Europarechtliche Offenlegungspflichten im System des deutschen Zivilprozess- und Haftungsrechts
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Markus Lieberknecht
Zusammenfassung
Der Zugang zu Informationen ist eine Funktionsbedingung für die Rechtsdurchsetzung und ein Grundproblem der Arbeitsteilung von Prozessrecht und materiellem Recht. Während das deutsche Recht in Bezug auf Eingriffe in die natürliche Informationsverteilung traditionell Zurückhaltung übt, sieht insbesondere das jüngere Unionsrecht immer mehr Instrumente zur Offenlegung von Informationen und Beweismitteln zwischen Anspruchs- und Prozessparteien vor. Diese Regelungen folgen keiner einheitlichen Blaupause, sondern weisen untereinander zahlreiche Unterscheide auf. Sie treffen auf ein gewachsenes System vorhandener Lösungsstrategien für die Bewältigung von Informationsasymmetrien. Der Beitrag soll in zweierlei Hinsicht eine systematische Einordnung leisten: Zum einen kartiert er die Landschaft der vorhandenen und geplanten Offenlegungsregelungen und erläutert deren übergreifende und gebietsspezifische Charakteristika. Zum anderen zeigt er einige Folgewirkungen auf, die sich daraus im System des deutschen Zivilprozess- und Haftungsrecht ergeben könnten.
© 2026 by Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Gustav-Heinemann-Ufer 58, 50968 Köln.
Artikel in diesem Heft
- Editorial
- Aufsätze. Die Umsetzung der Anti-SLAPP-RL in der ZPO
- Digitalisierung und Protokollierung – Chancen für den Strafprozess
- Die Zulässigkeit zivilrechtlicher Klimaklagen in Deutschland und den USA und der Grundsatz der Gewaltenteilung
- Zwangsvollstreckung im 21. Jahrhundert: Intransparenz und Flüchtigkeit des Vermögens
- Die Überprüfung und Verbesserung von Wahrscheinlichkeitsurteilen im Recht
- Europarechtliche Offenlegungspflichten im System des deutschen Zivilprozess- und Haftungsrechts
- Die Reform der Videoverhandlung im Verwaltungsprozess
- Der Einspruch gegen den Strafbefehl im elektronischen Rechtsverkehr de lege lata und de lege ferenda
- Der verspätete Gerichtshof
- KG, Beschl. v. 25.8.2025 – 3 ORbs 164/25
- Dokumentation
Artikel in diesem Heft
- Editorial
- Aufsätze. Die Umsetzung der Anti-SLAPP-RL in der ZPO
- Digitalisierung und Protokollierung – Chancen für den Strafprozess
- Die Zulässigkeit zivilrechtlicher Klimaklagen in Deutschland und den USA und der Grundsatz der Gewaltenteilung
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- Der Einspruch gegen den Strafbefehl im elektronischen Rechtsverkehr de lege lata und de lege ferenda
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