dieser und eine thematische Analyse erfolgten. Anschließend wurde entsprechend der Fragestellung zusammengefasst, expliziert und interpretiert (Mayring 2022). Zur Kategorienbildung wurde Onboarding als dynamischer mehrdimensionaler Prozess berücksichtigt, sodass die Dimensionen (fachlich, administrativ, kulturell, sozial) Berücksichtigung fanden (Sander et al. 2023).

5 Ergebnisse

Nachfolgend werden die Ergebnisse in chronologischer Reihenfolge unter Beachtung der inhaltlichen Onboarding-Dimensionen (ebd.) berichtet. Die Darstellung umfasst aus Kapazitätsgründen die subjektiv relevantesten Befunde und erfolgt bewusst aus der Ich-Perspektive.

5.1 Mut zur Bewerbung? Das Preboarding

Die Stelle fasziniert mich, doch es plagen mich Zweifel, ob ich ihr gerecht werden kann. Entspreche ich wirklich dem Anforderungsprofil? Die Stellenausschreibung passt irgendwie nicht zu 100 Prozent zu mir. Bauplanung, Haushaltsrecht, Fachreferat, öffentliche Verwaltung. Einige Worte machen mich nervös. Das ist alles völlig anders als in der Wissenschaft! Ich frage bei Familie und Freunden nach, ob sie mich dort sehen. Voller Hoffnung ging die Bewerbung letztlich raus und wurde mit einer Gesprächseinladung belohnt (Oktober 2024). Vom Gespräch an sich fehlen mir fast jegliche Erinnerungen, so aufgeregt war ich in einem Raum mit fünf Personen, die ich zu überzeugen versuchte, ohne zu wissen, ob ich wirklich (gut) genug bin. Die ersten Selbstzweifel legten sich nach der Zusage, weitere durch die Zeit bis zum Arbeitsstart im Januar 2025. In den fast drei Monaten blieb ich in engem Kontakt zu meiner neuen Vorgesetzten. Wir führten Gespräche zu zweit und klärten, was uns in einer Zusammenarbeit am wichtigsten ist – offen, transparent und auf Augenhöhe. Ich wurde zu einer Veranstaltung eingeladen und konnte schon einmal „Bibliotheksluft“ schnüffeln und Dynamiken aus der Ferne beobachten. Ich weiß, dass vor Weihnachten besonders viel bei meiner neuen Chefin anstand, dennoch war sie immer für mich erreichbar, geduldig und respektvoll. Pünktlich vor meinem ersten Arbeitstag besprechen wir, wann wir uns zum Start sehen. Ich bin beeindruckt, dass Frau Thomas sich nach mir richtet, wann ich am ersten Tag anfangen möchte.

5.2 Kamera läuft! nach schlafloser Nacht (1. Arbeitstag)

Mindestens zwei Wochen zuvor steigerte sich meine Aufregung bereits und fand ihren Höhepunkt in einer schlaflosen Nacht vor dem ersten Arbeitstag. Obwohl ich wie geplant das Haus verließ, unterschätzte ich den Montagmorgen-Post-Feiertagsverkehr (denn den Wochenbeginn verbrachte ich zuvor meist im Home Office) und kam zehn Minuten später als angekündigt. Voller Scham und Schuldgefühle informierte ich Frau Thomas noch von unterwegs und hoffte, dass sie mir nicht direkt kündigt und mich nach Hause schickt. Sie reagierte gelassen, humorvoll und freundlich. Ich war zutiefst dankbar und beruhigt. In der UB angekommen, begrüßte sie mich lächelnd und führte mich in mein wunderschönes, modernes und voll ausgestattetes Büro (an dem bereits mein Name angebracht war). Nach einem kurzen Gespräch lässt sie mich erst mal ankommen. Die ergonomische Raumgestaltung fällt mir sofort auf – höhenverstellbarer Schreibtisch, zwei verschiedene Stühle, sinnvolle Möbelpositionierung. Alles ist vorhanden und hergerichtet (Arbeitsmaterialien, Passwörter). Nun geht es darum alles einzustellen und zu personalisieren. Transponder abholen, „Laufzettel“ bearbeiten, Handhabung von drei Bildschirmen und drei Telefonen, sowie die Umstellung des Mailpostfaches und Einrichten des neuen Laptops beschäftigen mich (und zahlreiche Kolleg*innen) noch über Tage. Von den Kolleg*innen lerne ich nicht gleich alle kennen, sondern komme zunächst mit denen in Kontakt, mit denen sich Aufgaben überschneiden. Ein längeres Gespräch mit Frau Thomas wirkt erfrischend inmitten des Organisationschaos. Sie gibt mir diverse Hilfestellungen zur Hand (Organigramm, Fachlektüre) und bittet mich darum, ein Online-Meeting am Nachmittag wahrzunehmen (Austausch zwischen Ausbildungsbibliotheken). Ich sage zu, trotz Skepsis, inwieweit ich als Neuangekommene einen produktiven Beitrag leisten könnte. Doch nach einem humorvollen Einstieg (der durch die Justierung der Möglichkeit von drei verwendbaren Kameras zustande gekommen ist), bin ich überrascht, wie viel ich aus dem Meeting mitnehmen kann (auch wenn ich wahrscheinlich nicht viel geben konnte).

