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Münchner Vorlesungen zu Antiken Welten

ISSN: 2198-9664
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Das Münchner Zentrum für Antike Welten ist eine interfakultäre Arbeitsgemeinschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität. Es verfügt über eine ständige Gastprofessur für antike Kulturgeschichte. Auf sie werden im jährlichen Wechsel namhafte Gelehrte aus den Altertumswissenschaften berufen, die in einer Vortragsreihe ein interdisziplinär bedeutsames Thema behandeln. Zudem veranstaltet das MZAW Kolloquien und Fachtagungen. Die Reihe Münchner Vorlesungen zu Antiken Welten legt diese Vorträge einem kultur- und altertumswissenschaftlich interessierten Publikum vor.

Buch Open Access 2024
Band 7 in dieser Reihe

Die Institution des antiken griechischen Symposions wird in der bisherigen Forschung wie folgt charakterisiert: Es handle sich dabei um eine aristokratische Einrichtung, die ausschließlich Männern vorbehalten war. Doch erlaubt dieses dominierende Deutungsmodell tatsächlich, dem griechischen Trinkgelage epochenübergreifend gerecht zu werden? Um dies zu überprüfen, bot es sich an, von den ersten Zeugnissen zum Symposion auszugehen. Gegenstand des Buches sind daher Text- und Bildzeugnisse des 8.–6. Jahrhunderts v.Chr. Dreh- und Angelpunkt war dabei der sogenannte "Nestorbecher" von der Insel Ischia, ein Trinkgefäß, dessen dreizeilige, poetisch geformte Inschrift als erstes Testimonium für das spezifisch griechische Trinkgelage anzusehen ist. Ausgehend von diesem im ersten Kapitel behandelten Objekt und seinem kulturellen Kontext werden dann in den übrigen drei Kapiteln, gerade auch in Bezug auf das Verhältnis zwischen Schriftgebrauch und Symposion, drei Problembereiche analysiert, mit dem Ergebnis, dass das frühgriechische Trinkgelage von vielerlei Mischungen bestimmt wird, die im Zeichen der Gottheiten Dionysos und Aphrodite stehen und Männer wie freizügige Frauen betreffen, ohne dass diese Institution auf Aristokraten beschränkt war.

Buch Open Access 2021
Band 6 in dieser Reihe

The Bronze Age of Europe is a crucial formative period that underlay the civilisations of Greece and Rome, fundamental to our own modern civilisation. A systematic description of it appeared in 2013, but this work offers a series of personal studies of aspects of the period by one of its best known practitioners.

The book is based on the idea that different aspects of the Bronze Age can be studied as a series of “lives”: the life of people and peoples, of objects, of places, and of societies. Each of these is taken in turn and a range of aspects presented that offer interesting insights into the period. These are based on recent research (for instance on the genetic history of the Old World) as well as on fundamental earlier studies. In addition, there is a consideration of the history of Bronze Age studies, the “life of the Bronze Age”.

The book provides a novel approach to the Bronze Age based on the personal interests of a well-known Bronze Age scholar. It offers insights into a period that students of other aspects of the ancient world, as well as Bronze Age specialists and general readers, will find interesting and stimulating.

Buch Open Access 2020
Band 5 in dieser Reihe

Bei der Erforschung der römischen Eliten stand bislang ihr ebenso intensives wie alternativloses Engagement in Politik und Militär im Mittelpunkt. In diesem Buch soll die anhaltende Exklusivität dieses Lebensmodells kritisch hinterfragt und ein erweiterter Blick auf die aristokratischen Lebenswelten geworfen werden. Senatoren und Ritter, so hat das Studium der Texte aller möglichen literarischen Gattungen gezeigt, erschlossen sich schon in der späten Republik eine Reihe alternativer Handlungsfelder, und diese Entwicklung erhielt mit der Etablierung der Monarchie noch einmal eine neue Dynamik. Sie beteiligten sich als Autoren und Patrone an dem lebhaften literarischen Leben. Sie sammelten Kunstwerke und Bücher und stellten diese Objekte in den Pinakotheken und Bibliotheken ihrer Villen in einem idealen Ambiente aus. Und nicht zuletzt intensivierten sie in den demonstrativen Konsum aller Arten von Luxusgütern, mit denen sie ihren Reichtum und ihre Fähigkeit zur Distinktion zur Schau stellten. Der vorherrschende Handlungsmodus dieser Elite blieb dabei die Konkurrenz. Doch im Streben nach Vorrang konnte der kultivierte Connaisseur nun den bewährten Consular überbieten.

