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Hot-Shakerprüfung für den Lebensdauernachweis an Euro-IV-Abgasanlagen von Nutzfahrzeugen*

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Published/Copyright: September 28, 2014
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Kurzfassung

Im Rahmen der technischen Freigabe von Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge ist zur Sicherung hoher Zuverlässigkeit ein betriebslastengerechter Nachweis der Lebensdauer der heißgasbeaufschlagten Bauteile er­forderlich. Für diesen Zweck wurden eine Prüfmethodik und ein entsprechender Prüfstand entwickelt. Mit dem neu entwickelten Hot-Shaker-Prüfstand steht ein praxisgerechtes Instrument für den Lebensdauernachweis an NfZ-Abgasanlagen bereit. Fragestellungen zur Modularisierung und Standardisierung von Abgasanlagen und zum Einsatz kostengünstiger Werkstoffe und Fertigungsverfahren können damit effizient bearbeitet werden.

Abstract

An operational load related fatigue life assessment of exhaust systems on trucks during the release process is necessary for risk protection. Therefore, a test method and a specific test system were developed. The new developed Hot Shaker Test System is an efficient tool for the required fatigue life assessment. In future, it is possible to investigate modular concepts of exhaust systems and the application of cost-effective materials or manufacturing methods in an effective way.


** Korrespondenzadresse, Dr.-Ing. Falk Schönfeld, MAN Truck & Bus AG, Material Technology Powertrain, Truck & Bus (EPT), Vogelweiherstr. 33, 90441 Nürnberg, E-mail:
*

Dieser Beitrag erschien bereits im DVM-Bericht Betriebsfestigkeit 2013

Dr. Ing. Falk Schönfeld, Jahrgang 1960, studierte Maschinenbau in Dresden. Von 1987 bis 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Kfz-Land- und Fördertechnik der TU Dresden. Ab 1992 bei MAN Truck & Bus AG, Nürnberg, und seit 2001 Hauptabteilungsleiter zuständig für die Zentrale Werkstofftechnik und den Bereich Bauteilfestigkeit-Powertrain. Schwerpunkte Validierungsmethoden von Werkstoffen und Schlüsselbauteilen im Motoren- und Nutzfahrzeugbau. Im Rahmen des Hot-Shaker-Projektes Projektleiter seitens MAN.

Dipl.-Ing. Manfred Streicher, Jahrgang 1955, studierte an der TU München Luft- und Raumfahrttechnik. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Flugmechanik an der TU München wechselte er 1986 in die Erprobung bei der MAN Truck & Bus AG. Seit 2000 ist er als Abteilungsleiter zuständig für die Festigkeitserprobung der MAN Lkw und Busse. Seit 2006 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule München zum Thema Nutzfahrzeuge, Festigkeit im Fach Entwicklungs- und Qualitätsmethoden.

Dipl. Ing. Rainer Großkopf, Jahrgang 1968, studierte Maschinenbau in München. Seit 1995 bei MAN in der Abteilung für Festigkeitserprobung. Schwerpunkte Betriebsfestigkeitserprobung von Abgassystemen und Aggregatlagerungen sowie Ermittlung von Betriebsfestigkeitsmaßstäben im Kundeneinsatz.

Dipl.-Ing. Martin Semsch, Jahrgang 1968, studierte in der Zeit von 1989 bis 1995 Angewandte Mechanik, an der TU Dresden. Er arbeitete von 1996 bis 1998 bei Audi AG in Ingolstadt in der Abteilung Betriebsfestigkeit als Versuchsingenieur. Seit 1998 ist er in der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik und leitet seit 2013 den Bereich Strukturtest. Im Rahmen des Hot-Shaker-Projektes fungiert er als Projektleiter seitens IMA.

Dipl.-Ing. Andreas Schelenz, Jahrgang 1979, studierte von 1999 bis 2005 Mechatronik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Seit 2005 ist er Projektingenieur bei der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH. Ab 2008 entwickelte er im Projektteam ein Konzept einer Prüfanlage für die mechanisch-thermische Prüfung von Nutzfahrzeug-Abgasanlagenkomponenten. Seit 2009 ist er mitverantwortlich für Aufbau und Inbetriebnahme des Hot-Shaker-Prüfstandes und seitdem für die Versuchsdurchführung von Komponentenprüfungen auf dem Prüfstand verantwortlich.

Dipl.-Ing. Alexander Hamann ist 1969 in Dresden geboren. Nach Berufsausbildung und Tätigkeit als Kfz-Mechaniker studierte er an der TU-Dresden im Studiengang Kraftfahrzeugtechnik und war anschließend an der TU Dresden als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrzeuge tätig. Im Jahr 2000 wechselte er zur IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH. Als Versuchs- und Entwicklungsingenieur leitet er Projekte zur Entwicklung von Prüfständen und Versuchsmethoden zur Validierung der Betriebsfestigkeit von Fahrzeugkomponenten und -systemen.


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Online erschienen: 2014-09-28
Erschienen im Druck: 2014-07-15

© 2014, Carl Hanser Verlag, München

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