Home Library & Information Science, Book Studies Abschlussarbeiten des Bachelor-Studiengangs Bibliotheksmanagement und des Masterstudiengangs Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam 2015
Article Publicly Available

Abschlussarbeiten des Bachelor-Studiengangs Bibliotheksmanagement und des Masterstudiengangs Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam 2015

Published/Copyright: March 15, 2016
Become an author with De Gruyter Brill

Franziska Anger: Bibliotheken als „Houses of Stories“. Bachelorarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

Die Bibliothekswelt erlebt seit Beginn des 21. Jahrhunderts einen regelrechten Boom von architektonisch innovativen Bibliotheksbauten, bei denen auf eine hohe Aufenthaltsqualität wertgelegt wird. Um aber die Besucher langfristig an sich zu binden, müssen partizipative und zwischenmenschliche Angebote den architektonischen Wohlfühlfaktor ergänzen. Genau hierfür bietet das Konzept der Bibliothek als „House of Stories“ eine Grundlage. In der Publikation wird erörtert, inwieweit eine Neuausrichtung von Bibliotheken zu „Houses of Stories“ dazu beitragen kann, zum Ort für ihre Besucher zu werden. Es wird durch einen philosophisch-analytischen Ansatz erklärt, welche Funktionen Geschichten aufweisen und eine Verknüpfung zu bibliothekarischen Aufgabenfeldern geschaffen. Fallbeispiele ergänzen die praktische Sichtweise auf das Themengebiet. Es wird die Hypothese gestellt, dass Bibliotheken von ihrem ganzen Wesen her „Houses of Stories“ sind – sprich Häuser, die Geschichten in jeglicher Form beherbergen, anbieten und diese aktivieren. Sie verfügen über das Potential, die Medien, den Ort und die Menschen, um der Treffpunkt für Geschichten zu sein. Um die Bibliothek zukunftsfähig auszurichten, kann das Konzept eines „House of Stories“ den Weg zu einer partizipativen und nachhaltigen Einrichtung ebnen.

Die Arbeit erscheint im Simon Verlag für Bibliothekswissen.

Linda Aßmann: Trendreports in deutschen Bibliotheken – Hilfsmittel zur Trendbeobachtung. Bachelorarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

Die gegenwärtig anhaltenden Veränderungen im Bibliothekswesen und die daraus resultierende Frage nach der Zukunft beschäftigen Bibliotheken weltweit. Die laufende Beobachtung des Bibliotheksumfelds, um Dienstleistungen und Angebote an die Nutzerwünsche anzugleichen, ist daher unerlässlich geworden. Das übergeordnete Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, wie einzelne Bibliotheken sich über Entwicklungen, bezogen auf das eigene Bibliotheksumfeld, informieren. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Nutzung von fachspezifischen aber auch interdisziplinären Trendberichten. Ein weiteres Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, welcher Motivation Bibliotheken unterliegen, ihre Angebote und Dienstleistungen zu verändern, um die zukünftige Benutzung gewährleisten zu können.

Als Grundlage dienen Aussagen sechs ausgewählter Experten aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland, die mithilfe der qualitativen Methode der Sozialforschung erhoben und ausgewertet wurden. Zentrale Aussagen bereits veröffentlichter Studien zur Trendbeobachtung in Bibliotheken werden dazu vergleichend herangezogen.

Friederike Glöß: Das Informationsverhalten in der Filterblase Eine explorative Untersuchung zum Informationsverhalten im Internet. Masterarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

