Startseite Geschichte Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte. Beihefte
series: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte. Beihefte
Reihe

Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte. Beihefte

  • Herausgegeben von: Laetitia Lenel und Alexander Nützenadel
ISSN: 1869-0971
Veröffentlichen auch Sie bei De Gruyter Brill

In den Beiheften zum Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte werden herausragende Monographien meist jüngerer Wirtschaftshistorikerinnen und -historiker aus dem In- und Ausland veröffentlicht. Kennzeichnend ist der explizite Theoriebezug innerhalb der wirtschaftshistorischen Argumentation, der häufige Einsatz quantitativer Methoden und die in vielen Fällen große politische Relevanz der behandelten Themen, mit denen an aktuelle Debatten angeknüpft wird, um ein „Lernen aus der Geschichte" zu ermöglichen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 32 in dieser Reihe

Der Zweite Weltkrieg und die chinesische Revolution beendeten die über Jahrzehnte gewachsene deutsche kulturelle und wirtschaftliche Präsenz auf dem chinesischen Festland. Dennoch ist die Volksrepublik China (VR China) zurzeit einer der größten Handelspartner Deutschlands. Das Buch fasst die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der VR China und der BRD von 1949 bis zur chinesischen Reform- und Öffnungspolitik 1978 zusammen, letztere gilt als weiterer Wendepunkt für die Wirtschaftsbeziehungen.

Anhand der Rollentheorie der internationalen Politik wird erklärt, wie sich die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gegenseitig beeinflussten und welche Versuche es vonseiten deutscher Unternehmen schon vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen gab, Einfluss auf die Außenpolitik der Bundesrepublik gegenüber der VR China zu nehmen.

Folgende Fragestellungen stehn im Fokus dieses Bandes: Welche Chancen und Risiken sahen westdeutsche Unternehmen im Zusammenhang mit einem Engagement in der VR China? Welche Strategien und Aktivitäten verfolgten sie auf dem chinesischen Markt? Welche Faktoren waren entscheidend für die Wiederaufnahme sowie die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern?

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 31 in dieser Reihe

Kartografiegeschichte erforscht Karten und die Akteure, welche die Karten erstellen. Die Kultur des Produzenten spielt dabei eine ebenso große Rolle, wie auch die Bedeutung des Karteninhaltes für den (vermeintlichen) Rezipienten.

Dabei wurde in der Vergangenheit häufig außer Acht gelassen, dass die Kartenproduktion der Neuzeit keinesfalls eine Freizeitbeschäftigung einiger Weniger war, deren herausragende gesellschaftliche Stellung erst die Ressourcen der Erzeugung von Weltbildern auf Papier zur Verfügung stellte. Die Rolle der Kartografie als gewinnbringende Option des Buchhandels kam in der Literatur bislang zu kurz.

Auf Basis dieses Befundes unterteilt sich die Arbeit in drei Analyseschritte, die die Bedeutung der Ökonomie für die Erzeugung von Kartografie im deutschsprachigen Raum sichtbar werden lassen sollen: Die Gestaltung der Karten als Handelsware, die Rolle der die Produktion und Kartenerzeugung praktizierenden Akteure dabei und der Ort des tatsächlichen Handels.

Dieser Analyse ermöglicht damit am Beispiel des deutschsprachigen Kartenhandels eine neue Sichtweise auf die Kartografie des 19. Jahrhunderts und die Bedeutung von Landkarten für einen globalisierten Handel mit Druckerzeugnissen der Zeit.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2023
Band 30 in dieser Reihe

Im Herbst 1982 zerbrach Helmut Schmidts sozialliberale Koalition nicht zuletzt an einer der bis dahin stärksten wirtschaftlichen Verwerfungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Bis zu den Bundestagswahlen im Frühjahr des folgenden Jahres erarbeitete ein neues Bündnis aus Union und FDP unter hohem Zeitdruck ein wirtschaftspolitisches Sofortprogramm.

Dieser Auftakt der „Ära Kohl“ ist trotz seiner historischen Bedeutung bisher nur unzureichend erforscht. In dieser Publikation wird diese Lücke auf Grundlage einer unerreicht umfassenden Quellenbasis geschlossen. Inhaltlich stehen die Fragen im Mittelpunkt, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen man 1982 diskutierte, beschloss oder verwarf, welche Interessen und Verhandlungsprozesse diesen Entscheidungen zu Grunde lagen und welche Bedeutung insbesondere die Aspekte der Konsolidierungs- und Angebotspolitik sowie der sozialen Balance im Sofortprogramm hatten.

