Contingentia
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Herausgegeben von:
Hartmut Böhme
, Werner Röcke und Ulrike C. A. Stephan
Über dieses Buch
Die zentrale Frage des Bandes lautet, was es bedeutet, wenn eine Handlung als nicht unmöglich, aber auch als nicht notwendig anzusehen ist. Das Transformationskonzept wurde bisher nahezu ausschließlich von den Akteuren und ihren Intentionen her gedacht, die als Ausgangspunkt und Grundlage historischen Sinns und möglicher Ordnungen des Wandels angesehen wurden. Demgegenüber wurden Zufälle lediglich als Symptome eines mangelnden Wissens verstanden, denen ein eigenständiges Handlungspotenzial nicht zukommt. Im Gegensatz dazu wird in dem Band erkundet, - ob und in welcher Weise Transformationen von Zufallsfunden, unbeabsichtigten Nebenfolgen oder überraschenden Wendungen bestimmt sind, - welchen Transformationen die contingentia selbst unterliegt, die in ihrer Verbildlichung (als Tyche, Fortuna u. a.), aber auch in ihrer historischen Semantik in Theologie und Philosophie seit der Antike bis in die jüngste Gegenwart bemerkenswerten Veränderungen unterlag, - welcher spezifische Umgang mit Kontingenz in sozialen und politischen Prozessen, aber auch in Literatur und Kunst zu beobachten ist. Von besonderem Interesse ist dabei die Unterscheidung von Risiko und Gefahr (Luhmann).
Information zu Autoren / Herausgebern
Hartmut Böhme, Werner Röcke und Ulrike C. A. Stephan, Humboldt-Universität zu Berlin.
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Inhalt
V -
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Contingentia. Transformationen des Zufalls Einleitung
1 - I. Dea Dubia. Antike Grundlagen, christliche Transformationen und wissenschaftliche Antworten
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»Providence leaves no real room to fortuna«: Vom Zufall bei Augustinus
39 -
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Kontingenz und Subjektivierung: Dynamiken der Veränderung im Zeit-Raum der Ontologie von Platon bis Duns Scotus
51 -
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Virtù vince fortuna. Aufstieg, Wandel und späte Blüte eines frühneuzeitlichen Topos
75 -
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Das Prinzip Kontingenz in der Naturwissenschaft der Renaissance
115 -
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›Kontingenz‹ in der Historiografie. Der Kontingenzbegriff in der Natur-, Wissenschaftsund Kulturgeschichtsschreibung
149 -
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Die Rolle des Zufalls in den Funktionssystemen der Weltgesellschaft. Eine vergleichende Perspektive
173 - II. Aeque possibile. Die Entdeckung des Zufalls in Kunst und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
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Die Kontingenz aus der Maschine. Zur Transformation und Refunktionalisierung antiker Götter in Heinrichs von Veldeke Eneasroman und Heinrichs von Neustadt Apollonius von Tyrland
189 -
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»das Glück ist kuglet vnd flück« – Fortuna und Kontingenzerfahrung in den Römerdramen Jacob Ayrers
211 -
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Die Macht der Sterne und die Kontingenz
225 -
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Das Neben- und Miteinander providentieller Deutungsmuster im Rolandslied des Pfaffen Konrad
267 - III. Au hasard. Kontingenz und Risiko in Modernisierungsprozessen
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Die Kontingenz des Geldes im Kontext der Genesis seiner modernen Entwicklung (13.–16. Jahrhundert)
297 -
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Gewalthandeln, Rückzug ins Private oder Kalkülrationalität? Über den Umgang mit Kontingenz im Denken der Frühen Neuzeit
305 -
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Kontingenz, Stabilisierung und Aneignung historischen Wissens. Humanistische Editionen von Geschichtsdarstellungen als Bewältigungsstrategien gegen das Vergessen
327 -
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Zufall, Selektion und die Lektüre der Antike: Johann Friedrich von Brandt, Carl Eduard von Eichwald und die Debatte um die ausgerotteten Tiere an der Akademie von Sankt Petersburg
349 -
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Zufall und Teleologie. Von Darwin zu Spinoza und zurück
387 -
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The (Re)turn to What? Anmerkungen zur Kontingenz der Platon-Referenz in der Philosophie Alain Badious
409 -
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Personenregister
425 -
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Sachregister
433
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