Background: Diagnosis of growth hormone (GH) deficiency in adulthood is established by provocative testing of GH secretion. The insulin tolerance test (ITT) is recommended as the gold standard, whereas the combined GH-releasing hormone (GHRH) plus arginine (GHRH+ARG) test is considered the best alternative to the ITT. The aim of the present study was to correlate the degree of the GH response to the GHRH+ARG test and to the ITT and to assess the influence of gender, age, body mass index (BMI), abdominal circumference, high-density lipoprotein cholesterol (HDL-C), triglycerides, serum glucose and insulin-like growth factor 1 (IGF-1) to the GH response. Methods: A total of 50 adult patients (25 men, 25 women) aged 18–74 years were studied. BMI and abdominal circumference were measured. Basal blood samples were taken for IGF-1, HDL, glucose and triglycerides. All subjects underwent GH provocation with both the GHRH+ARG test and the ITT. Results: Peak GH response was significantly higher (men/women: p<0.01) after GHRH+ARG than with ITT, with a strong positive correlation between the peak GH responses in both tests (r=0.753, p<0.01). Peak GH response to ITT and to GHRH+ARG was significantly higher in females than in males (ITT, p=0.01; GHRH+ARG, p<0.01). A significant negative correlation was found between the peak GH response after ITT and GHRH+ARG and age (ITT, r=−0.322; GHRH+ARG, r=−0.281). There was also a significant negative correlation between peak GH response to GHRH+ARG and BMI (r=−0.332) and abdominal circumference (r=−0.388). Peak GH response was positively correlated with plasma IGF-I levels in both tests (ITT, r=0.437; GHRH+ARG, r=0.346). On the basis of the GH response to both GH provocation tests, the subjects were divided into two groups: group 1, subjects with severe GH deficiency (23 patients with GH peak ≤3 μg/L in ITT and ≤9 μg/L in GHRH+ARG); group 2, subjects with slight or without GH deficiency (27 subjects with GH peak >3 μg/L in ITT and >9 μg/L in GHRH+ARG). In group 1 patients, plasma IGF-I concentrations were lower than in group 2 (p=0.019) and there were significantly older (p=0.042) and more male (p=0.0041) patients in group 1. No significant difference was found for BMI, abdominal circumference, HDL, glucose and triglyceride levels between the two groups. Conclusions: The results of the present study indicate that the degree of the GH response to ITT and GHRH+ARG is correlated with age and plasma IGF-I levels. There is a correlation between peak GH after GHRH+ARG and BMI as well as abdominal circumference. Therefore, age-, gender- and BMI-related test specific cut-off points are required. Zusammenfassung Hintergrund: Die Diagnose eines Wachstumshormonmangels bei Erwachsenen erfolgt über die Durchführung von Stimulationstests. Der Insulin-Toleranz-Test (ITT) gilt hierbei als der Goldstandard, wobei der kombinierte GHRH+ Arginin (ARG)-Test die beste Alternative zum ITT darstellt. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den Anstieg des Wachstumshormons nach der Durchführung einen GHRH+ ARG-Tests und eines ITT zu vergleichen und zu eruieren, ob die Faktoren Patientengeschlecht, Lebensalter, BMI, Bauchumfang sowie die Laborparameter HDL-Cholesterol, Triglyzeride, Glukose und IGF-1 einen Einfluss auf die Testergebnisse haben. Methoden: Fünfzig erwachsene Patienten (25 Männer, 25 Frauen) mit einem Alter zwischen 18 und 74 Jahren wurden in die Studie aufgenommen und bezüglich ihres BMI und des Bauchumfangs vermessen. Es wurden die basalen Laborwerte von IGF-1, HDL-Cholesterol, Nüchtern-Glukose und Triglyzeride bestimmt. Anschließend wurde jeder Patient sowohl mit dem GHRH+ARG-Test als auch mit dem ITT getestet. Ergebnisse: Der Anstieg des Wachstumshormons war für beide Geschlechter jeweils nach der Durchführung des GHRH+ARG-Tests signifikant höher als nach dem ITT (Männer/Frauen: p<0,01), wobei eine stark positive Korrelation der Wachstumshormon-Antwort zwischen beiden Tests bestand (r=0,753, p<0,01). Der Anstieg des Wachstumshormons nach Durchführung beider Tests war bei weiblichen Patienten signifikant höher als bei männlichen Patienten (ITT, p=0,01; GHRH-ARG, p<0,01). Eine signifikante negative Korrelation zeigte sich für den Wachstumshormon-Anstieg nach beiden Tests mit zunehmendem Alter der Patienten (ITT, r=−0,322; GHRH+ARG, r=−0,281). Zudem sahen wir auch eine signifikante negative Korrelation zwischen dem Anstieg des Wachstumshormons nach dem GHRH+ARG-Test und dem BMI (r=−0,332) sowie dem Bauchumfang (r=−0,388) der Patienten. Desweiteren zeigte sich eine positive Korrelation zwischen dem Wachstumshormon-Anstieg und IGF-1 sowohl im ITT als auch im GHRH+ARG-Test (ITT, r=0,437; GHRH+ARG, r=0,346). Basierend auf der Wachstumshormon-Antwort nach beiden Tests erfolgte die Unterteilung der Patienten in zwei Gruppen: Gruppe 1 mit schwerer somatotroper Insuffizienz (23 Patienten, max. GH ≤3 μg/L im ITT und ≤9 μg/L im GHRH+ARG-Test); Gruppe 2 mit leichtem Wachstumshormonmangel oder ohne somatotrope Insuffizienz (27 Patienten, max. GH >3 μg/L im ITT und >9 μg/L im GHRH+ARG-Test). In der Gruppe 1 zeigten sich geringere IGF-1-Werte als in der Gruppe 2 (p=0,019) und die Patienten der ersten Gruppe waren signifikant älter (p=0,042) und sie bestand aus mehr Männern (p=0,0041) als die Gruppe 2. Bezüglich des BMI und des Bauchumfangs sowie der Laborparameter für HDL-Cholesterol, Glukose und Triglyzeride zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Patientenalter und dem IGF-1 und der Wachstumshormon-Antwort nach der Durchführung beider Tests. Es besteht weiterhin eine Korrelation zwischen den Testergebnissen nach dem GHRH+ ARG-Test und dem BMI sowie dem Bauchumfang der Patienten. Daher ist es sinnvoll, alters-, geschlechts- und BMI-abhängige Grenzwerte für den Wachstumshormon-Anstieg nach den Stimulationstests festzulegen.