Die Masterarbeit beschäftigt sich zum einen mit der Thematik des Informationssuchverhaltens und zum anderen mit der Personalisierung im Internet, genauer genommen mit dem Phänomen der Filterblase (Begriff begründet durch Eli Pariser). Es werden Grundlagen aus der Literatur zu beiden Thematiken genauer beleuchtet. Zudem wird mit Hilfe einer qualitativ empirischen Untersuchung innerhalb der Gruppe Studierender der Informationswissenschaften analysiert, wie sich Internetnutzer in ihrer eigenen Filterblase verhalten, inwieweit Kenntnis und ein Bewusstsein zu dieser Thematik herrscht und ob das Anbieten von personalisierten Angeboten als störend und hinderlich empfunden wird. Zudem wird untersucht, ob bei einem Bewusstsein zu der Thematik der Filterblase das Verlangen vorherrscht, diesem zu entkommen und womöglich ein Austritt aus der eigenen Filterblase von den Internetnutzern erzielt werden möchte. Es konnte grundsätzlich als Ergebnis festgestellt werden, dass die Mehrheit der teilnehmenden Studenten sich dem Vorhanden- und Gefangensein einer persönlich auf sie zugeschnittenen Filterblase bewusst sind und sie auch das Verlangen besitzen aus dieser auszutreten, um sich beim Recherchieren im Internet einen Weitblick zu einem bestimmten Thema zu verschaffen. Jedoch wird im Gegenzug eruiert, dass anscheinend kein fundiertes Wissen hinsichtlich weitreichender Maßnahmen bzgl. solcher Vorhaben besteht.

Volltext: https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/1011

Lilian Hertel: Bestandsanalyse der Musikalien der Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Bachelorarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

Thema der Bachelorarbeit ist eine nutzungs- und versorgungsorientierte Analyse des Musikalienbestands der Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Sie beinhaltet die Beschreibung der Schwächen und Stärken des Bestands, deren Ursachen sowie Empfehlungen für einen ausgewogenen und systematischen Bestandsaufbau. Unter Verwendung der Systematik des Musikschrifttums und der Musikalien und der RSWK werden Datenabfragen modelliert, die eine statistische Auswertung und grafische Darstellung der Bestandssegmente ermöglichen. Grundlage der Analysen sind Ausleih- und Verlängerungszahlen der Jahre 2012 bis 2014 sowie das Anforderungsprofil der Hochschule hinsichtlich Studierendenzahlen und Lehrpersonal. Hierbei werden Methoden – wie sie in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands sowie der USA Anwendung finden – kritisch auf eine Übertragung in Bibliotheken an Musikhochschulen geprüft und ein Konzept der Bestandsanalyse und -kalkulation entwickelt.

Volltext: https://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/952

Juliane Keil: Crowdfunding als neue Finanzierungsmöglichkeit für Wissenschaftliche Bibliotheken – Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten. Bachelorarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

Crowdfunding hat sich in den letzten Jahren zu einer immer häufiger eingesetzten Finanzierungsmöglichkeit für Projekt- und Geschäftsideen entwickelt. Während im angloamerikanischen Raum auch zahlreiche Bibliotheken Crowdfunding zur Projektfinanzierung und Schließung von Finanzierungslücken entdeckt haben, tasten sich deutsche Bibliotheken nur zögerlich an dieses Thema heran. Weiterhin nutzen international betrachtet bisher vor allem Öffentliche Bibliotheken diese Art des Fundraising. Die vorliegende Bachelorarbeit widmet sich daher der Frage, inwiefern Crowdfunding als Finanzierungsmöglichkeit und Marketinginstrument für Wissenschaftliche Bibliotheken relevant ist. Methodisch basiert die Arbeit neben einer Literaturstudie auf der Analyse von zwölf Crowdfunding-Kampagnen mit Beteiligung Wissenschaftlicher Bibliotheken aus Europa und Nordamerika, die im Hinblick auf zuvor erarbeitete Erfolgsfaktoren untersucht werden. Ziel der Bachelorarbeit ist es, konkrete Einsatzmöglichkeiten für das Aufgabenspektrum Wissenschaftlicher Bibliotheken abzuleiten sowie strategische Anforderungen, Rahmenbedingungen und Risiken darzulegen.