Dabei wird deutlich, wie sehr sich die besondere Lage und parteipolitische Konstellation zwischen Regierungswechsel und Neuwahlen auf die Wirtschaftspolitik im Übergang von Schmidt zu Kohl auswirkte.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 29 in dieser Reihe

Diese Arbeit gibt einen neuen Einblick, wie das deutsche Corporate-Governance-System in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts funktioniert hat. Aus einer mikroökonomischen Perspektive wird untersucht, welche Rolle Recht am Beispiel von vier deutschen Aktiengesellschaften (Deutsche Bank, BHG, AEG und Siemens) bei der Gestaltung von Corporate-Governance-Systemen einnimmt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 28 in dieser Reihe

Die Untersuchung der Unternehmensfinanzierung der Braunschweigischen Staatsbank generiert Ergebnisse, die für die weitere Erforschung der Expansion der Sparkassen und Landesbanken in der Unternehmensfinanzierung hilfreich sind. In einer grundsätzlicheren Perspektive werden allgemeine Erkenntnisse über die Praxis der Unternehmensfinanzierung durch Banken gewonnen, insbesondere in Bezug auf die Frage des Wettbewerbs zwischen Kreditinstituten.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 27 in dieser Reihe

Thousands of German construction companies worked under the Organisation Todt during the Second World War. This study enquires into the relation between the NS state and the construction industry and analyses the businesses’ strategies and entrepreneurial room for manoeuvre. Focusing on German construction projects within the Reich and in occupied Norway, the study demonstrates how state’s attempts at regulating the sector reached their limits.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 26 in dieser Reihe

Die Untersuchung widmet sich dem Zusammenhang von Industriepolitik und wirtschaftlicher Entwicklung zwischen 1943/45 und 1975 in Italien. Planung und Praxis der staatlichen Industrieförderung werden erstmals auf der Grundlage umfangreicher Quellenbestände und archivgestützter Datenerhebungen historisch rekonstruiert sowie ihr Beitrag für Wachstum und Strukturwandel der italienischen Volkswirtschaft differenziert analysiert. Die weitverbreiteten Negativurteile hinsichtlich der mangelnden Steuerungseffizienz der italienischen Industriepolitik werden durch die Ergebnisse dieser Studie relativiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band 25 in dieser Reihe
Die Beiträge von Ökonomen zur praktischen und propagandistischen Vorbereitung und Begleitung der nationalsozialistischen Kriegsführung sind bisher nur wenig beachtet worden. Am Beispiel des ältesten Wirtschaftsforschungsinstituts untersucht Gunnar Take, woran die Wissenschaftler im „Dritten Reich“ arbeiteten, wie sie dem NS-Regime bei der Durchführung seiner wirtschaftspolitischen und militärischen Vorhaben halfen und welche Motivationen sie dabei verfolgten. In der Rekonstruktion der individuellen Entscheidungen und der vom Institut verfolgten Strategien vor und nach den Zäsuren 1933, 1939 und 1945 liegt der Fokus auf den Prägungen und Handlungsspielräumen der Direktoren, Abteilungsleiter und Assistenten. In den drei Hauptkapiteln werden die Forschungen zu einem Themenbereich (empirische Raumforschung 1935-45), für einen Auftraggeber (Wehrwirtschaftsamt der Wehrmacht 1938-1945) sowie die vielseitigen Aufträge und die Arbeitsweise einer Forschungsgruppe (Gruppe August Lösch 1940-45) analysiert. Damit liefert die Studie neue Erkenntnisse zur Wissenschaftsgeschichte, zur Geschichte der wirtschaftspolitischen Beratung des NS-Regimes sowie zur Rolle akademischer Wirtschaftsexperten in der Führung des Zweiten Weltkriegs.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band 24 in dieser Reihe

Deutsche Rüstungsunternehmen und ihr Marketing sind unternehmenshistorisch nicht erforscht. Die Arbeit löst mit der Untersuchung der wichtigsten westdeutschen Produzenten von Waffen und ihrer Marketinginstrumente ein lange beklagtes Desiderat ein. Sie kann zeigen, dass im Verlauf des Kalten Krieges nicht nur die ökonomischen Entwicklungen, sondern auch die öffentliche Meinung entscheidende Auswirkungen auf das Marketing der Rüstungsunternehmen nahmen. Hier war die Sicherheits-Werbung ein entscheidender Faktor. Denn auf die starke Abhängigkeit von den Abnehmern durch lange Entwicklungszeiten und kurze Produktionszyklen, einem „System der Maßschneiderei", reagierte die Rüstungsindustrie mit erweiterten Marketingstrategien. Sie werden mit multiperspektivischer Methodik, die Unternehmens- und Kulturgeschichte miteinander verbindet, in den Blick genommen. Die Autorin kann überzeugend zeigen, dass nur eine solche Kombination die unerwartete Entwicklung der westdeutschen Rüstungsindustrie von einer Branche in Trümmern zum boomenden Wirtschaftszweig und drittgrößten Rüstungsexporteur der Welt erklären kann. Die Außen- und Militärpolitik, NATO-Strategien und Netzwerke waren weitere relevante Faktoren.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 23 in dieser Reihe
The bureaucracy’s commitment to the public good and predictable decision making processes is an important prerequisite of economic growth. There are, however, only few studies that ask how such an efficient bureaucracy was established. The main objective of this book is to close this gap by exploring the transformation of a rent-seeking bureaucracy into a modern Weberian administration in the Grand-Duchy of Baden during the first half of the 19th century.
In doing so, the study asks how rules and regulations that governed employment dismissal, promotion and remuneration of bureaucrats shaped the latter’s incentives to commit to the public good and predictable decision making processes. The book provides a detailed case study of local bureaucrats, called district magistrates (Amtmänner) in the German state of Baden during the late 18th and the first half of the 19th century. District magistrates were a focal group since they managed daily administrative tasks and provided justice at the local level. Binding district magistrates’ decision making processes to clear-cut rules and making them more predictable was therefore a crucial complement to the technological and cultural changes that brought about the industrial revolution.
Buch Open Access 2018
Band 22 in dieser Reihe

