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Archivieren – aufbereiten – digitale Lebenswelten für die Forschung verfügbar halten: was können, was sollten Bibliotheken angesichts der Umwälzungen des Nachrichtenmarktes leisten?

Die IFLA News Media Section und ihre Fachtagungen 2015
  • Ulrich Hagenah

    Ulrich Hagenah

    Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

    Von-Melle-Park 3

    20146 Hamburg

    EMAIL logo
Published/Copyright: March 15, 2016
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Zusammenfassung:

Die IFLA News Media Section hat auf ihren Fachtagungen 2015 zunächst in Stockholm schwerpunktmäßig Beispiele für den bibliothekarischen Umgang mit originär digitalen Nachrichtenmedien und Websites in Pflichtexemplarsammlungen behandelt, bei der IFLA in Pretoria und Kapstadt dann vorrangig Probleme der Retrodigitalisierung von Zeitungen. Dabei stand die Situation im Süden Afrikas besonders im Mittelpunkt. Ferner werden verschiedene Aktivitäten zur Aufbereitung digitalen historischen Zeitungsmaterials zur weiteren Nutzung berichtet.

Abstract:

The 2015 conferences of the IFLA News Media Section had different focus themes: In Stockholm, special attention was devoted to the development of new digital news media and the libraries’ tasks in the field of legal deposit collections. In Pretoria and Cape Town (IFLA WLIC), the digitisation of historic newspapers, especially referring to African scenarios, was the central topic. Furthermore, activities are reported regarding the adaptation of digital news material for educational and other purposes.

Im August 2014 hatte die Newspapers Section der IFLA die Erweiterung ihres Themenspektrums von Zeitungen auf die ganze Bandbreite der Nachrichtenmedien eingeleitet[1] , 2015 wurde sie vollzogen. Die Fachgruppe heißt dem entsprechend nunmehr IFLA News Media Section. Dass damit keineswegs eine Abkehr von den Zeitungen des Printzeitalters vollzogen, sondern die Perspektive wirklich geweitet wurde, zeigen die Tagungen der Sektion im Jahr 2015: Vom 14.-16. April fand in der Kungliga biblioteket – Sveriges nationalbibliotek in Stockholm unter dem Titel Transformation of the online news media: implications for preservation and access[2] eine Midterm Conference statt, die ganz im Zeichen der Archivierung originär elektronischer Nachrichtenmedien stand. Sie wurde eingeleitet von einem Workshop[3] , der sich unter Ägide des Center for Research Libraries (Chicago) nichts Geringeres als eine weltweite Bestandsaufnahme der Zeitungsdigitalisierung und eine Diskussion notwendiger Schritte zum Framing a Common Agenda for Newspaper Digitization and Preservation vorgenommen hatte.

Anlässlich des IFLA-Weltkongresses 2015 in Südafrika beschäftigte sich eine Vorkonferenz in der Nähe von Pretoria am 12.-13. August – Newspaper e-publishing trends: the stewardship role of librarians[4] – in einem ersten, workshop-artigen Teil mit dem Digitalisierungsprozess in allen Facetten, gefolgt von einer Vortragsreihe über Fortschritte und Hindernisse der Zeitungsdigitalisierung mit Schwerpunkt auf Südafrika. Während des IFLA-Kongresses in Kapstadt fand schließlich neben den üblichen Arbeitssitzungen der Sektion eine öffentliche Veranstaltung Local – African – Global: the dynamics of news media and how libraries cope with it[5] statt, die in acht Vorträgen sowohl für die Retrodigitalisierung von Zeitungen und die Aufbereitung der digitalen Inhalte wie zu Modellen der Sammlung von born digital content aufschlussreiche Impulse erbrachte. Im Folgenden fasse ich Beiträge aus allen vier Veranstaltungen unter thematischen Schwerpunkten zusammen.

Den Ausgangspunkt für alle weiteren Überlegungen zu Medienevolution und Mediennutzung setzte in Stockholm Chris Cowan, Vizepräsident von NewsBank[6] , mit seiner Keynote „Newspapers‘ Dilemma, Libraries‘ Challenge, and The Dance of Shiva“: Anders als frühere mediale Innovationen, z. B. die Stufen der Entstehung von Rundfunk und Fernsehen, an die sich Zeitungen angepasst und danach in verändertem Umfeld fortbestanden hätten, entfalte das Internet eine zerstörerische Wirkung auf das Printmedium Zeitung. Diese Entwicklung verlaufe zwar in einigen Kontinenten später (Lateinamerika, große Teile Asiens z. B.), sei aber in den USA modellhaft bereits in voller Ausprägung zu erkennen: das Wegbrechen des Werbeaufkommens und der Direkteinnahmen, die Reduktion des redaktionellen Personals um ein Drittel oder mehr in den vergangenen Jahren, Fusionen von kleinen und mittleren Zeitungen, die fundamentale Wandlung des „personal news cycle“[7] von Papier zu Online, die in die beliebig kombinierte Nutzung von „multiple devices all throughout the day“ mündet. In den USA würden gedruckte Zeitungen binnen einer Generation aussterben. Diese Prognosen zum Schicksal von Print-Zeitungen blieben weitgehend unwidersprochen, doch fehlte hierzu auch die differenzierende Sicht auf verschiedene Zeitungstypen und die Möglichkeiten von cross-medialen Verlagsstrategien, wie sie etwa für deutsche Regionalzeitungen Michael Haller[8] vertritt.

