1968
-
Herausgegeben von:
Heidrun Kämper
, Joachim Scharloth und Martin Wengeler
Über dieses Buch
Die Chiffre „1968“ ist Name für einen Erinnerungsort, der insbesondere durch seine Sprache das kollektive Gedächtnis prägt. Nach vierzig Jahren ist die Zeit für eine Zwischenbilanz gekommen. Diese Bilanz wird in dem vorliegenden Sammelband gezogen. Er enthält die überarbeiteten Vorträge einer Tagung, die im Mai 2008 stattfand. Die Beiträge stellen die vielfältigen Ausprägungen und Aspekte dieser Sprache dar und machen damit deutlich, dass „die 68er-Sprache“ einen unbestreitbaren Platz in der Kulturgeschichte, insbesondere in der kulturwissenschaftlichen Linguistik, hat. Ihre Erscheinungsformen werden mit diskursanalytischem, sprachpragmatischem, textsortengeschichtlichem oder semiotischem Instrumentarium dargestellt und beschrieben. Der mit 68 eintretende Wandel kommunikativer Praktiken erschließt außerdem die kommunikationsgeschichtliche Perspektive. Damit wird insofern ein kulturwissenschaftlicher Beitrag geleistet zur Sprachgeschichte ebenso wie zur Semiotik, zur Medien- ebenso wie zur Zeitgeschichte.
Information zu Autoren / Herausgebern
Heidrun Kämper, Universität Mannheim; Joachim Scharloth, Dokkyo Universität, Tokyo, Japan; Martin Wengeler, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf.
Zusatzmaterial
Fachgebiete
-
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Frontmatter
i -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Inhalt
v -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Einleitung
1 - 1968 UND DIE FOLGEN. Sprachanalytische Perspektiven
-
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Von der Informalität zum doing buddy. „1968“ in der Sprachgeschichte des Deutschen
27 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
„Der Angriff auf das Bestehende“. Zur Erinnerungskultur an „1968“ in deutschen Printmedien am Beispiel des Spiegel
55 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
„Alltagsroutine gibt es bei uns nicht!“ Zum Verhältnis von Sprachwandel und Gesellschaftskritik am Beispiel des Recruiting-Diskurses
83 - DIE MEDIEN DES PROTESTS. Flugblätter, Wandzeitungen, Lieder, Körper und kommunikative Gattungen
-
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
„Still schäm‘ ich mich in meiner Zelle, Fritz Teufel, Ausgeburt der Hölle.“ Sprachreflexive Elemente in den Flugblättern der Kommune I
115 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Die Zürcher Untergrundzeitschrift „Hotcha!“ – Subkultureller Stil im multimodalen Text
135 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Das politische Liedermacherlied vor, während und nach 1968 – zur Modellierung dynamischer Textsorten-Diskurs-Relationen
163 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Unordentlich, langhaarig und mit der Matratze auf dem Boden. Zur Protestsemiotik von Körper und Raum in den 1968er Jahren
201 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Distinktion durch Diskussion. 1968 und die sozialen Folgen verbaler Interaktion
227 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Die Wandzeitungen des Sechstagerennens. Zur kommunikativen Funktion eines alternativen Mediums
245 - KRITISCHE SEMANTIK. Diskursanalytische Perspektiven auf begrifflich-ideologische Konstruktionen
-
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Der Faschismus-Diskurs 1967/68. Semantik und Funktion
259 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Gewaltsamkeiten. Studenten, ihre Sprache und die Eskalation eines Themas zwischen akademischem Diskurs und Straßenkampf
287 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Die 68er – anti-intellektuelle Intellektuelle?
307 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
„Jenes knisternde Vietnamgefühl...“ Perspektivischer Internationalismus und globalisierter Politjargon im deutschen und amerikanischen Protestdiskurs
335 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Zur Metaphorik akademischer und avantgardistischer Sprachkritik um 1968 oder das Bemühen, „eindimensionale Denk- und Sprachformen aufzusprengen und die Vieldimensionalität konkreter Wirklichkeit zu zeigen“
357 - LINGUISTISCHE PERSPEKTIVEN AUF DEN DEUTSCHEN TERRORISMUS
-
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Die RAF als Medienereignis – visuelle und sprachliche Inszenierungen
375 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Die RAF als „Hitler’s children“? — Öffentlicher Terrorismus-Diskurs und „Vergangenheitsbewältigung“
399
-
Herstellerinformationen:
Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com