Im Jahr 1943 wurde die 1926 gegründete „Abteilung Westen" des Instituts für Konjunkturforschung, Berlin (heute: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW) als „Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V." (RWI) verselbstständigt.

Rainer Fremdling untersucht im ersten Teil bis 1945 die Umorientierung von der Konjunkturforschung in der Weimarer Republik zur Raumforschung unter dem Nationalsozialismus und der Kriegswirtschaft, wobei die enge Verzahnung des RWI und des DIW mit dem NS-Herrschaftssystem deutlich wird.

Toni Pierenkemper widmet sich der Geschichte des RWI seit Kriegsende. Hierzu gehört die Wiederbegründung und Neuorientierung des RWI (1945 bis 1952) ebenso wie die Rolle des Instituts im wirtschaftlichen Strukturwandel und in der neuen Wirtschafts- und Währungsordnung (1952 bis 1974), in den Krisen der folgenden Jahre (1974 bis 2000) und schließlich die Neuausrichtung im neuen Jahrtausend (2000 bis 2018). Die komplexen Beziehungen zwischen Wirtschaft, Politik und wirtschaftspolitischer Beratung werden dabei offenbar.

Ziel des Projekts ist es, nicht nur die Geschichte des RWI zu dokumentieren, sondern diese in die jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen einzubetten. Das so entstehende umfassende Bild geht weit über eine reine „Institutshistorie" hinaus und lässt die deutsche Wirtschaft und Wirtschaftspolitik im Untersuchungszeitraum lebendig werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 21 in dieser Reihe
Die Wirtschaft im Deutschen Kaiserreich wurde in vielen Industriezweigen durch Kartelle geprägt, die seinerzeit eine legale Form der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit waren. Das Rheinisch-Westfälische Kohlen-Syndikat übte seit 1893 einen maßgeblichen Einfluss auf den Kohlenbergbau an der Ruhr aus und war die bekannteste Kartellorganisation dieser Ära. Über die internen Strukturen und dem Beziehungsgeflecht zwischen Kartell, Unternehmen und Staat ist allerdings bislang nur wenig bekannt. Dies gilt insbesondere für Fragen zum Kohlenvertrieb, der von den Ruhrzechen auf das Kohlensyndikat als zentrale Absatzorganisation übertragen wurde. Diese Studie stellt mit Hilfe zahlreicher Archivquellen den Etablierungsprozess einer kartellierten Vertriebsorganisation für den Ruhrbergbau dar und untersucht die Organisationsstrukturen, die mehrfach Veränderungen unterworfen waren. Dabei geht der Autor auch auf zahlreiche Konflikte ein, die im Zusammenspiel der Kartellorganisation mit den weiterhin selbstständig arbeitenden Unternehmen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges entstanden waren. Damit bietet diese Studie einen detaillierten Einblick in eine überaus prägende Institution der Wirtschaft im Kaiserreich.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 20 in dieser Reihe
Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigte die deutsche Bekleidungsindustrie etwa 1,3 Millionen Erwerbstätige. Die produzierte Kleidung konnte nicht nur den heimischen Markt versorgen, sondern auch in großem Maß exportiert werden. Heute bietet sich ein ganz anderes Bild: 2014 arbeiteten in der deutschen Bekleidungsindustrie nur noch ca. 27.000 Menschen in etwa 150 Betrieben. Die Produktion findet bis auf wenige Ausnahmen im Ausland statt. Die vorliegende Arbeit, die eine von der wirtschaftshistorischen Forschung bisher vernachlässigte Branche betrachtet, geht der Frage nach, wie es zu einem solch tiefgreifenden Strukturwandel kam und untersucht die Entwicklung der deutschen Bekleidungsindustrie von der Weimarer Republik – in der zunehmend „Kleiderfabriken“ entstanden und man von einer „Industrie“ im eigentlichen Sinne sprechen kann – bis zum Niedergang der Branche in den 1960er-/1970er-Jahren mit der Verlagerung der Fertigung ins Ausland. Die Studie geht sowohl auf der Branchen- als auch auf der Unternehmensebene Fragen zu Kontinuitäten und Brüchen sowie wirtschaftlichen und politi schen Einflüssen nach. Beschrieben werden Handlungsspielräume und Reaktionen der Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Branche.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 19 in dieser Reihe