5.3 „Ich erwarte erst mal gar nichts“ (1. Arbeitswoche)

Die erste Woche steht im Fokus der Administration. Ich lese viel und versuche Dinge zu verstehen. Mit Frau Thomas habe ich täglich Gespräche, in denen ich all meine Fragen loswerden kann und unter Beachtung, dass die Gespräche nicht zu viel für mich werden. Ich fühle mich teilweise unproduktiv und wenig gebend, sodass Sorge resultiert, dass ich Erwartungen und Zielen (noch) nicht gerecht werde. Frau Thomas beruhigt mich und versichert mir, dass sie in den ersten Monaten völlig erwartungsneutral ist. Am vierten Tag nahm unsere Direktionsassistentin mich mit auf einen Rundgang durch das Haus, inklusive der Vorstellung aller Kolleg*innen, was Stunden in Anspruch nahm. Natürlich konnte ich mir bei weitem nicht alle Namen merken, doch war dankbar, dass jetzt alle offiziell wussten, dass ich da bin und ich nahezu jedes Gesicht einmal sah. Am ersten Tag hätte eine Überforderung meine Dankbarkeit womöglich überschattet. Nun konnte ich es genießen, als mich meine Kolleg*innen zum Mittagessen mitnahmen. Wie stark der Zusammenhalt ist, wurde mir erstmals klar, als nach einer gemeinsamen Putzaktion ein Ring verschwunden ist und alle Kolleg*innen die Hoffnung nicht beilegten, sondern tagelang eigenständig suchten bis der Ring wiedergefunden wurde.

5.4 LBS ist nicht nur eine Bausparkasse (2. Arbeitswoche)

Ich muss mich daran gewöhnen, das erste Mal in meinem Leben eine (digitale) Zeiterfassung zu verwenden. Noch immer vergesse ich manchmal, mich nach der Pause wieder einzuloggen. Mir wird klar, wie bedeutsam Abkürzungen und „Insider“-Worte im Arbeitsleben sind (LBS, EBS, ZSN, DINI, DDC, LSY, BKL, DBV, VDB, Bibliocon, Aushebung, Magazin und Gruft, Freihand, Loseblattsammlung, Akzession, u.v.m.) und Stück für Stück lerne ich zu verstehen. Unsere IT-Programme überwältigen mich, denn allein intern haben wir mehr als acht verschiedene eigene Tools, die mitunter Namen der „Simpsons“ tragen (BART, LISA, Milhouse), was zunächst das Einzige ist, was mich an ihnen erfreut. So langsam wird mir klar, dass es nicht nur eine einzelne Teamkultur bei uns gibt, sondern dass die Abteilungen ganz divers sind. Besonders deutlich wird dies auch an der Gruppenraumnutzung und -gestaltung. Wir haben mehrere Küchen und Badräume, die unterschiedlich eingerichtet und strukturiert sind. Während die eine Etage eher einem Laissez Faire-Stil zu folgen scheint, gibt es auf der anderen Etage klare Regeln und Struktur, die auch gerne durch Schilder verdeutlicht werden („Licht bitte ausschalten“ nach WC-Nutzung, Spülmaschine bis 13:30 Uhr einräumen).