Chris Cowan thematisierte sodann den Einfluss der Digitalisierung auf den Journalismus und die wissenschaftliche Forschung. In beide Richtungen wirke der Basistrend „news and data converge“, mit dem seit etwa 2010 der „data-driven journalism“ einhergeht, die Entwicklung von Geschichten aus der Analyse großer Datenbestände. Für den Journalismus zeichne sich eine schärfere Scheidung der internationalen und nationalen von der durch Citizen Journalism, User Involvement und Corporate Journalism zunehmend durchmischten lokalen oder regionalen Nachrichtensphäre ab. Die Forschung habe die neuartige Qualitätsspreizung angesichts der Akteurs-, Daten- und Medienvielfalt auszuhalten und werde methodologisch erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, die Chancen des Text and Data Mining an adäquaten Quellenkorpora zu erproben. Voraussetzung sei dafür die Bewahrung repräsentativer Quellenmengen über die gesamte Vielfalt des im medialen Alltag vorfindlichen Angebots hinweg. Damit formulierte Cowan implizit hochgesteckte Erwartungen an die Gedächtnisinstitutionen. Und er schloss darin ein, dass Bibliotheken diese Herausforderung – vorausgesetzt, sie nehmen sie an – sinnvoll nur in enger strategischer Abstimmung mit den Einrichtungen der Wissenschaft werden bewältigen können. Die von Cowan abschließend ausgesprochene Warnung an die Bibliothekare, der drohenden „digital degradation“ entgegenzuarbeiten, gab der Tagung das Vorzeichen.

1 Nachrichtenmedien als elektronische Pflichtexemplare

Gleichsam eine Spiegelung erfuhr Cowans Vortrag in den Ausführungen von Tonny Skovgård Jensen (Direktor des nationalbibliothekarischen Bereichs in der Statsbiblioteket, d. h. Staats- und Universitätsbibliothek Aarhus[9] ) zur Archivierung elektronischer Nachrichtenmedien in Dänemark unter dem Titel „Chasing the news: report from 10 years of digital legal deposit in Denmark“. Hier ist intensiv und extensiv, an hohen Maßstäben orientiert die ganze Bandbreite aktueller Medien gesammelt worden, soweit das technisch, rechtlich und infrastrukturell möglich war. Ausgehend von einem 2005 erlassenen Pflichtexemplargesetz hat die Nationalbibliothek konsequent an Content geharvestet – und dabei Nachrichtenformate als einen von vielen Bestandteilen des alltäglichen Medienangebots genommen –, was an TV-, Radio-, E-Papers und Web-Inhalten zu bekommen war[10] , und sie hat daneben selbstverständlich auch die elektronischen Publikationen auf physischen Trägern gesammelt. Allein die dänische TV- und Radioproduktion füllte pro Jahr 10 TB Speicher; pro Monat wurden etwa 30.000 Sendungen übernommen. Die Webarchivierung der Domain .dk schlug bisher bei ca. 1 Mio. Domains mit 100 TB jährlich zu Buche. Dabei wurden die meisten Websites viermal im Jahr in einem „broad crawl“ abgegriffen und unkuratiert in einer Wayback Machine abgelegt. Ausgewählte 100 Sites werden bis zu sechsmal täglich gecrawlt und wie die „event crawls“ und „special crawls“ kuratiert und damit besser zugänglich gemacht. Um den Input aus den „broad crawls“ sichten zu können, muss der Nutzer jedoch die URL kennen – weshalb dieses Material, ohnehin nur in den Räumen der Bibliothek nutzbar, bisher ausschließlich von einigen Medienwissenschaftlern ausgewertet wird und keinen unmittelbaren Nutzen für die breitere Öffentlichkeit entfaltet.

Dem steht ein erheblicher technischer und personeller Aufwand gegenüber, u. a. bei notwendigerweise zum Teil manuell zu bearbeitenden Ausschlüssen von Datenbanken, Online-Shops, Streamingdiensten, Paywalls, Passwortschutz und ähnlichen Hindernissen, durch die das rechtlich Mögliche im alltäglichen Workflow auf das technisch Machbare reduziert wird. Skovgård Jensen räumte auf beeindruckend ehrliche und nachdenkliche Weise ein, dass man mittlerweile in einen Prozess kritischer Bewertung der bisherigen Praxis eingetreten sei und für die Zukunft durchaus zu anderen Ergebnissen als 2005 kommen könne. In der Diskussion wurden die ungelösten Probleme der Erschließung von Massenquellen wie Websites thematisiert. James Simon (CRL) machte auch für diese Quelle nachdrücklich die Bedarfe des Text and Data Mining geltend.