Der Autor untersucht, wie sich die Marktsituation in der deutschen Stromwirtschaft unter der Bedingung netzgebundener Liefermonopole historisch darstellte. Sie widerlegt, dass Leitungsmonopole mit dem Fehlen von Wettbewerb gleichzusetzen sind und die Stromkonzerne die Regulierungspolitik beeinflussten. Es gab noch in der frühen BRD unzählige dezentrale Stromerzeuger in Industrie und Kommunen, die sich gegen die Konzerne erfolgreich behaupteten.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band 18 in dieser Reihe

Marcel Boldorf führt zwei in der Forschung stets isoliert behandelte Themenfelder sollten zusammen: die Entnazifizierung und die Kaderauswahl im Rahmen der Errichtung einer zentralen Planwirtschaft. Aus dem Handeln der Führungskräfte werden Rückschlüsse auf Werte, Regeln und Grundsätze der Governance gezogen. In vier Stahlwerken und zwei großen Spinnereien betrachtet der Autor Entscheidungsprozesse der Werkleitungen und die Frage, inwieweit ihnen mit zunehmendem Zentralismus noch Handlungsspielräume verblieben. Als ehemals führende Kriegsindustrie war die Eisen- und Stahlbranche der SBZ/DDR ein machtpolitisch sensibler Faktor, der an der Basis der auf Autarkie zielenden Wirtschaftsordnung stand. Im Gegensatz dazu wurde die Textilindustrie im staatlichen Plansystem systematisch benachteiligt und zur Verarbeitung von Ersatzstoffen gedrängt. Aus einer komparativen Perspektive leistet das Buch einen Beitrag zum einem vertieften Verständnis des ostdeutschen Transformationsprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band 17 in dieser Reihe

Die noch junge Aluminiumindustrie wurde innnerhalb weniger Jahrzehnte zu einer der bedeutendsten Grundstoffindustrien. Manfred Knauer schildert die wichtigsten Phasen dieser Entwicklung in Deutschland, beginnend mit dem Jahr 1886, in dem die Erfindung der Schmelzflusselektrolyse die Voraussetzung für die Herstellung des Aluminiums im industriellen Maßstab schuf.
Die turbulenten „Jugendjahre“ der neuen Industrie bis zur Weltwirtschaftskrise werden ebenso behandelt wie Aufstieg und Fall der Aluminiumindustrie im Dritten Reich. Die „goldenen Jahre“ der Industrie in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg rücken in den Blick, und der Übergang in die Reifephase nach der Erdölkrise der 70er Jahre findet ebenfalls Raum. Abschließend wird die Geschichte der Aluminiumindustrie in der früheren DDR betrachtet.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band 16 in dieser Reihe
Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts verfügten die deutschen Bergleute mit den zahlreichen lokalen Knappschaftsvereinen über ein eigenes institutionalisiertes Sozialversicherungssystem mit einer langen, ins Mittelalter zurückreichenden Tradition. Ihren Mitgliedern boten die Knappschaftsvereine Versicherungsschutz gegen die wesentlichen Daseinsrisiken Krankheit, Invalidität, Tod des Ernährers der Familie und Langlebigkeit. Mit Blick auf die Periode zwischen Knappschaftsgesetz einerseits und Gründung der Reichsknappschaft andererseits (1854-1923) untersucht diese Arbeit ein versicherungsökonomisches Problem, über das bereits die zeitgenössischen Beobachter der Knappschaftsvereine intensiv diskutierten: Wie ist die optimale Größe eines Sozialversicherungsträgers zu bestimmen und zu implementieren? Gibt es überhaupt eine „optimale“ Größe? Oder gilt nicht vielmehr „je größer, desto besser“? Vor dem Hintergrund zweier ökonomischer Kategorien – versicherungstechnisches Risikos und Verwaltungseffizienz – werden diese Fragen am konkreten historischen Beispiel der preußischen Knappschaftsvereine untersucht. Obwohl die jüngere Historiographie die außerordentliche Bedeutung der Knappschaftsvereine des 19. Jahrhunderts als eines der ersten Sozialversicherungssysteme überhaupt herausgestellt hat, stellt deren Wirtschafts- bzw. Versicherungsgeschichte ein Forschungsdesiderat dar. Diese Arbeit füllt zu einem gewissen Grad diese Forschungslücke, indem sie auf ein historisches Phänomen fokussiert, dessen Analyse nicht ohne den direkten Bezug auf grundlegende ökonomische Zusammenhänge auskommt: der zu beobachtende Prozess interner und insbesondere externer Konzentration innerhalb der Knappschaftsvereine, der spätestens mit dem frühen 1870iger Jahren einsetzte und in der Gründung der Reichsknappschaft kulminierte.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band 15 in dieser Reihe

