This article has been concerned with the possibilities and limitations in two different approaches to general revelation prevalent in current philosophy of religion. Werner Jeanrond follows Rahner in his emphasis of experience in encountering revelation, but he wants to supplement Rahner's contribution with critical resources found in Paul Ricœur's hermeneutics. This suggestion, however, calls for a more thorough investigation of the relation between experience and interpretation, phenomenology and hermeneutics with regard to revelation. Ricœur's own accounts of revelation focus on readers' encounters with sacred texts. As it turns out, such focus is not one among many in Ricœur's accounts of the revelation, but rather their very paradigm. When turning to Ricœur's treatment of phenomenology it becomes clear that Ricœur firmly rejects any phenomenological appeal to immediate experience; every experience must be mediated by language, speech, and subjected to interpretation. What is lost when hermeneutics assimilates phenomenology in this way, is the sensibility to the transcendence or foreignness inherent in general revelations. Such experience of foreignness is not understood as Levinas' excessivealterity, which Ricœur rightly discards, but rather a foreignness found in the middle of everyday familiarity. In order to offer an adequate philosophical response to such understanding of revelation, this article argues that the autonomy of phenomenology over against hermeneutics must be granted. Zusammenfassung Dieser Artikel behandelt die Möglichkeiten und Begrenzungen zweier unterschiedlicher, in der gegenwärtigen Religionsphilosophie vorherrschender Annäherungen an allgemeine Offenbarung. Werner Jeanrond folgt Rahner in dessen Gewichtung der Erfahrung in der Begegnung mit Offenbarung, möchte aber den Beitrag Rahners kritisch mit Elementen aus der Hermeneutik Paul Ricœurs ergänzen. Sein Vorschlag verlangt jedoch nach einer vollständigeren Untersuchung der Beziehung zwischen Erfahrung und Interpretation, zwischen Phänomenologie und Hermeneutik in Bezug auf Offenbarung. Ricœurs eigene Konzepte von Offenbarung konzentrieren sich auf die Begegnungen der Leser mit heiligen Texten. Wie es sich zeigt, kommt diesem Fokus in Ricœurs Darstellungen von Offenbarung ein nicht etwa beiläufiger, sondern geradezu paradigmatischer Status zu. An Ricœurs Behandlung der Phänomenologie wird deutlich, daß Ricœur jede phänomenologische Behauptung einer unmittelbaren Erfahrung nachdrücklich abweist; alle Erfahrung ist durch Sprache, Rede und subjektive Deutung vermittelt. Eine derartige Assimilierung der Phänomenologie durch die Hermeneutik verliert allerdings die Sensibilität der Transzendenz oder Fremdheit gegenüber, die der allgemeinen Offenbarung zueigen ist. Die erfahrene Fremdheit ist dabei nicht als Levinas'sche exzessive Alterität zu verstehen, die Ricœur zu Recht verwirft, sondern eher als Fremdheit, die in der Mitte der Alltagsvertrautheit erfahrbar ist. Für eine adäquate philosophische Untermauerung dieses Verständnisses von allgemeiner Offenbarung als Erfahrung des Fremden im Vertrauten ist es dann allerdings zwingend, die Autonomie der Phänomenologie gegenüber der Hermeneutik zu gewährleisten 56 .