Volltext: http://opus4.kobv.de/opus4-fhpotsdam/frontdoor/index/index/docId/1020

Gina Seliger: Masterstudierende in die Bibliothek! Eine Markt- und Wettbewerbsanalyse für die Joseph Wulf Mediothek der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin . Bachelorarbeit. Potsdam: Fachhochschule Potsdam, 2015.

„Masterstudierende in die Bibliothek!“ – dieser Aufruf verweist auf die Problemstellung und das Ziel der Bachelorarbeit. Nur wenige Studierende aus der Region Berlin und Brandenburg nutzen die Joseph Wulf Mediothek der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, obwohl diese Spezialbibliothek zu den Themenschwerpunkten Verfolgung der europäischen Juden und Nationalsozialismus einen breiten und attraktiven Bestand nachweisen kann. Gerade für Studierende, die sich auf diese Themen der Geschichte spezialisieren, besteht in der Joseph Wulf Mediothek eine wertvolle geschichtswissenschaftliche Quelle. Mithilfe des Instrumentariums der Markt- und Wettbewerbsanalyse wurde die Joseph Wulf Mediothek auf ihre Schwächen und Stärken sowie auf ihre Bedeutung im Wettbewerbsumfeld untersucht. Ferner führten qualitative Interviews eines definierten Marktsegments – Masterstudierender der Humboldt-Universität zu Berlin – zu Antworten auf u. a. folgende Fragen: Stellt dieses Marktsegment überhaupt eine potenzielle Zielgruppe dar? Ist diese Bibliothek mit ihrem vielfältigen Angebot den Studierenden bekannt? Existieren möglicherweise Alternativangebote, die zum Fernbleiben der Masterstudierenden beitragen? Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen und zeigt u. a. auf, welche Schritte die Bibliothek einleiten kann, um eine größere Bekanntheit zu erlangen und v. a. das Marktsegment der Masterstudierenden besser zu erreichen.

Published Online: 2016-03-15
Published in Print: 2016-03-01

© 2016 by De Gruyter

Articles in the same Issue

  1. Frontmatter
  2. Vorwort
  3. Vorwort
  4. Aus den Verbänden
  5. Archivieren – aufbereiten – digitale Lebenswelten für die Forschung verfügbar halten: was können, was sollten Bibliotheken angesichts der Umwälzungen des Nachrichtenmarktes leisten?
  6. Bericht aus der 69. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme am 17. und 18. November 2015 in Zürich
  7. Studie und Konferenz: Mehrheit der Bürger hält Bibliotheken auch in Zukunft für wichtig
  8. Themen
  9. Das Goportis-Kompetenzzentrum Lizenzen – ein neuer Player in der deutschen Konsortiallandschaft
  10. Umgang mit elektronischen Ressourcen am Beispiel des Dokumentenservers der Freien Universität Berlin
  11. 500 Jahre Stadtbibliothek Ulm: wissenschaftliche Tradition und umfangreicher historischer Bestand als Aufgabe und Chance einer kommunalen Bibliothek
  12. Die Hochschulbibliographie der Technischen Universität Ilmenau – erste Nutzerbefragung 2014 nach neun Jahren Echtzeitbetrieb
  13. Zur Schärfung des Bibliotheksprofils durch Vermittlung von Informationskompetenz an Lehrende: Ein Praxisbericht
  14. Kurzbericht zur #RKB15-Konferenz „(Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data: Zum Stand des Digitalen in den Geisteswissenschaften“ in München
  15. Notizen
  16. Startschuss für den Aufbau von drei DFG-geförderten Fachinformationsdiensten
  17. Abschlussarbeiten
  18. Abschlussarbeiten des Bachelor-Studiengangs Bibliotheksmanagement und des Masterstudiengangs Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam 2015
  19. Veranstaltungen
  20. Bestandserhaltungskompetenz – Theorie und Praxis – oder: „Man sieht nur, was man weiß“
  21. Termine
  22. Termine
  23. Anzeigen
  24. Anzeigen
Downloaded on 4.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bd-2016-0041/html
Scroll to top button