Die Frage nach dem Umfang sozialer Ungleichheit im Deutschen Kaiserreich gilt in der historischen Forschung als zentral für das Verständnis des 19. Jahrhunderts und für die Folgewirkungen im 20. Jahrhundert. Die Studie des Historikers und Volkswirts Hendrik K. Fischer über das Konsumverhalten privater Haushalte zwischen 1871 und 1914 findet höchst innovative Antworten auf diese Frage und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur neueren historischen Sozialstruktur- und Konsumforschung. Die Grundlage der Studie bilden knapp 4.000 Haushaltsrechnungen aus dem Untersuchungszeitraum, die nahezu das gesamte gesellschaftliche Spektrum abdecken: eine in dieser Breite noch nie erschlossene und genutzte Datenquelle. Aus den heterogenen Quellen gewinnt Fischer einen Datensatz, der das Konsumhandeln repräsentativ abzubilden vermag. Dieser "Kölner Datensatz" stellt der empirisch-historischen Konsumforschung eine neuartige und wichtige Basis zur Verfügung, für die es etwas Vergleichbares zurzeit nicht gibt und deren Analysepotenzial noch lange nicht ausgeschöpft sein dürfte. Die statistische Auswertung des Datensatzes ist methodisch ebenso innovativ: Mit Hilfe einer Clusteranalyse werden verschiedene repräsentative Konsummuster für die Zeit des Deutschen Kaiserreichs identifiziert, die wesentlich neue Aussagen über das Konsumhandeln und damit über sozial differenzierte Formen der Lebensführung in dieser Periode erlauben. Fischers Untersuchung liefert Ergebnisse, die vermeintlich sichere Kenntnisse über die sozialen Verhältnisse im Deutschen Kaiserreich infrage stellen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008
Band 14 in dieser Reihe

Willy H. Schlieker gilt als eine der schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit. Geboren 1914 als Sohn eines Hamburger Werftarbeiters, hat er die entscheidenden Schritte seines sozialen Aufstiegs in der NS-Zeit genommen. Schon in der Aufrüstungsphase gegen Ende der 1930er Jahre etablierte er sich im Eisen- und Stahlhandel. 1948 legte er mit dem Kauf eines ehemaligen schlesischen Eisenhandelsunternehmens den ersten Baustein seines zukünftigen Industriekonzerns. Bis Mitte der 1950er Jahre war er aufgrund seiner forschen und teilweise geradezu erfinderischen (und riskanten) Handelsgeschäfte mehrfacher Millionär geworden und stand an der Spitze seines diversifizierten Großunternehmens. Bis Anfang der 1960er Jahre hatte er die modernste Werft Deutschlands aufgebaut und in den Mittelpunkt seines Imperiums gesetzt. Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme holten das Unternehmen jedoch 1962 ein: Der Zusammenbruch des Schlieker-Konzerns zählt zu den interessantesten und umstrittensten Fällen in der Geschichte von Unternehmenskrisen in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1960 und 2002.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 13 in dieser Reihe
Im ersten Teil des Werkes zeichnet der Autor die Entwicklung des deutschen Edelmetallsektors von 1933 bis 1939 nach und arbeitet zugleich die Rahmenbedingungen und die Entscheidungen der verschiedenen Unternehmen in dieser Branche heraus. Besonderes Augenmerk legt er innerhalb der sektoralen Marktanalyse auf das unternehmerische Handeln der Aktiengesellschaft Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler (Degussa) als Marktführer der Branche und größter deutscher Scheideanstalt. Zusammen mit der Darstellung des deutschen Edelmetallbewirtschaftungssystems bis 1939 ermöglichen dann die Ergebnisse dieser Branchenstudie ein Verständnis der Verwertungswege der geraubten Edelmetalle im Zweiten Weltkrieg. Im zweiten Teil der Studie werden die Beschlagnahme und der Raub von Edelmetallen in Deutschland und den besetzten Gebieten sowie der Transfer der Edelmetalle ins Reich und ihre dortige Verwertung durch die verschiedenen staatlichen Institutionen, aber auch privaten Unternehmen untersucht. Die genauen Umstände dieser räuberischen Beschaffungsaktionen werden anhand zahlreicher Fallbeispiele für die einzelnen Länder sowie anhand konkreter Ausbeutungsvorgänge in den Vernichtungslagern betrachtet. Dabei werden die Antriebsfaktoren herausgearbeitet und die Handlungsspielräume der jeweiligen Akteure ausgelotet, die in einem polykratischen Konkurrenzsystem ohne zentrale Lenkung operierten. Für die Kriegszeit richtet sich das Interesse der Analyse aber auch auf die Konkurrenz der deutschen Edelmetallunternehmen und die Motive für ihre Beteiligung an der Raubgutverwertung. Auch das Wissen der Unternehmen um die Herkunft der Edelmetalle sowie die aus den Geschäften stammenden Gewinne werden untersucht. Das Buch von Ralf Banken zeichnet sich durch dreierlei aus: 1. Die Ergebnisse der Archiv- und Literaturstudien werden in die allgemeine Geschichte des "Dritten Reiches" eingebunden. Auf diese Weise werden Besatzungs-, Holocaust-, Wirtschafts- und Politikgeschichte miteinander verbunden. 2. Der Autor analysiert sämtliche Handlungsebenen. Dadurch werden sowohl das Vorgehen und die Interessen der verschiedenen raubenden Institutionen vor Ort sowie die Reaktionen der verschiedenen Opfergruppen als auch die Politik der verschiedenen Ministerien und das Vorgehen der Unternehmen berücksichtigt. 3. Die Untersuchung beschränkt sich nicht allein auf den Edelmetallraub in nur einem Gebiet, sondern nimmt die Konfiskationen in allen besetzten Gebieten vergleichend in den Blick.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008
Band 12 in dieser Reihe
Die Autorin zeichnet die Wohlfahrtsentwicklung der breiten Bevölkerung in Deutschland in der Zwischenkriegszeit im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland in den fünfziger Jahren nach. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie veränderte sich die Wohlfahrt im Gesamtzeitraum sowie in den einzelnen Teilperioden? Welche Rolle spielten dabei Veränderungen der verschiedenen Komponenten des Lebensstandards? Wie lässt sich die deutsche Entwicklung während dieses Zeitraumes im internationalen Vergleich verorten? Welche regionalen Disparitäten traten in der Entwicklung des Lebensstandards auf und wie veränderte er sich, wenn die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern berücksichtigt wird? Dazu wird ein in der historischen Lebensstandard-Forschung bisher nicht benutztes Instrumentarium innovativ eingesetzt, das einen konsistenten Vergleich über die lange Periode hinweg ermöglicht. Als Referenzmaß wird der Human Development Index (HDI) verwendet, der sich aus den drei Wohlfahrtskomponenten Gesundheit/Lebensdauer, Bildung und Zugang zu Ressourcen zusammensetzt. Zur angemessenen Erfassung der historischen und deutschlandsspezifischen Aspekte wurde das Messinstrument HDI angepasst und weiterentwickelt.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band 11 in dieser Reihe
Im 19. Jahrhundert wurden in Preußen bäuerliche Eigentumsrechte geschaffen. Entgegen den Annahmen der Reformer führte dies nicht zu einer marktgesteuerten Bewegung des Faktors Boden zu denjenigen Betrieben, die ihn am effizientesten nutzten: Der Acker wanderte nicht zum besseren Wirt. Vielmehr blieb die Mobilität des Bodens eingebettet in ein System von Erbschaft und familiärer Übergabe. Georg Fertig verfolgt in seinem Buch die Bewegung von Parzellen und Höfen unter den Landwirten dreier westfälischer Orte und untersucht den Einfluss von Lebenslauf, verwandtschaftlichen Beziehungen und Nachbarschaft auf das Kaufen und Verkaufen von Land. Er zeigt, dass nicht die Logik des Marktes, sondern die der Gabe im Sinne der Wirtschaftsanthropologie die Mobilität des Bodens bestimmte und dass eine im Kern von familiärer Umverteilung geprägte bäuerliche Gesellschaft in der liberalen Marktwirtschaft fortbestand.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band 10 in dieser Reihe