Buch Open Access 2019
Band 4 in dieser Reihe

Bilder des Krieges sind ein dominantes Thema in der griechischen und römischen Kunst. Darstellungen von Kriegertum und Kampf sind visuelle Zeugnisse sozialer Ideale, öffentliche Siegesdenkmäler sind Faktoren der politischen Herrschaft. Nachdem die Forschung eine große Zahl einzelner Denkmäler und Gattungen von Bildwerken untersucht hat, wird in diesem Buch eine Synthese vorgelegt, in der die unterschiedlichen Konzepte und Wahrnehmungen des Krieges von der griechischen Frühzeit bis zur späten römischen Kaiserzeit kontrastiv gegeneinander gestellt werden. Dabei werden nicht nur die Funktionen der Bildwerke für die explizite Verherrlichung von Sieg und Ruhm dargestellt, sondern vor allem auch die ambivalenten impliziten Triebkräfte untersucht, die der kriegerischen Gewalt als Motivationen zugrunde liegen. In vier Kapiteln wird jeweils eine dieser Motivationen als prägende Kraft in einer Epoche des antiken Kriegswesens vor Augen geführt: Archaisches Griechenland: Glanz und Exzess des kriegerischen Heldentums; Klassisches Griechenland: Impulse und Risiken der politischen Identität; Alexander der Große bis Augustus: Ambition und Manifestation universaler Herrschaft; Römische Kaiserzeit: Imperiale Ideologie und militärische Realität.

Buch Open Access 2018
Band 3 in dieser Reihe

Von "Völkern" und "ihren" Sprachen und Kulturen redet die Wissenschaft längst nicht mehr. Aber immer noch gelten Sprachen und Kulturen als Zeugen quasi-ethnischer Gemeinschaft und "Identität". Der Band zeigt in acht Fallstudien und einer Einleitung, dass und wie Sprachen und Kulturen Anknüpfungspunkte für quasi-ethnische Identifikationen bieten, aber ihre Räume unabhängig von ethnischen Grenzen entfalten. Sprachen ohne Volk (Mittellatein, Kaukasisch-Albanisch, Phönizisch in Kilikien); ethnische Befrachtung von Sprache (theoretisch in der japanischen Volkskunde, praktisch in der Sprachreform Atatürks); falsche ethnische Identifizierung von Kulturen (Zypern und Kilikien in der Bronze- und Eisenzeit), Sprachwandelprozessen (öffentliche Sprache unter Echnaton: politisch induzierter Sprachwandel) und Onomastik (deutsche Ortsnamen im Trentino: nicht zwingend Besiedlungsspur). Die Einleitung bietet eine systematische Diskussion der Begriffe Sprachgemeinschaft, Identität, Ethnizität und Kultur. Das Buch ist ein unentbehrliches Werkzeug für (Sozio-)Linguisten, Philologen, Archäologen und Ethnologen und ein nützliches Hilfsmittel für Sozialpsychologen und Kulturphilosophen.

Buch Open Access 2014
Band 2 in dieser Reihe

Geschichtsvorstellungen, die für die Herausbildung politischer Gemeinschaften bedeutsam sind, könnte man als „intentionale Geschichte“ bezeichnen. In dem Buch wird zunächst dieses Konzept vorgestellt. Im Anschluss daran werden Träger, Medien und Formen dieser Art von Geschichte in der griechischen Kultur systematisch dargelegt. Dabei wird vor allem herausgearbeitet, dass bei den alten Griechen zunächst die Dichter die Herren der Vergangenheit waren (und es auch weithin blieben). Aus dieser Dominanz des Ästhetischen in dem Blick auf die Vergangenheit ergaben sich weit reichende Konsequenzen, insbesondere eine unauflösliche Verquickung von Mythos und Geschichte. Dies eröffnet die Möglichkeit, in einem zweiten Teil deutlicher zu bestimmen, worin der spezifische Ansatz und der besondere Charakter der griechischen Geschichtsschreibung liegen: Ein philosophisch geprägter Wahrheitsanspruch begründete neue Herausforderungen an die Darstellung von Geschichte. Die Spannung von „Dichtung und Wahrheit“ blieb dem Genre der Historiographie allerdings erhalten. Ein wesentliches und auch für die Nachwirkung bedeutsames Element antiker Kultur wird damit neu beleuchtet.

Buch Open Access 2014
Band 1 in dieser Reihe

The ancient Mysteries have long attracted the interest of scholars, an interest that goes back at least to the time of the Reformation. After a period of interest around the turn of the twentieth century, recent decades have seen an important study of Walter Burkert (1987). Yet his thematic approach makes it hard to see how the actual initiation into the Mysteries took place. To do precisely that is the aim of this book.

It gives a ‘thick description’ of the major Mysteries, not only of the famous Eleusinian Mysteries, but also those located at the interface of Greece and Anatolia: the Mysteries of Samothrace, Imbros and Lemnos as well as those of the Corybants. It then proceeds to look at the Orphic-Bacchic Mysteries, which have become increasingly better understood due to the many discoveries of new texts in the recent times. Having looked at classical Greece we move on to the Roman Empire, where we study not only the lesser Mysteries, which we know especially from Pausanias, but also the new ones of Isis and Mithras. We conclude our book with a discussion of the possible influence of the Mysteries on emerging Christianity.

Its detailed references and up-to-date bibliography will make this book indispensable for any scholar interested in the Mysteries and ancient religion, but also for those scholars who work on initiation or esoteric rituals, which were often inspired by the ancient Mysteries.

Heruntergeladen am 23.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/mvaw-b/html?lang=de
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