5.5 Sprung ins kalte Wasser mit Rettungsweste (1. Monat)

Ich lerne unsere Universität aus einer anderen Perspektive kennen und nehme an verschiedenen einrichtungsübergreifenden Meetings teil. Während ich zuvor eher mit den wissenschaftlichen Bereichen in Kontakt kam, erhalte ich nun Einblicke in das Verwaltungssystem und die verschiedenen Kanzlerinnen-Bereiche. Mein Fachreferat wird mir übergeben und, obwohl mir jederzeit alle Kolleg*innen für Fragen freundlich zur Verfügung stehen, merke ich, dass ich jede Aufgabe erst einmal praktisch durchführen muss, damit es wirklich in meinem Kopf bleibt. Wissensanwendung erfolgt hier zunächst vornehmlich im Bereich der Erwerbungsvorschläge und Notationsvergabe. All diese neuen Aufgaben wecken manchmal Selbstzweifel in mir. Bestärkt werde ich durch Aufgaben, die mir bereits vertraut sind (Bewerbendenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Eventplanung, strategische Aufgaben). So langsam begreife ich die Struktur im Tagesgeschäft und werde mit dem internen Meeting-Rhythmus vertraut (Abteilungsleitungen, Fachreferate, Jour Fixe intern und extern). Im April nehmen wir an der „Langen Nacht der Bibliotheken“ teil, für deren Organisation ich mit verantwortlich bin, sodass die Planung von jetzt an einen Teil des Alltags ausmachen wird. Frau Thomas ist das erste Mal außer Haus, sodass ich sie vertrete, was natürlich aufregend für mich ist. Doch ich bin mir der „Rettungsweste“ bewusst und weiß, dass ich sie im Notfall erreichen kann. Vor allem diese Zeit schweißt mich mehr mit unserem Direktionsteam zusammen (Assistenz, Ökonomie, Poststelle). Weiterhin förderlich für den wachsenden Zusammenhalt scheint mir die Tatsache, dass viele im Gesamtteam neu sind: insgesamt vierzehn Neueinstellungen in den letzten zwölf Monaten. Wir unterstützen uns gegenseitig und finden nicht nur in unsere Rollen rein, sondern gestalten sie aktiv mit.

5.6 „Den wahren Freund erkennt man in der Not“ (2. Monat)

Mein Terminkalender füllt sich und es kommen Software-Schulungen (Bewerbermanagement, Websitegestaltung) hinzu. Ich entwickle ein Bewusstsein dafür, wie umfangreich die Pflege und Instandhaltung unseres Gebäudes ist und wie viele Termine, Entscheidungen und Herausforderungen hieran hängen (Möbelbestellung, Renovierungs- und Reinigungsarbeiten, Raumgestaltung). Gleichzeitig ertappe ich mich dabei, wie viel Bindung ich allein schon für das Gebäude entwickle und genieße unsere morgendlichen Rundgänge, bei denen die Sonnenstrahlen unserer Bibliothek Regenbogen auf den Boden zaubern. An einem Donnerstagmorgen im Büro erfahre ich am Telefon, dass mein Vater verstorben ist. Zitternd und weinend muss ich Frau Thomas sagen, dass ich die Arbeitsstelle sofort verlassen und mich um das private Geschehen kümmern muss, auch wenn es mir schwerfällt, denn ich bin ja neu. Ihre erste Reaktion? Sie nimmt mich in den Arm, beruhigt mich und bietet mir Unterstützung an. Gleichzeitig versichert sie mir, dass dies jetzt Vorrang hat und ich mir all die Zeit nehmen soll, die ich brauche. Trotz der großen Trauer, die mich noch Monate später begleiten wird, spürte ich, dass das ein Schlüsselmoment ist. Ich kann meiner Vorgesetzten vertrauen, sie behandelt mich wertschätzend, gütig und unterstützend, während ich ein Mensch sein darf und nicht nur eine Mitarbeiterin. Ich bin zutiefst dankbar und merke, wie meine Loyalität und mein Respekt ihr gegenüber weiter ansteigen.