Seit dem Juli 1952 bildete der Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) den rechtlichen Rahmen der europäischen Montanindustrie. In diesem Vertrag hatten die Gründerstaaten Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande der Hohen Behörde, dem Exekutivorgan der neuen Gemeinschaft, eine Reihe von Regulierungskompetenzen für die Kohle- und Stahlindustrien ihrer Länder übertragen. Wie aus den Vertragsverhandlungen hervorgeht, hatten die Mitgliedstaaten das Ziel, eine Europäische Gemeinschaft zu begründen, in deren Rahmen die Produzentenverbände und die Regierungen der Mitgliedstaaten Entscheidungen über Preis- und Marktentwicklungen koordinieren würden. Erst auf Druck des Franzosen Jean Monnet und der amerikanischen Regierung wurden ein Kartellverbot und die Fusionskontrolle in den Vertrag aufgenommen (Artikel 66). Allerdings stimmten die politisch intendierten Wirkungen der Einführung von Wettbewerbsregeln im EGKS-Vertrag nicht mit dem formellen, rechtlichen Programm des Artikels 66 überein. Vor diesem Hintergrund handelte die Hohe Behörde im Sinne des impliziten Mandats, indem sie die Rekonzentration der Ruhrstahlindustrie legitimierte und sich nicht aktiv dafür einsetzte, eine kohärente Wettbewerbspolitik zu entwickeln. Dass somit die formelle Rechtsordnung des EGKS-Vertrages zu großen Teilen nicht eingehalten wurde, führte gleichwohl nicht zum Scheitern der Integration. Die Weiterentwicklung der Europäischen Integration hing nicht in erster Linie von der Effizienz der formellen supranationalen Regeln ab. Entscheidend war und ist der politische Wille der Mitgliedstaaten zur Zusammenarbeit.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2006
Band 9 in dieser Reihe
Die kollektiven und antagonistischen Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern prallen auf dem industriellen Arbeitsmarkt, Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, aufeinander. Im Zeitraum vom späten deutschen Kaiserreich bis zum Vorabend der Weltwirtschaftskrise forderten die Auseinandersetzungen am Arbeitsmarkt zunehmend staatliche Interventionen heraus, die die staatliche Wirtschafts- und Sozialpolitik zum dritten Akteur im Arbeitsmarktgeschehen werden ließen. Der Untersuchungszeitraum setzt mit beginnenden Regulierungen ein, die zwischen den Arbeitsmarktparteien freiwillig vereinbart wurden; und endet mit den hoch politisierten Bemühungen um für die großen gesellschaftlichen Gruppen akzeptable Bewältigungsformen der Stabilisierungskrise nach der Inflation. Die Autorin beschreibt, welche unterschiedlichen Lösungsansätze für die vergleichbar harten Belastungsproben von Weltkrieg, Demobilmachung, Inflation und Stabilisierungskrise in Deutschland und in Italien entwickelt wurden.

