Johannes Ullmaier, Von Acid nach Adlon und zurück. Eine Reise durch die deutschsprachige Popliteratur. Mit einer illustrierten Bibliographie zu 40 Jahren deutschsprachiger Pop- und Beatliteratur. 2001 – Heinz Ludwig Arnold / Jörgen Schäfer (Hgg.), Pop-Literatur. 2003 – Jochen Bonz (Hg.), Popkulturtheorie. 2002
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Claude D. Conter
Pop und populäre Kultur sind seit der Gründung des „Centre for Contemporary Cultural Studies“ 1964 in Birmingham ein akademischer Forschungsgegenstand, der nach 40 Jahren aber noch keine konzisen, an historischen Prozessen orientierte Theoriekonzepte vorweist, geschweige denn grundsätzliche Fragen nach den Gegenständen der Populärkultur und Abgrenzungen zur Gesamtkultur geklärt hat. Mit der in den 90er Jahren entfachten Diskussion um die Kulturwissenschaften hat die Erforschung der populären Kultur in Deutschland allerdings Konjunktur. Einen Überblick der Forschung beabsichtigt daher das jüngst erschienene Handbuch Populäre Kultur, das nach bisherigen überwiegend soziologischen Fragestellungen vor allem die ästhetische Funktion populärer Kultur erschließen will. Daß die Literatur dabei keinen eigenständigen Eintrag erhalten hat, wird mit dem nicht ganz nachvollziehbaren Argument begründet, daß die jeweilige Fachdisziplin die populärkulturelle Dimension herausarbeiten würde – ein für ein interdisziplinäres Handbuch eher befremdliches Argument. Die Literaturwissenschaft hat sich nun aber tatsächlich, verstärkt in den vergangenen drei Jahren, des Themas der sogenannten Popliteratur angenommen und dabei erstens auf die heftigen Debatten über die ‚neue Lesbarkeit‘ in den Feuilletons seit dem Erscheinen von Christian Krachts Roman Faserland reagiert und zweitens in diesem Kontext Fragen nach dem Verhältnis von E- und U-Kultur seit den 60er Jahren wieder neu gestellt.
© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2004
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