In anderen Beiträgen zur Webarchivierung stand immer wieder die Einschränkung der Nutzung auf die Räumlichkeiten der Nationalbibliothek (z. B. auch in Finnland und Großbritannien) im Mittelpunkt. Ähnliche Einschränkungen berichtete Thomas Feurstein in seinem beeindruckenden Beitrag über die Archivierung von Rundfunksendungen in Bregenz, die mit allen anderen Beständen der Bibliothek gemeinsam im Katalog nachgewiesen werden[11] , ein Dienst, der in Landesbibliotheken des deutschsprachigen Raums einmalig ist. Seit längerer Zeit ist die Vorarlberger Landesbibliothek der einzige Ort für die Nutzung von AV-Material zur Landeskunde, da das Archiv des Lokalsenders schon jahrzehntelang nicht mehr besteht. 1.500 Sendestunden beträgt der jährliche Zuwachs, das sind 27.500 Stunden oder 149.000 Datensätze oder 40 TB. Zu bestimmten Tageszeiten findet ein komplettes Auto-Recording statt, aus dem nachträglich die zu archivierenden landeskundlich relevanten Partien herausgelöst werden, um nach einer RAK-Adaption katalogisiert zu werden. Eine Nutzung ist aus rechtlichen Gründen allein in der Bibliothek statthaft.

Dagegen bieten die kroatische und slowenische Nationalbibliothek die archivierten Websites frei im Netz an, und in Chile hat die Nationalbibliothek durch ein Abkommen mit dem nationalen Presserverlegerverband erreicht, dass 23 täglich bis wöchentlich geharvestete Zeitungen außer in der Nationalbibliothek auch in sechs Regionalbibliotheken präsentiert werden dürfen.[12]

Die beiden Stockholmer Vorträge „Keep it together – presentation of born digital and digitized collections to various user segments“ (Tuula Pääkönen, Finnische Nationalbibliothek) und „A kaleidoscope of digital news media in a national library“ (Sofija Klarin Zadravec und Karolina Holub, National- und Universitätsbibliothek Zagreb, Kroatien) wiesen in eine ähnliche Richtung wie Krista Kiisa[13] für Estland bei der IFLA in Kapstadt: Die Portale sollten integrale Zugänge gemeinsam für retrodigitalisierte Zeitungen und aktuelle E-Papers und originär digitale Nachrichtenmedien, Websites etc. bieten, wie dies zum Beispiel im estnischen DIGAR-Portal realisiert worden ist.[14]

In mehreren Vorträgen stellte die schwedische Nationalbibliothek ihre in den letzten Jahren entwickelten Instrumente und Verfahren zur Sammlung elektronischer Pflichtexemplare vor.[15] Die bereits 1979 einsetzende Sammlung von AV-Medien und die umfangreiche Archivierung von TV- und Hörfunkprogrammen – zur Zeit sind es rund 100 Kanäle mit 1 TB Ingest pro Tag – soll sukzessive durch eine Web-Archivierung ergänzt bzw. abgelöst werden. Die Ablieferung von Nachrichtenmedien geschieht vorwiegend über RSS-Feeds. Private Blogs sollen nicht in die Sammlung einbezogen werden.[16] Die Tagung in Stockholm bestätigte insgesamt den Eindruck der letzten Jahre, dass in den skandinavischen Staaten wie auch in Estland und Lettland beispielgebende Modelle für die Bewältigung des Medienwandels in den Nationalbibliotheken geschaffen worden sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Nicht im Kontext der News Media Section, sondern in anderen Veranstaltungen des IFLA-Kongresses wurde eine Diskussion geführt, die Bibliotheken, Archive und in gewissem Maße auch Museen gemeinsam betrifft und hier nur gestreift werden kann: das UNESCO/PERSIST[17] project und seine Weiterführung. „At the Memory of the World Conference in Vancouver, Canada (September 2012), international experts agreed that there is a pressing need to establish a roadmap for solutions, agreements and policies, that ensure long term access and trustworthy preservation of digital information. The roadmap should address issues like open government, open data, open access and electronic government. In order to establish an effective roadmap, governments, social organizations and the IT-industry will have to work together.“[18] Aus der Deklaration von Vancouver ging 2013 das PERSIST-Projekt der UNESCO hervor. Von dessen mehreren Modulen ist eines der Formulierung von Selektionskriterien für die Bewahrung originär-digitaler Inhalte gewidmet. Und an dieser Stelle sind die originär digitalen Nachrichtenmedien als fundamental wichtiges zeitgenössisches Kulturgut berührt.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Sparten von Gedächtnisinstitutionen hat einen Entwurf erstellt[19], der nach der IFLA weiter abgestimmt werden sollte. Die lebhafte Diskussion in Kapstadt deutete an, dass hier sehr grundsätzlich über intrinsische Werte, Signifikanz, Authentizität und Repräsentativität digitaler Ressourcen gestritten werden wird. Natürlich auf einer recht abstrakten Ebene, da die Richtlinien geographische, kulturelle, typologische und andere Differenzen nicht einebnen, sondern bestenfalls formal überhöht in ein gemeinsames Bewertungsraster zwingen können. Doch dieser Vergewisserungsprozess könnte noch mehr bewegen, wenn man ihn denn, so Reinhard Altenhöner in einer Intervention, nicht auf die engere Berufsöffentlichkeit begrenzte: PERSIST wäre eine Gelegenheit, gesellschaftlicher Partizipation eine Chance zu geben, unsere Sammlungsrichtlinien und –beschreibungen öffentlich und transparent zu diskutieren und für das ‚neue‘ kulturelle Erbe in digitaler Form zu (re-)formulieren. Nachrichtenmedien könnten dabei ein ebenso brisanter wie eingängiger Anwendungsfall sein – auch ein Sammlungsobjekt, mit dem sich Öffentlichkeitsarbeit für die aufwendige Bewahrung unserer digitalen kulturellen Gegenwart und die notwendigen Investitionen in die Zukunft gestalten ließe.

