Startseite Germanistische Linguistik Die Opazität epistemischer Modalverben im Deutschen
book: Die Opazität epistemischer Modalverben im Deutschen
Buch
Lizenziert
Nicht lizenziert Erfordert eine Authentifizierung

Die Opazität epistemischer Modalverben im Deutschen

Funktion, Form und empirische Fassbarkeit
  • Elisabeth Scherr
Sprache: Deutsch
Veröffentlicht/Copyright: 2019
Veröffentlichen auch Sie bei De Gruyter Brill
Sprache und Wissen (SuW)
Dieses Buch ist Teil der Reihe

Über dieses Buch

Die epistemischen Interpretationsvarianten der Modalverben im Deutschen sind als solche an der sprachlichen Oberfläche nicht markiert. Es handelt sich bei flektierten Modalverben also um opake Elemente, deren Formen unterschiedliche Bedeutungen haben können, die von Notwendigkeit/Möglichkeit bis hin zu Vermutungen gehen, vgl. 'Sie muss die Arbeit morgen abgeben.' vs. 'Der Verdächtige muss der Mörder gewesen sein.' Durch diesen Umstand werden die Bewertungen in Bezug auf konkret vorliegende Bedeutungen in Belegbeispielen bis dato weitestgehend introspektiv vorgenommen.

Neben theoretischen Begriffsbestimmungen von Modalität und epistemischer Modalität im Besonderen, die auf dem Konzept der deiktischen Relationen fußen, wird der Fokus auf die empirische Fassbarkeit des Phänomenbereichs gerichtet. Quantitativ-empirische Studien sind im Bereich der epistemisch verwendeten Modalverben bis dato rar, da die fehlende eindeutige Markierung an der sprachlichen Oberfläche auf den ersten Blick einem sprachanalytischen Zugang entgegensteht. Es wird gezeigt, dass sich vor dem Hintergrund der spezifischen deiktischen Relationen epistemischer Modalverben Eigenschaften ableiten lassen, die beispielsweise das Subjekt/die Agensrolle, den Infinitiv oder die Modusmarkierung betreffen. Das Entscheidende ist, dass diese definierten Merkmale an der sprachlichen Oberfläche zugänglich sind. Anhand eines Großkorpus zum deutschen Gebrauchsstandard und mittels quantitativer Analysen wird gezeigt, dass sie einen signifikanten Beitrag zur Disambiguierung der Modalverbverwendungen leisten können.

Durch diesen Zugang gelingt es, die Interpretation der Modalverben im Deutschen nicht rein subjektiv vorzunehmen, sondern Gründe anzugeben, die zu einer (zumindest statistisch wahrscheinlichen) vergleichsweise objektiven Begründung einer Interpretationspräferenz führen.

Information zu Autoren / Herausgebern

Elisabeth Scherr, Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich.

  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Öffentlich zugänglich
    PDF downloaden
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert
  • Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert
    Lizenziert

Informationen zur Veröffentlichung
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
eBook veröffentlicht am:
14. Januar 2019
eBook ISBN:
9783110620382
Gebunden veröffentlicht am:
14. Januar 2019
Gebunden ISBN:
9783110618136
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
Frontmatter:
18
Inhalt:
454
Abbildungen:
54
Tabellen:
44
Heruntergeladen am 24.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110620382/html?lang=de
Button zum nach oben scrollen