»Sicherheit« im öffentlichen Sprachgebrauch
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Annelie Schmidt
Über dieses Buch
In öffentlichen Diskursen seit dem 11. September 2001 lässt sich ein vielschichtiger Sprachgebrauch von Sicherheit beobachten. Der Vermutung, dass mit Sicherheit eine zentrale gesellschaftliche Legitimationsvokabel der jüngeren Vergangenheit vorliegt, geht die vorliegende Studie mit diskurslinguistischen Mitteln der Düsseldorfer Schule nach. In den Diskursen des „11. September 2001“, der „Eurokrise“ und der „NSA-Affäre“ werden die Mechanismen der sprachlichen Etablierung gesellschaftlicher „Sicherheits-Wirklichkeit“ analysiert. Die Untersuchung zeigt, wie als „existenziell“ perspektivierte Bedrohungsszenarien den Aufstieg von Sicherheit zu einem politischen Schlüsselbegriff ermöglichen. Mit dessen u. a. aus religiöser, staatstheoretischer und anthropologischer Semantik bezogener persuasiver Kraft werden politisch umstrittene Maßnahmen legitimierbar; entsprechend vehement konkurrieren die politischen Akteure um das Mehrheiten verheißende Etikett der „Sicherheitsgewährleistung“. Die in den Diskursen beobachtbaren Konzepte gesellschaftlicher Problemlösung zeugen von „Machbarkeit“ und „Beherrschbarkeit“ und untermauern die gesellschaftliche Bedeutsamkeit der Leitvokabel Sicherheit gerade in als Krisen erlebten Zeiten.
Information zu Autoren / Herausgebern
Annelie Schmidt, Universität Bayreuth.
Fachgebiete
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Frontmatter
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Vorwort
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Inhalt
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Einleitung
1 - Teil i: zugänge der diskurslinguistik
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1 paradigma oder proteus? zur diskursanalyse in der germanistischen sprachwissenschaft
13 -
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2 sprachtheoretische grundlagen für eine sprachgeschichte als diskursgeschichte
39 -
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3 von der begriffsgeschichte zur diskursgeschichte
59 -
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4 sprachgeschichte als problemgeschichte der gegenwart
83 - Teil ii: sicherheit im öffentlichen sprachgebrauch
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5 konzeption der empirischen analyse
115 -
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6 „[d]as gefühl von angst, unsicherheit, sorge vor terror und krieg“ – der diskurs um die ereignisse des 11. september 2001 in deutschland
129 -
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7 „eine stabile währung ist ein hohes gut. sie gewährt ein elementares gefühl der sicherheit.“ – die debatte um griechenland und den euro im jahr 2010: ein sicherheitsdiskurs?
201 -
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8 „[d]ie zwangslage und die ganze hilflosigkeit, mit der unsere weltgesellschaft im spannungsfeld zwischen sicherheitsbedürfnis, totaler vernetzung und freiheitsrecht steht“ – der diskurs um die nsa-affäre 2013 in deutschland
279 -
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9 synopse und ausblick
339 -
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Topos- und belegwortlisten
347 -
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Literaturverzeichnis
353
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