The present article identifies and reflects on some dimensions in how change is a vital and necessary (constitutive) element in the development of religious traditions. Change both challenges and contributes to the upholding of these traditions. The argument is that contrary to popular opinion, change should not be seen as a problem for religion, but as an important condition for religion, even when it comes to the very basic biological conditions of humanity that make possible the historical and cultural realms of our existence – realms in which religion mainly expresses itself. Thus, it offers reasons for taking leave of the idea that religions are, or should be, expressions of an unchanging world order and of unchanging normative doctrinal positions. Such a position does not take historical change seriously, but it also ignores the basic evolutionary conditions of religion, as well as the pragmatic and adaptive features in religion. Thus, the constructive argument of the article is to propose that change and order work in interplay and that they are mutually dependent or dialectically related to each other. Religion must be seen as existing in the tension between order and contingency, stability and dynamics, law-like regularities and change. Religion would accordingly, from this perspective, be just as much about change as about that which endures and remains unchanging. Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag identifiziert und reflektiert, inwiefern Änderung ein wichtiges und notwendiges bzw. konstitutives Element in der Entwicklung religiöser Traditionen ist. Entgegen der landläufigen Meinung sollte Änderung nicht als ein Problem für die Religion gesehen werden, sondern als wichtige Voraussetzung für die Religion – auch wenn es um sehr grundlegende biologische Bedingungen der Menschheit geht, die die historischen und kulturellen Bereiche unser Existenz ermöglichen, mithin in Bereichen zu beobachten ist, in denen vor allem die Religion zum Ausdruck gebracht wird. Dies bietet somit den Grund dafür, sich von der Idee zu verabschieden, dass die Religionen Ausdruck einer unveränderlichen Weltordnung und unveränderlicher normativer Lehrpositionen sind. Eine Auffassung, die die Unveränderlichkeit betont, nimmt nicht nur den historischen Wandel nicht ernst, sie ignoriert auch die grundlegenden evolutionären Bedingungen der Religion, die ihrerseits die pragmatischen und adaptiven Funktionen der Religion zum Ausdruck bringen. Das konstruktive Argument ist, dass in Religionen Veränderung und Ordnung immer in einem Zusammenspiel existieren und voneinander abhängig sind, oder mit anderen Worten dialektisch aufeinander bezogen sind. Religion muss in der Spannung zwischen Ordnung und Kontingenz, Stabilität und Dynamik, Gesetzmäßigkeit und Veränderung des Bestehenden gesehen werden. Religion wäre aus dieser Perspektive heraus, genauso viel über Veränderung zu definieren als über das, was Bestand hat und unveränderlich bleibt.