Mit der durchgängigen systematisch vergleichenden Perspektive und der erstmalig in einer wirtschaftshistorischen Untersuchung erprobten institutionenökonomischen Analyse des Arbeitsmarktgeschehens gelingen der Verfasserin neue Einblicke in die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

Pressestimmen:
"Es handelt sich um eine gelungene systematische Überblicksdarstellung, die den neuesten Forschungsstand kompetent zusammenfasst."
Elke Viebrock, in: H-Soz-u-Kult, Februar 2007

"[Ein] guter Überblick über die Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland und Italien und ein interessanter Vergleich beider Länder."
Gerold Ambrosius in: Historische Zeitschrift, Band 286 (2008)

"Durch ihre sachkundige Studie bietet Tilly für die deutsche Leserschaft eine gelungene Darstellung der facettenreichen Strukturmerkmale der beiden industriellen Arbeitsmärkte sowie der etablierten Institutionalisierungsformen des Arbeitsmarktgeschehens."
Vito Francesco Gironda in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, 2008
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2006
Band 8 in dieser Reihe
Für diese Untersuchung wurde dem Autor am 13. 9. 2007 der René Kuczynski-Preis für herausragende Publikationen auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialgeschichte verliehen. Der Autor definiert die Wirtschaftsleistung Ostdeutschlands im Vergleich zu Westdeutschland neu. Dazu zieht er in der wissenschaftlichen Literatur vorliegende Berechnungen und eigene Schätzungen heran. Zum einen bestimmt er die Wirtschaftsleistung für die Stichjahre 1936 und 1954 neu, um den Einfluss der Startbedingungen abschätzen zu können. Außerdem berechnet er die Produktion der Industrie und ihrer Branchen auf Basis physischer Angaben für den Zeitraum 1936-1991 sowie darauf aufbauend das gesamte Bruttoinlandsprodukt Ostdeutschlands neu. Die erzielten Ergebnisse sind innovativ und erweitern unser Wissen über Niveau und Entwicklung der Wirtschaft auf dem Gebiet der DDR. Es handelt sich um die derzeit beste, breiteste, fundierteste Berechnung der Wirtschaftsentwicklung der DDR, und zwar im Vergleich mit Westdeutschland.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2005
Band 7 in dieser Reihe
1928 installierten die internationalen Ölkonzerne ein globales Hochpreiskartell, das sie bis 1938 gegen den Widerstand einiger Außenseiter zu behaupten versuchten. In diesen ölhistorisch bedeutsamen Zeitraum fiel die Abkehr des Deutschen Reiches von der Weltwirtschaft. Unter den Bedingungen der Diktatur und dem maßgeblichen Einfluß der IG Farbenindustrie AG schien die deutsche Ölpolitik geradlinig und gewollt in die Kriegsvorbereitung zu münden. Aber war die Entwicklung wirklich so einfach?

Ausgehend von den Ölakten des ehemaligen Reichsamtes für Bodenforschung und der Person des Erdölgeologen und späteren Vierjahresplanbeauftragten für die Förderung der Erdölgewinnung, Alfred Bentz, zeichnet Titus Kockel die komplexen in- und ausländischen Ölinteressen und wechselnden Allianzen nach, die im Deutschen Reich zwischen 1928 und 1938 auf die deutsche Ölpolitik einwirkten und dabei eine erstaunliche Dynamik entwickelten. Die diachrone Betrachtungsweise läßt ein Bild der Ölpolitik des frühen Dritten Reiches entstehen, in dem die Brüche deutlicher zutage treten als die Kontinuitäten. Hitler änderte, so weist der Autor nach, seine Ölpolitik mehrmals grundlegend.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2004
Band 6 in dieser Reihe

Nicht der Staat steht im Vordergrund dieses Buches, sondern der Steuerzahler. In den vier Hauptkapiteln der Untersuchung wird der Blick weniger auf die formalen Aspekte der Besteuerung gelenkt als vielmehr auf ihre effektiven materiellen Auswirkungen und die dahinterstehenden Interessen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Steuerlast, auf der Beurteilung der distributiven Effekte der Steuerpolitik und auf den Ausweichreaktionen der Zensiten.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2004
Band 5 in dieser Reihe