2 Retrodigitalisierung

„Wie weit ist die Digitalisierung historischer Zeitungen auf allen Kontinenten fortgeschritten?“ war eine der Fragestellungen für das Center for Research Libraries (CRL, Chicago) bei der Organisation der Auftaktveranstaltung für die Stockholmer IFLA-Tagung unter dem Titel „Framing a Common Agenda for Newspaper Digitization and Preservation: An ICON Summit“.[20] Schauen wir auf die vergleichenden Befunde in dem Report „The ‚State of the Art‘: A Comparative Analysis of Newspaper Digitization to Date“. [21] Grundlage sind die bei Weitem nicht umfassenden Bestandsdaten der ICON-Datenbank auf Ausgabenebene zu Print-, Mikrofilm- und digitalen Beständen von Zeitungen weltweit sowie eine Umfrage bei größeren Bibliotheken. Danach ist von mehr als 30.000 Zeitungstiteln mindestens eine Ausgabe digitalisiert[22], ganz überwiegend in den USA und Europa, wobei hier die aus rechtlichen Gründen gezogenen Zeitgrenzen variieren: Die Public Domain reicht in den USA bis 1922[23] , in Europa in vielen Ländern gleitend bis 70 Jahre vor dem laufenden Kalenderjahr, in Finnland bis 1910, in Norwegen bis 1918, in Großbritannien bis 1900, wobei dort aber die kommerziellen Anbieter mit der Verlegerseite zeitlich weiter reichende individuelle Regelungen bis 1950 ausgehandelt haben. Ähnliches ist auch u. a. aus Skandinavien, dem Baltikum oder einzelnen US-Bundesstaaten[24] bekannt.

Was die Auswahl der zu digitalisierenden Zeitungen angeht, herrschen in Europa laut einer Umfrage des Europeana Newspaper Project von 2012 sehr unterschiedliche Kriterien, Policies und Verfahrensweisen – immer allerdings mit einer zentralen Koordination bzw. einer Nationalbibliothek als dem vorangehenden Aktionszentrum, mit einer Ausnahme: Dezentralität ohne wirkliche Abstimmung und ohne ein zentrales Präsentationsportal für Zeitungen, jedoch mit einem qualitätvollen und umfassenden Nachweisinstrument im Hintergrund – diese Situation gibt es so nur in Deutschland.[25] Hätte CRL sich auch der Finanzierungspraxis, vor allem der Struktur öffentlicher Digitalisierungsförderung angenommen, wäre ein ähnlich buntes Bild sichtbar geworden. Der gemeinsame Nenner, gleich wie intensiv und mit welchem Geschäftsmodell private bzw. kommerzielle Finanziers in die Zeitungsdigitalisierung eingebunden sind, ist in Europa und den USA die initiale Steuerung der Prozesse durch staatliche wissenschaftliche Bibliotheken oder bibliothekarische Konsortien, in der Regel durch die Nationalbibliotheken.