5.7 Was macht Bibliotheksmitarbeitende aus? (3. Monat)

Meine Zeit für den „Durchlauf“, den jede neue Person erleben darf und der ca. zwei bis drei Monate parallel zum Alltagsgeschäft erfolgt, beginnt. Im Grunde ist dies eine Art Training on the job (Job Rotation), wobei ich nicht nur die Aufgaben, Arbeitsweisen und Abteilungen kennenlerne, sondern auch privat mit den Kolleg*innen ins Gespräch kommen kann. Ich frage mich, ob es typische Charaktereigenschaften bei Bibliotheksmitarbeitenden gibt (akribisch? strukturiert? pünktlich?) und stelle fest, dass es auch hier Unterschiede zwischen den Abteilungen (und den verschiedenen Disziplinen) gibt. Ich erhalte mehr Einblicke in die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und es scheint mir, als könnten hier erneut Unterschiede zur Wissenschaft vorliegen. Es geht mehr um Langfristigkeit und die Ausgestaltung des Arbeitsalltages und seiner Bedingungen (anstatt ums kurzfristige „Überleben“). Ähnlich verhält es sich in der Team-Zusammenarbeit, indem bei Missverständnissen und Konflikten meist lösungsorientiert und deeskalierend vorgegangen wird. Wir sitzen im selben Boot und möchten langfristig (und wohlgesonnen) zusammenarbeiten. Das Probezeit-Zwischengespräch mit Frau Thomas fällt positiv aus, obwohl ich vorher so aufgeregt und selbstzweifelnd war. Ich fühle mich gesehen und verstanden und bin beeindruckt, wie gut sie mich einschätzen kann. Sie hat recht damit, dass wir ein gutes Gespann sind, weil wir unterschiedlich sind und uns damit vervollständigen können.

5.8 Wie will ich mich organisieren? (4. Monat)

Mein Terminkalender ist komplett voll, sodass ich kaum zum Abarbeiten komme. Ich verspüre den Drang in mir, mich anders oder besser zu strukturieren. Vielleicht brauche ich neue Arbeitsweisen, Routinen, Kraftschübe oder mehr Zeitmanagement? Ich stelle sämtliche Abläufe in Frage: Möchte ich eher um 7 Uhr oder 9 Uhr meine Arbeit beginnen? Wie möchte ich meine Mittagspause nutzen – allein, mit Kolleg*innen, sportlich, lesend, meditierend? Mittag eher in der Mensa oder aus der Lunchbox? Wann sind die ruhigsten Zeiten, um Dinge abarbeiten zu können? Wie viele Meetings pro Tag sind zu viel? Wie unterteile ich am besten meine Ordner, Notizen und Aufgaben? Die „Lange Nacht des wissenschaftlichen Arbeitens“ ist vollbracht und ich bin fröhlich und stolz – auf unser Team, unser Event und unsere wunderschöne Bibliothek. In meinem Fachreferat gebe ich die ersten Führungen und Einführungen und fühle mich zunehmend sicherer und kompetent. Gleichzeitig entwickle ich mehr Kontakt zu den Nutzenden und ihren Fragen, Bedürfnissen und Herausforderungen und verstehe, dass es manchmal viel Fingerspitzengefühl benötigt, da unser Nutzendenkontakt ähnliche Merkmale wie Kundenkontakt besitzt. Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) in Halle ermöglicht mir, bibliotheksübergreifende Einblicke zu erhalten und unsere Einrichtung im Vergleich zu anderen einordnen zu können (Unterschiede, Gemeinsamkeiten).