Bislang war Ungarn in der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung kaum beachtet worden. Das Buch des an der Universität Szeged (Ungarn) lehrenden Autors beschreibt nun die Entwicklung des ungarischen Wohlfahrtsstaates im 20. Jahrhundert, einschließlich der kommunistischen Ära, und analysiert insbesondere deren konvergierenden und divergierenden Grundzüge in einem westeuropäischen vergleichenden Kontext. Neben der Ausgabenentwicklung wird auch die Entwicklung von Institutionen und sozialen Rechten untersucht.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2003
Band 4 in dieser Reihe

In der aktuellen Debatte um eine grundlegende Reform des Wirtschaftsstandorts Deutschland stehen Ansätze zur Reduzierung der Lohnkostenbelastung der Unternehmen im Vordergrund. Diskutiert werden insbesondere der Umbau des Sozialversicherungssystems und die Deregulierung des Arbeitsmarktes. Allerdings findet diese Politik der Lohnkostensenkung dort ihre Grenze, wo sie ihr eigentliches Ziel verfehlt, Vollbeschäftigung bei gleichzeitiger Beibehaltung der deutschen Spitzenposition in der internationalen Einkommenshierarchie zu gewährleisten. Aus diesem Grund vertrat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung schon im Jahr 1995 die Auffassung, daß zur langfristigen Standortsicherung überdurchschnittliche Produktivitätssteigerungen unverzichtbar seien, die durch eine Wiederbelebung der Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hervorgerufen werden sollten. In dieser Studie wird am Beispiel der deutschen Kunststoffindustrie der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten Unternehmensmanagement und Wirtschaftspolitiker besitzen, das Innovationspotential nationaler Unternehmen zu stärken, damit diese auch von einem Standort mit vergleichsweise hohen Faktorkosten aus international konkurrenzfähig bleiben können.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2003
Band 3 in dieser Reihe

Die Untersuchungsperiode schließt den Zeitraum vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den 1960er Jahren ein, somit beide Weltkriege und die Depression der 1930er Jahre. Erstmals wird der Versuch unternommen, die Vorkriegs-, Zwischenkriegs- und Nachkriegsjahre durch konsistente Langzeitreihen für Produktion, Beschäftigung und damit zusammenhängenden Faktoren wie Löhnen und Kapitaleinsatz abzudecken und dabei Indikatoren für alle bedeutenden Industriezweige der Niederlande vorzulegen. Die Wachstumsleistung der niederländischen Industrie im 20. Jahrhundert wird unter Verwendung des Instrumentariums der international-vergleichenden Produktivitätsmessung mit derjenigen Belgiens, Großbritanniens und Deutschlands in Beziehung gesetzt. Zusammen mit der komparativen Perspektive ermöglichen nicht zuletzt die neuen Wirtschaftsdaten, die hier erstmalig präsentiert werden, eine neuartige Präsentation der Wirkungen sowohl der Weltwirtschaftskrise als auch der beiden Weltkriege auf die niederländische Wirtschaft.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2002
Band 2 in dieser Reihe
Warum brach über Deutschland nach der vielversprechenden Stabilisierung der Mark 1923/24 und dem anschließenden Aufschwung eine Krise von ungekanntem Ausmaß herein? Welche Faktoren verbanden sich zu dieser Katastrophe? Wäre sie zu verhindern gewesen? Hätte die unglückliche Weimarer Republik ein besseres Schicksal nehmen können? Der Autor untersucht die inneren und äußeren Sonderfaktoren der deutschen Konjunkturentwicklung seit 1924. Die ungewollten Anreizwirkungen des Dawes-Plans haben die Zwangslagen und Handlungsspielräume der deutschen Krisenpolitik ab 1929 wesentlich vorherbestimmt. Albrecht Ritschl legt in diesem Buch eine neue Deutung der Brüningschen Deflationspolitik vor, in der sich der Schwerpunkt der Kritik an der deutschen Konjunkturpolitik in die Phase des Dawes-Plans verlagert. Zugleich ergibt sich damit eine neue Interpretation der Borchardt-Thesen zur deutschen Konjunkturpolitik der letzten Jahre Weimars. Die ungebremste Auslandsverschuldung Deutschlands ab 1924 spielt eine Schlüsselrolle bei der Erklärung von Deutschlands Krise und Konjunktur zwischen dem Dawes-Plan und der Transfersperre.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2002
Band 1 in dieser Reihe

Amerikanische und japanische Management- und Produktionsmethoden hatten nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Leitbildfunktion für deutsche Unternehmer. Die Rückkehr auf den Weltmarkt in den 50ger Jahren, die Behauptung der Wettbewerbsfähigkeit in den 60er und 70er Jahren und die zunehmende Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen seit Beginn der 80er Jahre sind ohne den Einfluß vornehmlich amerikanischer und japanischer Management- und Produktionsmethoden kaum vorstellbar. Empirisches Material bildet die Basis der Studie. Bei den untersuchten Unternehmen handelt es sich um Bahlsen, Bayer, Continental, Freudenberg, Glanzstoff, Henkel, Hüls, REWE und VW.

Heruntergeladen am 8.3.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/jbwgbh-b/html
Button zum nach oben scrollen