In den übrigen Weltregionen ist effektives Handeln in diese Richtung nur in einigen Ländern zu beobachten. CRL hebt Australien und Neuseeland, Singapur, Südkorea, Israel, Mexiko und Brasilien hervor, Chile wäre auch zu nennen. Kommerzielle Anbieter springen in China und Japan in die Bresche, und für etliche weitere Weltregionen sind es die Angebote u. a. von ProQuest, East View Information Service und das kooperative World Newspaper Archive (WNA) von CRL und Readex, dem historischen Zweig von NewsBank.[26] Sie präsentieren im Web wichtige Zeitungstitel aus Ländern, die aus eigener Kraft dazu auf absehbare Zeit nicht in der Lage sind. Auch werden dadurch im digitalen Medium Bestände überhaupt der Nachwelt erhalten, die physisch an ihren Entstehungsorten in vielen Fällen nicht überleben werden. Wir kommen darauf hinsichtlich der Lage in Südafrika zurück.

Dieses nicht zu unterschätzende Verdienst, das vornehmlich die Lizenzkunden in den westlichen Industriestaaten refinanzieren, hat eine ebenfalls nicht gering zu veranschlagende Schattenseite: Die Daten werden nach nicht-transparenten Standards erzeugt, sie werden archiviert unter Bedingungen, die nicht mit Langzeitarchivierungsstrategien der Gedächtnisinstitutionen abgestimmt sind, und sie stehen in der Regel nicht als Open Data in einer zur Nachnutzung in Forschungszusammenhängen geeigneten Form zur Verfügung. Dieses Dilemma ist bis auf Weiteres besonders für Afrika nicht auflösbar. Ein „conundrum“ nennt es James Simon und fordert mit Nachdruck, „that deeper, strategic cooperative investment is required by libraries in Africa as well as elsewhere in the world to pursue broader access to African news through such activities as digitization, licensing, and harvesting born-electronic material.“ [27] Die Zeitungsdigitalisierung bediene im Regelfall und verständlicherweise regionale oder nationale Nachfrage-Interessen, die Förderung gehe darüber selten hinaus; strategische Überlegungen zur Rettung historischer Zeitungen „des Südens“, vor allem auch in anderen Sprachen als Englisch, sollten deshalb vermehrt auch die Forschungseinrichtungen in Europa und den USA einbeziehen, die sich für einzelne Regionen des „global South“ zuständig sähen. Hier liege Potential für effiziente Partnerschaften.[28] Eine Bestätigung dafür geben die Aktivitäten von CAMP (Cooperative Africana Materials Project), des 1963 gegründeten Netzwerks afrikanistischer Bibliotheken in den USA. Sie organisieren unter dem Dach des CRL die Mikroverfilmung und in den letzten Jahren vermehrt die Digitalisierung gefährdeten Quellenmaterials aus Afrika, z. T. mit Hilfe einer vorübergehenden Verlagerung in die USA zur Durchführung von Bestandserhaltungsmaßnahmen und der Reproduktion.[29]

Wichtige Beiträge der Tagungen in Stockholm und Südafrika beschäftigten sich mit Fragen der Qualitätssicherung. CRL stellte ein Digitized Newspaper Repository Assessment Scheme for assessing the sustainability and integrity of content in digital historic newspaper repositories” vor.[30] Beim Workshop in Pretoria, der sich in erster Linie beratend an afrikanische Bibliothekare und Archivare richtete, wurden hinsichtlich Technik, Workflow und Materialbehandlung etliche eindringliche Plädoyers für konsequente frühzeitige Qualitätsorientierung bei Digitalisierungsprojekten gehalten. Die News Media Section plant für 2016 und 2017 weitere ähnliche Workshops, einmal für englisch- und einmal für französischsprachige Kolleginnen und Kollegen im Westen Afrikas.

3 Afrika

Ein verdienstvoller Überblick über die digital in Afrika südlich der Sahara verfügbaren Zeitungen im Jahre 2013 kommt wiederum vom Center for Research Libraries.[31] Er zeigt die großen Diskrepanzen zwischen den Regionen. Von 1.300 laut World Press Trends-Statistik (2009) existierenden Zeitungstiteln konnte nur für 484 eine Online-Präsenz ermittelt werden. Der Westen Afrikas weist deutlich mehr Titel als der Süden und Osten und vor allem als Zentralafrika auf, aber die Republik Südafrika ist mit über 85 das Land mit den meisten online aktiven Titeln. Schaut man auf die Abdeckung der Regionen durch kommerzielle Nachrichten-Aggregatoren (Dow Jones Factiva, LexisNexis Academic, Readex Access World News, AllAfrica.com), so liegen in der Summe der Westen, Osten und Süden Afrikas nahezu gleichauf, Zentralafrika bei allen Vergleichen deutlich zurück. Wie wichtig für die Vermittlung von Nachrichtenmedien an ein breiteres Publikum in Afrika stabile bibliothekarische Infrastrukturen sind, ging aus dem Bericht von Léon Djogbenou über die Mediethek des Institut Français in Benin hervor. Die Nutzer profitieren von der Zugänglichkeit französischer Quellen über das Institut wie von den lokalen Sammlungen und können behutsam mit dem aktuellen Medienwandel vertraut gemacht werden.[32]