5.9 Kleine Dinge mit großer Wirkung (5. Monat)

Ich habe das Gefühl, ein wenig strukturierter zu arbeiten und mir immer wieder Freiräume zum Abarbeiten schaffen zu können. Das Alltagsgeschäft wird immer wieder durch kleine Veranstaltungen erfrischt, wie dem Studieninfotag oder einem Austauschtreffen mit der Stadtbibliothek. Es macht mir Freude, wie vielseitig mein Alltag ist: Aufgaben, die allein zu bewältigen sind und Meetings im Team; Kontakt zu Mitarbeitenden, Nutzenden und fachrefratsbezogen; bibliotheksinterne und universitätsinterne Termine; externe Veranstaltungen; verschiedene Projekte entlang des Alltags. Immer wieder bringen mich Kleinigkeiten der Kolleg*innen dazu, kurz innezuhalten und dankbar zu lächeln: sei es Kuchen oder Kirschen aus dem Garten, die mitgebracht und geteilt werden oder ein selbstgebastelter Stoff-Osterhase, der von einer Kollegin an alle verteilt wird. Oder eine andere Kollegin, die meist schon sieht, dass ich bei Arbeitsbeginn zur Tür rein will, bevor ich meinen Schlüssel gefunden habe und mir die Tür aus der Ferne automatisch öffnet. Oder auch Gespräche über Räume hinweg und Lachen, das durch die Flure schallt. Geburtstage und Jubiläen sind uns wichtig, sodass sich immer ein kleines Team findet, was der betreffenden Person mit viel Liebe zum Detail eine Überraschung gestaltet. Im September haben wir einen Betriebsausflug, der durch Freiwillige partizipativ geplant wird. Darauf freue ich mich schon. Bereits die Escape Chair-Schulung, an der mehrere Kolleg*innen teilgenommen haben, hat viel Raum für Freude gelassen. An das Probezeitendgespräch hatte ich gar nicht mehr gedacht. Frau Thomas und ich möchten beide, dass ich bleibe.

5.10 Hierbleiben (6. Monat)

Ich komme morgens ins Büro und treffe auf einen Kollegen. Wir begrüßen uns lächelnd und sind bereit für den Tag. Mir wird plötzlich klar, dass meine Probezeit um ist und dass ich bei dem gerade begrüßten Kollegen den Einstellungsprozess mit begleitet habe. Er ist seit einigen Wochen hier und bisher sind er und alle anderen zufrieden. Wie schön das ist, denke ich, dass ich Teil dieser „neuen Geschichte“ sein durfte und nun schon nicht mehr die „Neueste“ hier bin. Das Fachreferat bringt eine neue Aufgabe mit sich: die jährliche Zeitschriften-An- und Abbestellung, was sehr herausfordernd und zeitintensiv für mich ist, doch mit viel Unterstützung und eigenem Willen habe ich auch diese Aufgabe absolvieren können und dabei sehr viel lernen dürfen. Zwei Feierabende nehme ich mir intensiv Zeit, um Bürodekoration zu erwerben und meinen Arbeitsraum zu gestalten. Kolleg*innen unterstützen mich liebevoll beim Umräumen und nehmen auch bei sich kleinere Justierungen vor. Das Büro ist nun nicht mehr ein Büro, sondern mein Büro. Ab sofort gehe ich mit zwei Kolleg*innen zum wöchentlichen Mitarbeiter-Yoga und habe mir voller Vorfreude eine Yogamatte bestellt.

6 Interpretation der Ergebnisse

Das Onboarding in der UB Magdeburg wird nicht dem Zufall überlassen und bietet strukturelle Ankerpunkte (Vorbereitung Arbeitsplatz und Technik, Unternehmensführung, Aushändigung wichtiger Unterlagen wie Organigramm, Feedbackgespräche, Wissensvermittlung und Einarbeitung, etc.), dennoch ist es nicht standardisiert, sondern stellt die Bedürfnisse des Individuums und die Anforderungen der beruflichen Position in den Fokus. Besonders beachtlich erscheint die reflektierte Ausbalancierung von Polaritäten wie Sicherheit-Freiheit oder Überforderung-Unterforderung, sodass die neue Mitarbeiterin möglichst von Anfang an in den Alltag mit einbezogen wird (fachliches Meeting bereits am ersten Tag), ohne dass daran Erwartungen geknüpft wurden. Gespräche und Wissensvermittlung wechseln sich mit „Ruhezeiten“ in Alleinarbeit ab. Statt einer anfänglichen Überladung wurden bestimmte Aspekte wohlüberlegt verteilt (Unternehmensrundgang und Kennenlernen aller nicht am ersten Tag; Job Rotation ab dem 3. Monat, erste Abwesenheit der Vorgesetzten). Dieses Ausbalancieren von Polaritäten im Onboardingprozess scheint essentiell für Beziehungsaufbau (Gerhardt et al. 2022) und Stressreduktion (Saks & Gruman 2011).

