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Figurationsprozesse der Einwanderungsgesellschaft II
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Über dieses Buch
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verliert der Rangordnungskonflikt zwischen Alteingesessenen und Zugewanderten an Schwung. Binäre Konstellationen lösen sich auf, neue Figurationsprozesse gewinnen an Bedeutung. Im Zuge dieser Refigurationen werden neue identitätspolitische Grenzen gezogen, aus denen neue Fragmentierungen und Spaltungen hervorgehen. Jörg Hüttermann und Johannes Ebner setzen bei Prozessen, Brüchen und Mechanismen an, die den Wandel der gelebten Diversität in den letzten 25 Jahren geprägt haben. Dabei schärfen sie die (migrations-)soziologische Urteilskraft dahingehend, dass sie die Frage danach, in welche Richtung die Migrationsgesellschaft steuert, angemessen beantworten kann.
Information zu Autoren / Herausgebern
Jörg Hüttermann (Dr. rer. soc.), geb. 1962, ist Sozialforscher am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Seine Forschung befasst sich mit Djihadismus, Bildender Kunst, urbanen Intergruppenbeziehungen, Polizei, Sufitum, gelebter Diversität sowie dem Streit um islamische Symbole.
--- Contributor: Johannes EbnerJohannes Ebner, geb. 1980, ist Sozialforscher am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld. Seine Forschung befasst sich mit Inter- und Intragruppenbeziehungen, urbanen und ruralen Transformationsprozessen, gelebter Diversität sowie den Relationen von Raum, Zeit, Konflikt, Emotion bzw. Affekt und Sprache (Pronomensoziologie).
Rezensionen
»Jörg Hüttermann legt mit der Studie eine ausgereifte Analyse zum Wandel der Beziehungen zwischen Alteingesessenen und Zugewanderten in deutschen Städten vor. Von großer Bedeutung für die Erkenntnisgewinne der Leserinnen und Leser sind der lange Zeitraum, den die Untersuchungen zu den verschiedenen Wandlungsprozessen abdecken, die intensiven und sensiblen Feldforschungen in den aufgezeichneten acht Forschungskontexten und die klare Anwendung und Weiterentwicklung der Theorie der Figurationsanalyse. Es gibt hierzulande und auch international in der Migrations- und Konfliktforschung kaum vergleichbare Publikationen, die urbane Ethnographie bzw. urbane Anthropologie mit einer konfliktsoziologischen Perspektive in solch anregender Weise verbinden. Der Publikation ist breite wissenschaftliche und öffentlich-politische Rezeption zu wünschen.«
(Wilhelm Heitmeyer)
»In filigranen Fallstudien erschließt der Autor die Soziologik jener durch Konflikt und Ausweichhandlungen erzeugten Beziehungsmuster migrationsbezogenen Gruppen, die situative Herausbildung und Verschiebung von Machbalancen, Grenzen und Grenzverletzungen, die selbst beim Straßenbahnfahren ihre formative Kraft in Intergruppenproblemen entfalten. Und es sind genau diese episodischen Interaktionen, es ist das ganz gemeine, beiläufige Alltagshandeln, das zu Recht im Fokus des analytischen Interesses steht: ein wichtiges, brandaktuelles Buch, das ein theoretisches Programm präsentiert, in dem Raumsoziologie, Stadtforschung und Interaktionstheorie auf kongeniale Weise zusammengeführt werden. Die hier vorgelegte figurationssoziologische Konfliktanalyse lehrt in der Tat anderes und anders zu sehen.«
(Helmuth Berking)
»Ich sehe in Jörg Hüttermanns Buch den wichtigsten Beitrag eines deutschen Soziologen zur Analyse der Einwanderungsgesellschaft des vergangenen Jahres. Die Verbindung von Fallanalysen und soziologischer Reflexion erlaubt tiefe Einblicke in die Dynamiken der Machtbeziehungen und der Konfliktmuster in unseren Städten – und belegt auf überzeugende Weise die Fruchtbarkeit eines figurationssoziologischen Ansatzes für die Analyse der sozialen Prozesse in einer postmigrantischen Gesellschaft.«
(Werner Schiffauer)
»Das Buch [ist] ein gelungener Beitrag zur Revitalisierung der Figurations- und Prozessanalyse im Geiste Norbert Elias' für die stadtsoziologische Forschung.«
Zusatzmaterial
Fachgebiete
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
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Vorwort
7 -
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1. Einführung
9 -
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2. Avancierende Fremde und verunsicherte Platzanweiser
21 -
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3. Polizeialltag zwischen Etablierten und Außenseitern
47 -
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4. Moscheekonflikte im Figurationsprozess
67 -
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5. Der Konflikt um islamische Symbole als modernes Inkorporationsritual
97 -
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6. Intergruppen-Gewalt im Figurationswandel einer Kleinstadt
115 -
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7. Zur Figuration urbaner Gruppen in der Straßenbahn (mit Tino Minas)
195 -
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8. Urbane Marktgeselligkeit. Eine Figuration im Modus des Vorübergehens
217 -
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9. Grundlinien einer figurationssoziologischen Konfliktanalyse
247 -
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10. Fazit
319 -
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Literatur
335 -
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Drucknachweise
355