Mit der Republik Südafrika hat es, so stellte Tim Russell (NewsBank) auf der IFLA Pre-Conference in Pretoria (12./13. August 2015) in einem Vortrag „The Evolving, Yet Unique Landscape of Africa’s Newspaper Industry“ fest, eine besondere Bewandtnis in Hinblick auf ihr Lesepublikum: Es ist seit den Hochzeiten der Demokratiebewegung sehr presseorientiert, demographisch gesehen im Schnitt älter als in vielen anderen Ländern Afrikas und somit tendenziell Zeitungs-affiner; die Tageszeitungsverlage haben mit dem Aufkommen von Tabloids, rein anzeigenfinanzierten freien Blättern und diversen regionbezogenen Diensten etliche Neuerungen aus dem angloeuropäischen Raum im Wettbewerb erfolgreich adaptiert, und sie profitieren von einem funktionierenden billigen Distributionsnetz. „The South African newspaper industry is in a fairly healthy state and is near the end of the extinction spectrum.“ Südafrikanische Zeitungsverlage bedienen einen in gewisser Hinsicht einzigartigen Markt und haben eine vergleichsweise günstige Entwicklungsperspektive, wenn sie sich zeitgemäß weiterentwickeln, so Tim Russells Fazit.[33] Sie haben ihre Redaktionssysteme seit den 1990er Jahren auf digitale Verfahren umgestellt, stellen sich vor allem mit Blick auf ihr jüngeres Publikum auch den aktuellen Trends im Nachrichtengewerbe[34] , haben dabei allerdings die Überführung ihrer traditionellen Archive nicht oder nur unvollkommen leisten können, wie mehrere vorgestellte Fallstudien zeigten.

Das gilt beispielsweise für die Pretoria News, deren Herausgeberin Valerie Boje[35] berichtete, dass der Verlag Independent Media sein Archiv bereits im Jahr 2002 geschlossen hat. Die Workflows sind seitdem komplett digitalisiert worden – Zwischen- und Endprodukte dieser Zeitspanne liegen in den unterschiedlichsten Formaten, nicht integral nutzbar und auf allen Arten von Trägermedien vor. Noch hilfloser als dieser ungewollten Heterogenität stehen die Verantwortlichen dem Problem gegenüber, wie mit den zerfallenden, sonst zum Teil nirgends mehr archivierten Papierbeständen umzugehen sei, sofern sie sie noch selbst in ihren Betrieben beherbergen. Michelle Leon berichtete über die Digitalisierung der Sunday Times.[36] Dort war die digitale Strategie der Produktion ohne begleitende Überlegungen zum Umgang mit den Archivbeständen in Kraft gesetzt worden: alles Gedruckte vor 1988 hatte der Verlag an verschiedene Gedächtnisinstitutionen abgegeben. Was blieb, waren die Jahrgänge 1906–1996 der Zeitung auf Mikrofilm, die Ausgaben ab 1997 in digitaler Form. Mit Olive-Software wurde dann für die neueren digital vorliegenden Jahrgänge eine hochwertige Recherche-Funktionalität realisiert (detaillierte Layoutanalyse, Fuzzy Search, Verlinkung mit externen Dokumenten, etc.), und im Rückblick bewertet man die hohen Kosten dafür als durch den Mehrwert im Workflow durchaus gerechtfertigt. Allerdings reicht diese Arbeitsumgebung nicht vor 1997 zurück und blieb bislang auch ein rein internes Arbeitsinstrument, für dessen externe Nutzung noch kein Geschäftsmodell entwickelt wurde. Forscher können es per Sondergenehmigung gegen Gebühren nutzen. Diese Beispiele stehen für zahlreiche andere.[37]

Dale Peters von der Universität Kapstadt, dort u. a. verantwortlich für den Bereich eResearch[38] , konstatierte, dass in den Hochschulbibliotheken wie in der Nationalbibliothek durchaus ein profundes Wissen und Bewusstsein vorhanden sei, dass sie für die Erhaltung des kulturellen Erbes ihrer jeweiligen Region bzw. des Landes Verantwortung trügen[39] , auch dass dies ein starkes Argument für die Einwerbung von Mitteln zur Bestandserhaltung und Digitalisierung sein könne – jedoch sei über eine punktuelle „research-driven digitization“ hinaus eine Relevanz- und Priorisierungsdiskussion für den digitalen Wandel noch gar nicht recht in Gang gekommen.

Die Budgets reichten im Entferntesten nicht aus für systematische Ansätze. Eine Massendigitalisierung von Nachrichtenmedien würden die südafrikanischen Universitäten und wohl auch die Nationalbibliothek[40] nicht leisten können; „commercial aggregators have better means for providing a critical mass“. Peters betonte wie andere Referentinnen auch ausdrücklich den „educational value“ der Zeitungsinhalte und die dringende Notwendigkeit, sie für die zeitgeschichtlichen, politischen, ökonomischen und kulturellen Unterrichtsfächer didaktisch aufzubereiten. U. a. arbeite die Mediengruppe Naspers[41] an einem Projekt Newspapers in the Classroom.