6.1 Reflektion der inhaltlichen Onboarding-Dimensionen

Gemäß der Theorie scheint die administrative Dimension vor allem in der Anfangszeit ausgeprägt und verliert danach an Wichtigkeit, während es sich bei der fachlichen eher andersherum verhält und sie zunehmend an Bedeutung gewinnt und ein Abschluss nicht in Sicht ist. Die soziale Dimension wird persönlich als eher schwankend eingestuft, bis sie sich auf einem Plateau eingependelt hat. Diese wahrgenommenen Schwankungen hängen vor allem damit zusammen, dass man mit verschiedenen Teams und Kolleg*innen mal mehr und mal weniger zu tun hat, sodass die Prozesse unterschiedlich verlaufen. Wie erwartet, ist die kulturelle Dimension (wie das Wetter) immer da und schwer greifbar (Hofstede et al. 2017), aber scheint auch mit gestaltbar (Versuchsperson dekoriert ihr Büro und löst damit Impuls bei Kolleg*innen aus), sodass sich die Kultur mit jedem hinzukommenden und ausscheidenden Mitarbeitenden ändert.

6.2 Reflektion zum Onboardingerfolg

Zur Erfassung von subjektivem Onboardingerfolg ist zu beachten, dass sich dieser von einer objektiven Einschätzung unterscheiden kann (Spurk 2019). Da Erfolg das positive und wünschenswerte Resultat von Entscheidungen, Handlungen oder Prozessen ist (Neckel 2004), bietet sich die Reflektion der kurzfristigen Ziele soziale Integration (Verhältnis zu Kolleg*innen, Vorgesetzte), Rollenklarheit, Verstehen der Unternehmenskultur und -struktur, sowie Selbstwirksamkeit an (Bauer & Erdogan 2011; Cooper-Thomas et al. 2020). Subjektiv können alle kurzfristigen Ziele als (mindestens) gut erreicht eingeschätzt werden. Nennenswert ist die erhöhte Wichtigkeit des Verhältnisses zur Vorgesetzten, was auch durch die berufliche Position bedingt ist, sodass Vorgesetzte und Mitarbeiterin ein Gespann, ein Zweier-Team, sein sollten, um der Arbeitsaufgabe gerecht zu werden. Das Verhältnis wird als sehr gut eingeschätzt, da offen und vertrauensvoll über Probleme geredet werden kann, beidseitig Rückmeldung und Unterstützung gegeben wird, transparent und offen kommuniziert wird, ein positiver Erwartungsabgleich vorliegt, sowie Entscheidungen nachvollziehbar sind. Die Integration im Team wird als gut eingeschätzt, da die Zusammenarbeit gut funktioniert, sich gegenseitig Rückmeldung und Unterstützung gegeben wird und ein Gefühl der Zugehörigkeit vorhanden ist. Anzeichen für eine vorhandene Rollenklarheit sind das Bewusstsein über Erwartungen, Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Tätigkeit, sowie über Strategien zur Ausübung von Aufgaben. Das Verständnis über das Aufgabenspektrum der Tätigkeit scheint noch nicht erschöpft, was mitunter daran liegt, dass sich die Stelleninhalte weiterentwickeln können und müssen und auch in Absprache angepasst werden können. Bei einigen Aufgaben kommt es zu Überschneidungen mit anderen Bereichen, bei denen die Grenzen teilweise verschwimmen können. Diese Überlappung kann entweder von den Beteiligten akzeptiert oder neu ausgehandelt werden. Die Unternehmensstruktur wird größtenteils verstanden, indem Aufbau, Strategie und Abteilungsaufgaben nachvollzogen werden können. Auch ist die Versuchsperson in der Lage, externen Personen das Unternehmen zu erklären und weiß, mit welchen Anliegen sie sich an wen wenden muss. Geschichte, Werte, Vokabular, Umgangsformen und Ziele des Unternehmens wurden überwiegend kennengelernt und die neue Mitarbeiterin kann sich mit dem Unternehmen identifizieren (Ziel: Verstehen der Unternehmenskultur). Auch das Ziel des Selbstwirksamkeitsempfindens scheint noch nicht erschöpft, wobei hier stückweise mehr Zuversicht darin entsteht, die eigene Arbeit gut zu machen, die Richtige für den Job zu sein, den Anforderungen gerecht zu werden und eine Bereicherung zu sein (Bauer & Erdogan 2011; Cooper-Thomas et al. 2020).

