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Zur Genealogie totalitärer Herrschaft: Hannah Arendt und Friedrich Nietzsche

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Veröffentlicht/Copyright: 8. Oktober 2025
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Abstract

The suspicion that Nietzsche’s thought could have contributed to the totalitarian ideology of ‘fascism’ hangs like a dark cloud over Nietzsche research of the past. This suspicion is itself ideologically motivated (above all by Georg Lukács) and may have been evoked by misunderstandings of terms like Übermensch =‘superman’ and ‘will to power’. Nietzsche’s sister’s behaviour after his death may have fuelled this suspicion. Even though Nietzsche’s rejection of anti-Semitism has long been known and cannot be denied, the suspicion that his thought was close to Nazi ideology has been stubbornly maintained. Nietzsche’s ‘anti-fascist’ statements have never been presented comprehensively and in context. It is the ambition of this article to counter and refute the fascist suspicion by way of Nietzsche‘s statements on nationalism, racism and anti-Semitism as well as his prophetic description of the resulting consequences (of a ‘Third Reich’ and a Holocaust/ Shoah).

Online erschienen: 2025-10-08
Erschienen im Druck: 2025-10-07

© 2024 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Titelseiten
  2. Teil I: Der Nietzsche-Preis
  3. Laudatio für Renate Reschke
  4. Vom Dilemma der Geistesgegenwart und dem fehlenden Sinn für Geschichte
  5. Teil II: Nietzsches Denkbeziehungen
  6. Zum Themenschwerpunkt:
  7. Projektpartner und Projektionsfiguren? Ida Overbeck und Friedrich Nietzsche
  8. Friedrich Nietzsche und Erwin Rohde
  9. Zwischen fatalistischer Ergebenheit und dem „Glück des Einsamen“. Friedrich Nietzsche und Lou von Salomé
  10. Zur beanspruchten Eigenständigkeit Friedrich Nietzsches gegenüber Paul Rée. Ein Versuch
  11. Malwida von Meysenbug. Das Leben und Ideal einer Protagonistin der Zeit der Revolutionen
  12. Verbunden im Zeichen des Freigeists. Heinrich Köselitz und Friedrich Nietzsche (1878–1880)
  13. Musiker und Denker unter sich
  14. Brandesʼ Nietzsche und Nietzsches Brandes. Stationen einer Entdeckung
  15. Teil III: Nietzsche-Werkstatt: Götzen-Dämmerung (32. Nietzsche-Werkstatt Schulpforta vom 11. bis 14. September 2024) Wissenschaftliche Leitung: Corinna Schubert und Jenny Kellner
  16. Zur Aktualität der Götzen-Dämmerung
  17. Morgen-Dämmerung eines hermaphroditischen Ideals: Nietzsches Geschlechtervokabular in der Götzen-Dämmerung
  18. Haben wir ein Recht auf Dummheit?
  19. „[D]en Krebsgang aller Dinge träumen“. Zur Verflechtung von Traum- und Dekadenzdiskurs in Götzen-Dämmerung
  20. Der freie Wille unter der ‚Optik des Lebens‘ in der ‚Morgendämmerung‘
  21. Vernunft und Vernunftkritik in Nietzsches Denken
  22. Nietzsches Immoralismus in Götzen-Dämmerung und Ecce homo
  23. „Naturalismus in der Moral“ oder „Urtheil Verurtheilter“? Eine textnahe Lektüre von GD Moral 4–5
  24. Sujétion in der Sittlichkeit?
  25. Teil IV: Beiträge
  26. Dokumentation: Über „freigeistige Weiber“. Ein apokryphes Nietzsche-Zitat bei Heinrich Köselitz
  27. Zur Genealogie totalitärer Herrschaft: Hannah Arendt und Friedrich Nietzsche
  28. Die Vergeistigung in der Auseinandersetzung? Friedrich Nietzsche – Eduard von Hartmann
  29. Personenverzeichnis
Heruntergeladen am 5.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/NIFO-2025-021/pdf
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