Das umfangreichste kommerzielle Online-Portfolio von Zeitungen aus dem südlichen Afrika bietet NewsBank[42] mit 120 laufenden Titeln (seit 1996) und auch einem deutlichen Schwerpunkt auf der Republik Südafrika in den historischen Serien der African Newspapers. Als Beispiel einer Digitalisierung der letzten Zeit schilderte Tim Russell[43] die digitale Erhaltung der Rand Daily Mail, bei der aufgrund der höchst problematischen Papier- und Mikrofilm-Vorlagen auch NewsBank bei der OCR-Bearbeitung an technische Grenzen stieß und ungewohnte Abstriche an der Qualität hinnehmen musste. Es gab keinerlei öffentliche Förderung für das Projekt, und der Abnehmerkreis ist vor Ort verschwindend klein. Allein die internationale Nachfrage ermöglichte die Refinanzierung der Digitalisierung. So kam er zu demselben Plädoyer wie zuvor schon der Vertreter des Center for Research Libraries: Sollen die afrikanischen Zeitungen der Vergangenheit gerettet und für die Forschung zugänglich gemacht werden, ist dringend geboten, dass die fachlich interessierten Institutionen internationale Konsortien bilden, um öffentliche wie private Fördermittel zu akquirieren. Die kommerziellen Aggregatoren allein könnten diese Aufgabe nicht bewältigen.

4 Aufbereitung und Nutzung digitalisierter Zeitungen

Was wünscht sich der Wissenschaftler? Die Stockholmer Tagung profitierte sehr von den klaren Ansagen des Historikers Jonas Harvard[44] von der Mid Sweden University an die Digitalisierungs-Community: Das Bedürfnis nach „more sources“ stehe stets in einer gewissen Spannung zu dem Wunsch nach „pure sources“, die gleichsam von allem Unnötigen gereinigt und „solid at the bottom“ angeboten werden sollten. An erster Stelle aller Wünsche steht für Harvard die „simplicity“ des Angebots, in einem „clever interface” mit verschiedenen Nutzungs-Optionen, aber ohne „readymade”-Angebote, die den Nutzungs- und Entscheidungsspielraum des Nutzers von Beginn an einschränkten. Weitere Wünsche:

Authentizität: Kriterien und Vorgehen bei Selektionsprozessen, Umstände von Harvesting-Aktionen müssen transparent sein.

„Thinning“: die unvermeidliche Ausdünnung der materialen Überlieferung entsprechend dem Auswahlprozedere von Archivaren oder dem Ausschneiden von Bäumen solle als „randomized thinning“ stattfinden, so dass sich möglichst wenig steuernde Interessen durch individuelle Gewichtungen einschleichen können.

Kontexte sichtbar machen: der Wert einer digitalen Quelle steigt mit Authentizität, Zeitnähe zu Ereignissen, Transparenz von Abhängigkeiten und Tendenzen.

„Researchers go where materials are“: Den „availability bias“ und verfügbarkeitsabhängige Kanonisierungsprozesse dürften nie unterschätzt werden. Gewinnen müsse durch die neuartige Materialverfügbarkeit die vergleichende Forschung, deren Ansprüche bei Priorisierungen miteintscheiden sollten, auch mit Hilfe internationaler Koordination.

„Sequencing“: Ununterbrochene diachrone Serien haben besonderen Wert.

„Synchronic research“: Für definierte Ereignisse oder Themen sollte die Devise „capture the moment“ in größtmöglicher Breite angewandt werden.

Kategoriale Organisation des Materials: Die Wissensorganisation muss jederzeit transparent sein, da Forscher mit unterschiedlichen Präferenzen an Materialien herantreten und in der Lage sein müssen, deren Ordnung ohne Hinderung durch „black-box-Algorithmen“ zu durchschauen.

Einen Bericht über die bemerkenswert stringente Fortsetzung des US-amerikanischen National Digital Newspaper Program (NDNP) gab Deborah Thomas von der Library of Congress.[45] Das NDNP ist ein Förderprogramm kollaborativen Typs, das mit zentraler nationaler Finanzierung und dezentraler Durchführung in den Bundesstaaten, strikten Vereinbarungen über die inhaltliche Selektion sowie die technischen und Metadaten-Standards über 10 Jahre hin kontinuierlich umfangreiche, kompakte Ergebnisse erarbeitet hat[46] : 10 Mio. Zeitungsseiten aus den Jahren 1836–1922 sind digitalisiert worden und im Webangebot von Chronicling America[47]sichtbar, in inhaltlicher Hinsicht ein „extensive range of voices and viewpoints“. Die Großregionen der USA sind repräsentiert, die vier größten Städte ebenso wie Provinz- und Landstädte; innerhalb der Staaten, wo Advisory Boards jährlich die zur Digitalisierung zu beantragenden Titel auswählten, wurde auf eine angemessene Repräsentanz kultureller, sprachlicher und sozialer Milieus geachtet. Man bemühte sich u. a. auch vorrangig darum, „orphan titles“, also Zeitungen auszuwählen, deren früherer Verlag heute nicht mehr besteht. Titel vorschlagen konnten die wichtigsten Zielgruppen des Programms: Universitäten, Staatsbibliotheken und historische Gesellschaften.