7 Schlüsselfaktoren

  1. Die eigene Wichtigkeit als vorgesetzte Person anerkennen. Die Theorie verdeutlicht bereits die essentielle Rolle von Führung im Onboarding (Kreische 2014), während diese Studie zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt. Es benötigt eine gute, authentische Führung, die nachvollziehbar, berechenbar und menschlich ist, sowie Mitarbeitende dazu befähigt, ihr volles Potential ausschöpfen zu können (Dick 2022). Mitarbeitende sind stets auch Individuen, sodass es keine Universallösungen gibt. Während eine Person Motivation benötigt, ist eine andere durch sich selbst getrieben genug und braucht eher Besänftigung.

  2. Kommunikation kann niemals überschätzt werden. Obwohl wir alle täglich reden, scheint gute Kommunikation noch immer eine Kunst, während Missverständnisse vor allem durch das Ungesagte entstehen. Wertschätzung, Respekt, gegenseitige Unterstützung und Offenheit sind nur einige Merkmale der benötigten sozialen Kompetenzen (Luhmann 1981). Fraglich ist, ob Geschlechterunterschiede hierbei eine Rolle spielen. So wird weiblicher Führung mehr Fähigkeit in sozialen Kompetenzen nachgesagt (Rybnikova & Menzel 2021).

  3. Mut zum Quereinstieg. Bewerber*innen und wissenschaftliche Bibliotheken können hierbei nur gewinnen (zumindest an Erfahrung), vor allem, wenn die Neuankömmlinge bereits aus der (eigenen) Universität kommen, denn wissenschaftliche Bibliotheken sind auch immer in ihre jeweilige Organisation kulturell und strukturell eingebettet (Kreische 2014), was den Einstieg erleichtern kann. Durch den Wandel, den Bibliotheken gerade durchmachen, ist die gesamte Organisation lernend, indem Bibliothekar*innen in neue Aufgabenbereiche finden und Projektarbeit erlernen und Quereinsteiger*innen bibliothekarische Kenntnisse erwerben müssen (Söllner 2024). Die Herausforderung besteht darin, eine Balance zwischen Innovation und Tradition finden zu können (Wimmer 2024). Beachtet werden sollte, dass bereits Stellenausschreibungen einladend oder nicht wirken können, sodass sich Quereinsteiger*innen gezielt angesprochen fühlen müssen, um sich zu bewerben, denn vor allem feminine Charaktere hegen schnell Selbstzweifel, wenn sie in Selbstreflektion glauben, nicht allen ausgeschriebenen Anforderungen gerecht werden zu können (Sieverding 2003).

  4. Arbeitsbezogene Merkmale von (wissenschaftlichen) Bibliotheken reflektieren. Obwohl wissenschaftliche Bibliotheken zum öffentlichen Dienst zählen, lassen sich auch Merkmale aus dem Dienstleistungssektor, agiler Organisationen (Düren 2015) oder gar kleiner und mittelständischer Unternehmen finden, wenn man bedenkt, dass sie wie ein kleiner eigener Kosmos im Universitätsgeschehen agieren und die Leitungen und Mitarbeitenden ähnlich hohes Commitment wie in einem Familienunternehmen empfinden können (Sander et al. 2023). Eine Reflektion dieser Charakteristika kann dabei helfen, Möglichkeiten und Grenzen in der Arbeitsgestaltung zu eruieren, sowie eine Balance zwischen Agilität und Stabilität zu finden.

8 Literaturverzeichnis

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Online erschienen: 2025-09-03
Erschienen im Druck: 2025-08-28

© 2025 bei den Autoren, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Downloaded on 10.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bd-2025-0070/html
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