Nunmehr nimmt sich die LoC der didaktischen Aufbereitung des Materials an. Deborah Thomas berichtete über den „educational outreach“ am Beispiel des Themas „Wahlrecht“ – für Frauen, für Farbige – in den USA. Bedient wird ein immer dringlicher werdender pädagogischer Materialbedarf für die Schulung von Fähigkeiten in der Textanalyse, insbesondere im adäquaten Umgang mit informatorischen Texten. In den Staaten werden die jeweiligen Projekte der Universitäten oder Geschichtsvereine unterstützt, die beispielsweise in Verbindung mit Journalismusschulen oder anderen studentischen Initiativen anhand des Zeitungsinhalts Hinführungen zur historischen Forschung und Quellenkritik konzipieren. So entstanden bereits über 250 „subject guides“ und entstehen weiterhin als „classroom tools“ sowohl Quellensammlungen als auch Hilfsmittel zur Quellenanalyse oder Lehrpläne und Material zur Lehrerfortbildung. Bei alledem werden die Social Media zur Distribution eingesetzt: Facebook, Twitter, Flickr[48] , Pinterest, Blogs; die in die Image-Datensätze eingebundenen Metadaten können dabei für die jeweiligen Plattformen ausgewertet werden. Eine weitere Entwicklungsrichtung ist die Bedienung von OCR-Textnachfrage der Digital Humanities mit Hilfe einer gut dokumentierten API. So profitiert der Bildungssektor in voller Breite von Chronicling America.

Für eine andere Art von Wieder-Nutzung von Nachrichtenmaterial steht NewsBank[49] : In Analogie zum Presse-Clipping der Anfangsjahre dieses Unternehmens ab 1976 werden die digitalen Medien dekonstruiert. 10.000 Meldungen gehen pro Stunde in die Newsbank-Datenbank ein. Zusammen mit Readex als dem historischen Zweig bietet Newsbank das größte Nachrichtenarchiv der Welt an. Orientierung an der vollen Medienvielfalt und regionalen Abdeckung sind Qualitätsmaßstäbe.

Ein spezielles Produkt ist FBIS, der Foreign Broadcast Information Service[50] , der von 1941–1996 mit Tagesberichten aus aller Welt auf Basis von Medienberichten die USA mit einem vom Kalten Krieg geprägten Bild der Welt versorgt hat.

5 Schluss

Die IFLA News Media Section hält trotz allerorts knapper Reiseetats ihre Zielsetzung aufrecht, aktuelle Diskussionen und Informationsflüsse rund um das Thema Zeitungen und Nachrichtenmedien möglichst in allen Weltregionen immer wieder aufzurufen, Multiplikatoren dafür zu finden und mit bescheidenen Mitteln möglichst große kommunikative Wirkungen zu erzielen. Zu allen Konferenzen veröffentlicht die Sektion Informationen auf ihrer Konferenz-Website.[51]

Im Jahr 2016 wird es vom 20.-22. April eine Konferenz in Hamburg unter dem Titel Reviving the past and keeping up with the future – the libraries’ role in preserving and providing access to newspapers and news media geben, die sich sowohl der Retrodigitalisierung historischer Zeitungen als auch dem Umgang mit originär digitalen Nachrichtenmedien widmen wird.[52] Der IFLA in Columbus, Ohio, wird im August eine Vorkonferenz News, new roles & preservation advocacy: moving libraries into action an der University of Kentucky in Lexington[53] vorausgehen. Während der IFLA findet eine öffentliche Veranstaltung Here Today, Gone Tomorrow: The Current State of Born Digital News statt, die die News Media Section gemeinsam mit den Sektionen Information Technology und Preservation and Conservation bestreitet.[54] Und es ist je ein Workshop zur Digitalisierung von Zeitungen für das englisch- und das französischsprachige Afrika geplant. Anregungen und Kommentare zur Arbeit der Sektion nehmen die Mitglieder des Standing Committee jederzeit gern entgegen.[55]

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Ulrich Hagenah

Ulrich Hagenah

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Von-Melle-Park 3

20146 Hamburg

Published Online: 2016-03-15
Published in Print: 2016-03-01

© 2016 by De Gruyter

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